Das Buch der Psalmen | Psalm 5

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Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

Der Psalter:
Die Bücher der Psalmen

Psalm 5

 

Ps 5

 

 

150 Psalmen, aufgeteilt in fünf Büchern

 

Ein Morgengebet

 
Auswahlverzeichnis
Der Psalm 5 aus Luthers Biblia 1545
 

Der Pſalter.

 

V.

1Ein Pſalm Dauids / vor zu ſin-
gen / Fur das Erbe.

 

HERR höre mein wort / Mercke auff meine re­de.

3Vernim mein ſchrei­en / mein könig vnd mein Gott / Denn ich wil fur dir beten.

4HERR früe wolteſtu meine ſtim hö­ren / Früe wil ich mich zu dir ſchick­en / vnd drauff mercken.

5Denn du biſt nicht ein Gott / dem Gottlos weſen gefelt / Wer böſe iſt / bleibet nicht fur dir.

6Die Rhumredtigen beſtehen nicht fur deinen Augen / Du biſt feind allen Vbelthettern.

7Du bringeſt die Lügener vmb / Der HERR hat grewel an den Blut­girigen vnd Falſchen.

8Ich aber wil in dein Haus gehen auff deine groſſe Güte / Vnd anbeten gegen deinem heiligen Tempel / in dei­ner furcht.

9HERR leite mich in deiner Gerech­tigkeit / vmb meiner Feinde willen / Richte deinen Weg fur mir her.

(Gewiſſes)

Das iſt / Ire Lere machet ei­tel vnrügige / vnſelige Ge­wiſſen / weil ſie eitel werck / vnd nicht Got­tes gnade pre­digen.

10Denn in jrem Munde iſt nichts gewiſ­ſes / Ir inwendiges iſt hertzeleid / Ir rachen iſt ein offens grab / Mit jren zungen heuchlen ſie.

11Schüldige ſie Gott / das ſie fallen von jrem Furnemen / Stoſſe ſie ans vmb jrer groſſen vbertrettung wil­len / Denn ſie ſind dir widerſpenſtig.

12Las ſich frewen alle die auff dich trawen / ewiglich las ſie rhümen / Denn du beſchirmeſt ſie / Frölich las ſein in dir / die deinen Namen lieben.

13Denn du HERR ſegeneſt die Ge­rechten / Du kröneſt ſie mit gnaden / wie mit einem Schilde.

 

 

Worterklärungen: Übersicht

Die folgenden Begriffe aus dem Text Ps 5 werden hier erläutert.

Versnummer: Luthers Wort

1: Pſalm Dauids

1: vor zu ſingen

1: Fur das Erbe

1: HERR

4: früe

4: wolteſtu

5: gottlos

6: Rhumredtiger

6: Vbelthetter

7: grewel haben

8: heiligen

10: hertzeleid

10: heucheln

11: ſchüldige

11: Furnemen

11: Stoſſe ſie ans

11: vbertrettung

12: ſich frewen

13: Gerechte

 

Klick auf ein Wort führt zum Eintrag mit den Erklärungen.

Das vollständige Verzeichnis findet sich hier: →Das große Stilkunst.de–Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

 
Aus dem Stilkunst.de-Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

Worterklärungen: Seltene Namen, Wörter und Begriffe im Text

Vers

Luther-Deutsch

Deutsch   |   Erläuterungen

1

Pſalm Dauids

Psalm Davids

Angabe der Urheberschaft im Titel von 50 Psalmen:

 

→Ps 3, →Ps 4, →Ps 5, →Ps 6, →Ps 8

→Ps 9, →Ps 11, →Ps 12, →Ps 13, →Ps 14

→Ps 15, →Ps 18, →Ps 19, →Ps 20, →Ps 21

→Ps 22, →Ps 23, →Ps 24, →Ps 25, →Ps 26

→Ps 27, →Ps 28, →Ps 29, →Ps 30, →Ps 31

→Ps 34, →Ps 35, →Ps 36, →Ps 37, →Ps 38

→Ps 39, →Ps 40, →Ps 41, →Ps 51, →Ps 61

→Ps 62, →Ps 63, →Ps 64, →Ps 65, →Ps 69

→Ps 70, →Ps 101, →Ps 103, →Ps 109, →Ps 110

→Ps 139, →Ps 140, →Ps 141, →Ps 143, →Ps 144

 

