19. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, 18. Oktober 2020

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Textordnung der Evangelischen Kirchen Deutschlands

Evangelium    Zum TextMk 2,1-12
Predigt Zum TextEph 4,22-32  
Lied EG 324, fT 25  
→Gottesdienstordnung

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
18.10.2020 | 19. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag
 

19. Sonntag
nach Trinitatis

 

 
Symbol

Lukas [Evangelist]

(† um 80 n. Chr.)

Info

Der →Tag des Evangelisten Lukas (18. Oktober) kann auf diesen Sonntag fallen. Dann ist er am Samstag davor an einem Tag der folgenden Woche zu begehen.

 

Der →Tag der Apostel Simon und Judas (28. Oktober) kann auf diesen Sonntag fallen. Dann ist er am Samstag davor an einem Tag der folgenden Woche zu begehen.

 

Fällt der →Reformationstag (31. Oktober) auf diesen Sonntag (→Ostersonntag fiel auf den 25. April) ersetzt sein Proprium des Reformationsfestes das Sonntagsproprium.

 

Fällt →Ostersonntag auf die Zeit zwischen dem 26. März und dem 1. April, dann ist an diesem Sonntag in der Regel →Erntedanktag.

 

Wirkung im Kirchenjahr 2019/2020

Achtung!

Der 19. Sonntag nach Trinitatis fällt in diesem Jahr auf den 18. Oktober. Der →Tag des Evangelisten Lukas (18. Oktober) kann nur am Samstag davor (17. Oktober) oder an einem Tag der folgenden Woche (19. Oktober bis 23. Oktober) begangen werden..

 

Kalenderblätter
Kalender

Der 19. Sonntag nach Trinitatis in den Kirchenjahren 2019/2020 bis 2026/2027
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 

Bewegliches Datum
Der 19. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>27. September und dem 31. Oktober eines Jahres.
 
  • 19. Sonntag nach Trinitatis
  • 27. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 19. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    27. September und dem 31. Oktober eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 189 Tage nach Ostern
  • am 190. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag

 

Gottesdienstliche Ordnung

Symbol Evangelisch

Der evangelische

19. Sonntag
nach Trinitatis

Nach der Textordnung der Evangelischen Kirchen Deutschlands

 

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

HERR deine güte iſt ewig / Das werck deiner Hende wolteſtu nicht laſſen.

Halleluja.

→Ps 138,8b     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Heile du mich HERR / ſo werde ich heil / Hilff du mir / ſo iſt mir geholffen.

→Jer 17,14a

Pſalm
32
 

Psalm für die Woche

 
 

→Psalm 32,1-7

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
A EG 324 Ich singe dir mit Herz und Mund
B fT 25 Da wohnt ein Sehnen tief in uns
 

EG: Evangelisches Gesangbuch
fT: freieTöne

 
 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2020 - 2025 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextMk 2,1-12
Epistel Zum TextJak 5,13-16
Altes Testament Zum Text2Mose 34,4-10
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2019/2020 gilt die Reihe II.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Text für die Predigt Pool weiterer Texte
2019/2020 18.10.2020 II Zum TextEph 4,22-32 Zum Text1Mos 9,12-17
2020/2021 10.10.2021 III Zum TextJes 38,9-20 Zum TextMk 1,32-39
2021/2022 23.10.2022 IV Zum TextMk 2,1-12 Zum Text1Kor 9,16-23
2022/2023 15.10.2023 V Zum TextJak 5,13-16
2023/2024 --- VI entfällt
2024/2025 26.10.2025 I Zum TextJoh 5,1-16
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 2018/2019 mit Reihe I und wird kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgt wieder Reihe I.

Die Reihe II gilt für das Kirchenjahr 2019/2020, danach wieder für das Kirchenjahr 2025/2026.
Die Reihe III gilt für das Kirchenjahr 2020/2021, danach wieder für das Kirchenjahr 2026/2027,
usw.

