Der Brief des Paulus: An die Galater | Gliederung

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Die Briefe des Paulus

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Briefe des Paulus

Der Brief des Paulus:
An die Galater

Gliederung

 

 

Gliederung des Textes nach Themen und Sinnabschnitten

 
Auswahl der Beiträge und Kapitel

 

Gliederung in Luthers Vorrede zum Brief des Paulus an die Galater

 

Abschnitt

Überschrift | Link zum Text

1

→Zur Situation der Galater, denen Paulus schreibt

2

→Summarium der Kapitel 1 und 2

3

→Summarium der Kapitel 3 und 4

4

→Summarium der Kapitel 5 und 6

 

Thematische Gliederung

Die Themenabschnitte im Brief des Paulus an die Galater

 

Die Links hinter den Einträgen führen zum Abschnittsbeginn im Text.

 

Textstelle

Themenabschnitt

1,1-10

→I. Einleitung und Anlass

1,12 - 2,21

→II. Paulus erklärt sich den Galatern

3,1 - 4,7

→III. Das Gesetz, der Glaube und Verheißung

4,8-31

→IV. Das Gesetz und die Freiheit

5,1 - 6,10

→V. Die Nächstenliebe als Frucht der Freiheit und des Geistes

6,11-18

→VI. Schluss des Briefs

 

Inhaltliche Gliederung

Die Textabschnitte im Brief des Paulus an die Galater

 

Die Links hinter den Einträgen führen zu den Textstellen.

 

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

 

→Kapitel I.

 

 

1,1-10

 

I. EINLEITUNG UND ANLASS

 

1

1,1-5

→Gruß des Absenders an die Empfänger

2

1,6-11

→Der Anlass: Gegen die Abkehr der Galater vom unverfälschten Evangelium

 

 

1,12 - 2,21

 

II. PAULUS ERKLÄRT SICH DEN GALATERN

 

3

1,12-24

→Das Amt und die Autorität des Paulus als Berufener und Apostel

 

→Kapitel II.

1

2,1-10

→Der Apostelkonvent in Jerusalem

Die Anerkennung des Paulus durch die anderen Apostel

2

2,11-14

→Petrus und Paulus in Antiochia

3

2,15-21

→Das Evangelium des Paulus

Die Darlegung der Rechtfertigungslehre

 

→Kapitel III.

 

 

3,1 - 4,7

 

III. DAS GESETZ, DER GLAUBE UND DIE VERHEISSUNG

 

1

3,1-9

→Die Gerechtigkeit kommt aus dem Glauben, nicht aus dem Gesetz

2

3,10-14

→Der Fluch des Gesetzes

3

3,15-18

→Das Gesetz hebt die Verheißung nicht auf

4

3,19-24

→Die vorläufige Aufgabe des Gesetzes

5

3,25-29

→Der Glaube löst das Gesetz ab

 

→Kapitel IIII.

1

4,1-7

→Die Christen sind Kinder Gottes und Erben der Verheißung

 

 

4,8-31

 

IV. DAS GESETZ UND DIE FREIHEIT

 

2

4,8-12A

→Klage über die Hinwendung der Galater zum Gesetz

3

4,12B-16

→Paulus erinnert die Galater an ihre Beziehung

4

4,17-20

→Paulus erklärt Methoden und Absichten der Irrlehrer

5

4,21-31

→Die beiden Testamente

Hagar und Sara, Knechtschaft und Freiheit

 

→Kapitel V.

 

 

5,1 - 6,10

 

V. DIE NÄCHSTENLIEBE ALS FRUCHT DER FREIHEIT UND DES GEISTES

 

1

5,1-12

→Der Aufruf zur christlichen Freiheit

2

5,13-15

→Das Gebot der Nächstenliebe ist die Erfüllung des gesamten Gesetzes

3

5,16-24

→Die Früchte des Geistes stehen nicht dem Gesetz entgegen, das auf die Lüste des Fleisches gerichtet ist

 

→Kapitel VI.

1

5,25 - 6,5

→Ermunterung zur brüderlichen Liebe

2

6,6-10

→Ermunterung, jedem Menschen Gutes zu tun

 

 

6,11-18

 

IV. SCHLUSS DES BRIEFS

 

3

6,11-18

→Beteuerung der guten Absicht dieses Briefes und der Autorität des Paulus

4

6,18+

→Zusatz

 
Hintergründig

Die Gliederung der biblischen Texte

Die Tradition der Gliederung

Der Versuch, den Text der Bibel nach bestimmten Gesichtspunkten zu gliedern, folgt einer langen Tradition. Doch erst 1206 wurde der Text erstmals in Kapitel eingeteilt. Dies genügte als Hilfsmittel nur bedingt. Denn vor allem gab es keine Hinweise auf Inhalte. In alten Bibeln findet man daher bei der Kapitelnummer oft einen Satz, der kurz den Inhalt des jeweiligen Kapitels umreißt.

