Das Buch der Psalmen | Psalm 91

Sie sind hier: ⏵Home | ⏵Lutherbibel 1545 | ⏵Bücher der Dichtung | ⏵Der Psalter | Psalm 91
Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

Der Psalter:
Die Bücher der Psalmen

Psalm 91

 

Ps 91

 

 

150 Psalmen, aufgeteilt in fünf Büchern

 

Unter Gottes Schutz

 
Auswahlverzeichnis
Der Psalm 91 aus Luthers Biblia 1545
 

Der Pſalter.

 

XCI.

 

WER vnter den Schirm des Höheſten ſitzt / Vnd vnter dem ſchat­ten des Allmechtigen bleibt.

2Der ſpricht zu dem HERRN / meine Zuuerſicht / vnd meine Burg / Mein Gott / auff den ich hoffe.

3DEnn er errettet mich vom ſtrick des Jegers / Vnd von der ſchedlichen Peſtilentz.

 
 
 
(Warheit)

Wort vnd ver­heiffung der Gnaden.

4ER wird dich mit ſeinen Fittichen decken / vnd deine Zuuerſicht wird ſein vnter ſeinen Flügeln / Seine Warheit iſt Schirm vnd Schild.

5DAS du nicht erſchrecken müſſeſt fur dem grawen des Nachts / Fur den Pfeilen die des tages fliegen.

Allerley vn­glück zeige er mit an / Es ſey gewalt / vn­recht / lift / tü­cke/ frevel etc.

6Fur der Peſtilentz die im finſtern ſchleicht / Fur der Seuche die im mittage verderbet.

7OB tauſent fallen zu deiner Seiten / Vnd zehen tauſent zu deiner Rechten / So wird es doch dich nicht treffen.

8Ja du wirſt mit deinen augen deine luſt ſehen / Vnd ſchawen / wie es den Gottloſen vergolten wird.

9DEnn der HERR iſt deine Zuuerſicht / Der Höheſt iſt deine Zuflucht.

10Es wird dir kein Vbels begegen / Vnd keine Plage wird zu deiner Hütten ſich nahen.

→Matt. 4.

11DEnn er hat ſeinen Engeln befolhen vber dir / Das ſie dich behüten auff alle deinen wegen.

12Das ſie dich auff den henden tragen / Vnd du deinen fus nicht an einen ſtein ſtöſſeſt.

13AUff dem Lewen vnd Ottern wirſtu gehen / Vnd tretten auff den Jungenlewen vnd Drachen.

14ER begert mein / ſo wil ich jm aushelffen / Er kennet meinen Namen / darumb wil ich jn ſchützen.

15Er rüffet mich an / ſo wil ich jn erhören / Ich bin bey jm in der Not / Ich wil jn er aus reiſſen / vnd zu Ehren machen.

16Ich wil jn ſettigen mit langem Leben / Vnd wil jm zeigen mein Heil.

 

 
Aus dem Verzeichnis der Abkürzungen und Namen biblischer Bücher

Luthers Verweise auf biblische Bücher

 Kürzel

 Bezeichnung in Luthers Biblia 1545

 Moderne Bibel

 Kürzel

Matth.
Matt.
Mat.
Math.
Euangelium S. Mattheus.

Biblia Vulgata:
Evangelium secundum Mattheum

Das Evangelium nach Matthäus

Matthäusevangelium

Mt

Mt

Mt

Erläuterungen siehe →Liste der Abkürzungen und Namen biblischer Bücher

 
 

Worterklärungen: Übersicht

Die folgenden Begriffe aus dem Text Ps 91 werden hier erläutert.

Versnummer: Luthers Wort

1: HERR

1: Höheſten

1: Allmechtigen

2: Zuuerſicht

3: Peſtilentz

4: Fittichen

5: Grawen

8: Gottloſen

11: Engeln

12: henden

13: Lewen

13: wirſtu

13: Jungenlewen

13: Drachen

16: Heil

 

Klick auf ein Wort führt zum Eintrag mit den Erklärungen.