Die Formulierung besagt nicht verlässlich, dass David selbst diese Psalmen verfasst hat. Sie bedeutet wohl nur, dass sie zu einer Sammlung von Psalmen gehören, die ihm gewidmet ist.

 

In der Lutherbibel von 1545 benennen 73 Psalmen in der Überschrift David als Urheber.

 

a) Psalm Davids: 50x

Ps 3, 4, 5, 6, 8, 9, 11, 12, 13, 14

Ps 15, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26

Ps 27, 28, 29, 30, 31, 34, 35, 36, 37, 38

Ps 39, 40, 41, 51, 61, 62, 63, 64, 65, 69

Ps 70, 101, 103, 109, 110, 139, 140, 141, 143, 144

 

b) gülden Kleinod Davids: 6x

Ps 16, 56, 57, 58, 59, 60

 

c) Unterweisung Davids: 6x

Ps 32, 52, 53, 54, 55, 142

 

d) Lied Davids: 4x

Ps 122, 124, 131, 133

 

e) Psalmlied Davids: 2x

Ps 68, 108

 

f) Gebet Davids: 2x

Ps 17, 86

 

g) Unschuld Davids: 1x

Ps 7

 

h) Lob Davids: 1x

Ps 145

 

i) Davids: 1x

Ps 138

 

Zur Person Davids

 

Historisch kreisen um die Person Davids viele ungeklärte Fragen. Nach der biblischen Überlieferung war David nach Saul der zweite König Israels und lebte von etwa 1000 bis 961 v. Chr. Genauere Lebensdaten sind unbekannt.

 

David war zunächst Musiker am Hof Sauls und wurde später Offizier in seinem Heer.

 

Die Geschichte Davids wird ausführlich erzählt in den beiden Samuel­büchern (1Sam, 2Sam), in 1Kön 1-2 und in 1Chr 11-29.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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1

vorſingen

vorsingen (Verb)

a) für jemandem etwas singen

b) vor jemanden etwas singen

c) als Solist etwas zuerst singen, andere (ein Chor) wiederholen es

d) als Solist einen Liedteil singen, andere (ein Chor) ergänzt weitere Liedteile

 

→Ps 4,1 ( u. a.)

 

Ein Pſalm Dauids / vor zu ſingen

 

Luther: (Vorſingen) Wie der Can­tor vnd Prieſ­ter einen Vers oder Epiſtel vor ſinget / Vnd der Chor hinnach ſinget ein Reſponſo­rium / Halelu­ia oder Amen.

 

 

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1

Fur das Erbe

Für das Erbe (Ausdruck)

→Ps 4,1

 

Ein Pſalm Dauids / vor zu ſingen / Fur das Erbe.

 

Hier übersetzt Luther den Text der lateinischen Biblia Vulgata. In dieser Form war der Text noch bis zur Ausgabe von 1912 in den Lutherbibeln enthalten.

 

Doch der Originaltext in hebräischer Sprache (Biblia Hebraica) heißt übersetzt in etwa:

 

»Dem Chorleiter. Zu Flöten. Ein Psalm von David«.

 

Dies macht nun anders als Luthers ursprünglicher Text Sinn: Der erste Satz vieler Psalmen enthält neben dem Namen des Autors auch Anweisungen dazu, wie der Psalm vorzutragen ist.

 

Der Psalm 5 sollte demnach vom Chorleiter (Vorsänger) gesungen werden, musikalisch begleitet von Flöten.