Pool weiterer Texte:
Der Pool weiterer Texte stellt Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passen. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

 

Biblia 1545

Perikopen nach Luther 1545

19. Sonntag nach Trinitatis

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

Gültig für die Kirchenjahre ab 2018/2019

 

Biblia
1545

Text nach der Lutherbibel von 1545.
Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Markus

Mk 2,1-12

REIHE

IV

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. II.

 

 

Verse 1-12

Die Heilung eines Gichtbrüchigen

|| →Mt 9,1-8    || →Lk 5,17-26

Mat. 9.

Luc. 5.

VBer etliche tage / gieng Jheſus wi­der umb gen Ca­per­na­um / Vnd es ward rüchtbar / das er im hauſe war / 2Vnd als bald ver­ſam­le­ten ſich viel / alſo / das ſie nicht raum hatten / auch hauſſen fur der thür / vnd er ſagt jnen das wort.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND es kamen etliche zu jm / Die brachten einen Gichtbrüchigen / von vieren getragen. 4Vnd da ſie nicht kundten bey jn komen / fur dem Volck / deckten ſie das Dach auff / da er war / vnd grubens auff vnd lieſſen das Bette ernider / da der Gichtbrüchige innen lag. 5Da aber Jheſus jren Glauben ſahe / ſprach er zu dem Gichtbrüchigen / Mein ſon / deine ſünde ſind dir vergeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6ES waren aber etliche Schrifft­ge­ler­ten / die ſaſſen alda / vnd gedachten in jrem hertzen / 7Wie redet dieſer ſolche Gottesleſterung? Wer kan ſünde vergeben / denn allein Gott? 8Vnd Jheſus erkennet bald in ſeinem Geiſt / das ſie alſo gedachten bey ſich ſelbs / vnd ſprach zu jnen / Was gedencket jr ſolchs in ewren hertzen? 9Welchs iſt leichter / zu dem Gichtbrüchigen zu ſagen / Dir ſind deine ſünde vergeben? Oder / ſtehe auff / nim dein Bette / vnd wandele? 10Auff das jr aber wiſſet / Das des menſchen Son macht hat / zuuergeben die ſünde auff Erden / ſprach er zu dem Gichtbrüchigen / 11Ich ſage dir / ſtehe auff / nim dein Bette / vnd gehe heim. 12Vnd als bald ſtund er auff / nam ſein Bette / vnd gieng hin aus fur allen / Alſo / das ſie ſich alle entſatzten / vnd preiſeten Gott / vnd ſprachen / Wir haben ſolchs noch nie geſehen.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Jakobus

Jak 5,13-16

REIHE

V

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Jacobi.

 

C. V.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Gemeinde und ihre Kranken

Verse 13-16

 

 

Jakobus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

→Mar. 6.

LEidet jemand vnter euch / der be­te. Iſt jemand gutes muts? der ſinge Pſalmen. 14Iſt jemand Kranck? der ruffe zu ſich die El­te­ſten von der Gemeine / vnd laſſe ſie vber ſich beten vnd ſalben mit Ole / in dem namen des HErrn / 15vnd das Gebet des glaubens wird dem Krancken helffen / vnd der HErr wird jn auffrichten / vnd ſo er hat ſünde gethan / werden ſie jm vergeben ſein.

 

 

 

 

BEkenne einer dem andern ſeine ſünde / vnd betet fur einander / das jr geſund werdet. Des Gerechten gebet vermag viel / wenn es ernſtlich iſt.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Zweites Buch Mose | Exodus

2Mose 34,4-10

REIHE

VI

 

 

 

Das II. Bucĥ Moſe.

 

C. XXXIIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die zweiten steinernen Tafeln

Verse 4-9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Moſe

Gebet.

→Pſal. 86.

→Pſal 103.

→Pſal. 145.

