Osternacht | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)
15.4.2017 | Osternacht | Das heilige Osterfest

Kirchenjahr 2016/2017

Osternacht

Das heilige Osterfest

 
Info

Die Predigttexte der Proprien von Osternacht, Ostersonntag und Ostermontag können untereinander getauscht werden.

Inhalt dieser Seite

 
 Osternacht  IN DEN JAHREN 2017 BIS 2024
 
Bewegliches Datum
 
Karfreitag zwischen dem 20. März und dem 23. April
  • Nacht zum →Ostersonntag
  • Der Samstag, an dem die Osternacht beginnt, liegt zwischen dem 21. März und dem 24. April eines Jahres
 
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • Beginnt ein Tag vor Ostern
 
Regelungen für die Osternacht

Karsamstag: Stiller Tag

Der Karsamstag ist kein →gesetzlicher Feiertag, jedoch erklären die Feiertagsgesetze der Länder den Karsamstag zu einem stillen Tag, an dem besondere Beschränkungen gelten. Die Beschränkungen können in den einzelnen Ländern unterschiedlich festgelegt sein.

So sind am Karsamstag in Hessen ab 17:00 Uhr öffentliche Tanzveranstaltungen verboten. (Hessisches Feiertagsgesetz, §10).

Ostersonntag: Feiertag

Brandenburg (BB)

Der Ostersonntag ist in der Bundesrepublik Deutschland
gesetzlicher Feiertag in

  • Brandenburg (BB)

Ostersonntag: Stiller Tag

Die Feiertagsgesetze der Länder erklären den Ostersonntag zu einem stillen Tag, an dem besondere Beschränkungen gelten. Die Beschränkungen können in den einzelnen Ländern unterschiedlich festgelegt sein.

So sind am Ostersonntag in Hessen ganztägig alle öffentlichen Veranstaltungen verboten, »wenn sie nicht der Würdigung der Feiertage, der seelischen Erhebung oder einem überwiegenden Interesse der Kunst, Wissenschaft, Volksbildung oder Politik dienen«. (Hessisches Feiertagsgesetz, §7.9). Dazu zählen insbesondere Tanzveranstaltungen.

 
Weiterer Artikel zum Gottesdienst am Osterfest
Titelzeile

Ostersonntag 2017

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.
 

Die Bezeichnung Osternacht

 

Der Beginn des Osterfestes am Abend des Karsamstags

Der Name Osternacht hat sich für den Zeitraum eingebürgert, der am Karsamstag nach Sonnenuntergang beginnt und am Ostersonntag vor Sonnenaufgang endet.

Nach der jüdischen Zeitrechnung begann ein neuer Tag nicht um Mitternacht, sondern nach Sonnenuntergang. Er endete 24 Stunden später mit Sonnenuntergang. Die frühen Christengemeinden, insbesondere die jüdisch-christlichen Gemeinden nutzten die selbe Zeitrechnung.

Der Auferstehungstag, Ostern, begann am Abend des heutigen Karsamstags. Die Osternacht nähert unsere Zeitrechnung an dieses Modell an und bringt den bürgerlichen Kalender mit den christlichen Festtagsbräuchen in Einklang: Ostern beginnt bereits am Karsamstag.

Die ersten Gottesdienste der Osternacht beginnen am Karsamstag nach 17 Uhr. Vielerorts beenden Osterfeuer vor Sonnenaufgang die eigentliche Osternacht.

Die Feiertagskalender der Bundesländer würdigen die Besonderheit der Osternacht, in dem sie an Karsamstag ab 17 Uhr eine stille Zeit verordnen, wie sie Feiertagen zusteht, obwohl der Karsamstag gesetzlich nicht als Feiertag geschützt ist.

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Paschavend

Die lateinische Bezeichnung pascha (oder pasche) für Ostern war allgemein üblich. Da am Samstag vor Ostern insbesondere der Abend von Bedeutung war (zum Ostertag gehörig), erhielt der heutige Karsamstag u. a. den Namen Paschavend, Osterabend. Ganz ähnlich ist das heutige Wort »Sonnabend« zu verstehen: es meint im eigentlichen Sinn »der Abend, der den Sonntag einleitet« oder »Vorabend des Sonntags«, hat sich aber als Name für den gesamten Tag etabliert.

Die Feier der Osternacht zielt darauf, die Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag festlich zu begehen und damit das Osterfest einzuleiten. Wir verwenden den Begriff Paschavend für die Osternacht in Abgrenzung zum eigentlichen Karsamstag (dafür nutzen wir die lateinische Bezeichnung Dies paschalis sabbati).

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der →Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

Titel Gottesdienstliche Ordnung

Die evangelische

Osternacht

Das heilige Osterfest

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)

Weiß

Osternacht | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Osternacht im Kirchenkalender
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Bibelspruch Off 1,18 | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Der Bibelspruch aus der Offenbarung des Johannes, Offb 1,18
in den Schreibweisen der der lateinischen Vulgata und Luthers Biblia von 1545.
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
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Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

Osternacht

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für den Tag

 

(Chriſtus ſpricht:)
Ich war tod / vnd ſihe / Ich bin lebendig von ewigkeit zu ewigkeit / vnd habe die Schlüſſel der Helle vnd des Tods.

→Offb 1,18

Pſalm
118
 

Psalm für den Tag

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für den Tag

 

(Chriſtus ſpricht:)
Ich war tod / vnd ſihe / Ich bin lebendig von ewigkeit zu ewigkeit / vnd habe die Schlüſſel der Helle vnd des Tods.

→Offb 1,18

Pſalm
118
 

Psalm für den Tag

 

 

 

Lied für den Tag

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 99 Christ ist erstanden A EG 103 Gelobt sei Gott im höchsten Thron
B EG 99 Christ ist erstanden
   

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

Osternacht

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextMt 28,1-10 Mt 28,1-10
Epistel Zum TextKol 3,1-4 Kol 3,1-4
Altes Testament Zum TextJes 26,13-14(15-18)19 Jes 26,13-14(15-18)19
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 15.4.2017 Zum TextJes 26,13-14(15-18)19
IV 31.3.2018 Zum Text1Thess 4,13-14
V 20.4.2019 Jes 26,13-14(15-18)19
VI 11.4.2020 1Thess 4,13-18
I 3.4.2021 Joh 5,19-21
II 16.4.2022 Kol 3,1-4
   

 

 

Weitere Lesungen

Die Liturgie der Osternacht kennt weitere Lesungen aus dem Alten Testament (A) und eine Lesung, die dann heranzuziehen ist, wenn in der Osternachtsfeier Taufen vollzogen werden (T).

Der Ablauf, sowie die Auswahl und die Abfolge der Lesungen obliegen der Gemeinde.

 

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
TZum TextRom 6,3-11
AZum Text1Mos 1,1-31 (in Auswahl)
AZum Text1Mos 6 - 8 (in Auswahl)
AZum Text1Mos 22,1-13
AZum Text2Mos 12,1-11
AZum Text2Mos 14,10 - 15,13 (in Auswahl)
AZum Text5Mos 31,22-30
AZum TextJes 4,1-6
AZum TextJes 54,17 - 55,11
AZum TextHes 36,22a.23-27
AZum TextHes 37,1-14
AZum TextDan 3,1-24
AZum TextBar 3,9-38
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Mt 28,1-10

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXVIII.

 

 

Verse 1-10

Die Frauen am leeren Grab
Die Erſcheinung des Auferſtandenen

|| →Mk 16,1-11    || →Lk 24,1-12    || →Joh 20,1-18

Mar. 16.

Luc. 24.