Die Verszählung ist erst seit etwa 1550 bekannt. Luther kannte sie noch nicht. Davor gab es unterschiedliche Versuche, ein Kapitel in Blöcke zu zu teilen. So gibt es alte Bibelausgaben, die in den Marginalspalten mit aufeinanderfolgenden Buchstaben beginnend mit A Abschnitte markieren, um Sätze leichter auffinden zu können. Eine ähnliche Vorgehensweise finden wir auch in der Lutherbibel von 1545 in etlichen Büchern oder Kapiteln, so beispielsweise im →Psalm 119. Luther markiert dort Abschnitte mit römischen Ziffern.

Sinnabschnitte wurden vom Schriftsetzer der Lutherbibel durch Versalien mit mehrfacher Zeilenhöhe am Anfang eingeleitet. Ein guter Hinweis für uns, darüber nachdenken, ob hier eine passende Überschrift eingefügt werden könnte. Zusätzlich nutzte Luther (wie andere Herausgeber auch) die Marginalspalten, um kurze Hinweise auf den Inhalt zu geben, und sei es nur ein Name oder ein einziges Wort. Aus diesen Anmerkungen hatten sich schließlich Abschnittsüberschriften entwickelt, wie wir sie heute kennen.

Die Gliederung ist frei wählbar

Die Gliederung nach Themen und die Einteilung nach Sinnabschnitten wird dem Herausgeber einer Bibel überlassen. So unterscheiden sich die Bibeln auch darin, nach welchen Gesichtspunkten sie gliedern, wie stark sie den Text in Sinnabschnitte unterteilen und welche Überschriften sie dafür formulieren.

Zusätzlich findet man abweichende Gliederungen in vielen theologischen Werken, in denen Wissenschaftler die Gliederung ihren Erkenntnissen bei der Erforschung der Texte unterwerfen.

Unsere Gesichtspunkte für eine Gliederung

Die Berücksichtigung bestehender Ansätze

Wir sind bei unserer Gliederung unterschiedlichen Parametern gefolgt. Die Grundlage bildeten zwar die Lutherbibeln der Ausgaben von 1912, 1984 und 2017, doch haben wir ebenso kritisch geprüft, wie andere Bibeln, so beispielsweise die Jerusalemer Bibel und die Elberfelder Bibel, sowie Kommentare zu Altem und Neuem Testament aus der Bibelforschung den Text sehen.

Luthers Einteilung in Sinnabschnitte, wie er sie über das Druckbild der Ausgabe von 1545 angezeigt hatte, genoss besondere Beachtung.

Die Berücksichtigung elektronischer Verweise

Wegen der Möglichkeit, in diesem elektronischen Medium Verweise auf andere Textstellen sozusagen in Mausklicks zu übersetzen, war in den Evangelien ein weiteres Kriterium die sinnvolle Granularität für eine synoptische Vergleichbarkeit per Mausklick. Hier kann es durchaus vorkommen, dass ein Sinnabschnitt nur aus einem Satz besteht.

Die Berücksichtigung gängiger Sprache

Nicht zuletzt war es uns wichtig, abweichend von Traditionen, Überschriften zu formulieren, die dem heutigen Sprachgebrauch eher gerecht werden. Dies ist selbstverständlich ein mühsames Unterfangen und kann nicht befriedigend gelöst werden. Aber dort, wo herkömmliche Formulierungen und die geübte Wortwahl einer (oft veralteten) »Religionssprache« entsprangen, die heute durchaus in kritischer Weise bestens geeignet ist, eine angestaubte Frömmigkeit zu unterstellen, schien es uns oft unumgänglich, einzugreifen und neue Überschriften zu finden.

Die Berücksichtigung des Ziels

Es ist daher Wahrscheinlich, dass unsere Gliederung und unsere Überschriften nicht Ihrem gewohnten Textverständnis entsprechen. Wir hoffen dennoch, dass diese Werkzeuge, dass unsere Beigaben zum Text der Lutherbibel von 1545 Ihnen als Leser dienlich sind. Sie sollen helfen, rote Fäden zu entdecken, Themen zu erkennen, Inhalte zu begreifen und Aussagen zu verstehen. Sie sollen anregen, den Text nicht nur runterzulesen, sondern ihn oder eine Aussage auch kreuz und quer durch unsere Publikation bei Stilkunst.de zu verfolgen.

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Lutherbibel auf dieser Seite ist in Anlehnung an das Druckbild des Ori­gi­nals von 1545 wiedergegeben.

Den Seitenaufbau, die verwendeten Schriften, die Schreibregeln der Frakturschrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Typografie Lesehilfen be­reit­zu­stel­len, erläutert dem interessierten Leser unser Artikel »Satz und Typografie der Lutherbibel von 1545«.

 
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