10. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, 4. August 2002

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Textordnung der Evangelischen Kirchen Deutschlands

Evangelium    Zum TextLk 19,41-48
Predigt Zum TextRom 11,25-32  
Lied EG 138, EG 146  
→Gottesdienstordnung

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
4.8.2002 | 10. Sonntag nach Trinitatis | Gedächtnis der Zerstörung Jerusalems
Sonntag
 

10. Sonntag
nach Trinitatis

Gedächtnis der Zerstörung Jerusalems

 
Symbol

Jean-Marie Vianney

(† 4. August 1859 in Ars-sur-Formans, Département Ain, Frankreich)

Alternative Ordnung für den 10. Sonntag nach Trinitatis
Achtung!

Für den 10. Sonntag nach Trinitatis stehen zwei verschiedene Ordnungen bereit.

Dieser Artikel behandelt die Variante mit dem Leittext Mk 12,28-34Das größte Gebot«), liturgische Farbe Grün.

Die zweite Ordnung, Leittext Lk 19,41-48Jesus weint über Jerusalem«, »Reinigung des Tempels«), liturgische Farbe Violett, findet sich hier:

Zum Artikel

→10. So. n. Trinitatis | Israelsonntag 2001/2002

Für den Israelsonntag stehen zwei verschiedene Liturgien bereit. Dieser Artikel zeigt die Variante, in der Lk 19,41-48 im Mittelpunkt steht (Farbe: Violett).

Mehr dazu in diesem Artikel.
Info

Fällt der →Tag des Apostels Bartholomäus (24. August) auf diesen Sonntag, so sollte er an einem Tag in der Folgewoche begangen werden.

Auch andere Anlässe sollten dem 10. Sonntag nach Trinitatis fern bleiben, damit sein besonderes Thema, Israel, gebührend gewürdigt werden kann.

 

Wirkung im Kirchenjahr 2001/2002

- keine -

 

Bewegliches Datum
Der 10. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>26. Juli und dem 29. August eines Jahres.
 
  • 10. Sonntag nach Trinitatis
  • 18. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 10. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    26. Juli und dem 29. August eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 126 Tage nach Ostern
  • am 127. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag

 

Gottesdienstliche Ordnung

Symbol Evangelisch

Der evangelische

10. Sonntag
nach Trinitatis

Gedächtnis der Zerstörung Jerusalems

gültig in den Kirchenjahren 1978/1979 bis 2017/2018

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Der HERR iſt vnſer Gott / vnd wir das Volck ſeiner weide / vnd Schafe ſeiner Hende.

Halleluja.

→Ps 95,7     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Wol dem Volck / des der HERR ein Gott iſt / Das Volck / das er zum Erbe erwelet hat.

→Psalm 33,12

Pſalm
74
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
EG 138 Gott der Vater steh uns bei
oder EG 146 Nimm von uns, Herr du treuer Gott
 

EG: Evangelisches Gesangbuch
EG West: Evangelisches Gesangbuch Ausgabe Rheinland, Westfalen, Lippe, Reformierte Kirche
Regional: Weitere Regionalteile des EG

 
 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2002 - 2007 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextLk 19,41-48
oder Evangelium 2 Zum TextMk 12,28-34
Epistel Zum TextRom 9,1-8.14-16
Altes Testament Zum Text2Mos 19,1-6
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2001/2002 gilt die Reihe VI.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Weitere Texte
2001/2002 4.8.2002 VI Zum TextRom 11,25-32 Zum TextKlgl 1 und 2 in Auswahl
2002/2003 24.8.2003 I Zum TextLk 19,41-48 oder
Zum TextMk 12,28-34
Zum TextDan 9,15-18(19)
2003/2004 15.8.2004 II Zum TextRom 9,1-8.14-16 Zum TextJer 7,1-11(12-15)
2004/2005 31.7.2005 III Zum Text2Mos 19,1-6
2005/2006 20.8.2006 IV Zum TextJes 62,6-12 oder
Zum TextSir 36,14-16
2006/2007 12.8.2007 V Zum TextJoh 4,19-26
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext galt.

Reihen:
Die Perikopenordnung von 1978/1979 kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen galten nacheinander. Sie umfassten somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 1978/1979 mit Reihe I und wurde kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgte wieder Reihe I.

Die Reihe VI galt für das Kirchenjahr 2001/2002, danach wieder für das Kirchenjahr 2007/2008.
Die Reihe I galt für das Kirchenjahr 2002/2003. Danach wieder für das Kirchenjahr 2008/2009.

Weitere Texte:
Für diesen Tag standen weitere Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passten. Aus ihnen konnte die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzte.

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Biblia 1545

Perikopen nach Luther 1545

10. Sonntag nach Trinitatis

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

 

Biblia
1545

Text nach der Lutherbibel von 1545.
Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Lukas

Lk 19,41-48

REIHE

I

Achtung!

Für die Lesung des Evangeliums sowie in der Reihe I der Sonntage kann zwischen den Texten Lukas 19,41-48 und Markus 12,28-34 gewählt werden.