Das vollständige Verzeichnis findet sich hier: →Das große Stilkunst.de–Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

 
Aus dem Stilkunst.de-Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

Worterklärungen: Seltene Namen, Wörter und Begriffe im Text

Vers

Luther-Deutsch

Deutsch   |   Erläuterungen

1

HERR

HERR, JHWH, Jahwe

Aussehen in unseren Frakturschriften:

HERR, HERR oder HERR

 

HERR im Alten Testament

 

hebräisch: יהוה (jhwh, das Tetragrammaton JHWH)

lateinisch (Biblia Sacra Vulgata): Dominus, Herr

 

Luthers Schreibweise HERR in Versalien (Großbuchstaben) folgt einer festen Regel. Sie weist darauf hin, dass im hebräischen Text an dieser Stelle das Tetragrammaton (das Vierfachzeichen) »JHWH« (hebr.: יהוה) steht. Es ist der unaussprechliche Name Gottes.

 

Satztechnisch bedingte Varianten

Um beim Satz der Lettern Platz in einer Zeile zu sparen, wodurch übermäßgiger Sperrdruck oder ungünstige Wortumbrüche vermieden werden, sind in der Lutherbibel von 1545 häufig auch die Varianten HERr oder HERrn zu finden. Dabei sind mindestens die ersten drei Zeichen in Versalien gesetzt, womit sie hinreichend von HErr unterscheidbar sind.

 

HERR HErr:

Der Ausdruck HERR HErr steht dann, wenn im hebräischen Text »JHWH Adonaj« zu lesen ist. (Siehe dazu auch den Artikel →HErr.)

 

Auch die umgekehrte Reihenfolge HErr HERR ist möglich (»Adonaj JHWH«).

 

→Hes 2,4b-5a

4bSo ſpricht der HErr HERR / 5aſie gehorchen oder laſſens /

 

Die neuen Lutherbibeln übersetzen diesen Ausdruck stets mit »Gott der HERR«.

 

Das Wissen um die Aussprache der vier Zeichen, die den Gottesnamen ausmachen, ist schon früh in der Geschichte verloren gegangen. Sie werden heute oft mit »Jahwe« (vokalisiert geschrieben יְהוָה nach der Aussprache des hebräischen Adonaj, Herr) oder »Jehova« (יְהוָֹה ebenfalls nach dem hebräischen Adonaj, Herr, jedoch unter Berücksichtigung aller Vokale) transkribiert, aber auch mit »Jewah« (ebenfalls יְהוָה aber nach dem hebräischen Schema, der Name, zu lesen) oder »Jehowih« (יְהוִה nach dem hebräischen Elohim, Gott/Götter).

 

Luther kannte die vokalisierten Varianten und die transkribierten Formen und war wohl besonders dem Wort »Jehova« zugeneigt. Es bezieht alle drei Vokale aus dem Wort Adonaj, das »Herr« bedeutet. Dennoch hatte er es vermieden in seiner Übersetzung »Jehova« zu verwenden. Stattdessen nutzte er wie die lateinischen Bibeln einen Wortersatz. Er setzte das deutsche Wort ein, das gemäß der jüdischen Tradition zu lesen sei, wenn im Text das Vierfachzeichen erscheint, machte es aber durch die besondere Satzweise in Großbuchstaben kenntlich: HERR.

 

Luthers Schreibweise hat sich bis heute in etlichen Bibelausgaben gehalten.

 

 

HERR im Neuen Testament

 

Im neuen Testament verwendet Luther die Schreibweise HERR in Versalien (Großbuchstaben) für Gott, den Vater, an Stellen, wo sich Zitate aus dem Alten Testament auf »JHWH« beziehen.

 

Wichtig:

Davon zu unterscheiden sind die Schreibweisen

→»HErr« und →»Herr«.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

1

Höheſte

 

Höhest

Höchste, der

Substantivierung von: höchst (weit oben, sehr hoch)

 

Als Rangbezeichnung und Ehrenbezeichnung besonders für Gott, aber auch für Könige gebraucht.