→Pſal. 143.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MOſe hieb zwo ſteinern Tafeln / wie die erſten waren. Vnd ſtund des mor­gens früe auff / vnd ſteig auff den berg Sinai / wie jm der HERR geboten hatte / vnd nam die zwo ſteinern Tafeln in ſeine hand. 5Da kam der HERR ernider in einer Wolcken / vnd trat da­ſelbs bey jn / vnd * pre­di­get von des HERRN Namen. 6Vnd da der HERR fur ſeinem angeſicht vbergieng / rieff er / HERR / HERR / Gott barmhertzig vnd gnedig / vnd gedültig / vnd von groſſer gnad vnd trew / 7Der du beweiſeſt gnade in tau­ſent Gelied / vnd vergibſt miſſethat / vbertretung vnd ſünde. Vnd fur welchem niemand vnſchüldig iſt / Der du die miſſethat der Veter heimſucheſt auff Kinder vnd Kinds kinder / bis ins dritte vnd vierde Gelied.

8VND Moſe neiget ſich eilend zu der erden / vnd betet jn an / 9vnd ſprach / Hab ich HERR gnade fur deinen augen funden / So gehe der HERR mit vns / Denn es iſt ein halsſtarrig Volck / Das du vnſer miſſethat vnd ſünden gnedig ſeieſt / vnd laſſeſt vns dein Erbe ſein.

 

*

(Prediget)

Moſe beſchreibet hie das Ge­heim­nis / Das Chri­ſtus der HERR ſey / der fur jm (das iſt fur dem Volck des Ge­ſe­tzes) wer­de vber­ge­hen / vnd pre­di­gen / das alle Welt ſün­dig / al­lein aus gna­den ſe­lig müſ­ſe wer­den / wie er dro­ben Ca. 33. ſagt / Wem ich gne­dig bin / dem bin ich gne­dig / das iſt / Es ſol mir kei­ner mit wercken ab­uer­die­nen / Es ſol gna­de ſein vnd kein an­ders etc. Wie denn des Eu­an­ge­lij pre­digt gleich al­ſo le­ret.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Der Bundesschluß und die Bundespflichten

Vers 10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND er ſprach / Sihe / Ich wil einen Bund machen fur alle deinem Volck / vnd wil Wunder thun / der gleichen nicht geſchaffen ſind in allen Landen / vnd vnter allen Völ­ck­ern / vnd alles Volck / dar vnter du biſt / ſol ſehen des HERRN werck / Denn wunderbarlich ſols ſein / das ich bey dir thun werde.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Johannes

Joh 5,1-16

REIHE

I

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. V.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Heilung eines Kranken am Teich Bethesda

Verse 1-16

 

 

 

 

 

 

 

→*1)

DArnach war ein Feſt der Jü­den / vnd Jheſus zoch hin auff gen Je­ru­ſa­lem. 2Es iſt aber zu Je­ru­ſa­lem bey dem Schafhauſe ein Teich der hei­ſſet auff Ebreiſch Bethhesda / vnd hat fünff Halle / 3In welchen lagen viel Krancken / Blinden / Lamen / Dürren / die warteten / wenn ſich das Waſſer beweget / 4Denn ein Engel fuhr er ab zu ſeiner zeit in den Teich / vnd beweget das waſſer. Welcher nu der erſte / nach dem das waſſer beweget war / hin ein ſteig / der ward geſund / mit welcherley Seuche er behafftet war.

