Sonntag Lätare | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett
26.3.2017 | Lätare | 4. Sonntag der Passionszeit

Kirchenjahr 2016/2017

Sonntag
Lätare

4. Sonntag der Passionszeit

 

Inhalt dieser Seite

 
 Sonntag Lätare in den Jahren 2017 bis 2024
Kalender

Der Sonntag Lätare in den Jahren 2017 bis 2024
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 
Bewegliches Datum
Sonntag Lätare zwischen dem 1. März und dem 4. April
  • 3. Sonntag vor Ostern
  • 4. Sonntag der Passionszeit
  • Abhängig vom Osterdatum
    Lätare liegt zwischen dem 1. März und dem 4. April eines Jahres
 
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • 21 Tage vor Ostern
  • gerechnet ab diesem Tag ist am 22. Tag Ostern
 

Der Name Lätare

 

»Juble!«

laetare: sich freuen
laetare: Freue dich!; Juble!

 

Der Name Lätare geht zurück auf die vorreformatorische Zeit und leitet sich ab vom ersten Wort des lateinischen Introitus der römisch-katholischen Messe für diesen Sonntag (»Laetare cum Jerusalem, et exsultate in ea, omnes qui diligitis eam«). Er hat sich in den evangelischen Kirchen als Name für den 4. Sonntag der Passionszeit bis heute erhalten.

 

Biblisch stützt sich die Bezeichnung Lätare auf das erste Wort im Text Jesaja 66,10.

Hier der Text Jes 66,10 aus der lateinischen Biblia Sacra Vulgata und aus Luthers Biblia von 1545:

 

6610 laetamini cum Hierusalem et exultate in ea omnes qui diligitis eam gaudete cum ea gaudio universi qui lugetis super eam

 

6610 FRewet euch mit Jeruſalem / vnd ſeid frölich vber ſie / alle die jr ſie lieb habet / Frewet euch mit jr / alle die jr vber ſie trawrig geweſen ſeid.

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Dominica Hierusalem

Die Bezeichnung Dominica Hierusalem, Sonntag Jerusalem oder Je­ru­sa­lem­sonn­tag, stützt sich wie die heutige Bezeichnung auf den Messeingang dieses Sonntags aus Jesaja 66,10 (s.o.).

 

 

Dominica de rosa

Weitere Bezeichnungen
für den Sonntag Lätare waren:

  • Dominica de rosa
  • Dominica de rose
  • Dominica de rosata

Sie bedeuten Rosensonntag.

Die goldene Rose war eine päpstliche Auszeichnung, die jährlich einer Persönlichkeit, einem Staat, einer Stadt oder einer Organisation verliehen wurde. Dies geschah »up mittevasten«, an Mittfasten, genauer: am Sonntag Lätare.

Belegt scheint, dass erstmals Papst Urban II. im Jahr 1069 eine solche Rose als Auszeichnung fertigen ließ. Die Bezeichnung Dominica de rosa wird somit frühestens ab dem späten 11. Jahrhundert anzunehmen sein.

Im Jahr 1519 wurde eine Rose an Friedrich den Weisen, Kurfürst von Sachsen, vergeben, womit ihn Papst Leo X. wohl ermuntern wollte, für die römisch-katholische Kirche einzustehen und die Lehren Luthers zu unterdrücken.

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der →Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

Titel Gottesdienstliche Ordnung

Der evangelische Sonntag

Lätare

4. Sonntag der Passionszeit

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett

Violett

Lätare | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Lätare
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

Lätare

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Es ſey denn / das das Weitzenkorn in die erden falle / vnd erſterbe / ſo bleibts alleine. Wo es aber erſtirbet / ſo bringets viel Früchte.

→Joh 12,24b

Pſalm
84
 

Psalm für die Woche

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Es ſey denn / das das Weitzenkorn in die erden falle / vnd erſterbe / ſo bleibts alleine. Wo es aber erſtirbet / ſo bringets viel Früchte.