 

hebräisch: עליון (ʿäljôn), Oberer, Höchster

abgeleitet von עָלָה (ʿalāh), hinaufgehen, aufsteigen

 

→Ps 18,14

 

Vnd der HERR donnerte im Himel / Vnd der Höheſt lies ſeinen donner aus

 

Und der HERR donnnerte im Himmel, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

1

Allmechtige

Allmächtige, der

Substantivierung von: allmächtig (Adverb; von/mit umfassender, gewaltiger Macht)

 

Als Rangbezeichnung und Ehrenbezeichnung besonders für Gott gebraucht.

 

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

2

zuuerſicht

Zuversicht, die

ursprünglich: das Voraussehen auf etwas oder eine Person

 

1) die Erwartung des Künftigen

2) die Erwartung dessen, was man wünscht, die Hoffnung

3) das Vertrauen auf Gott und das, was er gewährleistet

4) die feste, untrügliche Annahme der Erwartung

5) das Vertrauen, das man auf sich und seine Fähigkeiten hat

 

→Ps 94,22

 

Mein Gott iſt der Hort meiner zuuerſicht.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

3

Peſtilentz

Pestilenz, die

die Pest

eine ansteckende Krankheit, die zum Tode führen kann, sich schnell ausbreitet und so viele Opfer fordert, eine Seuche.

 

→Ps 91,3

 

Denn er errettet mich vom ſtrick des Jegers / Vnd von der ſchedlichen Peſtilentz.

 

Denn er rettet mich vor dem Fallstrick des Jägers und vor der schädlichen Pest.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

4

fittig
fittiche

Fittich, der

Flügel bzw. Federn der Vorkante des Flügels von Vögeln.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

5

Grawen

 

grawen

Grauen, das

Substantivierung von →grawen (Verb)

 

a) Ekel, Abscheu, sittliches Entsetzen, Entrüstung

b) Übelkeit, Brechreiz

c) Widerwille, Abneigung, Ablehnung

d) Entsetzen, entrüstetes Entsetzen, Furcht

e) Furcht, existentielle Furcht, Seelenangst, lähmendes Entsetzen, lähmende Furcht

f) Schreckensahnung, Furcht vor einem undurchsichtigen Geschehen

g) Schauern vor etwas Gespenstischen, Spukhaften, Angsteinflössenden

h) Zustand einer psychischen Erregung oder Reizempfindlichkeit

 

→Ps 91,5

 

DAS du nicht erſchrecken müſſeſt fur dem grawen des Nachts

 

a) Das du nicht erschrecken müsstest vor der Furcht in der Nacht

b) Das du nicht erschrecken müsstest vor Angsteinflössendem in der Nacht

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

8

Gottloſe
Gotloſe

Gottlose, der

Substantivierung von: →gottlos (Adjektiv)

 

Religiöser Begriff, der die Existenz Gottes voraussetzt:

 

a) Zustand: los von Gott; von Gott verlassen; ohne Gott.

b) religiöse Grundhaltung: Gott nicht dienend; die Ehre, den Willen, die Gebote Gottes missachtend

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

11

Engel

Engel, der

griechisch: ἄνγελος (ángelos)

lateinisch: angelus

Übersetzung vom Hebräischen: מלאך (mal'ach)

 

(göttlicher) Bote, der

 

Engel sind Geistwesen, die im religiösen Verständnis von Gott erschaffen wurden und ihm unterstellt sind. Sie sind Teil der himmlischen Heerscharen und treten oft als Boten Gottes auf.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

12

Hand

Hand, die

 

Plural: Hende

 

→Ps 141,2

 

Mein Gebet müſſe fur dir tügen / wie ein Reuchopffer / Meine hende auffheben / wie ein Abendopffer.

 

Mein Gebet soll dir erscheinen wie ein Rauchopfer, das Erheben meiner Hände wie ein Abendopfer.

 

Oder kurz: Nimm mein Gebet als Rauchopfer und das Erheben meiner Hände als Abendopfer.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

13

Lew

Löwe, der

a) das Tier: der Löwe

b) die bildliche Übertragung auf Menschen, wobei oft die Stärke, die Kühnheit und die Raubgier des Löwen das Bild bestimmen.

