Der erste Brief des Paulus an die Korinther | Kapitel 8

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Die Briefe des Paulus

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Briefe des Paulus

Der 1. Brief des Paulus:
An die Korinther

Kapitel 8

 

1Kor 8

 

Der Text in 16 Kapiteln

 
Auswahl der Beiträge und Kapitel

 

Gliederung Kapitel 8

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel VIII

 

 

8,1 - 11,1

 

V. CHRISTLICHE FREIHEIT UND RÜCKSICHTNAHME

 

1

8,1-13

→Vom Essen des Götzenopferfleisches

 

 

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

 
[347a]

 

VIII.

 

 

V.
CHRISTLICHE FREIHEIT UND RÜCKSICHTNAHME

 

 

8,1 - 11,1

 

 

Vom Eſſen des Götzenopferfleiſches

 

Er ſpottet jr.

VOn dem Götzenopffer aber wiſſen wir /

Denn wir haben alle das wiſſen. Das wiſſen bleſet auff / Aber die liebe beſſert. 2So aber ſich jemand düncken leſſt / er wiſſe etwas / der weis noch nichts / wie er wiſſen ſol. 3So aber jemand Gott liebet / derſelbige iſt von jm erkand. 4So wiſſen wir nu von der ſpeiſe des Götzenopffers / das ein Götz nichts in der welt ſey / Vnd das kein ander Gott ſey / on der einige. 5Vnd wiewol es ſind die Götter genennet werden / es ſey im Himel oder auff Erden (Sintemal es ſind viel Götter vnd viel Herrn) 6So haben wir doch nur einen Gott / den Vater / von welchem alle ding ſind / vnd wir jn jm / vnd einen HErrn Jheſu Chriſt / durch welchen alle ding ſind / vnd wir durch jn.

 

 

 

(Bleſet)

Hie fehet er an die Lie­be zu prei­ſen ge­gen den Schwach­gleu­bi­gen.

 

7ES hat aber nicht jederman das wiſſen / Denn etliche machen jnen noch ein gewiſſen vber dem Götzen / vnd eſſens fur Götzenopffer / Da mit wird jr Gewiſſen / weil es ſo ſchwach iſt / beflecket. 8Aber die Speiſe fordert vns fur Gott nicht. Eſſen wir / ſo werden wir darumb nicht beſſer ſein / Eſſen wir nicht / ſo werden wir darumb nichts weniger ſein.

 

9SEhet aber zu / das dieſe ewre Freiheit nicht gerate zu einem anſtos der Schwachen. 10Denn ſo dich (der du das Erkentnis haſt) jemand ſehe zu Tiſche ſitzen im Götzenhauſe / wird nicht ſein Gewiſſen / die weil er ſchwach iſt / verurſachet / das Götzenopffer zu eſſen? 11Vnd wird alſo vber deinem Erkentnis der ſchwache Bruder vmbkomen / vmb welches willen doch Chriſtus geſtorben iſt. 12Wenn jr aber alſo ſündiget an den Brüdern / vnd ſchlahet jr ſchwaches Gewiſſen / ſo ſündiget jr an Chriſto. 13Darumb / ſo die Speiſe meinen Bruder ergert / wolte ich nimer mehr Fleiſch eſſen / auff das ich meinen Bruder nicht ergerte.

 

 

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

Der Bibeltext im evangelischen Kirchenjahr

In den Kirchenjahren ab 1978/1979 bis 2017/2018

MARGINALTEXT (M)

→Christvesper

Heiligabend · 24. Dezember

1Kor 8,5-6

M

MARGINALTEXT (M)

→Christfest

1. Weihnachtstag · 25. Dezember

1Kor 8,2-6

M

 
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