→Joh 12,24b

Pſalm
84
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 98
oder:
Korn, das in die Erde A EG 98 Korn, das in die Erde
EG 396 Jesu, meine Freude B EG 396 Jesu, meine Freude
   

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

Lätare

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextJoh 12,20-26 Joh 12,20-24
Epistel Zum Text2Kor 1,3-7 2Kor 1,3-7
Altes Testament Zum TextJes 54,7-10 Jes 54,7-10
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 26.3.2017 Zum TextJoh 6,55-65
IV 11.3.2018 Zum TextPhil 1,15-21
V 31.3.2019 Jes 54,7-10
VI 22.3.2020 Joh 18,28-19,5
I 14.3.2021 Joh 6,47-51
II 27.3.2022 Jes 66,10-14
   

 

 

Continuatexte und Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

Die Continuatexte (C) sind dazu gedacht, stückweise über ganze Bücher der Bibel oder größere Abschnitte daraus im Zusammenhang zu predigen.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
CZum TextHiob 9,14-23.32-35M5Mos 8,2-3
CZum TextMk 14,53-65MAmos 8,11-12
MZum Text5Mos 8,2-3MJoh 6,55-65
MZum TextAmos 8,11-12MPhil 1,15-21
MZum TextJoh 6,(23-25)26-29
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Joh 12,20-26

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XII.

 

Verse 20-26

Die Verherrlichung naht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Mat. 16.

→Mar. 8.

→Luc. 9.

ES waren aber etliche Griechen vnter denen / die hin auff komen waren / das ſie anbeteten auff das Feſt. 21Die tratten zu Philippo / der von Bethſaida aus Galilea war / baten jn / vnd ſprachen / Herr / wir wolten Jheſum gerne ſehen. 22Philippus kompt vnd ſagets Andreas / vnd Philippus vnd Andreas ſagtens weiter Jheſu. 23Jheſus aber antwortet jnen / vnd ſprach / Die zeit iſt komen / das des menſchen Son verkleret werde. 24Warlich / warlich / Ich ſage euch / Es ſey denn / das das Weitzenkorn in die erden falle / vnd erſterbe / ſo bleibts alleine. Wo es aber erſtirbet / ſo bringets viel Früchte. 25Wer ſein Leben lieb hat / der wirds verlieren. Vnd wer ſein Leben auff dieſer Welt haſſet / der wirds erhalten zum ewigen leben. 26Wer mir dienen wil / der folge mir nach / Vnd wo ich bin / da ſol mein Diener auch ſein. Vnd wer mir dienen wird / den wird mein Vater ehren.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
2Kor 1,3-7

EP
II

 

 

 

Die Ander Epiſtel:
An die Córinther.

 

C. I.

 

Verse 3-7

Lob Gottes für Troſt in der Bedrängnis

 

 

 

 

→Pſal. 94.

GElobet ſey Gott vnd der Vater vnſers HErrn Jheſu Chriſti / der Vater der barmhertzigkeit / vnd Gott alles Troſtes / 4der vns tröſtet in alle vnſerm trübſal / Das wir auch tröſten können / die da ſind in allerley trübſal / mit dem troſt / da mit wir getröſtet werden von Gott. 5Denn gleich wie wir des leidens Chriſti viel haben / Alſo werden wir auch reichlich getröſtet durch Chriſtum. 6Wir haben aber trübſal oder troſt / ſo geſchicht es euch zu gute. Iſts trübſal / ſo geſchicht es euch zu troſt vnd heil (Welches heil beweiſet ſich / ſo jr leidet mit gedult / der maſſen wie wir leiden) Iſts troſt / ſo geſchicht es euch auch zu troſt vnd heil. 7Vnd ſtehet vnſer hoffnung feſte fur euch / die weil wir wiſſen / das / wie jr des Leidens teilhafftig ſeid / ſo werdet jr auch des Troſtes teilhafftig ſein.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
Jes 54,7-10

AT
VI

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

C. LIIII.

 

Verse 7-10 aus dem Abschnitt:

Gott verheißt Gnade und Erbarmen für alle Zeit

 

 

 

 

 

→Pſal. 30.

7ICH hab dich ein klein Augenblick verlaſſen / Aber mit groſſer barmhertzigkeit wil ich dich ſamlen. 8Ich habe mein Angeſicht im augenblick des Zorns ein wenig von dir verborgen / Aber mit ewiger Gnade wil ich mich dein erbarmen / ſpricht der HERR dein Erlöſer.

 

 

Gen. 9.

9DEnn ſolchs ſol mir ſein / wie das waſſer Noah / da ich ſchwur / Das die waſſer Noah ſolten nicht mehr vber den Erdboden gehen / Alſo hab ich geſchworen / das ich nicht vber dich zörnen noch dich ſchelten wil. 10Denn es ſollen wol Berge weichen vnd Hügel hin fallen / Aber meine Gnade ſol nicht von dir weichen / vnd der Bund meines Friedes ſol nicht hin fallen / ſpricht der HERr dein Erbarmer.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Joh 6,55-65

III

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. VI.

