Das 1. Buch Mose | Genesis
Kapitel I.

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Die Geschichtsbücher des Alten Testaments

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Geschichtsbücher des Alten Testaments

Das 1. Buch Mose
Genesis

 

C. I.

 

1Mos

Kapitel 1,1-31

 

Der Text in 50 Kapiteln

 
Auswahl der Beiträge und Kapitel

Das 1. Buch Mose (Genesis)

 

Gliederung Kapitel 1

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel I.

B1

→ABBILDUNG:

 

Die Schöpfung

 

 

1 - 11

 

I. DIE URGESCHICHTE

 

 

 

1,1 - 2,4a

 

I.1 DER ERSTE SCHÖPFUNGSBERICHT:
DIE ERSCHAFFUNG DER WELT IN SIEBEN TAGEN

 

1

1,1-2

→Der Anbeginn: Die leblose Materie

2

1,3-5

→Der erste Schöpfungstag: Zeit

3

1,6-8

→Der zweite Schöpfungstag: Atmosphäre und Klima

4

1,9-13

→Der dritte Schöpfungstag: Land und Pflanzen

5

1,14-19

→Der vierte Schöpfungstag: Sonne, Mond und Sterne

6

1,20-23

→Der fünfte Schöpfungstag: Tiere im Wasser und am Himmel

7

1,24-25

→Der sechste Schöpfungstag: Tiere auf der Erde

8

1,26-31

→Der sechste Schöpfungstag: Menschen

 

 

1Mos 1,21

 

Im folgenden Text ist der bezeichnete Vers hervorgehoben.

 

 

 

 

 

[Vorsatz | 0b]

 

 

 

[Vorsatz | 1a]

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 C․ I

I.

 

 

I.

 

 

I.
DIE URGESCHICHTE

 

 

 

1- 11

 

 

I.1
DER ERSTE SCHÖPFUNGSBERICHT:
DIE ERSCHAFFUNG DER WELT IN SIEBEN TAGEN

 

 

1,1 - 2,4a

 

 

Der Anbeginn: Die lebloſe Materie

AM anfáng ẛcĥuff

Gott Himel vnd Erden.

2Vnd die Erde war wüſt

vnd leer / vnd es war finſter auff der Tieffe / Vnd der Geiſt Gottes ſchwebet auff dem Waſſer.

 

 

 

 

 

 

(Geiſt)

Wind iſt da zu­mal noch nicht ge­weſt / dar­umb mus es den hei­li­gen Geiſt deu­ten.

 

 

Der erſte Schöpfungstag: Zeit

Liecht.

 

 

 

 

 

I.

VND Gott ſprach / Es werde Liecht / Vnd es ward Liecht. 4Vnd Gott ſahe / das das Liecht gut war / Da ſcheidet Gott das Liecht vom Finſternis / 5vnd nennet das liecht / Tag / vnd die finſternis / Nacht. Da ward aus abend vnd morgen der erſte Tag.

 

 

 

(Gut)

Das iſt / nütz / fein / köſtlich.

 

 

Der zweite Schöpfungstag: Atmosphäre und Klima

 

 

 

 

Feſte.

Himel.

 

 

 

II.

VND Gott ſprach / Es werde eine Feſte zwiſchen den Waſſern / vnd die ſey ein Vnterſcheid zwiſchen den Waſſern. 7Da machet Gott die Feſte / vnd ſcheidet das waſſer vnter der Feſten / von dem waſſer vber der Feſten / Vnd es geſchach alſo. 8Vnd Gott nennet die Feſten / Himel. Da ward aus abend vnd morgen der ander Tag.

 

 

Der dritte Schöpfungstag: Land und Pflanzen

 

 

 

 

Erde.

Meer.

VND Gott ſprach / Es ſamle ſich das Waſſer vnter dem Himel / an ſondere Orter / das man das Trocken ſehe / Vnd es geſchach alſo. 10Vnd Gott nennet das trocken / Erde / vnd die ſamlung der Waſſer nennet er / Meer. Vnd Gott ſahe das es gut war.