Joh. 20.

AM abend aber des Sabbaths / welcher

anbricht am morgen des erſten Feiertages der Sabbathen / kam Maria Magdalena / vnd die ander Maria / das Grab zu beſehen. 2Vnd ſihe / es geſchach ein gros Erdbeben. Denn der Engel des HERRN kam vom Himel her ab / trat hin zu / vnd waltzet den Stein von der Thür / vnd ſatzte ſich drauff / 3Vnd ſeine geſtalt war wie der blitz / vnd ſein Kleid weis als der ſchnee. 4Die Hüter aber erſchracken fur furcht / vnd wurden als weren ſie tod.

5ABer der Engel antwortet / vnd ſprach zu den Weibern / Fürchtet euch nicht / Ich weis / das jr Jheſum den gecreutzigten ſuchet / 6Er iſt nicht hie / Er iſt aufferſtanden / wie er geſagt hat. Kompt her / vnd ſehet die ſtet / da der HErr gelegen hat. 7Vnd gehet eilend hin / vnd ſaget es ſeinen Jüngern / das er aufferſtanden ſey von den Todten / Vnd ſihe / Er wird fur euch hin gehen in Galileam / Da werdet jr jn ſehen / ſihe / ich habs euch geſagt.

VND ſie giengen eilend zum Grabe hin aus mit furcht vnd groſſer freude / vnd lieffen / das ſie es ſeinen Jüngern verkündigeten. Vnd da ſie giengen ſeinen Jüngern zu verkündigen / 9Sihe / da begegnet jnen Jheſus / vnd ſprach / Seid gegrüſſet. Vnd ſie tratten zu jm / vnd griffen an ſeine Füſſe / vnd fielen fur jm nider. 10Da ſprach Jheſus zu jnen / Fürchtet euch nicht / gehet hin / vnd verkündiget es meinen Brüdern / Da ſie gehen in Galileam / daſelbs werden ſie mich ſehen.

(Abend)

Die Schrifft ſehet den tag an / am vergangen abend vnd des ſelben abends ende / iſt der morgen her­nach. Alſo ſpricht hie S. Mattheus / Chriſtus ſey am morgen auffer­ſtanden / der des abends ende / vnd anbruch des erſten Feiertages war. Denn ſie zeleten die ſechs tage nach dem hohen Oſter­feſte alle heilig / vnd fiengen an / am neheſten nach dem hohen Oſter­feſte.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
Kol 3,1-4

EP
II

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Colóſſer.

 

C. III.

 

 

Verse 1-4

Das Geheimnis der Neugeburt der Gläubigen

 

SEid jr nu mit Chriſto aufferſtanden / So ſuchet was droben iſt / da Chriſtus iſt / ſitzend zu der rechten Gottes / 2Trachtet nach dem das droben iſt / nicht nach dem das auff Erden iſt. 3Denn jr ſeid geſtorben / vnd ewer Leben iſt verborgen mit Chriſto / in Gott. 4Wenn aber Chriſtus ewer Leben ſich offenbaren wird / denn werdet jr auch offenbar werden mit jm / in der Herrligkeit.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
Jes 26,13-14(15-18)19

AT
III

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

C. XXVI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Warten auf Gottes Gerechtigkeit

Verse 13-14

 

13HERR vnſer Gott / Es herrſchen wol an der Herrn vber vns / denn Du / Aber wir gedencken doch allein dein vnd deines Namens.

14DIe Todten bleiben nicht leben / Die verſtorbene ſtehen nicht auff.

DEnn du haſt ſie heimgeſucht vnd vertilget / Vnd zunicht gemacht alle jre gedechtnis.

 

 

Fakultativ: Verse 15-18

 

15ABer du HERR fereſt fort vnter den Heiden / du fereſt jmer fort vnter den Heiden / Beweiſſeſt deine Herrligkeit / vnd komeſt ferne bis an der Welt ende.

16HERR wenn Trübſal da iſt / So ſuchet man dich / Wenn du ſie züchtigeſt / So ruffen ſie engſtiglich.

17GLeich wie eine Schwangere / wenn ſie ſchier geberen ſol / So iſt jr angſt / ſchreiet in jrem ſchmertzen / So gehets vns auch HERR fur deinem Angeſicht.

 

 

18DA ſind wir auch ſchwanger / Vnd iſt vns bange das wir kaum odem holen.

Noch können wir dem Lande nicht helffen / Vnd die Einwoner auff dem Erdboden wollen nicht fallen.

 

 

 

Vers 19

 

19ABer deine Todten werden leben / Vnd mit dem Leichnam aufferſtehen.

Wacht auff vnd rhümet / die jr ligt vnter der Erden / Denn dein Taw / iſt ein taw des grünen Feldes / Aber das Land der Todten wirſtu ſtörtzen.

 

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
1Thess 4,13-14

IV

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Theſſalónicĥer.

 

C. IIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Von der Auferſtehung der Toten

Verse 13-14

 

WIr wollen euch aber / lieben Brüder / nicht verhalten von denen die da Schlaffen / Auff das jr nicht trawrig ſeid / wie die andern / die keine hoffnung haben. 14Denn ſo wir gleuben / das Jheſus geſtorben vnd aufferſtanden iſt / Alſo wird Gott auch / die da entſchlaffen ſind durch Jheſum / mit jm füren.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Joh 5,19-21

V

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. V.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Rede über das Wirken:
Der Sohn Gottes macht lebendig

Verse 19-21

 

DA antwortet Jheſus / vnd ſprach zu jnen / Warlich / warlich / Ich ſage euch / Der ſon kan nichts von jm ſelber thun / denn was er ſihet den Vater thun / Denn was derſelbige thut / das thut gleich auch der Son. 20Der Vater aber hat den Son lieb / vnd zeiget jm alles was er thut / vnd wird jm noch gröſſer Werck zeigen / das jr euch verwundern werdet. 21Denn wie der Vater die Todten aufferweckt / vnd machet ſie lebendig / Alſo auch der Son machet lebendig welche er wil.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
2Tim 2,8a(8b-13)

VI

 

 

 

Die ánder Epiſtel
S. Páuli:
An Timótheum.

 

C. II.

 

 

Aus dem Abschnitt

Ermunterung zur Treue in Kampf und Leiden

Vers 8a

HAlt in gedechtnis Jheſum Chriſtum / der aufferſtanden iſt von den Todten /

 

 

Fakultativ: Verse 8b-13

 

aus dem ſamen Dauid / nach meinem Euangelio / 9vber welchem ich mich leide / bis an die Bande / als ein Vbeltheter / Aber Gottes wort iſt nicht gebunden. 10Darumb dulde ichs alles vmb der Auſſerweleten willen / auff das auch ſie die ſeligkeit erlangen in Chriſto Jheſu / mit ewiger Herrligkeit.

 

 

 

 

 

 

→Tit. 1.

11DAs iſt je gewislich war / Sterben wir mit / ſo werden wir mit leben / 12Dulden wir / ſo werden wir mit herrſchen / Verleugnen wir / ſo wird er vns auch verleugnen / 13Gleuben wir nicht / ſo bleibet er trewe / Er kan ſich ſelbs nicht leugnen.