 

Verse 55-59 aus dem Abschnitt:

Jeſus, das Brot des Lebens
Die Rede in der Synagoge von Kapernaum

 

55Denn mein Fleiſch iſt die rechte Speiſe / vnd mein Blut iſt der rechte Tranck. 56Wer mein Fleiſch iſſet / vnd trincket mein Blut / der bleibt in mir / vnd ich in jm. 57Wie mich geſand hat der lebendige Vater / vnd ich lebe vmb des Vaters willen / Alſo / wer mich iſſet / der ſelbige wird auch leben vmb meinen willen. 58Dis iſt das Brot / das vom Himel komen iſt. Nicht wie ewer Veter haben Manna geſſen / vnd ſind geſtorben / Wer dis Brot iſſet / der wird leben in ewigkeit.

Dis Capitel re­det nicht vom Sacra­ment des brots vnd weins / Son­dern vom geiſt­li­chen eſ­ſen / das iſt / gleu­ben / das Chri­ſtus Gott vnd menſch ſein Blut fur vns ver­goſ­ſen hat.

 

SOlchs ſaget er in der Schule da er lerete / zu Capernaum.

 

 

Verse 60-65

Die Ablehnung der Rede Jeſu durch die Jünger

 

60Viel nu ſeiner Jünger / die das höreten / ſprachen / Das iſt eine harte Rede / Wer kan ſie hören? 61Da Jheſus aber bey ſich ſelbs mercket / das ſeine Jünger darüber murreten / ſprach er zu jnen / Ergert euch das? 62Wie / wenn jr denn ſehen werdet des menſchen Son aufffaren da hin / da er vor war? 63Der Geiſt iſts / der da lebendig macht / Das fleiſch iſt kein nütze. Die wort die ich rede / die ſind Geiſt vnd ſind Leben. 64Aber es ſind etliche vnter euch / die gleuben nicht. Denn Jheſus wuſte von anfang wol / welche nicht gleubend waren / vnd welcher jn verrhaten würde. 65Vnd er ſprach. Darumb hab ich euch geſaget / Niemand kan zu mir komen / Es ſey jm denn von meinem Vater gegeben.

 

 

 

 

 

 

(Wie)

Ergert euch das ich jtzt re­de auff Er­den / Was wil denn wer­den / wenn ich vom Hi­mel re­gie­ren wer­de / vnd die wort vol­fü­ren vnd drein grei­ffen wer­de?

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Phil 1,15-21

IV

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Philipper.

 

C. I.

 

Verse 15-18

Paulus unterſcheidet die Beweggründe der Prediger

 

15Etliche zwar predigen Chriſtum / auch vmb haſs vnd hadders willen / Etliche aber aus guter meinung. 16Jene verkündigen Chriſtum aus zanck vnd nicht lauter / Denn ſie meinen / ſie wollen ein trübſal zuwenden meinen banden / 17Dieſe aber aus liebe / Denn ſie wiſſen / das ich zur verantwortung des Euangelij hie liege.

 

18WAs iſt jm aber denn? das nur Chriſtus verkündiget werde allerley weiſe / es geſchehe zufalles / oder rechter weiſe / So frewe ich mich doch darinne / vnd wil mich auch frewen.

 

 

Verse 19-21

Paulus hadert mit ſeinem Leben

 

19Denn ich weis / das mir dasſelbige gelinget zur ſeligkeit / durch ewer gebet / vnd durch handreichung des geiſtes Jheſu Chriſti / 20Wie ich endlich warte vnd hoffe / das ich in keinerley ſtück zu ſchanden werde / ſondern das mit aller freidigkeit / gleich wie ſonſt alle zeit / alſo auch jtzt / Chriſtus hoch gepreiſet werde an meinem Leibe / es ſey durch leben oder durch tod / 21Denn Chriſtus iſt mein Leben / vnd ſterben iſt mein Gewin.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Joh 6,47-51

V

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. VI.