 

Alle modernen Bibelausgaben zeigen daher diese oder eine ähnliche Übersetzung. So die Lutherbibel mit dem revidierten Text von 1964: Ein Psalm Davids, vorzusingen, zum Flötenspiel.

 

 

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1

HERR

HERR, JHWH, Jahwe

Aussehen in unseren Frakturschriften:

HERR, HERR oder HERR

 

HERR im Alten Testament

 

hebräisch: יהוה (jhwh, das Tetragrammaton JHWH)

lateinisch (Biblia Sacra Vulgata): Dominus, Herr

 

Luthers Schreibweise HERR in Versalien (Großbuchstaben) folgt einer festen Regel. Sie weist darauf hin, dass im hebräischen Text an dieser Stelle das Tetragrammaton (das Vierfachzeichen) »JHWH« (hebr.: יהוה) steht. Es ist der unaussprechliche Name Gottes.

 

Satztechnisch bedingte Varianten

Um beim Satz der Lettern Platz in einer Zeile zu sparen, wodurch übermäßgiger Sperrdruck oder ungünstige Wortumbrüche vermieden werden, sind in der Lutherbibel von 1545 häufig auch die Varianten HERr oder HERrn zu finden. Dabei sind mindestens die ersten drei Zeichen in Versalien gesetzt, womit sie hinreichend von HErr unterscheidbar sind.

 

HERR HErr:

Der Ausdruck HERR HErr steht dann, wenn im hebräischen Text »JHWH Adonaj« zu lesen ist. (Siehe dazu auch den Artikel →HErr.)

 

Auch die umgekehrte Reihenfolge HErr HERR ist möglich (»Adonaj JHWH«).

 

→Hes 2,4b-5a

4bSo ſpricht der HErr HERR / 5aſie gehorchen oder laſſens /

 

Die neuen Lutherbibeln übersetzen diesen Ausdruck stets mit »Gott der HERR«.

 

Das Wissen um die Aussprache der vier Zeichen, die den Gottesnamen ausmachen, ist schon früh in der Geschichte verloren gegangen. Sie werden heute oft mit »Jahwe« (vokalisiert geschrieben יְהוָה nach der Aussprache des hebräischen Adonaj, Herr) oder »Jehova« (יְהוָֹה ebenfalls nach dem hebräischen Adonaj, Herr, jedoch unter Berücksichtigung aller Vokale) transkribiert, aber auch mit »Jewah« (ebenfalls יְהוָה aber nach dem hebräischen Schema, der Name, zu lesen) oder »Jehowih« (יְהוִה nach dem hebräischen Elohim, Gott/Götter).

 

Luther kannte die vokalisierten Varianten und die transkribierten Formen und war wohl besonders dem Wort »Jehova« zugeneigt. Es bezieht alle drei Vokale aus dem Wort Adonaj, das »Herr« bedeutet. Dennoch hatte er es vermieden in seiner Übersetzung »Jehova« zu verwenden. Stattdessen nutzte er wie die lateinischen Bibeln einen Wortersatz. Er setzte das deutsche Wort ein, das gemäß der jüdischen Tradition zu lesen sei, wenn im Text das Vierfachzeichen erscheint, machte es aber durch die besondere Satzweise in Großbuchstaben kenntlich: HERR.

 

Luthers Schreibweise hat sich bis heute in etlichen Bibelausgaben gehalten.

 

 

HERR im Neuen Testament

 

Im neuen Testament verwendet Luther die Schreibweise HERR in Versalien (Großbuchstaben) für Gott, den Vater, an Stellen, wo sich Zitate aus dem Alten Testament auf »JHWH« beziehen.

 

Wichtig:

Davon zu unterscheiden sind die Schreibweisen

→»HErr« und →»Herr«.

 

 

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4

früe

früh (Adjektiv)

im Sinne von: morgens, in der Frühe

 

→Ps 5,4

 

früe wolteſtu meine ſtim hören / Früe wil ich mich zu dir ſchicken

 

Am Morgen hast Du mein Gebet erwartet! In der Frühe will ich mich an dich wenden.