 

 

 

 

LESUNG
ZUR TAUFE
Rom 6,3-11

LT

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. VI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das neue Leben

Verse 3-11

 

3Wiſſet jr nicht / Das alle / die wir in Jheſum Chriſt getaufft ſind / die ſind in ſeinen Tod getaufft? 4So ſind wir je mit jm begraben durch die Tauffe in den Tod / Auff das / gleich wie Chriſtus iſt aufferweckt von den Todten / durch die Herrligkeit des Vaters / Alſo ſollen auch wir in einem newen Leben wandeln. 5So wir aber ſampt jm gepflantzet werden zu gleichem Tode / So werden wir auch der Aufferſtehung gleich ſein / 6Die weil wir wiſſen / Das vnſer alter Menſch ſampt jm gecreutziget iſt / Auff das der ſündliche Leib auffhöre / das wir hinfurt der ſunde nicht dienen. 7Denn wer geſtorben iſt / der iſt gerechtfertiget von der ſunden.

8SInd wir aber mit Chriſto geſtorben / ſo gleuben wir / das wir auch mit jm leben werden. 9Vnd wiſſen / Das Chriſtus von den den Todten erwecket / hinfurt nicht ſtirbet / der Tod wird hinfurt vber jn nicht herrſchen. 10Denn das er geſtorben iſt / das er der Sünde geſtorben / zu einem mal / Das er aber lebet / das lebet er Gotte. 11Alſo auch jr / haltet euch da fur / das jr der Sünde geſtorben ſeid / vnd lebet Gotte / in Chriſto Jheſu vnſerm HErrn.

 

 

 

(In ſeinen tod)

Das wir auch (wie er) ſterben / Denn wir ſterben der ſunde nicht gar abe / das Flei­ſch ſterbe denn auch leiblich.

 

 

 

 

LESUNG
Altes Testament
1Mos 1,1-31 (in Auswahl):
1Mos 1,1-5.26-28a.31a

AT
L

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. I.

 

 

Verse 1-2

Der Anbeginn: Die lebloſe Materie

AM anfáng ẛcĥuff

Gott Himel und vnd

Erden. 2Vnd die Erde war wüſt vnd leer / vnd es war finſter auff der Tieffe / Vnd der Geiſt Gottes ſchwebet auff dem Waſſer.

 

 

 

 

 

 

(Geiſt)

Wind iſt da zu­mal noch nicht ge­weſt / dar­umb mus es den hei­li­gen Geiſt deu­ten.

 

 

Verse 3-5

Der erſte Schöpfungstag: Zeit

Liecht.

 

 

 

 

 

I.

VND Gott ſprach / Es werde Liecht / Vnd es ward Liecht. 4Vnd Gott ſahe / das das Liecht gut war / Da ſcheidet Gott das Liecht vom Finſternis / 5vnd nennet das liecht / Tag / vnd die finſternis / Nacht. Da ward aus abend vnd morgen der erſte Tag.

 

 

 

(Gut)

Das iſt / nütz / fein / köſtlich.

 

 

Fakultativ: Eine Einfügung für den Übergang zum Menschen

[Und so rief Gott durch sein allmächtiges Wort alles in Leben, was ist: Licht und Finsternis / Tag und Nacht / Sonne und Mond / Meere und Festland / Pflanzen und Tiere.]

 

 

Aus dem Abschnitt

Der ſechſte Schöpfungstag: Menſchen

Verse 26-28a und 31a

Menſch

VND Gott ſprach / Laſſt vns Menſchen machen / ein Bild / das vns gleich ſey / Die da herrſchen vber die Fiſch im Meer / vnd vber die Vogel vnter dem Himel / vnd vber das Vieh / vnd vber die gantzen Erde / vnd vber alles Gewürm das auff Erden kreucht.

27VND Gott ſchuff den Menſchen Im zum Bilde / zum Bilde Gottes ſchuff er jn / Vnd ſchuff ſie ein Menlin vnd Frewlin.28aVnd Gott ſegenet ſie / vnd ſprach zu jnen / Seid fruchtbar vnd mehret euch vnd füllet die Erden / vnd macht ſie euch * vnterthan.

 

*

(Vnterthan)

Was jr baw­et vnd er­bei­tet auff dem Lan­de / das ſol ewr ei­gen ſein / vnd die Er­de ſol euch hie­rin die­nen / tra­gen vnd ge­ben.

 

31aVnd Gott ſahe an alles was er gemacht hatte / Vnd ſihe da / es war ſeer gut.

 

 

 

 

LESUNG
Altes Testament
1Mos 6 - 8 (in Auswahl):
1Mos 6,5.6.7a.c.8.13a.14a.18b.19.22
1Mos 7,17.21.23b.24
1Mos 8,1[10b-12]14a.18.19.20a.c.21.22

AT
L

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. VI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Gottes Ärger über die Menſchen und ſein Plan der Vernichtung

Verse 5-7a

 

 

 

 

→Gen. 8.

DA aber der HERR ſahe / Das der Menſchen bosheit gros war auff Erden / vnd alles tichten vnd trachten jres Hertzen nur böſe war jmer dar /6Da rewet es jn / das er die Menſchen gemacht hatte auff Erden / vnd es bekümert jn in ſeinem Hertzen / 7avnd ſprach / Ich wil die Menſchen / die ich geſchaffen habe vertilgen / von der Erden / ... 7cDenn es rewet mich / das ich ſie gemacht habe.

 

 

Vers 8

 

8Aber Noah fand Gnade fur dem HERRN.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Ankündigung der Sintflut

Vers 13a

13DA ſprach Gott zu Noah / Alles Fleiſches ende iſt fur mich komen /

 

 

Vers14a

 

MAche dir einen Kaſten von tennen Holtz / vnd mache Kammern drinnen /

 

 

Vers18b

 

18bVnd du ſolt in den Kaſten gehen / mit deinen Sönen / mit deinem Weibe / vnd mit deiner ſöne Weibern.

 

 

Vers 19

 

19Vnd du ſolt in den Kaſten thun allerley Thier von allem Fleiſch / ja ein par / Menlin vnd Frewlin / das ſie lebendig bleiben bey dir.

 

 

Vers 22

 

22Vnd Noah thet alles was jm Gott gebot.

 

 

C. VII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Sintflut

Vers 17

 

DA kam die Sindflut vierzig tage auff Erden / vnd die Waſſer wuchſen / vnd huben den Kaſten auff / vnd trugen jn empor vber der Erden.

 

 

Vers 21

→Mat. 24.

2.Par. 2.

21DA gieng alles Fleiſch vnter / das auff Erden kreucht / an Vogeln / an Vieh / an Thieren / vnd an allem das ſich reget auff Erden / vnd an allen Menſchen /

 

 

Verse 23b.24

 

23bAllein Noah bleib vber / vnd was mit jm in dem Kaſten war. 24Vnd das Geweſſer ſtund auff Erden hundert vnd funffzig tage.

 

 

C. VIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Ende der Sintflut

Vers 1

 

DA gedachte Gott an Noah / vnd an alle

Thier / vnd an alles Vieh / das mit jm in dem Kaſten war / Vnd lies Wind auff Erden komen / Vnd die Waſſer fielen /

 

 

Fakultativ: Verse 10b-12

 

[DA harret er noch ander ſieben tage / ] 10bvnd lies aber mal eine Taube fliegen aus dem Kaſten / 11Die kam zu jm vmb Veſperzeit / Vnd ſihe / ein Oleblat hatte ſie abgebrochen / vnd trugs in jrem Munde / Da vernam Noah / das das Geweſſer gefallen were auff Erden. 12Aber er harret noch ander ſieben tage / vnd lies eine Taube ausfliegen / die kam nicht wider zu jm.

 

(Oleblat)

Das blat be­deut das Euan­ge­li­um / das der hei­li­ge Geiſt in die Chri­ſten­heit hat pre­di­gen laſ­ſen / Denn Ole be­deut barm­her­tzig­keit vnd frie­de / da­uon das Euan­ge­li­um le­ret.

