4. Sonntag nach Epiphanias | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
29.1.2017 | 4. Sonntag nach Epiphanias

Kirchenjahr 2016/2017

4. Sonntag
nach Epiphanias

 
 

Teil I: Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres  

Info

Regelung bis 2018: Nach der Leseordnung bis 2017/2018 entfällt der 4. Sonntag nach Epiphanias, wenn im selben Jahr der →Ostersonntag vor dem 15. April liegt (im Schaltjahr: vor dem 14. April).
Es entfällt dann auch der 5. Sonntag nach Epiphanias. Der Letzte Sonntag nach Epiphanias bleibt immer erhalten.

Neue Regelung ab 2019: Den 4. Sonntag nach →Epiphanias gibt es nicht mehr. Die Zeit nach Ephanias umfasst nicht mehr bis zu sechs, sondern höchstens vier Sonntage.

 
  4. Sonntag nach Epiphanias in den Jahren 2017 bis 2018
Kalender

4. Sonntag nach Epiphanias in den Jahren 2017 bis 2018
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 
Bewegliches Datum
Der 4. Sonntag nach Epiphanias zwischem dem 28. Januar und dem 3. Februar
  • Nur in den Gottesdienstordnungen bis zum Kirchenjahr 2017/2018 vorhanden (tatsächlich letztmals am 29. Januar 2017).
  • Abhängig vom →Osterdatum
    Der 4. Sonntag nach Epiphanias kann entfallen.
    Andernfalls liegt er zwischen dem 28. Januar und dem 3. Februar eines Jahres.
 

Die Sonntage der Epiphaniaszeit im evangelischen Kirchenkalender (gültig bis 2018)

 

Die Bezeichnung Epiphanias geht zurück auf das altgriechische Wort έπιφάνεια (epiphaneia), das »Erscheinung« meint. Es bezeichnete in der frühen Kirche die Erscheinung der Herrlichkeit Gottes als Inhalt des Festes, das am 6. Januar gefeiert wurde.

Unter diesem ursprünglichen Namen hat der 6. Januar Einzug gefunden in den →Kalender des Evangelischen Kirchenjahrs.

Abhängig vom Osterdatum folgen dem Tag Epiphanias im Kalender einer bis sechs Sonntage, die einfach als »Sonntage nach Epiphanias« durchgezählt werden. Der »Letzte Sonntag nach Epiphanias« schließt die Epiphaniaszeit ab:

 

Die vollständige Übersicht finden Sie in unserem Kalender →Das Evangelische Kirchenjahr.

Die Sonntage der Epiphaniaszeit im evangelischen Kirchenkalender (gültig ab 2019)

 

Mit der Revision der Leseordnung, die ab dem Kirchenjahr 2018/2019 gelten wird, reduziert sich Zahl der Sonntage nach Epiphanias. Zudem kann nur noch der 3. Sonntag nach Epihanias entfallen; dies in Jahren, in denen der 6. Januar ein Sonntag ist.

Die Epiphaniaszeit umfasst somit immer vier Sonntage, gerechnet ab dem Epi­pha­nias­fest, das selbst auf einem Sonntag liegen kann.

 

Die vollständige Übersicht finden Sie in unserem Kalender →Das Evangelische Kirchenjahr.

Titel Gottesdienstliche Ordnung

Der evangelische

4. Sonntag nach
Epiphanias

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

4. Sonntag nach Epiphanias | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Die Zeit nach Epiphanias umfasst einen bis sechs Sonntage. Die ersten fünf Sonntage können entfallen (abhängig vom Osterdatum).
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

4. Sonntag nach Epiphanias

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Kompt her / vnd ſehet an die werck Gottes / Der ſo wünderlich iſt mit ſeim Thun vnter den Menſchen kindern.

→Psalm 66,5

Pſalm
107
 

Psalm für die Woche

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Kompt her / vnd ſehet an die werck Gottes / Der ſo wünderlich iſt mit ſeim Thun vnter den Menſchen kindern.