 

Der Morgen ist die Zeit für das Beten (s. →Ps 17,15 u.a.).

 

 

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4

wolteſtu

wolltest du (Verb)

wolteſtu
Vorkommen in der Lutherbibel von 1545

 

Gesamt AT Apokryphen NT
22 19 2 1

2. Person Singular Indikativ Aktiv von wollen (Verb)

 

Präteritum:

wolteſtu: wolltest du

 

Die Flexion mit dem angehängten »u« ist eine eigentümliche Form, die sonst nur noch aus älteren Texten bekannt ist und heute nicht mehr genutzt wird. Gebildet wurde sie aus der 2. Person, zusammengezogen mit dem Personalpronomen »du«, aus dem das »u« stammt. Diese Form impliziert eine gewisse Dringlichkeit und Direktheit der Ansprache, die unmittelbare Hinwendung zum Gegenüber. So kann es die unzweifelhafte Feststellung des Handelns, die dringliche Ansprache oder die unmittelbare Aufforderung zum Handeln bedeuten (Indikativ in der Aussage), die Erfüllung einfordern, mutmaßen bzw. unterstellen (Konjunktiv), oder zur Antwort und Erklärung auffordern (Verb in der Frage).

 

Heute ist stattdessen das Verb in seiner gebräuchlichen Flexion verbunden mit »du« zu verwenden. Die Direktheit oder eine Aufforderung kann bestenfalls durch eine Sinn tragende Beifügung umschrieben werden abhängig vom Kontext. Sie kann ggf. durch einen Imperativ herausgestellt oder durch ein Ausrufezeichen kenntlich gemacht werden.

 

wolteſtu: wolltest du (ganz bestimmt, ohne Zweifel)!

 

→Ps 5,4

 

HERR früe wolteſtu meine ſtim hören

 

HERR, am Morgen hast Du mein Gebet erwartet!

 

→Ps 31,4

 

Vnd vmb deines Namens willen wolteſtu mich leiten vnd füren.

 

Um Deines Namens willen wolltest Du mich <doch> leiten und führen!

 

 

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5

gottlos

gottlos (Adjektiv)

Religiöser Begriff, der die Existenz Gottes voraussetzt:

 

a) Zustand: los von Gott; von Gott verlassen; ohne Gott.

b) religiöse Grundhaltung: Gott nicht dienend; die Ehre, den Willen, die Gebote Gottes missachtend

 

→Ps 10,15

 

So wird man ſein gottlos weſen nimer finden.

 

So wird man sein gottloses Wesen niemals finden.

 

 

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6

Rhumredtige

Ruhmredige, der

Prahler, Wichtigtuer, Blender

 

von: ruhmredig

sich selbst (mit Reden) rühmend, prahlerisch, wichtig­tuerisch

 

 

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6

Vbelthetter

 

Vbeltheter

Übeltäter, der

jemand, der Übel anrichtet, der etwas Schlechtes getan hat, der gegen ein Gesetz oder Gebot (hier: die Gesetze und Gebote Gottes) handelt.

 

→Ps 28,3

 

Zeuch mich nicht hin / vnter den Gottloſen / vnd vnter den Vbelthetern / Die freundlich reden mit jrem Neheſten / Vnd haben böſes im hertzen.

 

Ziehe mich nicht weg gemeinsam mit den Gottlosen und den Übertätern, die mit ihrem Nächsten freundlich reden, aber Böses im Sinn haben.

 

 

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7

Grewel

 

grewel haben

Gräuel, der

Grauen, Schrecken

 

grewel haben: Gräuel haben

 

Grauen, Abstoßung empfinden wegen der grauenhaften Taten

 

→Ps 5,7

 

Der HERRN hat grewel an den Blutgirigen vnd Falſchen

 

Der HERR ist angewidert von den Blutgierigen und Falschen

 

 

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8

heilig

heilig (Adjektiv)

(In Abgrenzung zum Irdischen:) göttlich vollkommen und verehrungswürdig.