 

 

Vers 14a

 

14aAlſo ward die Erde gantz trocken

 

 

Aus dem Abschnitt

Noah verläſſt die Arche

Vers 18-19

 

18Alſo gieng Noah er aus mit ſeinen Sönen vnd mit ſeinem Weib vnd ſeiner ſönen Weibern. 19Da zu allerley Thier / allerley Gewürm / allerley Vogel / vnd alles was auff erden kreucht / das gieng aus dem Kaſten / ein jglichs zu ſeines Gleichen.

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Noahs Opfer und die Verheißung des HERRN

Verse 20a.c. 21.22

 

 

 

 

 

 

→Jeſa. 54.

 

 

 

 

 

 

 

Gen. 1.

NOah aber bawet dem HERRN einen Altar / ...  / 20cvnd opffert Brandopffer auff dem Altar. 21Vnd der HERR roch den lieblichen Geruch / vnd ſprach in ſeinem hertzen / Ich wil hin furt nicht mehr die Erde verfluchen vmb der Menſchen willen / Denn das tichten des menſchlichen Hertzen iſt böſe von Jugent auff / Vnd ich wil hinfurt nicht mehr ſchlahen alles was da lebet / wie ich gethan habe. 22So lange die Erden ſtehet / ſol nicht auffhören / Samen vnd Ernd / Froſt vnd Hitz / Sommer vnd Winter / Tag vnd Nacht.

 

 

 

 

LESUNG
Altes Testament
1Mos 22,1-13

AT
L

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. XXII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Abrahams Versuchung

Verse 1-13

 

 

 

 

 

Judit. 8.

→Ebre. 11.

NAch dieſen Geſchichten / Verſuchte

Gott Abraham / vnd ſprach zu jm / Abraham / Vnd er antwortet / Hie bin ich. 2Vnd er ſprach / Nim Iſaac deinen einigen Son / den du lieb haſt / vnd gehe hin in das land a Morija / vnd opffere jn da ſelbs zum Brandopffer auff einem Berge / den ich dir ſagen werde.

3DA ſtund Abraham des morgens früe auff / vnd gürtet ſeinen Eſel / vnd

 

Holzschnitt, Bild zu 1. Buch Mose, Kapitel 22, Abrahams Versuchung.

 

 

a

(Morija)

Morija heiſſt Got­tes furcht / reueren­tia Dei / cul­tus Dei

→*1)

Denn die Alt­ue­ter / Adam / Noah / Sem auff dem­ſel­ben Ber­ge Gott ge­eh­ret / ge­furcht / ge­die­net / ha­ben / Wir Deud­ſchen hieſ­ſen es vie­leicht den hei­li­gen Berg oder da man Gott die­net mit lo­ben / be­ten vnd dan­cken.

 

nam mit ſich zween Knaben / vnd ſeinen ſon Iſaac / vnd ſpaltet holtz zum Brandopffer / Macht ſich auff / vnd gieng hin an den Ort / da von jm Gott geſagt hatte. 4Am dritten tage hub Abraham ſeine augen auff / vnd ſahe die ſtet von ferne / 5Vnd ſprach zu ſeinen Knaben / Bleibt jr hie mit dem Eſel / Ich vnd der Knabe wollen dort hin gehen / Vnd wenn wir angebetet haben / wollen wir wider zu euch komen.

 

6VND Abraham nam das holtz zum Brandopffer / vnd legets auff ſeinen ſon Iſaac / Er aber nam das Fewr vnd Meſſer in ſeine hand / Vnd giengen die beide miteinander. 7Da ſprach Iſaac zu ſeinem Vater Abraham / Mein vater. Abraham antwortet / Hie bin ich / mein Son. Vnd er ſprach / Sihe / Hie iſt fewr vnd holtz / Wo iſt aber das ſchaf zum Brandopffer? 8Abraham antwortet / mein Son / Gott wird jm * erſehen ein ſchaf zum Brandopffer. Vnd giengen die beide miteinander.

 

 

 

 

 

 

 

 

*

(Ersehen) Gott ſi­het vnd weis wol wo das Schaf ſey / las jn da fur ſor­gen / er ſi­hets beſ­ſer denn wir.

 

 

 

 

→Ebre. 11.

VND als ſie kamen an die ſtet / die jm Gott ſaget / bawet Abraham daſelbs einen Altar / vnd legt das holtz drauff / Vnd band ſeinen ſon Iſaac / legt jn auff den Altar oben auff das holtz / 10Vnd recket ſeine Hand aus / vnd faſſet das Meſſer / das er ſeinen Son ſchlachet.

 

11DA rieff jm der Engel des HERRN vom Himel / vnd ſprach / Abraham / Abraham / Er antwortet / Hie bin ich. 12Er ſprach / Lege deine hand nicht an den Knaben / vnd thu jm nichts / Denn nu weis ich / das du Gott fürchteſt vnd haſt deines einigen Sons nicht verſchonet / vmb meinen willen. 13Da hub Abraham ſeine augen auff / vnd ſahe einen Wider hinder jm / in der Hecken mit ſeinen Hörnern hangen / Vnd gieng hin / vnd nam den Wider / vnd opffert jn zum Brandopffer an ſeines Sons ſtat.

 

 

 

*1) sprichwörtlich lat.: reverentia Dei / cultus Dei

dt.: »Die Ehrfurcht Gottes, die Verehrung Gottes«

Als Redewendungen vielleicht:

»Gottesfurcht ist Gottesdienst«, oder

»In der rechten Gottesfurcht besteht der wahre Gottesdienst«.

 

 

LESUNG
Altes Testament
2Mos 12,1-11

AT
L

 

 

 

Das Ander Bucĥ
Moſe.

 

C. XII.

 

 

Verse 1-2

Gott beſtimmt den kalendariſchen Jahresanfang

 

DEr H E R R aber ſprach zu Moſe vnd

Aaron in Egyptenland / 2Dieſer Mond ſol bey euch der erſt mond ſein / vnd von jm ſolt jr die mond des jars anheben.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Einſetzung des Paſſafeſtes und das Oſterlamm

3-11

 

3Sagt der gantzen gemeine Iſrael / vnd ſprecht / Am zehenden tag dieſes monden / neme ein jglicher ein Lamb / wo ein Hausuater iſt / ja ein Lamb zu einem haus. 4Wo jr aber in einem Hauſe zum Lamb zu wenig ſind / So neme ers / vnd ſein Neheſter Nachbar an ſeinem hauſe / bis jr ſo viel wird / das ſie das Lamb auffeſſen mögen.

Oſter-

lamb der Jüden.

 

5IR ſolt aber ein ſolch Lamb nemen / da kein feil an iſt / ein Menlin / vnd eins jars alt / Von den lemmern vnd zigen ſolt jrs nemen. 6Vnd ſolts behalten bis auff den vierzehenden tag des monden / Vnd ein jglichs Heufflin im gantzen Iſrael ſols ſchlachten zwiſſchen abends. 7Vnd ſolt ſeins Bluts nemen / vnd beide Pfoſten an der Thür / vnd die öberſte Schwelle da mit beſtreichen / an den Heuſern / da ſie es innen eſſen. 8Vnd ſolt alſo Fleiſch eſſen in der ſelben Nacht / am fewr gebraten / vnd vngeſewrt Brot / vnd ſolt es mit bitter Salſen eſſen. 9Ir ſolts nicht roh eſſen / noch mit waſſer geſotten / ſondern am fewr gebraten / ſein Heubt / mit ſeinen Schenckeln vnd Eingeweide. 10Vnd ſolt nichts dauon vberlaſſen bis morgen / Wo aber etwas vberbleibt bis morgen / ſolt jrs mit fewr verbrennen.