 

→Ps 10,9

 

Er lauret im verborgen / wie ein Lew in der hüle

 

Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe in der Höhle.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

13

wirſtu

wirst du (Verb)

2. Person Singular Indikativ Aktiv von werden (Verb)

 

Präsens:

wirſtu: wirst du

 

Die Flexion mit dem angehängten »u« ist eine eigentümliche Form, die sonst nur noch aus älteren Texten bekannt ist und heute nicht mehr genutzt wird. Gebildet wurde sie aus der 2. Person, zusammengezogen mit dem Personalpronomen »du«, aus dem das »u« stammt. Diese Form impliziert eine gewisse Dringlichkeit und Direktheit der Ansprache, die unmittelbare Hinwendung zum Gegenüber. So kann es die unzweifelhafte Feststellung des Handelns, die dringliche Ansprache oder die unmittelbare Aufforderung zum Handeln bedeuten (Indikativ in der Aussage), die Erfüllung einfordern, mutmaßen bzw. unterstellen (Konjunktiv), oder zur Antwort und Erklärung auffordern (Verb in der Frage).

 

Heute ist stattdessen das Verb in seiner gebräuchlichen Flexion verbunden mit »du« zu verwenden. Die Direktheit oder eine Aufforderung kann bestenfalls durch eine Sinn tragende Beifügung umschrieben werden abhängig vom Kontext. Sie kann ggf. durch einen Imperativ herausgestellt oder durch ein Ausrufezeichen kenntlich gemacht werden.

 

wirſtu: wirst du (ganz bestimmt, ohne Zweifel) !

 

→Ps 8,6

 

Du wirſt jn laſſen eine kleine zeit von Gott verlaſſen ſein / Aber mit ehren vnd ſchmuck wirstu jn krönen.

 

Du wirst ihn kurze Zeit von Gott verlassen sein, doch dann krönst du ihn mit Ehren und Schmuck!

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

13

Jungenlew

Junglöwe, der (veraltet)

 

junger Löwe

 

→Ps 91,13

 

Auff dem Lewen vnd Ottern wirſtu gehen / Vnd tretten auff den Jungenlewen vnd Drachen.

 

Du gehst auf Löwen und Vipern, Junglöwen und Schlangen wirst Du niedertreten.

 

Das Bild, das Autor des Psalms zeichnet, stellt paarweise Löwe und Viper (die erwachsenen, zeugungsfähigen Tiere), sowie Junglöwe und Schlange(nbrut) (die Nachkommen) nebeneinander.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

13

Drache

Drache, der

mystische Tiergestalt, Ungeheuer

 

1) In →Ps 44,20: hebräisch: תָּן (tan), Schakal

 

Die Bedeutungen des Wortes im Einzelnen:

 

  1. 1a) Schakal
  2. 1b) Wolf,
  3. 1c) Bewohner verwüsteter Gegenden,
  4. 1d) Kreaturen, die Klagelaute ausstoßen

 

2) In →Ps 91,13: hebräisch: תַּנִּין (tannin): Schlange

 

Die Bedeutungen des Wortes im Einzelnen:

 

  1. 2a) großer Seefisch (Walfisch, Haifisch u. ä., z.B. →1Mos 1,21; →Ps 148,7)
  2. 2b) mystisch übertragen: großes Seeungeheuer, Drachen (z.B. →Jes 51,9; →Ps 74,13)
  3. 2c) Schlange (z.B. 2Mos 7,9ff.; →Ps 91,13)
  4. 2d) übertragen: Bild für Ägypten (z. B. →Jes 27,1)
  5. 2e) übertragen: Bild für (das mächtige Ungeheuer) König Nebukadnezar (Jer 51,34)

 

Beide Wörter gehen in der hebräischen Sprache auf den selben Wortstamm ( תנן) zurück, was erklären mag, warum Luther sie identisch übersetzte. Dabei entschied er sich gegen die konkrete Bezeichnung eines Tieres, die ihm wohl zu schwach erschien, für das mystische Bild des »Drachens«.