 

Bethhesda)

Das heiſſt auff Deudſch ſo viel als ein Spi­tal / da­rin man den ar­men Leu­ten wol thut / Ab Heſed / id eſt / Ele­emo­ſyna / mi­ſe­ri­cor­dia →*2) / wel­ches bey dem Teich war / da die Opff­er­ſcha­fe be­hal­ten wur­den / vnd die Kran­cken da­ſelbs ſol­cher Wol­that im Tei­che war­te­ten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ES war aber ein Menſch da­ſelbs / acht vnd drei­ſſig jar kranck gelegen. 6Da Jheſus den­ſel­bi­gen ſahe ligen / vnd vernam / das er ſo lang gelegen war / ſpricht er zu jm / Wiltu geſund werden? 7Der Krancke antwortet jm / Herr / ich habe keinen Men­ſchen / wenn das Waſſer ſich beweget / der mich in den Teich laſſe / Vnd wenn ich kome / ſo ſteiget ein ander fur mir hin ein. 8Jheſus ſpricht zu jm / Stehe auff / nim dein Bette / vnd gehe hin. 9Vnd alſo ward der Menſch geſund / vnd nam ſein Bette / vnd gieng hin. Es war aber deſſelbigen tages der Sabbath.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10DA ſprachen die Jüden zu dem der geſund war worden / Es iſt heute Sabbath / Es zimpt dir nicht das Bette zu tragen. 11Er antwortet jnen / Der mich geſund machet / der ſprach zu mir / Nim dein Bette / vnd gehe hin. 12Da fragten ſie jn / Wer iſt der Menſch / der zu dir geſagt hat / Nim dein bette / vnd gehe hin? 13Der aber geſund war worden / wuſte nicht wer er war / Denn Jheſus war gewichen / da ſo viel Volcks an dem Ort war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14DARnach fand jn Jheſus im Tempel / vnd ſprach zu jm / Sihe zu / du biſt geſund worden / Sündige fort nicht mehr / das dir nicht etwas ergers widerfare. 15Der Menſch gieng hin / vnd verkündigets den Jüden / Es ſey Jheſus / der jn geſund gemacht habe. 16Dar­umb verfolgeten die Jüden Jheſum / vnd ſuchten jn zu tödten / Das er ſolchs gethan hatte auff den Sabbath.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1) Vers 4

Der Vers 4 wird heute als Sondergut weniger Handschriften verstanden und ist nicht in allen neuen Ausgaben vorhanden. Die neueren Lutherbibeln drucken den Vers 4, markieren ihn aber als Beifügung. Die Ausgabe von 1545 druckt ihn ohne weitere Notiz.

 

 

2) lat.: Ab Heſed / id eſt / Eleemoſyna / miſericordia /

dt.: »Von (hebräisch) Hesed, das meint: Almosen, Barmherzigkeit«

Luther erklärt, dass die in den griechischen Handschriften vorhandene Bezeichnung Bethhesda (altgr.: Βηθἑσδα) die transkribierte Form eines hebräischen Wortes ist, das soviel bedeutet wie »Das Haus des Almosens« oder »Das Haus der Barmherzigkeit Gottes«. Dieses Haus dürfe man sich ähnlich einem Spital in Deutschland vorstellen.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Ephesus

Eph 4,22-32

REIHE

II

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Páuli:
An die Epheſer.

 

C. IIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Der alte und der neue Mensch

Verse 22-32

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Pſal. 4.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SO leget nu von euch ab / nach dem vo­ri­gen wandel / den alten Men­ſchen / der durch Lüſte im jrthum ſich verderbet. 23Ernewert euch aber im geiſt ewers gemüts / 24vnd ziehet den newen Men­ſchen an / der nach Gott geſchaffen iſt / in rechtſchaffener Gerechtigkeit vnd Heiligkeit. 25Darumb leget die Lügen ab / vnd redet die Warheit ein jg­li­cher mit ſeinem Ne­he­ſten / ſintemal wir vn­ter­nan­der Glieder ſind. 26Zürnet / vnd ſündiget nicht / Laſſet die Sonne nicht vber ewrem Zorn vntergehen. 27Gebet auch nicht raum dem Leſterer. 28Wer geſtolen hat / der ſtele nicht mehr / Sondern erbeite / vnd ſchaffe mit den henden etwas gutes / Auff das er habe zu geben dem Dürfftigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29LAſſet kein faul Geſchwetz aus ewrem munde gehen / ſondern was nützlich zur beſſerung iſt / da es not thut / das es holdſelig ſey zu hören. 30Vnd betrübet nicht den heiligen geiſt Gottes / damit jr verſiegelt ſeid / auff den tag der erlöſung. 31Alle bitterkeit vnd grim / vnd zorn / vnd geſchrey / vnd leſterung ſey ferne von euch / ſampt aller boſheit. 32Seid aber vn­ter­nan­der freundlich / hertzlich / vnd vergebet einer dem andern / Gleich wie Gott euch vergeben hat / in Chri­ſ­to.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Jesaja