 

Verse 47-51 aus dem Abschnitt:

Jeſus, das Brot des Lebens
Die Rede in der Synagoge von Kapernaum

 

47Warlich / warlich / Ich ſage euch / Wer an Mich gleubet / der hat das ewige Leben. 48Ich bin das Brot des Lebens. 49Ewer Veter haben Manna geſſen in der wüſten / vnd ſind geſtorben. 50Dis iſt das Brot das vom Himel kompt / auff das / wer dauon iſſet / nicht ſterbe. 51Ich bin das lebendige Brot / vom Himel komen / Wer von dieſem Brot eſſen wird / der wird leben in ewigkeit. Vnd das Brot / das ich geben werde / iſt mein Fleiſch welchs ich geben werde / fur das Leben der Welt.

 

 

 

 

CONTINUATEXT (C)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
Hiob 9,14-23.32-35

C1

 

 

 

Das Bucĥ Hiob.

 

C. IX.

 

Aus dem Abschnitt

Die Unmöglichkeit, bei Gott Recht zu erlangen

Verse 14-23

 

14Wie ſolt ich denn jm antworten / vnd wort finden gegen jm? 15Wenn ich auch gleich recht habe / kan ich jm dennoch nicht antworten / ſondern ich müſt vmb mein Recht flehen. 16Wenn ich jn ſchon anruffe / vnd er mich erhöret / So gleube ich doch nicht / das er meine ſtimme höre. 17Denn er feret vber mich mit vngeſtüme / vnd macht mir der Wunden viel on vrſach. 18Er leſſt meinen Geiſt ſich nicht erquicken / Sondern macht mich vol betrübnis. 19Wil man macht / ſo iſt er zu mechtig / Wil man Recht / wer wil mein Zeuge ſein? 20Sage ich / das ich gerecht bin / So verdammet er mich doch / Bin ich from / So macht er mich doch zu vnrecht. 21Bin ich denn From / So that ſichs meine ſeele nicht annemen / Ich begere keines Lebens mehr. 22Das iſt das eine / das ich geſagt habe / Er bringt vmb beide den Fromen vnd Gottloſen. 23Wenn er anhebt zu geiſſeln / So dringet er fort bald zum Tod / vnd ſpottet der anfechtung der Vnſchüldigen.

 

 

Verse 32-35

 

32Denn er iſt nicht mein Gleiche / dem ich antworten möchte / das wir fur Gerichte mit einander kemen. 33Es iſt vnter vns kein Scheideman / noch der ſeine hand zwiſſchen vns beide lege. 34Er neme von mir ſeine Ruten / vnd las ſein ſchrecken von mir. 35Das ich müge reden / vnd mich nicht fur jm fürchten dürffe / Sonſt kan ich nichts thun / das fur mich ſey.

 

 

 

 

CONTINUATEXT (C)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mk 14,53-65

C2

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. XIIII.

 

Verse 53-65

Jeſus vor dem Hohen Rat

|| →Mt 26,57-68    || →Lk 22,54    || →Lk 22,63-71
|| →Joh 18,15-16.18

III.

Cai-

phas.

Mat. 26.

Luc. 22.

Joh. 18.

VND ſie füreten Jheſum zu dem Hohenprieſter / da hin zuſamen komen waren alle Hoheprieſter vnd Elteſten vnd Schrifft­gelerten. 54Petrus aber folgete jm nach von fernen / bis hin ein in des Hohenprieſters Pallaſt / Vnd er war da / vnd ſas bey den Knechten / vnd wermete ſich bey dem liecht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Joh. 2.

ABer die Hohenprieſter vnd der gantze Rat / ſuchten Zeugnis wider Jheſum / auff das ſie jn zum Tode brechten / Vnd funden nichts. 56Viel gaben falſch Zeugnis wider jn / Aber jr Zeugnis ſtimmete nicht vber ein. 57Vnd etliche ſtunden auff / vnd gaben falſch Zeugnis wider jn / vnd ſprachen / 58Wir haben gehöret das er ſaget / Ich wil den Tempel / der mit henden gemacht iſt / abbrechen / vnd in dreien tagen einen andern bawen / der nicht mit henden gemacht ſey. 59Aber jr zeugnis ſtimmete noch nicht vber ein.