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XIX.

 

 

Verse 41-44

Jesus weint über Jerusalem

|| →Mt 23,37-39    ↑ →Lk 13, 34-35

 

ALs Jheſus nahe zu Je­ru­ſa­lem kam / ſahe er die Stad an / vnd weinet vber ſie / 42vnd ſprach / Wenn du es wüſteſt / So würdeſtu auch bedencken / zu dieſer deiner zeit / was zu deinem Friede dienet. Aber nu iſts fur deinen augen verborgen. 43Denn es wird die zeit vber dich komen / das deine Feinde werden vmb dich / vnd deine Kinder mit dir / eine Wagenburg ſchlahen / dich belegern / vnd an allen örten engſten / 44Vnd werden dich ſchleiffen vnd keinen Stein auff dem andern laſſen / Dar­umb / das du nicht erkennet haſt die zeit darinnen du heimgeſucht biſt.

 

 

 

 

 

 

 

Verse 45-48

Die Reinigung des Tempels

|| →Mt 21,12-16    || →Mk 11,15-18    || →Joh 2,13-17

Matt. 21.

Mar. 11.

 

 

 

→Jeſa. 56.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND er gieng in den Tempel / vnd fieng an auszutreiben die darinnen verkaufften vnd kaufften / 46vnd ſprach zu jnen / Es ſtehet geſchrieben / Mein Haus iſt ein Bethaus / Ir aber habts gemacht zur Mördergruben. 47Vnd leret teg­lich im Tempel. Aber die Ho­hen­prie­ſter vnd Schrifft­ge­ler­ten / vnd die Fur­ne­me­ſten im Volck / trachten jm nach / das ſie jn vmbbrechten / 48Vnd funden nicht / wie ſie jm thun ſolten / Denn alles Volck hieng jm an / vnd höret jn.

 

 

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Markus

Mk 12,28-34

REIHE

I

Achtung!

Für die Lesung des Evangeliums sowie in der Reihe I der Sonntage kann zwischen den Texten Lukas 19,41-48 und Markus 12,28-34 gewählt werden.

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. XII.

 

 

Verse 28-34

Die Frage nach dem größten Gebot

|| →Mt 22,34-40    || →Lk 10,25-28

Matt. 22.

 

 

 

 

 

 

 

Luc. 10.

Deut. 6.

 

 

 

 

 

Luc. 10. 19.

→Rom. 13.

→Gal. 5.

 

 

ES trat zu Jheſus der Schrifft­ge­ler­ten einer / der jnen zu­ge­hö­ret hatte / wie ſie ſich mit ein­an­der be­fra­ge­ten / vnd ſahe das er jnen fein geantwortet hatte / vnd fraget jn / Welchs iſt das furnemeſt Gebot fur allen? 29Jheſus aber antwortet jm / Das furnemeſt Gebot fur allen geboten iſt das / Höre Iſ­ra­el / Der HERR vnſer Gott iſt ein einiger Gott / 30Vnd du ſolt Gott deinen HER­RN lieben / von gantzem hertzen / von gantzer Seele / von gantzem Gemüte vnd von allen deinen Krefften / Das iſt das fur­ne­me­ſte Gebot. 31Vnd das ander iſt jm gleich / Du ſolt deinen Ne­he­ſten lieben / als dich ſelbs. Es iſt kein ander gröſſer Gebot / denn dieſe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

32VND der Schrifftgelerter ſprach zu jm / Mei­ſter / du haſt warlich recht geredt / Denn es iſt ein Gott / vnd iſt kein ander auſſer jm / 33Vnd den­ſel­bi­gen lieben von gantzem hertzen / von gantzem gemüte / von gantzer ſeele / vnd von allen krefften / Vnd lieben ſeinen Ne­he­ſten als ſich ſelbs / das iſt mehr denn Brandopffer vnd alle Op­ffer. 34Da Jheſus aber ſahe / das er vernünfftiglich antwortet / ſprach er zu jm / Du biſt nicht ferne von dem reich Gottes. Vnd es thurſte jn niemand weiter fragen.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom

Rom 9,1-8.14-16

REIHE

II

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. IX.

 

 

Verse 1-5

Israels Gotteskindschaft

 

 

Paulus schreibt:

 

ICH ſage die warheit in Chri­ſ­to / vnd liege nicht / Des mir zeugnis gibt mein gewiſſen / in dem heiligen Geiſt / 2Das ich groſſe traurigkeit vnd ſchmertzen on vnterlas in meinem hertzen habe. 3Ich habe gewündſchet verbannet zu ſein von Chri­ſ­to / fur meine Brüder / die meine Gefreundte ſind nach dem Fleiſch / 4die da ſind von Iſ­ra­el / Welchen gehört die Kindſchafft / vnd die Herr­lig­keit / vnd der Bund / vnd das Ge­ſetz / vnd der Got­tes­dienſt / vnd die Ver­hei­ſſung / 5welcher auch ſind die Ve­ter / aus welchen Chri­ſ­tus her kompt nach dem Fleiſche / Der da iſt Gott vber alles / gelobet in ewigkeit / Amen.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Verheißung an das wahre Israel

Verse 6-8

 

 

 

 

 

→Gen. 21.