 

 

 

Was das Oſter­lamb be­deu­tet / le­ret S. Paulus.
→1. Cor. 5. da er ſpricht / Vn­ſer Oſter­lamb iſt Chri­ſtus / der für vns ge­opf­fert iſt.

 

11ALſo ſolt jrs aber eſſen / Vmb ewr Lenden ſolt jr gegürtet ſein / vnd ewre ſchuch an ewren Füſſen haben / vnd ſtebe in ewren Henden / vnd ſolts eſſen / als die hinweg eilen / Denn es iſt des HERRN Paſſah.

 

 

 

 

LESUNG
Altes Testament
2Mos 14,10 - 15,13 (in Auswahl)
2Mos 14,10.11a.13a.14.21-23.27-28.30a
[2Mos 15,1.2a.b.6a.13]

AT
L

 

 

 

Das Ander Bucĥ
Moſe.

 

C. XIIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Iſraels Durchzug durchs Schilfmeer

Verse 10.11a

 

 

 

 

 

Iſrael

murret wi­der Moſe etc.

VND da Pharao nahe zu jnen kam / huben die kinder Iſrael jre augen auff / Vnd ſihe / die Egypter zogen hinder jnen her / Vnd ſie furchten ſich ſeer / vnd ſchrien zu dem HERRN. 11aVnd ſprachen zu Moſe / Waren nicht Greber in Egypten / das du vns muſteſt wegfüren / das wir in der wüſten ſterben?

 

Vers 13a

13aMoſe ſprach zum Volck / Fürchtet euch nicht / ſtehet feſt / vnd ſehet zu / was fur ein c Heil der HERR heute an euch thun wird /

 

Vers 14

14Der HERR wird fur euch ſtreiten / vnd jr werdet ſtill ſein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

c

Hülffe.

 

 

Verse 21-23

Kinder

Iſrael ge­hen durchs Rote Meer

→Pſal. 78.

→Pſal. 106.

→Ebre. 11.

21DA nu Moſe ſeine Hand recket vber das meer / lies es der HERR hin weg faren / durch einen ſtarcken Oſtwind die gantze nacht / vnd macht das meer trocken / Vnd die Waſſer teileten ſich von einander. 22Vnd die kinder Iſrael giengen hin ein / mitten ins Meer auffm trucken / vnd das Waſſar →*2) war jnen fur Mauren / zur rechten vnd zur lincken. 23Vnd die Egypter folgeten / vnd giengen hin ein jnen nach alle roſs Pharao / vnd wagen vnd Reuter mitten ins meer.

 

 

Verse 27-28

 

27Da recket Moſe ſeine Hand aus vber das Meer / Vnd das meer kam wider fur morgens in ſeinen ſtrom / vnd die Egypter flohen jm entgegen. Alſo ſtürtzet der HERR mitten ins meer / 28das das waſſer wider kam /vnd bedecket Wagen vnd Reuter / vnd alle Macht des Pharao / die jnen nachgefolget waren ins Meer / das nicht einer aus jnen vberbleib.

 

 

Vers 30a

 

30aAlſo halff der HERR Iſrael an dem tage / von der Egypter hand.

 

 

C. XV.

 

 

Fakultativ: Aus dem »Lied der Erlösten«

Iſraels Lobgeſang

Vers 1-2a.b.6a.13

 

DA ſang Moſe vnd die kinder Iſrael dis

Lied dem HERRN / vnd ſprachen.

ICh wil dem HERRN ſingen / Denn er hat ein herrliche That gethan / Roſs vnd wagen hat er ins Meer geſtürtzt.

Moſe

Liede.

2aDER HERR iſt mein ſtercke vnd Lobſang / Vnd iſt mein Heil.

 

2bDAs iſt mein Gott / Ich wil jn preiſen /

 

6aHERR deine rechte Hand thut groſſe Wunder /

 

13DV haſt geleitet durch deine Barmhertzigkeit dein Volck / das du erlöſet haſt / Vnd haſt ſie gefüret durch deine Stercke zu deiner heiligen Wonung.

 

 

 

*2) Druckfehler: Waſſar; Korrektur: Waſſer.

 

 

LESUNG
Altes Testament
5Mos 31,22-30

AT
L

 

 

 

Das Fünffte Bucĥ
Moſe.

 

C. XXXI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Gottes Befehl, das Lied des Moſe aufzuſchreiben

Verse 22-23

 

22ALſo ſchreib Moſe dis Lied zur ſelbigen zeit / vnd leret es die kinder Iſrael. 23Vnd befalh Joſua dem ſon Nun / vnd ſprach / Sey getroſt vnd vnuerzagt / Denn du ſolt die kinder Iſrael ins Land füren / das ich jnen geſchworen habe / Vnd ich wil mit dir ſein.

 

 

Verse 24-27

Die Aufbewahrung des Geſetzbuches

 

DA nu Moſe die wort dieſes Geſetzs gantz ausgeſchrieben hatte in ein Buch / 25gebot er den Leuiten / die die Laden des Zeugnis des HERRN trugen / vnd ſprach / 26Nempt das Buch dieſes Geſetzs / vnd legt es in die ſeite der Laden des Bunds des HERRN ewrs Gottes / das es daſelbs ein Zeuge ſey wider dich / 27Denn ich kenne deinen vngehorſam vnd halſtarrigkeit. Sihe / weil ich noch heute mit euch lebe / ſeid jr vngehorſam geweſt wider den HERRN / Wie viel mehr nach meinem tode.

 

 

Verse 28-30

Aufforderung an Iſrael, das Lied des Moſe zu hören

 

28SO verſamlet nu fur mich alle Elteſten ewr ſtemme vnd ewr Amptleute / das ich dieſe wort fur jren ohren rede / vnd Himel vnd Erden wider ſie zu Zeugen neme. 29Denn ich weis / das jrs nach meinem tode verderben werdet / vnd aus dem wege tretten / den ich euch geboten habe / So wird euch denn vnglück begegen hernach / darumb / das jr vbel gethan habt fur den augen des HERRN / das jr jn erzürnet durch ewr hende werck. 30Alſo redet Moſe die wort dieſes Lieds gantz aus fur den ohren der gantzen gemeine Iſrael.

 

 

 

 

LESUNG
Altes Testament
Jes 4,1-6

AT
L

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

C. III.

 

 

4

 

 

 

 

Beginn des Ka­pi­tels 4 nach heu­ti­ger Zähl­wei­se!

 

Aus dem Abschnitt

Gottes Gericht über die Herren Jeruſalems und ſeine eitle Frauen

Vers 1

 

1Das ſieben Weiber werden zu der zeit einen Man ergreiffen / vnd ſprechen / Wir wollen vns ſelbs neeren vnd kleiden / Las vns nur nach deinem namen heiſſen / Das vnſer ſchmache von vns genomen werde.

 

 

C. IIII.

 

 

Verse 2-6

Das künftige Heil für die Geretteten in Jeruſalem

 

IN der zeit wird des HERRN a Zweig

lieb vnd werd ſein / vnd die Frucht der Erden herrlich vnd ſchon / Bey denen die behalten werden in Iſrael. 3Vnd wer da wird vbrig ſein zu Zion / vnd vberbleiben zu Jeruſalem / der wird Heilig heiſſen / ein jglicher der geſchrieben iſt vnter die Lebendigen zu Jeruſalem. 4Denn wird der HErr den vnflat der tochter Zion waſſchen / vnd die Blutſchulden Jeruſalem vertreiben von jr / durch den Geiſt / der richten vnd ein Fewr anzünden wird.

a

Oder Gewechs.