 

 

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10

hertzeleid

 

Hertzleid

Herzeleid, das

Leid, Kummer des Herzens, tiefes Leid

 

→Ps 5,10: hertzeleid

 

→Ps 16,4: Hertzleid

 

→Ps 35,12: hertzleid

 

 

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10

heucheln
 
heuchlen

heucheln (Verb)

etwas Besonderes vorgeben (blenden, aufschneiden), so tun, als läge ein bestimmter Zustand vor (simulieren).

 

 

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11

ſchüldigen
ſchüldige

schuldig sprechen (Verb)

 

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11

Fürnemen

 

Furnemen

Fürnehmen, das (veraltet)

Substativierung des Verbs fürnehmen

 

a) die vom Willen gefasste Entscheidung zur Ausführung: das Vorhaben

b) Standpunkt (in einer Sache): Position beziehen, einnehmen

c) eine Unternehmung: das Unternehmen

 

folglich:

 

Fürnemer: Fürnehmer, der

 

a) einer, der sich etwas auszuführen vornimmt: der Unternehmer, der Veranstalter

b) einer von hohem Stande und Ansehen: der Vornehme

 

Fürneme: (abwertend:) Vornehmtuerei, die

 

sich den Schein des Vornehmen geben.

 

Hinweise:

a) Luther schreibt alle Formen (Verben und Substantive) ohne »h«: fürnemen

b) Variante: furnemen (»u« statt »ü«)

 

→Ps 5,11

 

Schüldige ſie Gott / das ſie fallen von jrem Furnemen

Sprich sie schuldig, Gott, dass sie abfallen von ihrem Vorhaben

... dass sie von ihren Unternehmenungen Abstand nehmen

... dass sie von ihrer Vornehmtuerei ablassen

 

→Ps 106,43

 

ER errettet ſie offtmals / Aber ſie erzürneten jn mit jrem fürnemen

Er rettete sie oft. Aber sie erzünten ihn mit ihren Vorhaben.

... Aber sie erzünten ihn mit ihrer Vornehmtuerei.

 

 

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11

anſtoſſen

anstoßen (Verb)

in verschiedenen Bedeutungen

 

→Ps 5,11:

Stoſſe ſie ans vmb jrer groſſen vbertrettung willen

 

Hier im Sinne von hart anrühren gebraucht: Fasse sie hart an (gehe nicht nachsichtig mit ihnen um) wegen ihrer großen Übertretungen.

 

 

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11

Vbertrettung

Übertretung, die

Substantivierung von übertreten (Verb): über etwas hinweg, hinaus treten, eine Grenze überschreiten, sich über etwas (abgegrenztes) hinweg setzen

 

Gemeint ist die Übertretung der Gesetze und Gebote Gottes.

 

 

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12

frewen

 

ſich frewen

freuen (Verb)

 

sich freuen (Verb)

Luther verwendet in seiner Bibelübersetzung ausschließlich das reflexive »sich freuen«.

 

→Ps 14,7

 

So würde Jacob frölich ſein / vnd Jſrael ſich frewen.

 

 

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13

Gerechte

Gerechte, der

Mensch, der den Pflichten des menschlichen und göttlichen Rechts gemäß lebt, denkt und handelt.

Mensch, der im Gegensatz zum Gottlosen gut, fromm, rechtschaffen und gottesfürchtig ist.

 

 

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Erläuterungen siehe →Das große Stilkunst.de–Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Lutherbibel auf dieser Seite ist in Anlehnung an das Druckbild des Ori­gi­nals von 1545 wiedergegeben.

Den Seitenaufbau, die verwendeten Schriften, die Schreibregeln der Frakturschrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Typografie Lesehilfen be­reit­zu­stel­len, erläutert dem interessierten Leser unser Artikel »Satz und Typografie der Lutherbibel von 1545«.

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