 

 

 

 

 

 

ABer nicht ſage ich ſolchs / das Gottes wort darumb aus ſey. Denn es ſind nicht alle Iſ­ra­eliter die von Iſ­ra­el ſind / 7auch nicht alle die Ab­ra­hams ſamen ſind / ſind darumb auch Kinder / Sondern in Iſaac ſol dir der Samen genennet ſein. 8Das iſt / Nicht ſind das Got­tes­kin­der / die nach dem Fleiſch kin­der ſind / Sondern die Kinder der Ver­hei­ſſung werden fur Samen gerechnet.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Gottes freie Gnadenwahl

Verse 14-16

 

 

 

→Exo. 33.

 

 

 

 

 

 

 

WAS wollen wir denn hie ſagen? Iſt denn Gott vngerecht? Das ſey ferne. 15Denn er ſpricht zu Moſe / Welchem ich gnedig bin / dem bin ich gnedig / Vnd welches ich mich erbarme / des erbarme ich mich. 16So ligt es nu nicht an jemands wollen oder lauffen / ſon­dern an Gottes erbarmen.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Zweites Buch Mose | Exodus

2Mos 19,1-6

REIHE

III

 

Biblia

 

 

 

 

Das Ander Bucĥ
Moſe.

 

C. XIX.

 

 

Verse 1-3a

Ankunft am Sinai

 

 

 

 

Num. 33.

 

 

 

 

 

 

 

IM dritten mond nach dem Aus­gang der kin­der Iſ­ra­el aus Egyp­ten­land / kamen ſie dieſes tages in die wüſten Sinai / 2Denn ſie waren ausgezogen von Ra­phi­dim / vnd wolten in die wüſten Sinai / vnd la­ger­ten ſich in der wüſten da­ſelbs / gegen dem Berg / 3Vnd Moſe ſteig hin auff zu Gott.

 

 

 

 

 

 

Verse 3b-6

Gott erläutert seinen Bund mit Israel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→1. Pet. 2.

 

 

 

 

VND der HERR rieff jm vom Berge / vnd ſprach / So ſoltu ſagen zu dem hauſe Jacob / vnd verkündigen den kin­dern Iſ­ra­el. 4Ir habt geſehen / was ich den Egyptern ge­than habe / vnd wie ich euch getragen habe auff Adeler flügeln / vnd hab euch zu mir bracht. 5Werdet jr nu meiner ſtimme gehorchen / vnd meinen Bund halten / So ſolt jr mein Ei­gen­thum ſein fur allen Völ­ck­ern / denn die gantze Erde iſt mein / 6Vnd jr ſolt mir ein prieſterlich Königreich / vnd ein heiliges Volck ſein. Das ſind die wort / die du den kin­dern Iſ­ra­el ſagen ſolt.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Jesaja

Jes 62,6-12

REIHE

IV

Achtung!

In der Reihe IV der Sonntage kann zwischen den Texten Jesaja 62,6-12 und Jesus Sirach 36,14-16 gewählt werden.

 

Biblia

 

 

 

 

Der Prophet Jeſáiá.

 

C. LXII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die zukünftige Herrlichkeit Zions

Verse 6-12

 

O Je­ru­ſa­lem ich wil Wechter auff deine mauren beſtellen / die den gan­tzen tag vnd die gantze nacht nimer ſtille ſchweigen ſollen / vnd die des HER­RN ge­den­cken ſollen. Auff das bey euch kein ſchweigen ſey / 7vnd jr von jm nicht ſchweiget / Bis das Je­ru­ſa­lem gefertiget vnd geſetzt werde zum lobe auff Erden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8DEr HERR hat ge­ſchwo­ren bey ſeiner Rechten / vnd bey dem Arm ſeiner macht / Ich wil dein Getreide nicht mehr deinen Feinden zu eſſen geben / noch deinen Moſt daran du geerbeitet haſt / die Frembden trin­cken laſſen. 9Sondern die ſo es einſamlen / ſollens auch eſſen / vnd den HER­RN rhümen / vnd die jn einbringen / ſollen jn trin­cken in den Vorhöfen meines Hei­lig­thums.

 

Zach. 9.

Mat. 21.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GEhet hin / gehet hin / durch die Thor / bereitet dem Volck den weg / machet ban / machet ban / reumet die Steine auff / werfft ein Panir auff vber die Völ­ck­er. 11Sihe / Der HERR leſſet ſich hören bis an der Welt ende / Sagt der toch­ter Zion / Sihe / dein Heil kompt / Sihe / a ſein Lohn iſt bey jm / vnd ſein vergeltung iſt fur jm. 12Man wird ſie nennen / das heilige Volck / die Erlöſeten des HER­RN / vnd dich wird man hei­ſſen / Die be­ſuch­te vnd vn­uer­laſ­ſe­ne Stad.