 

Gras.

Kraut.

Bewme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

III.

11VND Gott ſprach / Es laſſe die Erde auffgehen Gras vnd Kraut / das ſich beſame / vnd fruchtbare Bewme / da ein jglicher nach ſeiner art Frucht trage / vnd habe ſeinen eigen Samen bey jm ſelbs / auff Erden / Vnd es geſchach alſo. 12Vnd die Erde lies auffgehen / Gras vnd Kraut / das ſich beſamet / ein jglichs nach ſeiner art / vnd Bewme die da Frucht trugen / vnd jren eigen Samen bey ſich ſelbs hatten / ein jglicher nach ſeiner art. Vnd Gott ſahe das es gut war. 13Da ward aus abend vnd morgen der dritte Tag.

 

 

Der vierte Schöpfungstag: Sonne, Mond und Sterne

 

Sonn.

Mond.

Sterne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IIII.

VND Gott ſprach / Es werden Liechter an der Feſte des Himels / vnd ſcheiden tag vnd nacht / vnd geben / Zeichen / Zeiten / Tage vnd Jare / 15vnd ſeien Liechter an der Feſte des Himels / das ſie ſcheinen auff Erden / Vnd es geſchach alſo. 16Vnd Gott machet zwey groſſe Liechter / ein gros Liecht / das den Tag regiere / vnd ein klein Liecht / das die Nacht regiere / dazu auch Sternen. 17Vnd Gott ſetzt ſie an die Feſte des Himels / das ſie ſchienen auff die Erde 18vnd den Tag vnd die Nacht regierten / vnd ſcheideten Liecht vnd Finſternis. Vnd Gott ſahe das es gut war. 19Da ward aus abend vnd morgen der vierde Tag.

 

 

Der fünfte Schöpfungstag: Tiere im Waſſer und am Himmel

 

Fiſch.

Vogel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

V.

VND Gott ſprach / Es errege ſich das Waſſer mit webenden vnd lebendigen Thieren / vnd mit Geuogel / das auff Erden vnter der Feſte des Himels fleuget. 21Vnd Gott ſchuff groſſe Walfiſche vnd allerley Thier / das da lebt vnd webt / vnd vom Waſſer erreget ward / ein jglichs nach ſeiner art / vnd allerley gefidderts Geuogel / ein jglichs nach ſeiner art / Vnd Gott ſahe das es gut war. 22Vnd Gott ſegenet ſie / vnd ſprach / Seid fruchtbar vnd mehret euch vnd erfüllet das Waſſer im Meer / Vnd das Geuogel mehre ſich auff Erden. 23Da ward aus abend vnd morgen der fünffte Tag.

 

 

Der ſechſte Schöpfungstag: Tiere auf der Erde

 

Vieh.

Gewür

Thier

auff Erden.

 

24VND Gott ſprach / Die Erde bringe erfür lebendige Thier / ein jglichs nach ſeiner art / Vieh / Gewürm vnd Thier auff Erden / ein jglichs nach ſeiner art / Vnd es geſchach alſo. 25Vnd Gott machet die Thier auff Erden / ein jglichs

 

 

[1a | 1b]

 

 

I․ Bucĥ     C․ I. II.

Adam․

 

 

nach ſeiner art / vnd das Vieh nach ſeiner art / vnd allerley Gewürm auff Erden / nach ſeiner art. Vnd Gott ſahe das es gut war.

 

 

Der ſechſte Schöpfungstag: Menſchen

Menſch

VND Gott ſprach / Laſſt vns Menſchen machen / ein Bild / das vns gleich ſey / Die da herrſchen vber die Fiſch im Meer / vnd vber die Vogel vnter dem Himel / vnd vber das Vieh / vnd vber die gantzen Erde / vnd vber alles Gewürm das auff Erden kreucht.

