Das Buch der Psalmen | Psalm 37

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Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

Der Psalter:
Die Bücher der Psalmen

Psalm 37

 

Ps 37

 

 

150 Psalmen, aufgeteilt in fünf Büchern

 

Das Schicksal der Gottlosen

 
Auswahlverzeichnis
Der Psalm 37 aus Luthers Biblia 1545
 

Der Pſalter.

 

XXXVII.

1Ein Pſalm Dauids.

Dieſer ſpruch (Selig ſind die Sanfftmütigen / Denn ſie werden das Erdreich beſi­tzen) Ist ein gloſe vnd aus­legung dieſes Pſalms.

ERzürne dich nicht vber die Böſen / Sey nicht neidiſch vber die Vbel­thetter.

2Denn wie das Gras / werden ſie bald abgehawen / Vnd wie das grüne Kraut werden ſie verwelcken.

 
 
 
(Redlich)

Mit Gott vnd mit ehren / Das du Gott fürch­teſt / vnd niemand vnrecht thuſt.

3HOffe auff den HERRN vnd thu guts / Bleibe im Lande / vnd neere dich redlich.

4Habe deine luſt am HERRN / Der wird dir geben was dein hertz wündſchet.

5Befelh dem HERRN deine wege / vnd hoffe auff jn / Er wirds wol machen.

6Vnd wird deine Gerechtigkeit erfur bringen / wie das liecht / Vnd dein Recht wie den mittag.

(Stille)

Harre vnd to­be nicht.

7Sey ſtille dem HERRN / vnd warte auff jn / Erzürne dich nicht vber den / Dem ſein mutwille glücklich fort gehet.

8Stehe ab vom zorn / vnd las den grim / Erzürne dich nicht / das du auch vbel thuſt.

9Denn die Böſen werden ausgerottet / Die aber des HERRN harren / werden das Land erben.

10Es iſt noch vmb ein kleines / ſo iſt der Gottloſe nimer / Vnd wenn du nach ſeiner Stete ſehen wirſt / wird er weg ſein.

11ABer die Elenden werden das Land erben / Vnd luſt haben in groſſem Friede.

12Der Gottloſe drewet dem Gerechten / Vnd beiſſet ſeine Zeene zuſamen vber jn.

13Aber der HErr lachet ſein / Denn er ſihet / das ſein tag kompt.

14DIe Gottloſen ziehen das Schwert aus / vnd ſpannen jren Bogen / Das ſie fellen den Elenden vnd Armen / vnd ſchlachten die Fromen.

15Aber jr Schwert wird in jr hertz ge­hen / Vnd jr Bogen wird zubrech­en.

16DAs wenige das ein Gerechter hat / iſt beſſer / Denn das gros Got vieler Gottloſen.

17Denn der Gottloſen arm wird zubrech­en / Aber der HERR enthelt die Gerechten.

18DEr HERR kennet die tage der Fromen / Vnd jr Gut wird ewiglich bleiben.

19Sie werden nicht zu ſchanden in der böſen zeit / Vnd in der Thewrung werden ſie gnug haben.

20Denn die Gottloſen werden vmbko­men / Vnd die Feinde des HERRn Wenn ſie gleich ſind wie eine köſtliche Awe / werden ſie doch verge­hen / wie der Rauch vergehet.

21Der Gottloſe borget vnd bezalet nicht. Der Gerecht aber iſt barmhertzig vnd milde.

22Denn ſeine Geſegeneten erben das Land / Aber ſeine Verfluchten wer­den ausgerottet.

23VON dem HERRN wird ſolches Mans gang gefordert / Vnd hat luſt an ſeinem wege.

24Fellet er / ſo wird er nicht weggewor­ffen / Denn der HERR erhelt jn bey der hand.

25ICh bin jung geweſen vnd alt wor­den / Vnd habe noch nie geſehen den Gerechten verlaſſen / Oder ſeinen Samen nach Brot gehen.

26Er iſt alle zeit barmhertzig vnd leihet gerne / Vnd ſein Same wird geſeg­net ſein.

27LAs vom böſen vnd thu gutes / Vnd bleibe jmerdar.

28Denn der HERR hat das Recht lieb vnd verleſſt ſeine Heiligen nicht / Ewiglich werden ſie bewaret / Aber der Gottloſen ſamen wird ausgerottet.

29Die Gerechten erben das Land / Vnd bleiben ewiglich drinnen.

30DEr mund des Gerechten redet die Weiſheit / Vnd ſeine zunge leret das Recht.

31Das Geſetz ſeines Gottes iſt in ſei­nem hertzen / Seine trit gleitten nicht.

32Der Gottloſe lauret auff den Gerech­ten / Vnd gedenckt jn zu tödten.

33Aber der HERR leſſt jn nicht in ſeinen henden / Vnd verdampt jn nicht / wenn er verurteilt wird.

34HArre auff den HERRN vnd halt ſeinen weg / ſo wird er dich er­höhen / das du das Land erbeſt / Du wirſts ſehen / das die Gottlo­ſen ausgerottet werden.

35Ich hab geſehen einen Gottloſen / der war trötzig / Vnd breitet ſich aus vnd grünet / wie ein Lorberbawm.

36Da man fur vbergieng / ſihe / da war er da hin / Ich fragte nach jm / Da ward er nirgend funden.

37Bleibe From / vnd halt dich recht / Denn ſolchem wirds zu letzt wol­gehen.

38DIe Vbertretter aber werden vertil­get mit einander / Vnd die Gottlo­ſen werden zu letzt ausgerottet.

39Aber der HERR hilfft den Gerech­ten / Der iſt jre Stercke in der Not.

40Vnd der HERR wird jnen beyſte­hen / vnd wird ſie erretten / Er wird ſie von den Gottloſen erretten / vnd jnen helffen / Denn ſie trawen auff jn.

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
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