 

 

 

 

 

 

 

a

Er wirds nicht lang machen / den Fromen zu lohnen / die Böſen zu ſtaffen.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Jesus Sirach

Sir 36,14-16

REIHE

IV

Achtung!

In der Reihe IV der Sonntage kann zwischen den Texten Jesaja 62,6-12 und Jesus Sirach 36,14-16 gewählt werden.

Achtung!

Das Buch Jesus Sirach ist Teil der →Apokryphen des Alten Testaments.
Diese Texte sind nicht in jeder Bibelausgabe abgedruckt!

 

Biblia

 

 

 

 

Das Bucĥ
Jeẛus Syracĥ.

 

C. XXVI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Bitte um Hilfe gegen die Feinde

Verse 14-16

 

ERbarm dich deines Volcks HERR / das von dir den Namen hat / vnd des Jſrael / den du nenneſt / deinen erſten Son. 15[15]Erbarm dich der ſtad Je­ru­ſa­lem / da dein Hei­lig­thum iſt / vnd da du woneſt. 16[16]Richte Zion wider an / das da ſelbeſt dein wort wider auffgehe / das deine ehre im Volck gros werde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Achtung!Neue Übersetzung in der Lutherbibel 2017

Der Text der Apo­kry­phen des Al­ten Tes­ta­ments wur­de für die Aus­ga­be 2017 der Luther­bi­bel aus dem grie­chi­schen Quell­text kom­plett neu über­setzt. Die­se Über­set­zung weicht z. T. er­heb­lich von der bis­he­ri­gen Text­ge­stalt al­ler Lu­ther­bi­beln bis 2016 (letz­te Re­vi­si­on 1984) ab. Da­durch än­dert sich auch die Vers­zäh­lung.

 

Anmerkung zur Verszählung

In der be­ste­hen­den Pe­ri­ko­pen­ord­nung gilt die Vers­zäh­lung der Bi­bel­aus­ga­ben vor 2017 nach wie vor: hier grü­ne Zah­len in ecki­gen Klam­mern.

Die neue Zäh­lung der Lu­ther­bi­bel 2017 wird durch die ro­ten Zah­len an­ge­zeigt.

Nä­he­re Aus­füh­run­gen zur neu­en Vers­zäh­lung fin­den Sie im zu­ge­hö­ri­gen Ka­pitel un­se­rer On­line-Bi­bel oder in den Aus­ga­ben der Lu­ther­bi­bel mit dem re­vi­dier­ten Text 2017.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Johannes

Joh 4,19-26

REIHE

V

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. IV.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Gespräch Jesu mit der Samariterin

Verse 19-26

 

DAs weib ſpricht zu Jheſus / Herr / ich ſehe / das du ein Prophet biſt. 20Vnſer Ve­ter haben auff dieſem Berge angebetet / vnd jr ſaget / Zu Je­ru­ſa­lem ſey die Stete / da man anbeten ſolle. 21Jheſus ſpricht zu jr / Weib / gleube mir / Es kompt die zeit / das jr weder auff dieſem Berge / noch zu Je­ru­ſa­lem werdet den Vater an beten. 22Ir wiſſet nicht / was jr anbetet / Wir wiſſen aber / was wir anbeten / Denn das Heil kompt von den Jüden.23Aber es kompt die zeit / vnd iſt ſchon jtzt / Das die warhafftigen Anbeter werden den Vater anbeten / im Geiſt vnd in der Warheit / Denn der Vater wil auch haben / die jn alſo anbeten. 24Gott iſt ein Geiſt / vnd die jn anbeten / die müſſen jn im Geiſt vnd in der Warheit anbeten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25SPricht das Weib zu jm / Ich weis / das Meſſias kompt / der da Chri­ſ­tus heiſt / Wenn der­ſel­bi­ge komen wird / ſo wird ers vns alles verkündigen. 26Jheſus ſpricht zu jr / Ich bins / der mit dir redet.

 

 

 

 

 

 

(Mit dir)

Mit einer Sama­ritin vnd Heidin.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom

Rom 11,25-32

REIHE

VI

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. XI.

 

 

Verse 25-32

Israels endliche Errettung

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

→Jeſa. 59.

ICH wil euch nicht verhalten / lie­ben Brüder / dieſes Geheimnis / auff das jr nicht ſtoltz ſeid. Blind­heit iſt Iſ­ra­el eins teils wi­der­fa­ren / So lange / bis die fülle der Heiden ein­ge­gang­en ſey / 26vnd alſo das gantze Iſ­ra­el ſelig werde. Wie ge­ſchrie­ben ſtehet / Es wird komen aus Zion / der da erlöſe / vnd abwende das gottloſe weſen von Jacob.27Vnd dis iſt mein Teſtament mit jnen / wenn ich jre ſünde werde wegnemen.28Nach dem Euangelio halte ich ſie fur Feinde / vmb ewren willen / Aber nach der Walh habe ich ſie lieb / vmb der Ve­ter willen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

**

(Gerewen)

Das iſt / Sie ſind vnwanckelbar / vnd er endert ſie nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Gal. 3.