27VND Gott ſchuff den Menſchen Im zum Bilde / zum Bilde Gottes ſchuff er jn / Vnd ſchuff ſie ein Menlin vnd Frewlin.28Vnd Gott ſegenet ſie / vnd ſprach zu jnen / Seid fruchtbar vnd mehret euch vnd füllet die Erden / vnd macht ſie euch * vnterthan. Vnd herrſchet vber Fiſch im Meer / vnd vber Vogel vnter dem Himel / vnd vber alles Thier das auff Erden kreucht.

 

*

(Vnterthan)

Was jr baw­et vnd er­bei­tet auff dem Lan­de / das ſol ewr ei­gen ſein / vnd die Er­de ſol euch hie­rin die­nen / tra­gen vnd ge­ben.

Speiſe

fur den Men­ſchen vnd Thier etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

VI.

29VND Gott ſprach / Sehet da / Ich hab euch gegeben allerley Kraut / das ſich beſamet auff der gantzen Erden / vnd allerley fruchtbare Bewme / vnd Bewme die ſich beſamen / zu ewr Speiſe / 30vnd aller Thiere auff Erden / vnd allen Vogeln vnter dem Himel / vnd allem Gewürm das das Leben hat auff Erden / das ſie allerley grün Kraut eſſen / Vnd es geſchach alſo 31Vnd Gott ſahe an alles was er gemacht hatte / Vnd ſihe da / es war ſeer gut. Da ward aus abend vnd morgen der ſechſte Tag.

 

 

 

 

Die Holzschnitte der Bibel

Hinweis zur Abbildung in 1Mos 1

Die Schöpfung

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Aus dem Verzeichnis der Abkürzungen und Namen biblischer Bücher

Luthers Verweise auf biblische Bücher

 Kürzel

 Bezeichnung in Luthers Biblia 1545

 Moderne Bibel

 Kürzel

Gen.
Ge.
Gene.
Geneſi.
Das erste Buch Moſe.
Geneſis.

Biblia Vulgata: Genesis

Das erste Buch Mose (Genesis)

Genesis

1. Buch Mose

1. Mose

Gen

1Mos

Pſal.
Der Pſalter.

Biblia Vulgata: Psalmi

Der Psalter

Die Psalmen

Das Buch der Psalmen

Ps

Ps

Ps

Matth.
Matt.
Mat.
Math.
Euangelium S. Mattheus.

Biblia Vulgata:
Evangelium secundum Mattheum

Das Evangelium nach Matthäus

Matthäusevangelium

Mt

Mt

Mt

Joh.
Johan.
Joan.
Euangelium S. Johannis.

Biblia Vulgata:
Evangelium secundum Iohannem

Das Evangelium nach Johannes

Johannesevangelium

Joh

Joh

Joh

Col.
Coloſſ.
Die Epiſtel S. Pauli: An die Coloſſer.

Biblia Vulgata: Epistula Pauli ad Colossenses

Der Brief des Paulus an die Kolosser

Kolosserbrief

Kol

Kol

Kol

Ebre.
Die Epiſtel an die Ebreer.

Biblia Vulgata: Epistula Pauli ad Hebraeos

Der Brief an die Hebräer

Hebräerbrief

Hebr

Hebr

Hebr

Erläuterungen siehe →Liste der Abkürzungen und Namen biblischer Bücher

 
 

Worterklärungen: Übersicht

Die folgenden Begriffe aus dem Text 1Mos 1 werden hier erläutert.

Versnummer: Luthers Wort

1,2: Geiſt Gottes

1,3: Liecht

1,6: Feſte

1,11: Bewme

1,11: jglicher

1,3: Liechter

1,20: erregen

1,20: webenden

1,20: Geuogel

1,26: kreucht

1,27: Menlin

1,27: Frewlin

Klick auf ein Wort führt zum Eintrag mit den Erklärungen.