Jes 38,9-20

REIHE

III

 

Biblia

 

 

 

 

Der Prophet Jeſáiá.

 

C. XXXVIII.

 

 

Verse 9-20

His­kias Dankgebet

 

DIS iſt die Schrifft His­kia des kö­ni­ges Juda / da er kranck ge­we­ſen / vnd von der Kranckheit geſund worden war.

10ICH ſprach / Nu mus ich zur Helle pforten faren / da mein zeit aus war / Da ich gedacht noch lenger zu leben.

11ICh ſprach / Nu mus ich nicht mehr ſehen den HErrn / Ja den HErrn im lande der Lebendigen / Nu mus ich nicht mehr ſchawen die Men­ſchen / bey denen / die jre zeit leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12MEine zeit iſt dahin / vnd von mir auffgereumet / wie eins Hirten hütte / Vnd reiſſe mein Leben ab / wie ein Weber.

ER a ſeuget mich dürre aus / Du machſts mit mir ein ende / den tag vor abend.

13ICh dacht / Möcht ich bis morgen leben / Aber er zubrach mir all mein gebeine / wie ein Lewe / Denn du macheſt es mit mir aus / den tag vor abend.

14ICh winſelt wie ein Kranch vnd Schwalbe / vnd girret wie eine Taube / Meine augen wolten mir b brechen / HErr ich leide not / linder mirs.

O Wie wil ich nach reden / das er mir zugeſagt hat / vnd thuts auch / Ich werd mich ſchewen all mein Lebetage fur ſolcher betrübnis meiner Seelen.

16HErr c dauon lebt man / vnd das leben meines Geiſts ſtehet gar in den ſelbigen / Denn due lieſſeſt mich entſchlaffen / vnd machteſt mich leben.

17SIhe / vmb troſt war mir ſeer bange / Du aber haſt dich meiner Seele hertzlich angenomen / das ſie nicht verdörbe / Denn du wirffeſt alle meine Sünde hinder dich zu rück.

18DEnn die Helle lobet dich nicht / So rhümet dich der Tod nicht / Vnd die in die Gru­ben faren / warten nicht auff deine d Warheit.

19SOndern allein die da eben / loben dich / wie ich jtzt thue / Der Vater wird den Kindern deine warheit kund thun.

20HERR hilff mir / So wollen wir meine Lieder ſingen / ſo lange wir leben / In dem Hauſe des HERRN.

 

 

 

(Weber)

Wie einem We­ber der Fa­den reiſ­ſet / ehe er ſichs ver­ſi­het / mit­ten im werck.

a

(Seuger)

Das ich we­der krafft noch ſafft des Le­bens be­halte / Wie ein Gei­tzi­ger ar­me leu­te aus ſeu­get im Lan­de.

b

(Brechen)

Die ſeer kran­cken ſe­hen vber ſich / als wol­ten jnen die Au­gen bre­chen vnd das Ge­ſicht ver­ge­hen.

c

(Dauon)

Das iſt / von ſol­chen dei­nen wor­ten / da du das Le­ben ver­heiſ­ſeſt / vnd nicht von vn­ſer krafft vnd macht.

 

 

 

d

(Warheit)

Ver­hei­ſſung der gna­den vnd Le­bens.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Erstes Buch Mose | Genesis

1Mos 9,12-17

POOL

W
1

 

Biblia

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. IX.

