1. Sonntag nach Ostern | Sonntag, 28. April 2019

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Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)
28.4.2019 | 1. Sonntag nach Ostern | Quasimodogeniti
Sonntag
 

Kirchenjahr 2018/2019

1. Sonntag nach Ostern

Quasimodogeniti

 
Symbol

Johann Gramann
(† 29. April 1541 in Königsberg)

Info

Fällt der 1. Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) auf den 25. April, dann wird der →Tag des Evangelisten Markus an einem Tag in der folgenden Woche gefeiert.

Dies tritt im 21. Jahrhundert ein in den Jahren 2049, 2055 und 2060.

 

Fällt der Sonntag Quasimodogeniti auf den 1. Mai, dann kann dort, wo es üblich ist, den Bitttag um gesegnete Arbeit stets am 1. Mai zu begehen, dies im →Vespergottesdienst berücksichtigt werden, jedoch nicht im Hauptgottesdienst.

Dies tritt im 21. Jahrhundert ein in den Jahren 2011 und 2095.

 

Wirkung in 2019

- keine -

 
Bewegliches Datum
Sonntag Quasimodogeniti zwischen dem 29. März und dem 2. Mai
  • 1. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der Sonntag Quasimodogeniti liegt zwischen
    dem 29. März und dem 2. Mai eines Jahres
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • 7 Tage nach Ostern
  • am 8. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag
 
Artikel zum Sonntag 1. Sonntag nach Osternim Jahreskalender

Allgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag
finden Sie in diesem Artikel:

Apfelbaumblüte
Titel

Sonntag Quasimodogeniti 2019

Der Name leitet sich ab vom Lateinischen »Quasi modo geniti infantes«, zu Deutsch: »Wie neugeborene Kinder«. Rückkehr und Besinnung sind die Themen dieses Sonntags.

Mehr darüber in diesem Artikel.
 

Die Bedeutung des Namens
Quasimodogeniti

 

»Wie Neugeborene«

quasi: als ob, gleichsam
modo: gerade erst
geniti: erzeugt, gezeugt
quasi modo geniti: gleichsam gerade erst gezeugter / wie neugeborene
quasi modo geniti infantes: Wie neugeborene Kinder

 

Der Name Quasimodogeniti geht zurück auf die vorreformatorische Zeit und leitet sich ab von den ersten Worten des lateinischen Introitus (Messeingangs) der römisch-katholischen Messe für diesen Sonntag:

»Quasi modo geniti infantes, halleluja, rationabile sine dolo lac concupiscite, halleluja.«, »Wie neugeborene Kinder, Halleluja, verlangt nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, Halleluja.«.

Dieser Name hat sich in den evangelischen Kirchen für den 1. Sonntag nach Ostern bis heute erhalten.

Biblisch stützt sich die Bezeichnung Quasimodogeniti auf den Text 1. Petr 2, 2.

Hier der Text 1. Petr 2, 1-3 aus der lateinischen Biblia Sacra Vulgata (die statt »quasi« das lateinische »sicut« verwendet) und
aus Luthers Biblia von 1545:

 

21deponentes igitur omnem malitiam et omnem dolum et simulationes et invidias et omnes detractiones 2sicut modo geniti infantes rationale sine dolo lac concupiscite ut in eo crescatis in salutem 3si gustastis quoniam dulcis Dominus

sicut: wie, gleich wie
sicut modo geniti infantes: Wie neugeborene Kinder

 

21 SO leget nu ab alle boſheit vnd allen betrug / vnd heucheley vnd neid / vnd alles affterreden / 2 Vnd ſeid girig nach der vernünfftigen lautern Milch / als die jtzt gebornen Kindlin / Auff das jr durch die ſelbigen zunemet. 3 So jr anders geſchmackt habt / das der HERr freundlich ist /

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Dominica quasimodogeniti

Der Sonntag Quasimodogeniti trug diesen Namen bereits im Mittelalter: Dominica quasimodogeniti, wobei das lateinische Wort »Dominica« Sonntag bedeutet.

Andere Bezeichnungen für den ersten Sonntag nach Ostern waren u. a:

  • Dominica in octava pasche, der Sonntag der Osteroktave, der Sonntag am achten Tag nach Ostern.

  • Dominica misse domini allelujah, allelujah, allelujah. In etwa: Sonntag der Messe des Herrn mit Halleluja.
    Am Sonntag →Septuagesimae (Circumdederunt) ertönte in der Messe letztmals das Halleluja. Der Sonntag nach Ostern war der erste, in dessen Messe wieder das Halleluja angestimmt wurde (nach einer Bestimmung des Papstes Alexander II. von 1073).

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der →Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch

Der evangelische

1. Sonntag nach Ostern

Quasimodogeniti

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)

Weiß

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Der HERR hat Groſſes an vns ge­than / Des ſind wir frölich.

Halleluja.

→Ps 126,3     

Halleluja.

Der HErr iſt aufferſtanden. Er iſt warhafftig aufferſtanden.

Halleluja.

→Lk 24,6b.34b     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Gelobet ſey Gott vnd der Vater vn­ſers HErrn Jhe­ſus Chri­ſti / der vns nach ſei­ner groſſen Barm­her­tzig­keit wi­der­ge­born hat / zu ei­ner le­ben­di­gen Hoff­nung / durch die auff­er­ſte­hung Jhe­ſu Chriſti / von den Todten.

→1Petr 1,3

Pſalm
116
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
A EG 108 Mit Freuden zart
B EG 117 Der schöne Ostertag
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lipppen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2019 - 2024 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium VerweisJoh 20,19-20.(21-23)24-29
Epistel Verweis1Petr 1,3-9
Altes Testament VerweisJes 40,26-31
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Weitere Texte
2018/2019 28.4.2019 I Verweis1Petr 1,3-9 VerweisMk 16,9-20
2019/2020 19.4.2020 II VerweisJes 40,26-31 VerweisJoh 17,9-19
2020/2021 11.4.2021 III VerweisJoh 21,1-14
2021/2022 24.4.2022 IV VerweisKol 2,12-15
2022/2023 16.4.2023 V Verweis1Mos 32, 23-32
2023/2024 7.4.2024 VI VerweisJoh 20,19-20.(21-23)24-29
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.
Die Reihe I gilt für das Kirchenjahr 2018/2019, die Reihe II für das Kirchenjahr 2019/2020 usw.

Weitere Texte:
Für diesen Tag stehen weitere Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passen. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Ge­stal­tung der Gottes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Texte vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für alle Ge­mein­de­mit­glie­der, für Chris­ten, die sich nicht in der Ge­mein­de­ar­beit en­ga­gie­ren können oder wollen, und für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet und im Ver­lauf der Jahre wer­den Sie auf die­se Wei­se in klei­nen Ein­hei­ten, die nicht viel Zeit in An­spruch neh­men, die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
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