Das vollständige Verzeichnis findet sich hier: →Das große Stilkunst.de–Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

 
Aus dem Stilkunst.de-Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

Worterklärungen:
Seltene Namen, Wörter und Begriffe im Text 1Mos 1

Luther-Deutsch

Deutsch   |   Erläuterungen

heilige Geiſt

heilige Geist, der

griechisch: πνεῦμα ἅγιον (pneuma hagion)

lateinisch: Spiritus Sanctus

 

Der Geist Gottes als göttliche Kraft.

 

Heiliger Geist im Christentum

 

Der Begriff Heiliger Geist ist heute vorbesetzt:

 

Der Heilige Geist wird als die dritte »Person« in der Trinität, in der Dreieinigkeit Gottes, verstanden. Danach ist Gott ein Wesen, das drei Personen in einer darstellt: Gott-Vater (den Schöpfer), Gott-Sohn (Jesus Christus) und Gott-Geist (Heiliger Geist). Obwohl als Person betitelt, stellt der Heilige Geist aber keine eigenständige, losgelöst von Gott existierende Gottheit dar. Vielmehr ist seine Gegenwart immer zugleich als Ge­gen­wart Gottes (und als Gegenwart Jesu Christi; Dreieinigkeit) zu verstehen.

 

Das Gottesbild, das die Trinitätslehre zeichnet, ist ein künst­li­ches, hochgradig komplexes Konstrukt der Kirchenväter des 4. und 5. Jahrhunderts nach Christus. Es versucht, die ver­schie­de­nen Wesenheiten Gottes in einer Person zu bündeln, wirft aber gleichzeitig viele neue Fragen auf, die jedoch dogmatisch ausgeblendet werden.

 

Mehr über die Trinitätslehre findet sich in den Gedankenpausen unseres Artikels →Trinitatis

 

Luther sah die Gemeinschaftlichkeit von Gott, Jesus und Heiligem Geist, und bejahte insofern die Dreieinigkeit, konnte allerdings der Dreieinigkeit in einer Person nicht zustimmen.

 

Der Ausdruck »heiliger Geist« in der Lutherbibel

 

In den Texten der Lutherbibel wird der Begriff heiliger Geist ohne das gedankliche Übergebäude der Trinitätslehre verwendet. Hier kommt schlicht die Übersetzung aus den griechischen und lateinischen Quellen zum Tragen.

 

Der heilige Geist der Lutherbibel meint also nicht den Heiligen Geist der Trinitätslehre und sollte mit ihm nicht verwechselt werden.

 

Heiliger Geist und Geist Gottes im Alten Testament

 

Hebräische Formen:

 

  • ŸŸŸŸŸ—œGeist: רוח (ruach, Atem, Geist, Leben, Lebenskraft)
  • Der Geist des HERRN (JHWH): יְהוָֹה  רוּחֵ (ruache jehowa)
  • Der Geist Gottes: אֶלֹהימ  רוּחֵ (ruache elohim) , das von Gott gegebene Lebensprinzip, die von Gott gegebene Lebenskraft
  • sein (Gottes) heiliger Geist: קָדְשׁוֹ   רוּחֵ (ruache qadesho)
  • Heiliger Geist: הַקֹּדֶשׁ  רוּחֵ (ruache ha-qodesh)

 

Bemerkenswert ist, dass Geist im Verbindung mit Gott immer mit Atem und Leben bzw. einer Lebenskraft gedacht ist, die die Existenz der Schöpfung (aller Lebewesen) und somit des Menschen bedingt.

 

Beipiel für Geist als Lebenskraft, die Neues erschafft, und aus der Höhe (aus dem Lebensraum Gottes) ausgegossen wird:
→Jes 32,15

 

Bis ſo lange / das vber vns ausgegoſſen werde der geiſt aus der Höhe. So wird denn die Wüſten zum Acker werden / vnd der Acker fur einen Wald gerechnet werden.