 

 

Verse 12-17

Das Zeichen des Bundes: Der Regenbogen

 

Holzschnitt, Bild zu 1. Buch Mose, Kapitel 9, Das Zeichen Bundes: Der Regenbogen.

 

 

Regen-

bogen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GOTT ſprach / Das iſt das Zei­chen des Bunds / den ich gemacht habe zwiſchen mir vnd euch / vnd allem lebendigen Thier bey euch hin furt ewiglich. 13Meinen Bogen hab ich geſetzt in die wolcken / der ſol das Zeichen ſein des Bunds / zwiſchen Mir vnd der Erden. 14Vnd wenn es kompt / das ich wolcken vber die Erden füre / So ſol man meinen Bogen ſehen / in den wolcken / 15Als denn wil ich ge­den­cken an meinen Bund / zwiſchen Mir vnd euch / vnd allem lebendigen Thier / in al­ler­ley Fleiſch / Das nicht mehr hin furt eine Sindflut kome / die alles Fleiſch verderbe. 16Darumb ſol mein Bogen in den wolcken ſein / das ich jn anſehe / vnd gedencke an den ewigen Bund zwiſchen Gott vnd allem lebendigen Thier in allem Fleiſch / das auff Erden iſt. 17Daſelb ſaget Gott auch zu Noah / Dis ſey das Zeichen des Bunds / den ich auffgerichtet habe zwiſchen Mir vnd allem Fleiſch auff Erden.

 

 

 

Holzschnitte der Bibel

Die Holzschnitte der Bibel

Holzschnitt in 1Mos 9

»Der Regenbogen als Zeichen des Bundes«

Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu 1Mos 9

→»Der Regenbogen« (1Mos 9)

Der Regenbogen wurde von Gott als Zeichen des Bun­des mit den Men­schen ein­ge­setzt. Nach der Sint­flut er­schien der Re­gen­bo­gen, und Gott ver­sprach, dass es nie mehr ei­ne sol­che Ka­tastro­phe ge­ben würde.

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Evangelium nach Markus

Mk 1,32-39

POOL

W
2

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. I.

 

 

Verse 32-34

Zahlreiche Heilungen

|| →Mt 8,16-17    || →Lk 4,40-41

 

AM abend aber da die Sonne vn­ter­gan­gen war / brachten ſie zu Jheſus al­ler­ley Krancken vnd Be­ſeſſene / 33Vnd die gantze Stad verſamlet ſich fur der thür. 34Vnd er halff vielen Krancken / die mit man­cher­ley ſeuchen beladen waren / vnd treib viel Teu­fel aus / vnd lies die Teu­fel nicht reden / denn ſie kenneten jn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verse 35-39

Jesus verläßt heimlich Kapernaum und wandert durch Galiläa

|| →Lk 4,42-44    || →Mt 4,23    || →Lk 4,14-15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luc. 4.

 

VND des mor­gens vor tage ſtund er auff / vnd gieng hinaus. Vnd Jheſus gieng in eine wüſte Stete / vnd betet da­ſelbs. 36Vnd Petrus mit denen die bey jm waren / eileten jm nach / 37Vnd da ſie jn funden / ſprachen ſie zu jm / Jederman ſuchet dich. 38Vnd er ſprach zu jnen / Laſſt vns in die neheſte Stedte gehen / das ich da­ſelbs auch predige / Denn dazu bin ich komen. 39Vnd er pre­di­ge­te in jren Schulen / in ganz Ga­li­lea / Vnd treib die Teu­fel aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Erster Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth

1Kor 9,16-23

POOL

W
3

 

Biblia

 

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

C. IX.

 

 

Aus dem Abschnitt

Der Anspruch der Diener Gottes auf Unterhalt und der Verzicht des Paulus

Verse 16-18

 

 

Paulus schreibt:

 

DAs ich das Euangelium pre­di­ge / darff ich mich nicht rhümen / denn ich mus es thun / Vnd wehe mir / wenn ich das Euangelium nicht pre­di­ge­te. 17Thue ichs gerne / ſo wird mir gelohnet / Thu ichs aber vngerne / ſo iſt mir das Ampt doch befolhen. 18* Was iſt denn nu mein Lohn? Nemlich / das ich predige das Euangelium Chriſti / vnd thu das­ſel­bi­ge frey vmb ſonſt / auff das ich nicht meiner Freiheit misbrauche am Euangelio.