 

 

 

29GOttes gaben vnd beruffung / mögen jn nicht ** gerewen. 30Denn gleicher weiſe / wie auch jr weiland nicht habt gegleubet an Gott / Nu aber habt jr barm­her­tzig­keit vberkomen / vber jrem vnglauben / 31Alſo auch jene haben jtzt nicht wolt gleuben an die barm­her­tzig­keit / die euch widerfaren iſt / Auff das ſie auch barm­her­tzig­keit vberkomen. 32Denn Gott hats alles *** beſchloſſen vnter dem vnglauben / Auff das er ſich aller erbarme.

***

(Beschloſſen)

Merck dieſen Heubtſpruch / der alle werck vnd menſchliche Ge­rechtigkeit ver­dampt / vnd al­lein Gottes barm­hertzigkeit hebet / durch den glauben zu erlangen.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch der Klagelieder des Jeremia

Klgl 1 und 2

in Auswahl

POOL

M
1

Achtung!

Es bleibt im Gottesdienst dem Prediger überlassen, geeignete Abschnitte und Verse als Grundlage seiner Predigt für die Gemeinde aus dem empfohlenen Textumfang auszuwählen.

Für das persönliche Studium und die Meditation außerhalb der gottesdienstlichen Praxis empfiehlt es sich, den gesamten Text heranzuziehen.

 

Biblia

 

 

 

 

Die Klagelieder Jeremiá.

 

C. I.

 

 

Jerusalem klagt und fleht um Hilfe

 

WIe ligt die Stad ẛo

wüſte: die vol Volcks war? Sie iſt wie ein widwe / Die eine Fürſtin vnter den Hei­den / vnd ein Königin in den Lendern war / mus nu dienen.

2Sie weinet des nachts / das jr die Threnen vber die Backen lauffen / Es iſt niemand vnter allen jren Freunden / der ſie tröſte / Alle jre Ne­he­ſten verachten ſie / vnd ſind jre Feinde worden.

3Juda iſt gefangen im elend vnd ſchwerem dienſt / Sie wonet vnter den Hei­den / vnd findet keine ruge / Alle jre Verfolger halten ſie vbel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4Die ſtraſſen gen Sion ligen wüſt / weil niemand auff kein Feſt komet / Alle jre Thore ſtehen öde / Ire Prieſter ſeufftzen / Ire Jung­fraw­en ſehen jemerlich vnd ſie iſt betrübt.

5Ire Wi­der­ſa­cher ſchweben empor / Iren Feinden gehets wol / Denn der HERR hat ſie vol jamers gemacht / Vmb jrer groſſen ſünde willen / Vnd ſind jre Kinder gefangen fur dem Feinde hin gezogen.

6Es iſt von der toch­ter Zion aller Schmuck dahin / Ire Fürſten ſind / wie die Wider / die keine weide finden / vnd matt fur dem Treiber her gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7Je­ru­ſa­lem denckt in dieſer zeit / wie elend vnd verlaſſen ſie iſt / vnd wie viel Guts ſie von alters her gehabt hat / weil alle jr Volck darnider ligt / vnter dem Feinde / vnd jr niemand hilfft / Ire Feinde ſehen jre Luſt an jr / vnd ſpotten jrer Sab­ba­then.

8Je­ru­ſa­lem hat ſich verſündigt / Dar­umb mus ſie ſein / wie ein vnrein Weib / Alle die ſie ehreten / verſchmehen ſie jtzt / weil ſie jre ſcham ſehen / Sie aber ſeufftzet / vnd iſt zu rück gekeret.

9Ir vnflat klebt an jrem ſaum / Sie hette nicht gemeinet / das jr zu letzt ſo gehen würde / Sie iſt ja zu grewlich herunter geſtoſſen / vnd hat dazu niemand / der ſie tröſtet / Ah HERR ſihe an mein Elend / Denn der Feind pranget ſeer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10Der Feind hat ſeine hand an alle jre Kleinod gelegt / Denn ſie muſte zuſehen / das die Hei­den in jr Hei­lig­thum giengen / Dauon du geboten haſt / Sie ſolten nicht in deine Gemeine komen.

11Alle jr Volck ſeufftzet vnd gehet nach brot / Sie geben jre Kleinot vmb ſpeiſe / das ſie die Seele laben / Ah HERR / ſihe doch vnd ſchaw / wie ſchnöde ich worden bin.

12Euch ſage ich / allen / die jr fur vber gehet / Schawet doch vnd ſehet / Ob jrgend ein ſchmertzen ſey / wie mein ſchmertzen / der mich troffen hat / Denn der HERR hat mich vol jamers gemacht / am tage ſeines grimmigen zorns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

13Er hat ein Fewr aus der Höhe in meine Beine geſand / vnd das ſelbige laſſen walten / Er hat meinen füſſen ein Netze geſtellet / vnd mich zurück geprellet / Er hat mich zur Wüſten gemacht / das ich teg­lich trawren mus.