 

Der heilige Geist (Gottes) ist weder ein göttliches Wesen, noch Gott selbst. Er ist als Geist Gottes eine göttliche Kraft, die Lebewesen brauchen, um zu leben, und die in unterschiedlichen Qualitäten Natur und Menschen beleben kann.

 

Das Attribut heilig (wenn vorhanden) macht klar, dass die herausgestellte Qualität neben dem Lebensnotwendigen das göttlich Vollkommene umfasst: Wer vom heiligen Geist erfüllt ist, besitzt eine besondere Lebenskraft; eine, die (in Abgrenzung zum Irdischen) von im religiösen Sinn göttlicher Kraft, vom Glauben, inspiriert und getragen wird.

 

Heiliger Geist im Neuen Testament

 

Jesus stützt sich auf die Vorstellung des heiligen Geistes aus dem Alten Testament. Er lebte im Umfeld der jüdischen Religion, nicht in dem der späteren Kirchenväter. Die Trinitätslehre war ihm unbekannt.

 

Das Neue Testament kennt den Heiligen Geist daher in gleicher Weise wie das Alte Testament nur als Kraft Gottes.

 

Das Verständnis der neutestamentlichen Texte, die den heiligen Geist nennen, hängt davon ab, mit welchem Hintergrund, mit welcher Idee vom heiligen Geist die Texte gelesen und interpretiert werden.

 

Nach Paulus (→Rom 1,4) ist es der Geist, der heilig macht:

 

nach dem Geiſt / der da heiliget

 

Luther erläutert den Begriff Geiſt im Scholion zu Rom 1,4 so:

 

Der geiſt Gottes iſt gegeben nach Chriſtus auf­fahrt / von da an hei­li­get er die Chri­ſten vnd ver­kle­ret Chri­ſtum in al­ler welt das er Got­tes ſon ſey mit al­ler macht / in wor­ten / wun­dern / vnd zei­chen.

 

 

 

SK Version 06.10.2019  

→Register

Liecht

Licht, das

Substantivierung des Adjektivs →liecht

 

a) Helligkeit (im Gegs. zur Finsternis)

b) Lichtstrahlen (von Himmelskörpern, vom Feuer, von Lampen, usw.)

c) als leuchtender Körper: Licht, Leuchte, Lampe ( besonders im Plural)

 

→Ps 104,2

 

LJecht iſt dein Kleid / das du an haſt

 

a) Licht ist dein Kleid, das du an hast.

 

Hier ist Licht im Gegensatz zu Finsternis zu verstehen:

b) Helligkeit umgibt dich.

 

 

SK Version 06.10.2019  

→Register

Feſte

Feste, die

eigentl.: befestigte Stelle

 

1) ein von der Natur gedeckter, sicherer Ort

2) ein Bau, Anbau, Festung

 

Gewölbe, Firmament, Himmelsgewölbe

 

→1Mos 1,6

 

Es werde eine Feſte zwiſchen den Waſſern / vnd die ſey ein Vnterſcheid zwiſchen den Waſſern.

 

Es werde ein Himmelsgewölbe zwischen den Gewässern, und das sei die Trennung zwischen den Gewässern.

 

 

SK Version 06.10.2019  

→Register

Bawm
Bewme

Baum, der

Bäume, die

Die Umlaute aw und ew

 

Neben den Umlauten »au« (haus) und »eu« (freude) kennt das Luther-Deutsch die Schreibweisen mit dem Buchstaben »w«.

 

Der Buchstabe »w« enstand aus einem doppelten »v« (»vv« bzw. »uu«) und signalisiert das verstärkte Klangbild.

 

Der Umlaut aw in Bawm endet in einem w-artigen Abklang, der fast wie ein kurzgesprochenes »o« klingt, ähnlich Ba(u)-om.

 

Der Umlaut ew in Bewme endet in einem v-artigen Abklang, der ein »j« mitschwingen lässt, ähnlich Be(u)-jme.