*

(Was iſt mein lohn) S. Paulus wil nicht rhü­men ſein pre­di­gen / denn das iſt er ſchül­dig / Son­dern das er vmb ſonſt pre­di­ge on Sold / das helt er fur ein ſon­der­lich lohn vnd rhum.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Der Apostel als Sklave aller Menschen und als Wettkämpfer

Verse 19-23

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19DEnn wiewol ich frey bin von jederman / hab ich doch mich ſelbs jederman zum Knechte gemacht / auff das ich jrer viel gewinne. 20Den Jüden bin ich worden als ein Jüde / auff das ich die Jüden gewinne. Denen die vnter dem Ge­ſetz ſind / bin ich worden als vnter dem Ge­ſetz / auff das ich die ſo vnter dem Ge­ſetz ſind gewinne. 21Denen die on Ge­ſetz ſind / bin ich als on Ge­ſetz worden / (So ich doch nicht on Ge­ſetz bin fur Gott / ſondern bin in dem geſetz Chriſti) Auff das ich die / ſo on Ge­ſetz ſind / gewinne. 22Den Schwa­chen bin ich worden als ein Schwa­cher / auff das ich die ſchwachen gewinne. Ich bin jederman al­ler­ley worden / auff das ich al­lent­hal­ben ja etliche ſelig mache. 23Solches aber thu ich vmb des Euangelij willen / auff das ich ſein teilhafftig werde.

 

 

 

Gedankenpause

Gedankenpause

»Der Gerechte wird seines Glaubens leben.«

Römerbrief, Kapitel 1, Verse 16a und 17

 

Leittext für die Zeit nach Trinitatis

Wir ha­ben den Text→Römer 1,16A.17 als Leit­text für die Bei­trä­ge zu den Sonn­ta­gen nach Tri­ni­ta­tis ge­wählt. In die­ser Zeit ste­hen die The­men »Glau­be« und »Ge­mein­de« im Vor­der­grund der Ver­kün­di­gung. Es geht um die Fra­ge­stel­lun­gen, was Glau­ben ist, wie sich Glau­ben zeigt und aus­wirkt, wie die Ge­mein­de Glau­ben um­set­zen und le­ben kann, wie Glau­ben die Ge­mein­de formt.

Ne­ben dem Vaterunser, der Se­gens­bi­tte und dem Glau­bens­be­kenn­tnis bie­ten die Aus­füh­run­gen von Pau­lus wun­der­ba­re An­lei­tun­gen für prak­ti­zier­tes Chris­ten­tum. Sie er­klä­ren in äu­ßert knap­per Form Sinn, In­hal­te und Ziel des Glau­bens.

Sie fin­den An­re­gun­gen für ei­ge­nen Ge­dan­ken über das The­ma Glau­ben in die­sem Ar­ti­kel:

Die Einladung zum Glauben | © Geschütztes Bildmaterial
Zum Artikel

→Die Einladung zum Glauben

Genügt es, Glau­ben zu be­ken­nen? Wie wirkt sich die­ses Be­kennt­nis aus? Ist mehr zu tun? Wie kann ich den Er­folg mes­sen? Was ist das Ziel des Glau­bens?

Anregungen für Ihre Gedanken

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Men­ſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die in­halt­li­che und the­ma­ti­sche Ge­stal­tung der Got­tes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Tex­te vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet, wer­den Sie auf die­se Wei­se die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

 

Biblia 1545

   Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

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