14Meine ſchwere Sünde ſind durch ſeine ſtraffe erwachet / vnd mit hauffen mir auff den Hals komen / das mir alle meine Krafft vergehet / Der HErr hat mich alſo zugericht / das ich nicht auffkomen kan.

15Der HErr hat zutretten alle meine Starcken / ſo ich hatte / Er hat vber mich ein Feſt ausruffen laſſen / meine junge Man­ſchafft zuuerderben / Der HErr hat der Jung­fraw­en toch­ter Juda / eine Kelter tretten laſſen.

 

 

 

 

 

 

16Darumb weine ich ſo / vnd meine beide Augen flieſſen mit waſſer / Das der Tröſter / der meine Seele ſolt erquicken / ferne von mir iſt / Meine Kinder ſind dahin / Denn der Feind hat die vberhand kriegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

17Zion ſtreckt jre Hende aus / Vnd iſt doch niemand / der ſie tröſte / Denn der HERR hat rings vmb Jacob her / ſeinen Feinden geboten / Das Je­ru­ſa­lem mus zwi­ſchen jnen ſein / wie ein vnrein Weib.

18Der HERR iſt gerecht / Denn ich bin ſeinem munde vn­ge­hor­ſam geweſt / Höret alle Völ­ck­er / vnd ſchawet meinen ſchmertzen / Meine Jung­fraw­en vnd Jüng­lin­ge / ſind ins Gefengnis gegangen.

19Ich rieff meine Freunde an / Aber ſie haben mich betrogen / Meine Prie­ſter vnd El­te­ſten in der Stad / ſind verſchmachtet / Denn ſie gehen nach Brot / damit ſie jre Seelen laben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20Ah HERR / ſihe doch / wie bange iſt mir / das mirs im Leibe dauon weh thut / Mein hertz wallet mir in meinem Leibe / denn ich bin hoch betrübt / Drauſſen hat mich das Schwert / vnd im Hauſe hat mich der Tod zur Widwe gemacht.

21Man hörets wol / das ich ſeufftze / Vnd habe doch keinen tröſter / Alle meine Feinde hören mein Vnglück / vnd frewen ſich / das machſtu / So las doch den tag komen / den du ausrüffeſt / das jnen gehen ſol / wie mir.

22Laſſe alle jre bosheit fur dich komen / vnd richte ſie zu / wie du mich vmb aller meiner miſſethat willen / zugericht haſt / Denn meins ſeufftzens iſt viel / vnd mein hertz iſt betrübt.

 

 

 

 

 

C. II.

 

 

 

 

 

 

 

Klage über die Verwüstung Judas und Jerusalems

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WIe hat der HErr die toch­ter Zion mit ſeinem zorn vberſchüttet? Er hat die herrligkeit Iſ­ra­el vom Himel auff die Erden geworffen / Er hat nicht gedacht an ſeinen Fuſſchemel / am tage ſeines zorns.

2Der HErr hat alle wonungen Jacob on barm­her­tzig­keit vertilget / Er hat die Feſten der toch­ter Juda abgebrochen in ſeinem grim / vnd geſchleifft / Er hat entweihet / beide jr Königreich vnd jre Fürſten.

3Er hat alle horn Iſ­ra­el in ſeinem grimmigen zorn zubrochen / Er hat ſeine rechte Hand hinderſich gezogen / da der Feind kam / vnd hat in Jacob ein Fewr angeſteckt / das vmbher verzehret.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4Er hat ſeinen Bogen geſpannen / wie ein Feind / Seine rechte hand hat er ge­fü­ret / wie ein Widerwertiger / vnd hat erwürget alles was lieblich an zu ſehen war / vnd ſeinen grim / wie ein Fewr / ausgeſchüt / in der Hütten der toch­ter Zion.

5Der HErr iſt gleich / wie ein Feind / Er hat vertilget Iſ­ra­el / Er hat vertilget alle jre Pallaſt / vnd hat ſeine Feſte verderbt / Er hat der toch­ter Juda viel klagens vnd leides gemacht.

6Er hat ſein Gezelt zuwület / wie einen garten / vnd ſeine Wonunge verderbet / der HERR hat zu Zion / beide Feirtag vnd Sabbath laſſen vergeſſen / vnd in ſeinem grimmigen zorn / beide König vnd Prieſter ſchenden laſſen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7Der HErr hat ſeinen Altar verworffen / vnd ſein Hei­lig­thum verbannet / Er hat die mauren jrer Pallaſt in des Feindes hende gegeben / das ſie im Hau­ſe des HER­RN geſchriehen haben / wie an eim Feirtage.

8Der HERR hat gedacht zu verderben die mauren der toch­ter Zion / Er hat die Richtſchnur drüber gezogen / vnd ſeine Hand nicht abgewendet / bis er ſie vertilget / Die Quinger ſtehen kleglich / vnd die Maur ligt jemerlich.

9Ire Thor ligen tieff in der Erden / Er hat jre Rigel zubrochen vnd zu nicht gemacht / Ire Könige vnd Fürſten ſind vnter den Hei­den / da ſie das Ge­ſetz nicht vben können / Vnd jre Propheten kein Geſicht vom HER­RN haben.