 

 

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jglicher

 

jgliche

 

jglichs

jeglicher, jegliche, jegliches (Pronomen)

veraltet für: jeder, jede, jedes

 

→Jes 28,25

 

.. ſo ſtrewet er Wicken / vnd wirfft Kümel / vnd ſeet Weitzen vnd Gerſten / jglichs wo ers hin haben wil /

 

...so streut er Wicken und wirft Kümmel und sät Weizen und Gerste, jegliches [dahin], wo er es hin haben will.

 

 

 

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erregen

erregen (Verb)

a) sich regen, sich rühren, sich tätig zeigen, etwas unternehmen;

b) antreiben, anspornen, anfeuern, erregen, reizen;

c) sich in schnelle Bewegung setzen, seinen Lauf beschleunigen, eilen, stürzen;

 

→1Mos 1,20

 

Es errege ſich das Waſſer mit webenden vnd lebendigen Thieren

 

a) Es rege sich das Wasser mit lebendigen, wimmelnden Tieren

b) Es belebe sich das Wasser mit lebendigen Tieren, die sich darin tummeln

 

 

SK Version 06.10.2019  

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weben

weben (Verb)

1) auf dem Webstuhl fertigen

2) sich hin und her bewegen

3) sich zeigen und wirksam sein

4) wehen

 

→1Mos 1,20

 

Es errege ſich das Waſſer mit webenden vnd lebendigen Thieren

 

a) Es rege sich das Wasser mit lebendigen, wimmelnden Tieren

b) Es belebe sich das Wasser mit lebendigen Tieren, die sich darin tummeln

 

 

SK Version 06.10.2019  

→Register

Geuogel

 

Geuögel

Gevögel, das

Sammelwort zu Vogel

umfasst alle möglichen Vogelarten

 

→1Mos 1,20

 

Es errege ſich das Waſſer mit webenden vnd lebendigen Thieren / vnd mit Geuogel / das auff Erden vnter der Feſte des Himels fleuget.

 

a) Es rege sich das Wasser mit lebendigen, wimmelnden Tieren, und mit Gevögel, das auf Erden unter dem Gewölbe des Himmels fliege.

b) Es belebe sich das Wasser mit lebendigen Tieren, die sich darin tummeln. Und mit Vögeln, die über der Erde unter dem Himmelsgewölbe fliegen.

 

→Ps 50,11

 

Jch kenne alles Geuögel auff den Bergen

 

a) Ich kenne sämtliche Vogelarten auf den Bergen

 

 

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→Register

kreuchen

kreuchen (Verb; veraltet)

Kausativ zu kriechen (Verb), kriechen machen

 

→1Mos 1,26

 

vnd vber alles Gewürm das auff Erden kreucht.

 

a) und über alles Gewürm, das auf der Erde kriechend gemacht ist.

b) und über alles kriechende Gewürm der Erde.

 

 

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Menlin

Männlein, das

Männlicher Mensch, Mann.

 

Das Wort Impliziert meist »klein«, manchmal auch »schwach« oder »jung«, oder auch »alt und gebeugt«, oder (übertragen:) »unbedeutend« , »gering«. Dies immer in Abgrenzung zu einem erwachsenen, gestandenen Mann in seinen besten Jahren.

 

→1Mos 1,27

 

VND Gott ſchuff den Menſchen jm zum Bilde / zum Bilde Gottes ſchuff er jn / Vnd ſchuff ſie ein Menlin vnd Frewlin.

 

In 1Mos 1,27 kommen das Geschlecht und die Jugendlichkeit zum Tragen. Gemeint ist (junger, noch nicht erwachsener) Mann.

 

 

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Frewlin

Fräulein, das

Frewlin
Vorkommen in der Lutherbibel von 1545

 

Gesamt AT Apokryphen NT
10 8 1 1

mhd: freuwelîn, fröuwelîn

Weiblicher Mensch.

 

Das Wort »Fräulein« impliziert ein vornehmes, edles und junges Mädchen.