 

 

 

 

LESUNG
Altes Testament
Jes 54,17 - 55,11

AT
L

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

C. LIIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Zions zukünftige Herrlichkeit

Kapitel 54, Vers 17

 

17Denn aller Zeug der wider dich zubereit wird / dem ſol nicht gelingen / Vnd alle Zunge ſo ſich wider dich ſetzt / ſoltu im gericht verdamnen. Das iſt das Erbe der Knecht des HERRN / vnd jre Gerechtigkeit von Mir / ſpricht der HERR.

 

 

C. LV.

 

 

Kapitel 55, Verse 1-5

Einladung zum Gnadenbund Gottes

 

 

 

 

 

→Joh. 7.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→2.Reg. 7.

→Act. 13.

WOlan alle die jr Dürſtig ſeid / komet her

zum Waſſer / Vnd die jr nicht Gelt habt / kompt her / keuffet vnd eſſet / Kompt her vnd keufft on gelt vnd vmb ſonſt / beide wein vnd milch. 2Warumb zelet jr Gelt dar / da kein Brot iſt / vnd ewer Erbeit / da jr nicht ſat von werden könnet? Höret mir doch zu / vnd eſſet das gute / So wird ewer Seele in wolluſt fett werden. 3Neiget ewr Ohren her / vnd kompt her zu mir / Höret / ſo wird ewer Seele leben / Denn ich wil mit euch einen ewigen Bund machen / nemlich / die gewiſſen gnaden Dauids.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Dauids)

Die Dauid ver­heiſ­ſen iſt.

 

4SIhe / Ich habe jn den Leuten zum Zeugen geſtellet / zum Fürſten vnd Gebieter den Völckern. 5Sihe / du wirſt Heiden ruffen / die du nicht kenneſt / vnd Heiden die dich nicht kennen / werden zu dir lauffen / Vmb des HERRN willen deines Gottes vnd des Heiligen in Iſrael / der dich preiſe.

 

 

Aus dem Abschnitt

Gottes wunderbarer Weg

Vers 6-11

 

 

 

 

 

 

 

 

→Pſal. 130.

SVchet den HERRN / weil er zu finden iſt / Rufft jn an / weil er nahe iſt. 7Der Gottloſe laſſe von ſeinem wege / vnd der Vbeltheter ſeine gedancken / vnd bekere ſich zum HERRN / So wird er ſich ſein erbarmen / vnd zu vnſerm Gotte / Denn bey jm iſt viel vergebung. 8Denn meine gedancken ſind nicht ewr gedancken / vnd ewer wege ſind nicht meine wege / ſpricht der HERR. 9Sondern ſo viel der Himel höher iſt denn die Erde / So ſind auch meine Wege höher denn ewr wege / vnd meine gedancken denn ewr gedancken.

 

DEnn gleich wie der Regen vnd Schnee vom Himel fellet / vnd nicht wider dahin kompt / Sondern feuchtet die Erden / vnd machet ſie fruchtbar vnd wachſend / das ſie gibt Samen zu ſeen / vnd Brot zu eſſen. 11Alſo ſol das Wort / ſo aus meinem Munde gehet / auch ſein / Es ſol nicht wider zu mir leer komen / Sondern thun das mir gefellet / vnd ſol jm gelingen / dazu ichs ſende.

 

 

 

 

LESUNG
Altes Testament
Hes 36,22a.23-27

AT
L

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. XXXVI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Erneuerung Iſraels durch Gottes Geiſt

Verse 22a.

 

22aDARumb ſoltu zum hauſe Iſrael ſagen / ſo ſpricht der HErr HERR /

 

 

Verse 23-27

 

23 ich wil meinen groſſen Namen / der durch euch fur den Heiden entheiligt iſt / den jr vnter den ſelben entheiliget habt / heilig machen. Vnd die Heiden ſollen erfaren / das ich der HERR ſey (ſpricht der HErr HERR) wenn ich mich fur jnen an euch erzeige / das ich heilig ſey.

 

DEnn ich wil euch aus den Heiden holen / vnd euch aus

allen Landen verſamlen / vnd wider in ewer Land füren. 25Vnd wil rein Waſſer vber euch ſprengen / das jr rein werdet von alle ewr vnreinigkeit / vnd von alle ewrn götzen wil ich euch reinigen. 26Vnd ich wil euch ein new Hertz / vnd einen newen Geiſt in euch geben / vnd wil das ſteinern Hertz aus ewrem fleiſch wegnemen / vnd euch ein fleiſchern Hertz geben. 27Ich wil meinen Geiſt in euch geben / vnd wil ſolche Leute aus euch machen / die in meinen Geboten wandeln / vnd meine Rechte halten / vnd darnach thun.

 

 

 

 

LESUNG
Altes Testament
Hes 37,1-14

AT
L

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. XXXVII.

 

 

Verse 1-14

Der Odem Gottes erweckt zum Leben

 

Hes 37: Der Odem Gottes erweckt zum Leben

 

VND des HERRN Hand kam vber

mich / vnd füret mich hinaus im Geiſt des HERRN / vnd ſtellet mich auff ein weit Feld / das voller Beine lag / 2Vnd er füret mich allenthalb da durch / Vnd ſihe (des Gebeines) lag ſeer viel / auff dem Feld / vnd ſihe / ſie waren ſeer verdorret. 3Vnd er ſprach zu mir / Du Menſchenkind / Meinſtu auch / das dieſe Beine wider lebendig werden? Vnd ich ſprach / HErr HERR / das weiſtu wol.

 

4VND er ſprach zu mir / Weiſſage von dieſen Beinen / vnd ſprich zu jnen / Ir verdorreten beine / höret des HERRN wort / 5ſo ſpricht der HErr HERR von dieſen Gebeinen / Sihe / ich wil einen Odem in euch brangen / das jr ſolt lebendig werden. 6Ich wil euch Adern geben / vnd Fleiſch laſſen vber euch wachſen / vnd mit Haut vberziehen / vnd wil euch Odem geben / das jr wider lebendig werdet / vnd ſolt erfaren / das ich der HERR bin.

 

VND ich weiſſagte / wie mir befolhen war / Vnd ſihe / da rauſſchet es / als ich weiſſagte / Vnd ſihe / es regete ſich / vnd die Gebeine kamen wider zuſamen / ein jglichs zu ſeinem gebein. 8Vnd ich ſahe / vnd ſihe / es wuchſen Adern vnd Fleiſch drauff / vnd er vberzoch ſie mit Haut / Es war aber noch kein Odem in jnen.

 

9VND er ſprach zu mir / Weiſſage zum Winde / weiſſage / du Menſchenkind / vnd ſprich zum Wind / ſo ſpricht der HErr HERR / Wind / kom herzu aus den vier Winden / vnd blaſe dieſe Getödten an / das ſie wider lebendig werden. 10Vnd ich weiſſaget / wie er mir befolhen hatte / Da kam Odem in ſie / vnd ſie wurden wider lebendig / vnd richten ſich auff jre füſſe. Vnd jr war ein ſeer gros Heer.