→Psalm 66,5

Pſalm
107
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 244
oder:
Wach auf, wach auf, ´s ist hohe Zeit A
EG 346 Such, wer da will, ein ander Ziel
   

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

4. Sonntag nach Epiphanias

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextMk 4,35–41
Epistel Zum Text2Kor 1,8–11
Altes Testament Zum TextJes 51,9–16
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 29.1.2017 Zum TextMt 14,22–33
IV 28.1.2018 2018: entfällt
V 3.2.2019 2019: entfällt
VI 2.2.2020 2020: entfällt
I 31.1.2021 2021: entfällt
II 30.1.2022 2022: entfällt
   

 

 

Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
MZum TextMk 1,21-28
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Mk 4,35–41

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. IIII.

 

 

Verse 35-41

Die Stillung des Sturms

|| →Mt 8,23-27    || →Lk 8,22-25

Mat. 8.

Luc. 8.

VND an dem ſelbigen tage des abends / ſprach er zu jnen / Laſſt vns hin vber faren. 36Vnd ſie lieſſen das Volck gehen / vnd namen jn / wie er im Schiff war / vnd es waren mehr ſchiff bey jm. 37Vnd es erhub ſich ein groſſer Windwürbel / vnd warff die Wellen in das ſchiff / alſo / das das ſchiff vol ward. 38Vnd er war hinden auff dem ſchiff / vnd ſchlieff auff einem Küſſen. Vnd ſie wecketen jn auff / vnd ſprachen zu jm / Meiſter / frageſtu nichts darnach / das wir verderben? 39Vnd er ſtund auff / vnd bedrawete den wind / vnd ſprach zu dem meer / Schweig vnd verſtumme. Vnd der wind leget ſich / vnd ward eine groſſe ſtille. 40Vnd er ſprach zu jnen / Wie ſeid jr ſo furchtſam? Wie das jr keinen glauben habt? 41Vnd ſie furchten ſich ſeer / vnd ſprachen vnternander / Wer iſt der? Denn Wind vnd Meer ſind jm gehorſam.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
2Kor 1,8–11

EP
II

 

 

 

 

Die Ander Epiſtel:
An die Córinther.

 

C. I.

 

 

Aus dem Abschnitt

Lob Gottes für Troſt in der Bedrängnis

Verse 8-11

 

8DEnn wir wollen euch nicht verhalten / lieben Brüder / vnſern Trübſal / der vns in Aſia widerfaren iſt / da wir vber die maſſe beſchweret waren vnd vber macht / alſo / das wir vns auch des Lebens erwegen / 9vnd bey vns beſchloſſen hatten / wir müſten ſterben. Das geſchach aber darumb / Das wir vnſer vertrawen nicht auff vns ſelbs ſtellen / ſondern auff Gott / der die Todten aufferwecket / 10Welcher vns von ſolchem Todte erlöſet hat / vnd noch teglich erlöſet / Vnd hoffen auff jn / er werde vns auch hinfurt erlöſen / 11durch hülffe ewer Furbit fur vns / Auff das vber vns / fur die Gabe / die vns gegeben iſt / durch viel Perſonen / viel Dancks geſchehe.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
Jes 51,9–16

AT
V

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

C. LI.

 

 

Verse 9-16

Iſrael ruft nach der Macht des Schöpfers

 

 

 

 

 

 

Exo. 14.

 

 

 

 

 

 

 

 

→Joh. 16.

WOlauff / wolauff / Zeuch macht an du Arm des HERRN / Wolauff / wie vor zeiten von alters her. Biſtu nicht der / ſo die Stoltzen ausgehawen / vn den Drachen verwundet hat? 10Biſtu nicht der das Meer der groſſen tieffen waſſer austrocket? Der den Grund des Meers zum wege macht / das die Erlöſeten da durch giengen? 11Alſo werden die Erlöſeten des HERRN widerkeren vnd gen Zion komen mit Rhum / vnd ewige Freude wird auff jrem Heubt ſein / Wonne vnd freude werden ſie ergreiffen / Aber trawren vnd ſeufftzen wird von jnen fliehen.

 

 

 

 

(Stoltzen)

Die Egyp­ter / vnd den Dra­chen / das iſt / den Kö­nig Pha­rao.

 

 

 

→Mat. 10.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

a

(Sie)

Die kinder Iſrael.