 

Der Drache ist ein Ungeheuer, das die Gestaltmerkmale und Wesenzüge unterschiedlicher Tiere besitzt, aber vielfach mächtiger als jedes dieser Tiere selbst ist.

 

→Ps 44,20

 

Das du vns ſo zurſchlegeſt vnter den Drachen / Vnd bedeckeſt vns mit finſternis.

 

a) Das du uns so zerschlägst unter den Schakal und bedeckst uns mit Finsternis

b) Das du uns so zerschlägst unter die Herrschaft des Tyrannen und bedeckst uns mit Finsternis.

c) Das du uns so zerschlägst unter die Völker der Wüste und bedeckst uns mit Finsternis.

 

Luthers Scholion in Ps 44 belegt, dass er den Drachen als Metapher für tyrannische Völker verstanden wissen will:

(Drachen) Das iſt / Den gifftigen Tyrannen.

 

Erläuterung zum Bild des Schakals:

 

Der Schakal ist ein typischer Bewohner der Wüste, dessen Geheul an die Klagelieder Trauernder erinnert. Er steht als Metapher für kriegerische Wüstenvölker bzw. fremde Heere, die über die Wüste kommend in das Land einfielen. Wo sie raubten und plünderten, hörte man noch lange die Klagelieder der Bewohner von weit her.

 

→Ps 91,13

 

Auff dem Lewen vnd Ottern wirſtu gehen / Vnd tretten auff den Jungenlewen vnd Drachen.

 

Du gehst auf Löwen und Vipern, Junglöwen und Schlangen wirst Du niedertreten.

 

Das Bild, das Autor des Psalms zeichnet, stellt paarweise Löwe und Viper (die erwachsenen, zeugungsfähigen Tiere), sowie Junglöwe und Schlange(nbrut) (die Nachkommen) nebeneinander.

 

 

SK Rev 08.08.2017  

→Register

16

Heil

Heil, das

im unterschiedlichen Sinn gebraucht umfasst es immer eine positive Wendung (beispielsweise Genesung von Krankheit). Es impliziert u. a. Wohlergehen, Wohlbefinden, Glück, Rettung aus irgendeiner Gefahr oder Not, usw.

 

Luther sieht hinter dem Wort Heil mehr als nur das Wort »Hilfe«, das sich im hebräischen Text befindet, und nutzt es stattdessen. Es impliziert den Sieg, die Kehrtwende zum Guten hin.

 

→Ps 98, 2

 

Der HERR leſſt ſein Heil verkündigen

 

Frei übersetzt: Jahwe lässt verkündigen, dass er die Hilfe zum Sieg ist (über Feinde, Gottlose, Ungerechtigkeit, Unrecht, usw.).

 

→Ps 98, 3

 

Aller welt ende ſehen das Heil vnſers Gottes.

 

Frei übersetzt: Die ganze Welt sieht die Hilfe unseres Gottes <bei der Wende zum Guten hin>.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

Erläuterungen siehe →Das große Stilkunst.de–Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Lutherbibel auf dieser Seite ist in Anlehnung an das Druckbild des Ori­gi­nals von 1545 wiedergegeben.

Den Seitenaufbau, die verwendeten Schriften, die Schreibregeln der Frakturschrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Typografie Lesehilfen be­reit­zu­stel­len, erläutert dem interessierten Leser unser Artikel »Satz und Typografie der Lutherbibel von 1545«.

 
Der Psalm 91 im evangelischen Kirchenjahr

Sonntag Invokavit

Der Psalm 91,1-4.11-12 ist der Wochenpsalm
ab dem Sonntag Invokavit.

Nach dem Entwurf der neuen Ordnung ist der Psalm 91,1-6.10-12 der Wochenpsalm ab dem Sonntag Invokavit.

Zum Artikel

Sonntag Invokavit 2017

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.
Sabrina

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de
©by Sabrina | SABRINA CREATIVE DESIGN™

 
 
Biblia
1545
Ps
91