 

 

 

 

 

 

10Die El­te­ſten der toch­ter Zion ligen auff der Erden / vnd ſind b ſtill / Sie werffen Staub auff jre Heubter / vnd haben Secke angezogen / Die Jung­fraw­en von Je­ru­ſa­lem hengen jre Heubter zur Erden.

b

(Still)

Es iſt aus mit jnen Sind dahin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11Ich hab ſchier meine Augen ausgeweinet / das mir mein Leib dauon wehe thut / Meine Lebber iſt auff die Erde ausgeſchüt vber dem jamer der Tochter meines Volcks / da die Seuglinge vnd vnmündigen auff den gaſſen in der Stad ver­ſchmach­ten.

12DA ſie zu jren Müttern ſpra­chen / Wo iſt Brot vnd Wein? Da ſie auff den gaſſen in der Stad ver­ſchmach­ten / wie die tödlich verwundten / Vnd in den armen jrer Müttern den Geiſt auffgaben.

13Ah du toch­ter Je­ru­ſa­lem / Wem ſol ich dich gleichen / vnd wo fur ſol ich dich rechen / du Jung­fraw toch­ter Zion? Wem ſol ich dich vergleichen / damit ich dich tröſten möcht? Denn dein ſchaden iſt gros / wie ein Meer / Wer kan dich heilen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14Deine Pro­phe­ten haben dir loſe vnd törichte Geſichte gepredigt / vnd dir deine Miſſethat nicht geoffenbart / damit ſie dein Gefengnis geweret hetten / Son­dern haben dir gepredigt loſe Predigt / damit ſie dich zum Land hinaus predigten.

15Alle die fur vber gehen / klappen mit Henden / pfeiffen dich an / vnd ſchütteln den Kopff vber der toch­ter Je­ru­ſa­lem / Iſt das die Stad / von der man ſagt Sie ſey die aller ſchöneſte / der ſich das gantze Land frewet?

16Alle deine Feinde ſperren jr maul auff wider dich / pfeiffen dich an / blecken die Zeene / vnd ſprechen / Heh / wir haben ſie vertilget / Das iſt der tag / des wir haben begert / Wir habens erlanget / wir habens erlebt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

17Der HERR hat ge­than / was er furhatte / Er hat ſein wort erfüllet / das er lengſt zuuor geboten hat / Er hat on barm­her­tzig­keit zerſtöret / Er hat den Feind vber dir erfrewet / vnd deiner Wi­der­ſa­cher Horn erhöhet.

18Ir hertz ſchrey zum HErrn / O du maur der toch­ter Zion / las tag vnd nacht threnen herab flieſſen / wie ein bach / Höre auch nicht auff / vnd dein Augapffel laſſe nicht abe.

19Stehe des nachts auff vnd ſchrey / Schütte dein hertz aus / in der erſten wache gegen dem HErrn / wie waſſer / Hebe deine Hende gegen jm auff / vmb der Seelen willen deiner jungen Kinder / die fur Hunger ver­ſchmach­ten / fornen an allen gaſſen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20HERR ſchaw vnd ſihe doch / wen du doch ſo verderbt haſt / Sollen denn die Wei­ber jres Leibs frucht eſſen / die jüngſten Kindlin einer ſpannen lang? Sollen denn Pro­phe­ten vnd Prieſter in dem Hei­lig­thum des HErrn ſo erwürget werden?

21Es lagen in der gaſſen auff der erden Knaben vnd Alten / Meine Jung­fraw­en vnd Jüng­lin­ge ſind durchs Schwert gefallen / Du haſt gewürgt am tage deines zorns / Du haſt on barm­her­tzig­keit geſchlachtet.

22Du haſt meinen Feinden vmbher geruffen / wie auff einen Feirtag / das niemand am tage des zorns des HER­RN entrunnen vnd vberblieben iſt / Die ich erneeret vnd erzogen habe / die hat der Feind vmbbracht.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Propheten Daniel

Dan 9,15-18(19)

POOL

M
2

 

Biblia

 

 

 

 

Der Prophet Daniel.

 

C. IX.

 

 

Aus dem Abschnitt

Daniels Gebet

Verse 15-18

 

HERR vnſer Gott / der du dein Volck aus Egyp­ten­land gefürt haſt mit ſtar­cker Hand / vnd haſt dir einen Namen ge­macht / wie er jtzt iſt / Wir haben ja ge­ſün­di­get / vnd ſind leider Gott­los ge­we­ſen. 16Ah HErr / vmb aller deiner Gerechtigkeit willen / wende abe deinen zorn vnd grim / von deiner ſtad Je­ru­ſa­lem / vnd deinem heiligen Berg. Denn vmb vnſer ſünde willen / vnd vmb vnſer Ve­ter miſſethat willen / tregt Je­ru­ſa­lem vnd dein Volck ſchmach / bey allen / die vmb her ſind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

17VND nu vnſer Gott / höre das gebet deines Knechtes / vnd ſein flehen / vnd ſihe gnediglich an dein Hei­lig­thum / das ver­ſtö­ret iſt / vmb des HErrn willen. 18Neige deine ohren / mein Gott / vnd höre / Thue deine Augen auff / vnd ſihe / wie wir ver­ſtö­ret ſind / vnd die Stad / die nach deinem Namen genennet iſt / Denn wir ligen fur dir mit vnſerm Gebet / nicht auff vnſer gerechtigkeit / Sondern auff deine groſſe Barm­her­tzig­keit.