 

60VNd der Hoheprieſter ſtund auff vnter ſie / vnd fragete Jheſum / vnd ſprach Antworteſtu nichts zu dem / das dieſe wider dich zeugen? 61Er aber ſchweig ſtille / vnd antwortet nichts. Da fragete jn der Hoheprieſter abermal / vnd ſprach zu jm / Biſtu Chriſtus der Son des Hochgelobten? 62Jheſus aber ſprach Ich bins / Vnd jr werdet ſehen des menſchen Son ſitzen zur rechten Hand der Krafft / vnd komen mit des Himels wolcken. 63Da zureis der Hoheprieſter ſeinen Rock vnd ſprach / was dürffen wir weiter Zeugen? 64Ir habt gehöret die Gottesleſterung. Was düncket euch? Sie aber verdampten jn alle / das er des Todes ſchüldig were. 65Da fiengen an etliche jn zu verſpeien / vnd verdecken ſein Angeſichte / vnd mit feuſten schlahen / vnd zu jm ſagen / Weiſſage vns / Vnd die Knechte ſchlugen jn ins Angeſichte.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
5Mos 8,2-3

M1

 

 

 

Das Fünffte Bucĥ
Moſe.

 

C. VIII.

 

Verse 2-3 aus dem Abschnitt:

Dankbarkeit gegen den HERRN

 

 

 

 

Exo. 16.

 

 

 

 

 

 

 

Num. 11.

→Matt. 4.

Deut. 29.

2Vnd gedenckeſt alle des wegs / durch den dich der HERR dein Gott geleitet hat / dieſe vierzig jar in der wüſten / Auff das er dich demütigte / vnd verſüchte / Das kund würde / was in deinem hertzen were / Ob du ſein Gebot halten würdeſt oder nicht. 3Er demütiget dich vnd lies dich hungern / vnd ſpeiſet dich mit Man / das du vnd deine Veter nie erkand hatteſt / Auff das er dir kund thet / Das der Menſch nicht lebet vom Brot allein / Sondern von allem das aus dem Mund des HERRN gehet.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
Amos 8,11-12

M2

 

 

 

Der Prophet Amós.

 

C. VIII.

 

Verse 11-12 aus dem Abschnitt:

Der Hunger nach Gottes Wort

 

SIhe / Es kompt die zeit / ſpricht der HErr HERR / Das ich einen Hunger ins Land ſchicken werde / nicht einen Hunger nach Brot / oder Durſt nach Waſſer / Sondern nach dem wort des HERRN zu hören. 12Das ſie hin vnd her / von einem Meer zum anden / von Mitternacht gegen Morgen / vmblauffen / vnd des HERRN wort ſuchen / Vnd doch nicht finden werden.

 

(Hunger)

Wer Got­tes wort nicht wil / dem ſols fern gnug ko­men / Das ers nim­mer mehr fin­den mag / wenn ers gern het­te.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Joh 6,(23-25)26-29

M3

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. VI.

 

Aus dem Abschnitt:

Jeſus, das Brot des Lebens
Die Rede in der Synagoge von Kapernaum

Verse 23-25

 

23Es kamen aber ander ſchiffe von Tiberias nahe zu der Stete / da ſie das Brot geſſen hatten / durch des HErrn danckſagunge. 24Da nu das Volck ſahe / das Jheſus nicht da war / noch ſeine Jünger / traten ſie auch in die ſchiffe / vnd kamen gen Capernaum vnd ſuchten Jheſum. 25Vnd da ſie jn funden jenſeid des Meers / ſprachen ſie zu jm / Rabbi / wenn biſtu her komen?

 

 

Verse 26-29

 

IHEſus antwortet jnen / vnd ſprach / Warlich / warlich ich ſage euch / Ir ſuchet mich / nicht darumb / das jr Zeichen geſehen habt / ſondern das jr von dem Brot geſſen habt / vnd ſeid ſat worden. 27Wircket ſpeiſe / nicht die vergenglich iſt / ſondern die da bleibet in das ewige Leben / welche euch des menſchen Son geben wird / Denn denſelbigen hat Gott der Vater verſiegelt.

28DA ſprachen ſie zu jm / Was ſollen wir thun / das wir Gottes wercke wircken? 29Jheſus antwortet / vnd ſprach zu jnen / Das iſt Gottes werck / das jr an Den gleubet / den Er geſand hat.

 

 

 

 

 

 

(Wircket ſpeiſe)

Gehet mit ſol­cher Spei­ſe vmb.

 

 

(Verſiegelt)

Das iſt / mit dem hei­li­gen Geiſt be­gabt vnd zu­ge­richt / das er al­lein fur al­len / zum Mei­ſter vnd Hel­ffer fur­ge­ſtelt vnd dar­ge­ge­ben iſt / als nach dem ſich al­les rich­ten vnd hal­ten ſol.

 

 

 

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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