 

VND er ſprach zu mir / Du Menſchenkind / Dieſe Beine ſind das gantze haus Iſrael. Sihe / jtzt ſprechen ſie / Vnſer Beine ſind verdorret / vnd vnſer hoffnung iſt verlorn / vnd iſt aus mit vns. 12Darumb weiſſage / vnd ſprich zu jnen / ſo ſpricht der HErr HERR / Sihe / ich wil ewre Greber auffthun / vnd wil euch / mein Volck / aus den ſelben er aus holen / vnd euch ins land Iſrael bringen. 13Vnd ſolt erfaren das ich der HERR bin / wenn ich ewr Greber geöffnet / vnd euch / mein Volck / aus den ſelben bracht habe. 14Vnd ich wil meinen Geiſt in euch geben / das jr wider leben ſollet / vnd wil euch in ewer Land ſetzen / Vnd ſolt erfaren / das ich der HERR bin / Ich rede es / vnd thue es auch / ſpricht der HERR.

 

 

 

 

Hinweis zur Abbildung in Hesekiel 37: Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu Hesekiel 37

→»Die Erweckungsvision« (Hes 37)

Das Bild im Kapitel 37 des Buchs He­se­kiel zeigt die Er­we­ckungs­vi­si­on: He­se­kiel steht vor dem Feld der Kno­chen und Ge­bei­ne. Er wird von Gott an­ge­wie­sen, die To­ten wie­der zum Le­ben zu er­we­cken.

 

LESUNG
Altes Testament
Dan 3,1-24

AT
L

 

 

 

Der Prophet Daniel.

 

C. III.

 

 

Aus dem Abschnitt

I.3
DIE DREI MÄNNER IM FEUEROFEN

 

 

Verse 1-7

Nebukadnezar errichtet eine goldene Statue und verpflichtet das Volk zur Anbetung des Götzenbildes

Gülden Bilde etc.

DER König NebucadNezar lies ein gül-

den / Bilde machen / ſechzig ellen hoch vnd ſechs ellen breit / vnd lies es ſetzen im lande zu Babel / auff einen ſchönen Anger. 2Vnd der könig NebucadNezar ſandte nach den Fürſten / Herrn / Landpflegern / Richtern / Vogten / Reten / Amptleuten / vnd allen Gewaltigen im Lande / das ſie zuſamen komen ſolten / das Bilde zu weihen / das der könig NebucadNezar hatte ſetzen laſſen. 3Da kamen zuſamen die Fürſten / Herrn / Landpfleger / Richter / Vögte / Rete / Amptleute vnd alle Gewaltigen im lande / das Bilde zu weihen / das der könig NebucadNezar hatte ſetzen laſſen. Vnd ſie muſten gegen das Bilde treten / das NebucadNezar hatte ſetzen laſſen.

Dis Bild mag vie­leicht der Kö­nig ha­ben ma­ch­en laſ­ſen / nach dem traum / Als da­mit Gott zu lo­ben / der durch Da­niel jm den Traum hat­te of­fen­ba­ret. Aber weil es Gott nicht be­fol­hen hat­te / vnd wi­der das er­ſte Ge­bot war / iſts vn­recht vnd ein Ab­göt­te­rey. Denn Got­tes­dienſt on Got­tes wort iſt / al­le zeit Ab­göt­te­rey.

 

4VND der Ernhold rieff vber laut / Das laſſt euch geſagt ſein / jr Völcker / Leute vnd Zungen / 5wenn jr hören werdet den ſchall der Poſaunen / Drometen / Harffen / Geigen / Pſalter / Lauten / vnd allerley Seitenſpiel / So ſolt jr niderfallen / vnd das gülden Bilde anbeten / das der könig NebucadNezar hatte ſetzen laſſen. 6Wer aber als denn nicht niderfellet vnd anbetet / Der ſol von ſtund an in den glüenden Ofen geworfen werden. 7Da ſie nu höreten den ſchall der poſaunen / drometen / harffen / geigen / pſalter / vnd allerley Seitenſpiel / fielen nider alle Völcker / Leute vnd Zungen / vnd beteten an das gülden Bilde / das der könig NebucadNezar hatte ſetzen laſſen.

 

 

Verse 8-15

Die drei Freunde Daniels werden beſchuldigt, das Götzenbild nicht angebetet zu haben

 

VON ſtund an tratten hin zu etliche Chaldeiſche

menner / vnd verklagten die Jüden / 9fiengen an / vnd ſprachen zum könige NebucadNezar / Herr König / Gott verleihe dir langes leben. 10Du haſt ein Gebot laſſen ausgehen / Das alle Menſchen / wenn ſie ſie hören würden den ſchall der poſaunen / drometen / harffen / geigen / pſalter / lauten / vnd allerley Seitenſpiel / ſolten ſie nider fallen / vnd das gülden Bilde anbeten. 11Wer aber nicht niderfiele / vnd anbetet / Solt in einen glüenden Ofen geworffen werden. 12Nu ſind da Jüdiſche menner / welche du vber die Ampt im Lande zu Babel geſetzt haſt / Sadrach / Meſach / vnd AbedNego / Die ſelbigen verachten dein Gebot / vnd ehren deine Götter nicht / vnd beten nicht an das gülden Bilde / das du haſt ſetzen laſſen.

 

13DA befalh NebucadNezar mit grim vnd zorn / Das man fur jm ſtellet Sadrach / Meſach / vnd AbedNego / Vnd die menner wurden fur den König geſtellet. 14Da fieng NebucadNezar an / vnd ſprach zu jnen / Wie? wolt jr Sadrach / Meſach / AbedNego meinen Gott nicht ehren? vnd das gülden Bilde nicht anbeten / das ich habe ſetzen laſſen? 15Wolan / ſchickt euch / So bald jr hören werdet den ſchall der poſaunen / drometen / harffen / geigen / pſalter / lauten / vnd allerley Seitenſpiel / So fallet nider / vnd betet das bilde an / das ich habe machen laſſen. Werdet jrs nicht anbeten / So ſolt jr von ſtund an in den glüenden Ofen geworffen werden / Las ſehen / wer der Gott ſey / der euch aus meiner Hand erretten werde.

 

 

Verse 16-18

Die drei Freunde bleiben im Vertrauen auf Gott vor Nebukadnezar ſtandhaft

 

DA fiengen an Sadrach / Meſach / Abed­Nego / vnd ſprachen zum könige NebucadNezar / Es iſt nicht not / das wir dir drauff antworten. 17Sihe / vnſer Gott / den wir ehren / kan vns wol erretten aus dem glüenden Ofen / da zu auch von deiner Hand erretten. 18Vnd wo ers nicht thun wil / So ſoltu dennoch wiſſen / Das wir deine Götter nicht ehren / noch das gülden Bilde / das du haſt ſetzen laſſen / anbeten wöllen.

 

 

 

 

 

Merck / welch ein Glaube das iſt.

 

 

Verse 19-23

Nebukadnezar läſſt zornig die drei Freunde lebendig ins Feuer ſtoßen

 

19DA ward NebucadNezar vol Grims / vnd ſtellet ſich ſcheuslich wider Sadrach / Meſach / vnd AbedNego / Vnd befalh / man ſolte den Ofen ſieben mal heiſſer machen / denn man ſonſt zu thun pflegte. 20Vnd befalh den beſten Kriegsleuten / die in ſeinem Heer waren / Das ſie Sadrach / Meſach / vnd AbedNego bünden / vnd in den glüenden Ofen würffen. 21Alſo wurden dieſe Menner in jren menteln / ſchuhen / Hüten vnd andern kleidern / gebunden / vnd in den glüenden Ofen geworffen / 22Denn des Königes gebot muſt man eilend thun. Vnd man ſchurt das fewr im Ofen ſo ſeer / das die Menner / ſo den Sadrach / Meſach / vnd AbedNego verbrennen ſolten / verdorben von des fewrs flammen. 23Aber die drey menner Sadrach / Meſach / vnd AbedNego / fielen hin ab in den glüenden Ofen / wie ſie gebunden waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Eilend)

Das man nicht hat mü­gen die klei­der aus­zie­hen.