12ICH / Ich bin ewer Tröſter / Wer biſtu denn / das du dich fur Menſchen fürchteſt / die doch ſterben? vnd fur Menſchen kinder / die als Hew verzeret werden / 13Vnd vergiſſeſt des HERRN / der dich gemacht hat / der den Himel ausbreitet / vnd die Erden gründet? Du aber fürchteſt dich teglich den gantzen tag fur dem grim des Wütrichen / wenn er furnimpt / zu verderben? Wo bleib der grim des Wütrichen? 14da er muſte eilen vnd vmbher lauffen das er los gebe / vnd a ſie nicht ſtörben vnter dem verderben / auch keinen mangel an Brot hatten. 15Denn ich bin der HERR dein Gott / der das Meer bewegt das ſeine wellen wüten / ſein Name heiſſet HERR Zebaoth. 16Ich lege mein Wort in deinen mund / vnd bedecke dich vnter dem ſchatten meiner Hende / Auff das ich den Himel pflantze / vnd die Erden gründe / vnd zu Zion ſpreche / Du biſt mein volck.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Wüterichen)

Pharao/Exod. 12.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mt 14,22–33

III

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XIIII.

 

 

Verse 22-33

Jeſus geht auf dem See
Der ſinkende Petrus

|| →Mk 6,45-56    || →Joh 6,15-21

Marc.6.

Joh.6.

VND als bald treib Jheſus ſeine Jünger / das ſie in das Schiff tratten / vnd fur jm herüber füren / Bis er das Volck von ſich lieſſe. 23Vnd da er das Volck von ſich gelaſſen hatte / ſteig er auff einen Berg alleine das er betet. Vnd am abend war er alleine daſelbs . 24Vnd das Schiff war ſchon mitten auff dem Meer vnd leid not von den Wellen / Denn der wind war jnen wider. 25Aber in der vierden Nachtwache kam Jheſus zu jnen / vnd gieng auff dem Meer. 26Vnd da jn die Jünger ſahen auff dem Meer gehen / erſchracken ſie / vnd ſprachen / Es iſt ein Geſpenſt / vnd ſchrien fur furcht. 27Aber als bald redete Jheſus mit jnen / vnd ſprach / Seid getroſt / Ich bins / Fürchtet euch nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nacht teilet man vor­zei­ten in vier Wache / der jg­liche drey ſtun­den hatte.

 

PEtrus aber antwortet jm / vnd ſprach / HErr biſtu es / ſo heis mich zu dir komen auff dem Waſſer. 29Vnd er ſprach / Kom her. Vnd Petrus trat aus dem Schiff / vnd gieng auff dem Waſſer / das er zu Jheſu keme. 30Er ſahe aber einen ſtarcken Wind / da erſchrack er / vnd hub an zu ſincken / ſchrey vnd ſprach / HErr / hilff mir. 31Jheſus aber recket bald die Hand aus / vnd ergreiff jn / vnd ſprach zu jm / O du Kleingleubiger / warumb zweiuelteſtu? 32Vnd ſie tratten in das Schiff / vnd der Wind leget ſich. 33Die aber im Schiff waren / kamen vnd fielen fur jn nider / vnd ſprachen / Du biſt warlich Gottes ſon.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Eph 1,15–20a

IV

 

 

 

Die Epiſtel S. Páuli:
An die Epheſer.

 

C. I.

 

 

Aus dem Abschnitt

Gebet für die Gemeinde um Erkenntnis

Verse 15-20a

 

DArumb auch ich / nach dem ich gehöret hab von dem glauben bey euch / an den HErrn Jheſum / vnd von ewer lieb zu allen Heiligen / 16Höre ich nicht auff zu dancken fur euch / vnd gedencke ewer in meinem gebet / 17Das der Gott vnſers HErrn Jheſu Chriſti / der Vater der herrligkeit / gebe euch den Geiſt der weiſheit vnd der offenbarung / zu ſeines ſelbs erkentnis / 18vnd erleuchtete Augen ewers verſtentnis / Das jr erkennen müget / welche da ſey die hoffnung ewres Beruffs / vnd welcher ſey der reichthum ſeines herrlichen Erbes / an ſeinen Heiligen / 19vnd welche da ſey die vberſchwengliche gröſſe ſeiner Krafft an vns / die wir gleuben nach der wirckung ſeiner mechtigen Stercke / 20awelche er gewircket hat in Chriſto / da er jn von den Todten aufferwecket hat /

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
1Mos 8,1–12

VI

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. VIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Ende der Sintflut

Verse 1-12

 

DA gedachte Gott an Noah / vnd an alle

Thier / vnd an alles Vieh / das mit jm in dem Kaſten war / Vnd lies Wind auff Erden komen / Vnd die Waſſer fielen / 2vnd die Brünne der tieffen wurden verſtopffet ſampt den Fenſtern des Himels / vnd dem Regen vom Himel ward gewehret / 3Vnd das Geweſſer verlieff ſich von der Erden jmer hin / vnd nam abe / nach hundert vnd funffzig tagen.