 

 

 

 

Fakultativ: Vers 19

 

 

 

 

 

 

 

19Ah HErr / höre / Ah HErr ſey gnedig / Ah HErr / merck auff vnd thu es / vnd verzeuch nicht / vmb Dein ſelbs willen / mein Gott / Denn deine Stad / vnd dein Volck iſt nach deinem Namen genennet.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Propheten Jeremia

Jer 7,1-11(12-15)

POOL

M
3

 

Biblia

 

 

 

 

Der Próphet Jeremiá.

 

C. VII.

 

 

Die Tempelrede

↑Jer 26,1-19

Verse 1-11

 

DJS iſt das Wort / welchs ge­ſchach zu Jeremia / vom HER­RN / vnd ſprach. 2Trit ins thor im hauſe des HER­RN vnd predige da­ſelbs dis Wort / vnd ſprich / Höret des HER­RN wort / jr alle von Juda / die jr zu dieſen Thoren eingehet / den HER­RN an zubeten.

 

 

 

 

 

 

Tem-

plum domi-

ni.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3SO ſpricht der HERR Ze­ba­oth / der Gott Jſrael / Beſſert ewer leben vnd weſen / So wil ich bey euch wonen an dieſem Ort. 4Verlaſſet euch nicht auff die Lügen / wenn ſie ſagen / Hie iſt des HER­RN Tempel / Hie iſt des HER­RN Tempel / Hie iſt des HER­RN Tempel. 5Sondern beſſert ewr leben vnd weſen / das jr recht thut einer gegen dem andern / 6vnd den Frembd­lin­gen / Waiſen vnd Widwen keine gewalt thut / vnd nicht vnſchüldig Blut vergiſſet an dieſem ort / Vnd folget nicht nach andern Göttern / zu ewrem eigen ſchaden / 7So wil ich jmer vnd ewiglich bey euch wonen an dieſem ort / im Lande / das ich ewren Ve­tern gegeben habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jeſa. 56.

Mat. 21.

 

 

 

 

ABer nu verlaſſet jr euch auff Lügen / die kein nütz ſind. 9Daneben ſeid jr Diebe / Mörder / Ehebrecher vnd Mein­ei­di­ge / vnd reuchert dem Baal / vnd folget frembden Göttern nach / die jr nicht kennet. 10Darnach kompt jr denn / vnd trettet fur mich / in dieſem Hau­ſe / das nach meinem Namen genennet iſt / vnd ſprecht / Es hat kein not mit vns / weil wir ſolche Grewel thun. 11Halt jr denn dis Haus / das nach meinem Namen genennet iſt / fur eine Mördergruben? Sihe / Jch ſehe es wol / ſpricht der HERR.

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 12-15

Joſu. 18.

1. Reg. 4.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jere. 26.

 

 

 

 

 

 

 

 

12GEhet hin an meinen ort zu Silo / da vorhin mein Name gewonet hat / vnd ſchawet / was ich da­ſelbs ge­than habe / vmb der bosheit willen meines volcks Jſrael. 13Weil jr denn alle ſolche ſtück treibet / ſpricht der HERR / vnd ich a ſtets euch predigen laſſe / Vnd jr wolt nicht hören / Jch ruffe euch / Vnd jr wolt nicht antworten. 14So wil ich dem Hau­ſe / das nach meinem Namen genennet iſt / darauff jr euch verlaſſet / vnd dem Ort / den ich ewren Ve­tern gegeben habe / eben thun / wie ich Silo ge­than habe / 15Vnd wil euch von meinem Angeſicht wegwerffen / wie ich weggeworffen habe alle ewr Brüder / den gan­tzen ſamen Ephraim.

 

Silo.

 

 

 

 

a

Früe.

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Men­ſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die in­halt­li­che und the­ma­ti­sche Ge­stal­tung der Got­tes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen seit Jahr­hun­der­ten bib­li­sche Tex­te vor.

Die hier ge­bo­te­nen Tex­te fol­gen ei­ner Kir­chen­ord­nung, die heu­te nicht mehr gül­tig ist!

Bit­te ru­fen Sie den Kir­chen­tag im ak­tu­el­len Jahr auf, wenn Sie wis­sen möch­ten, wel­che Bi­bel­stel­len für Le­sun­gen und Pre­digt nach der gül­ti­gen Kir­chen­ord­nung für den Got­tes­dienst emp­foh­len wer­den.

 

Biblia 1545

   Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

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