 

 

Auslassung 1: Das Gebet Asarjas

Auslassung 2: Der Gesang der drei Männer im Feuer

 

 

Siehe

→Anmerkung 1

 

 

Aus dem Abschnitt

Nebukadnezar erſchrickt über die wunderlichen Vorgänge im Feuerofen

Vers 24

 

DA entſatzt ſich der könig NebucadNezar / vnd fur eilends auff / vnd ſprach zu ſeinen Reten / Haben wir nicht drey Menner / gebunden in das fewr laſſen werffen? Sie antworten / vnd ſprachen zum Könige / Ja Herr König.

 

 

 

Anmerkung 1:

Bis heute enthalten anders als die Lutherbibeln einige Bibelausgaben an dieser Stelle zwei Textstücke, die Luther bei seiner Übersetzung hier ausgelassen und stattdessen in einen besonderen Teil seiner Bibel, "Die Apokryphen des Alten Testaments", verschoben hat.

Sie finden den Text hier:

1. →Das Gebet Asarjas ( Apokryphen 4StDan)

2. →Der Gesang der drei Männer im Feuer (Apokryphen 5StDan)

 

 

LESUNG
Altes Testament
Bar 3,9-38

AT
L

Info

Das Buch des Propheten Baruch ist Teil der →Apokryphen des Alten Testaments.
Diese Texte sind nicht in jeder Bibelausgabe abgedruckt!

Der Text des Buches Baruchs wurde für die Lutherbibel 2017 neu übersetzt und weicht von der hier gezeigten Textgestalt (gültig bis 2016; letzmals revidiert 1984) in Verszählung und Inhalt stellenweise ab.

 

 

 

Der Próphet Barucĥ.

 

C. III.

 

 

Aus dem Abschnitt

Umkehr zur Weisheit

Verse 9-38

9[9]

 

Zur Vers­zäh­lung sie­he
→Anmerkung 1

 

 

HOre Iſrael die Gebot des lebens / mercke vleiſſig drauff / vnd behalt ſie wol. 10[10]Wie kompt es Iſrael / Das du in der heiden Land verſchmachteſt? [11]Das du in eim frembden Land biſt? 11Das du dich verunreinigſt vnter den Todten? Das du vnter die gerechnet biſt / die in die Helle faren? 12[12]Das iſt die vrſach / Das du den Brunnen der Weisheit verlaſſen haſt. 13[13]Wereſtu auff Gottes wege blieben / du hetteſt wol jmerdar im Friede gewonet.

 

14[14]SO lerne nu rechte Weisheit / Auff das du erfareſt / wer der ſey / der langes Leben / güter / freude vnd friede gibt. 15[15]Wer weis / wo ſie wonet? Wer iſt in jr Kemerlin komen? 16[16]Wo ſind die Fürſten der Heiden / die vber das wild auff erden herrſchen? 17[17]Die da ſpielen mit den vogeln des Himels? Die ſilber vnd gold ſamlen / Darauff die Menſchen jr vertrawen ſetzen / vnd können ſein nimer ſat werden? 18[18](Denn ſie werben Geld / vnd ſind geuliſſen drauff / vnd iſt doch als vergeblich) 19[19]Sie ſind vertilget vnd in die Helle gefaren / vnd andere ſind an jre ſtad komen. 20[20]Die Nachkomen ſehen zwar wol das Liecht / vnd wonen auff dem Erdboden / Vnd treffen doch den weg nicht / da man die Weisheit findet / 21[21]Denn ſie verachten ſie / Da zu jre Kinder ſind auch jrre gangen.

Weisheit.

 

22[22]IN Canaan höret man nichts von jr. Zu Theman ſihet man ſie nicht. 23[23]Die kinder Hagar forſchen der jrrdiſchen Weisheit zwar wol nach. Desgleichen die Kauffleut von Meran / vnd die zu Theman / die ſich klug düncken / Aber ſie treffen doch den weg nicht / da man die Weisheit findet.

 

24[24]O Iſrael wie herrlich iſt das Haus des HERRN / wie weit vnd gros iſt die Stet ſeiner Wonung? 25[25]Sie hat kein ende / vnd iſt vnmeſlich hoch. 26[26]Es waren vorzeiten Riſen / groſſe berümbte Leute / vnd gute Krieger / 27[27]Die ſelbigen hat der HERR nicht erwelet / noch jnen den weg des Erkentnis offenbart / 28[28]Vnd weil ſie die weisheit nicht hatten / ſind ſie vntergangen in jr Torheit.

 

29[29]WEr iſt gen Himel gefaren / vnd hat ſie geholet / vnd aus den Wolcken herab bracht? 30[30]Wer iſt vber Meer geſchiffet / vnd hat ſie funden / vnd vmb köſtlich Gold her gebracht? 31[31]Summa / Es iſt niemand der den weg wiſſe / da man die Weisheit findet. 32[32]

 

DEr aber alle ding weis / kennet ſie / vnd hat ſie durch ſeinen verſtand funden. Der den Erdboden bereitet hat auff ewige zeit / vnd jn erfüllet mit allerley Thieren. 33[33]Der das Liecht leſſt auffgehen / vnd wenn er jm widerrüfft / mus es jm gehorchen. 34[34]Die Sterne leuchten in jrer Ordenung mit freuden / 35vnd wenn er ſie erfur rüffet / antworten ſie / [35]Hie ſind wir / vnd leuchten mit freuden / vmb des willen der ſie geſchaffen hat. 36[36]Das iſt vnſer Gott / vnd keiner iſt jm zuvergleichen / 37[37]Der hat die Weisheit funden / vnd hat ſie gegeben Jacob ſeinem Diener / vnd Iſrael ſeinem Geliebten. 38[38]Darnach iſt ſie erſchienen auff Erden / vnd hat bey den Leuten gewonet.

 

 

 

*1)

Kapitelzählung

In neuen Ausgaben folgen die Kapitel einer anderen Einteilung.

 

Verszählung

Es liegen zwei verschiedene Verszählungen vor:

Die Zählung, in grüner Schrift und (wie in der Lutherbibel von 2017) in eckigen Klammern gesetzt, bezieht sich auf die Ausgaben der Lutherbibel bis 2017. Die Übersetzung der älteren Lutherbibeln seit 1534 stützt sich überwiegend auf die lateinische Übersetzung, die der Kirchenvater Hieronymus vorgenommen hatte, und die in der katholischen Kirche im 16. Jahrhundert weit verbreitet war.

Die Zählung (wie bei uns üblich) in roter Schrift gesetzt, folgt nun der Lutherbibel von 2017, die sich mit ihrer völlig neu besorgten Übersetzung nun auf den griechischen Quelltext der Septuaginta stützt und deren Zählung zugrunde legt.

Diese Zählung wird in allen künftigen Publikationen der evangelischen Kirchen maßgeblich sein.

 

Hinweis zum Gebrauch und zur Lutherbibel von 2017

Die Texte des Buchs Baruch weichen in der Lutherbibel 2017 wegen der Neuübersetzung basierend auf der Septuaginta stellenweise erheblich von der hier gezeigten Textform und von den Ausgaben bis 2017 ab.

Die Versangaben in allen älteren Ausgaben sowie in Dritttexten, z. B. in den Gottesdienstordnungen, beziehen sich derzeit noch durchweg auf die ältere Notation, wie wir sie in Klammern wiedergegeben haben.

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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vnd habe die Schlüſſel der Helle vnd des Tods.

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