 

 

 

Ararat.

AM ſiebenzehenden tag des ſiebenden Monden / lies ſich der Kaſte nider auff das gebirge Ararat. 5Es verlieff aber das Geweſſer fort an vnd nam abe / bis auff den zehenden Mond / Am erſten tag des zehenden Monds / ſahen der Berge ſpitzen erfür.

 

 

 

RABE.

NAch vierzig tagen / thet Noah das Fenſter auff an dem Kaſten / das er gemacht hatte / 7vnd lies einen Raben ausfliegen / Der flog jmer hin vnd wider her / Bis das Gewiſſer →*1) vertrocket auff Erden.

 

Taube.

DARnach lies er eine Tauben von ſich ausfliegen / Auff das er erfüre / ob das Geweſſer gefallen were auff Erden. 9Da aber die Taube nicht fand / da jr fuſs rugen kund / kam ſie wider zu jm in den Kaſten / Denn das Geweſſer war noch auff dem gantzen Erdboden / Da thet er die hand er aus / vnd nam ſie zu ſich in den Kaſten.

 

DA harret er noch ander ſieben tage / vnd lies aber mal eine Taube fliegen aus dem Kaſten / 11Die kam zu jm vmb Veſperzeit / Vnd ſihe / ein Oleblat hatte ſie abgebrochen / vnd trugs in jrem Munde / Da vernam Noah / das das Geweſſer gefallen were auff Erden. 12Aber er harret noch ander ſieben tage / vnd lies eine Taube ausfliegen / die kam nicht wider zu jm.

 

(Oleblat)

Das blat be­deut das Euan­ge­li­um / das der hei­li­ge Geiſt in die Chri­ſten­heit hat pre­di­gen laſ­ſen / Denn Ole be­deut barm­her­tzig­keit vnd frie­de / da­uon das Euan­ge­li­um le­ret.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mk 1,21-28

M1

 

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. I.

 

 

Verse 21-28

Jeſus lehrt in Kapernaum
Die Heilung eines Beſeſſenen

|| →Lk 4,31-37

Matt. 7.

Luc. 4.

VND ſie giengen gen Capernaum / vnd bald an den Sabbathen gieng er in die Schulen / vnd lerete. 22Vnd ſie entſatzten ſich vber ſeiner lere / Denn er leret gewaltiglich / vnd nicht wie die Schrifftgelerten.

VNd es war in jrer Schule ein Menſch / beſeſſen mit einem vnſaubern Geiſt / der ſchrey / 24vnd ſprach / Halt / was haben wir mit dir zuſchaffen Jheſu von Nazareth? Du biſt komen vns zu zuuerderben / Ich weis wer du biſt / der heilige Gottes. 25Vnd Jheſus bedrawete jn / vnd ſprach / verſtumme / vnd fare aus von jm. 26Vnd der vnſauber Geiſt reis jn / vnd ſchrey laut / vnd fuhr aus von jm. 27Vnd ſie entſatzten ſich alle / alſo / das ſie vnternander ſich befragten / vnd ſprachen / Was iſt das? Was iſt das fur eine newe Lere? Er gebeut mit gewalt den vnſaubern Geiſtern / vnd ſie gehorchen jm. 28Vnd ſein Gerücht erſchal bald vmbher / in die grentze Galilee.

 

 

 

 

 

(Gewaltiglich)

Das iſt / ſeine pre­digt war als eines der es mit ernſt meinet / Vnd was er ſagte / das hatte ein gewalt / vnd lebet / als hette es hende vnd füſſe. Nicht wie die Lumpenprediger / die da her ſpeien vnd geifern / das man drüber vn­luſt vnd grewel gewinnet.

 

 

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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