 

→1Mos 1,27

 

VND Gott ſchuff den Menſchen jm zum Bilde / zum Bilde Gottes ſchuff er jn / Vnd ſchuff ſie ein Menlin vnd Frewlin.

 

In 1Mos 1,27 kommen das Geschlecht und das Alter zum Tragen. Gemeint ist junge Frau.

 

 

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Erläuterungen siehe →Das große Stilkunst.de–Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

 

 

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

Gedankenpausen

Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?

Die Schöpfungsgeschichte, wie sie uns im ersten Buch Moses der Bibel überliefert ist, wird oft als Märchen abgetan. Aber ist sie das? Belegt uns die Wissenschaft wirklich, dass es keinen Gott gibt? Oder nimmt sie das nur an? Unterscheidet sich das Modell »Gott« tatsächlich vom Modell des »Urknalls«? Die schwierigen Fragen beginnen dort, wo uns jedes Nachdenken über den Anbeginn der Welt hinführt: in die Zeit davor!

Der folgende Artikel beschäftigt sich mit »Gedanken über den Anbeginn der Welt«:

 

Genesis 1.1: Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. | Grafik: Sabrina | CC BY-SA
Zum Artikel

Woher kommen wir?

Die Schöpfungsgeschichte, wie sie uns in der Bibel überliefert ist, wird oft als Märchen abgetan. Aber ist sie das? Steht sie im Widerspruch zur Evolutionstheorie?

Mehr Gedanken über Urknall und Schöpfung in diesem Artikel.

 

Gibt es Gott wirklich?

Ob es Gott gibt? Diese Frage lässt sich doch leicht beantworten: »Ja!« »Nein!« »Vielleicht!« – Wir wissen es schließlich genau! Oder doch nicht? Folgen wir in unserem Denken nur denen, die es zu wissen glauben?

Womöglich ist die beste Antwort: »Vielleicht!«, denn sie offenbart den Zweifel, den Ungehorsam gegenüber denen, die es uns so kategorisch bejahen oder verneinen wollen.

Der Zweifel ist es, der uns Antworten suchen lässt. Es ist wohl nötig, sich eine eigene Meinung zu bilden!

Was aber, wenn man sie dann hat, diese eigene Meinung? Welche Konsequenzen ergeben sich für unser Leben daraus? Also für ein Leben im Glauben an einen Gott oder im Glauben daran, dass es keinen Gott gibt? Ganz sicher macht das in vielen Fällen einen Unterschied!

Der folgende Artikel beschäftigt sich mit »Gedanken zwischen Glauben und Wissen«:

 

Ich bin Jahwe, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben als mich. | Grafik: Sabrina | CC BY-SA
Zum Artikel

Gibt es einen Gott?

Sie wissen doch, was Software ist, oder? Kann man eine Parallele ziehen zwischen Software und Gott? Was ist diese energetische Kraft, die wir alle haben, aber geflissentlich ignorieren?

Mehr über die Software des Lebens in diesem Artikel.

 

 

Der Bibeltext im evangelischen Kirchenjahr

In den Kirchenjahren ab 1978/1979 bis 2017/2018

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

DAS HEILIGE OSTERFEST

→Osternacht

1Mos 1,1-31 (in Auswahl):
→1Mos 1,1-5.26-28a.31a

REIHE

AT

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

→Sonntag Jubilate

Dritter Sonntag nach Ostern

→1Mos 1,1-4a.26-31a

→1Mos 2,1-4a

REIHE

AT
V

 

In den Kirchenjahren ab 2018/2019

REIHE

AT
IV

 
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Vorrede auf das Alte Testament

→Vorrede auf das Alte Testament

Luther erklärt den Sinn und die Bedeutung des Alten Testaments und der Gesetze Mose. Diese Schriften seien für Christen sehr nützlich zu lesen, nicht zuletzt deshalb, weil Jesus, Petrus und Paulus mehrfach daraus zitieren.

 

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