Das 1. Buch Mose (Genesis) | Kapitel 3

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Die Geschichtsbücher des Alten Testaments

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Geschichtsbücher des Alten Testaments

Das 1. Buch Mose
Genesis

Kapitel 3

 

1Mos 3

 

Der Text in 50 Kapiteln

 
Auswahl der Kapitel

Hinweis: Aus dem 1. Buch Mose (Genesis) sind derzeit nur 23 von 50 Kapiteln verfügbar!

 

Gliederung Kapitel 3

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel III.

 

 

1 - 11

 

I. DIE URGESCHICHTE

 

 

 

2,4b - 3,24

 

I.2 DER ZWEITE SCHÖPFUNGSBERICHT:
ADAM UND EVA

 

1

3,1-7

→Der Sündenfall

2

3,8-13

→Gott stellt Adam zur Rede

3

3,14-15

→Das Urteil für die Schlange

4

3,16

→Das Urteil für Eva

5

3,17-19

→Das Urteil für Adam und für alle Menschen

6

3,20-21

→Adam gibt Eva ihren Namen. Gott bekleidet die Menschen

7

3,22-24

→Die Vertreibung aus dem Paradies

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

 
[2a]

 

III.

 

Holzschnitt aus: 1Mos 3, Adam und Eva

 

 

Der Sündenfall

VND die Schlange war liſtiger denn alle

Thier auff dem felde / die Gott der HERR gemacht hatte / vnd ſprach zu dem Weibe / Ja / ſolt Gott geſagt haben / Ir ſolt nicht eſſen von allerley Bewme im Garten?

Schlange verfüret He­uam.

→2.Cor. 11.

2DA ſprach das Weib zu der Schlangen / Wir eſſen von den früchten der bewme im Garten. 3Aber von den früchten des Bawms mitten im Garten hat Gott geſagt / Eſſet nicht da von / rürets auch nicht an / Das jr nicht ſterbet. 4Da ſprach die Schlang zum Weibe / Ir werdet mit nicht des tods ſterben / 5Sondern Gott weis / das / welchs tags jr da von eſſet / ſo werden ewre augen auff gethan / vnd werdet ſein wie Gott / vnd wiſſen was gut vnd böſe iſt.

 

 
[2a | 2b]

 

 

I. Bucĥ     C. III.

Adam.

 

Fall Heue vnd Ade.

→1.Tim. 2.

6VND das Weib ſchawet an / das von dem Bawm gut zu eſſen were / vnd lieblich anzuſehen / das ein lüſtiger Bawm were / weil er klug mechte / Vnd nam von der Frucht / vnd aſs / vnd gab jrem Man auch da von / Vnd er aſs. 7Da wurden jr beider Augen auffgethan / vnd wurden gewar / das ſie nacket waren / Vnd flochten Feigenbletter zuſamen / vnd machten jnen Schürtze.

 

 

Gott ſtellt Adam zur Rede

Adam vnd Heua flie-hen fur Gott etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

→Gen. 2.

VND ſie höreten die ſtimme Gottes des HERRN / der im Garten gieng / da der a tag küle worden war. Vnd b Adam verſteckt ſich mit ſeinem Weibe / fur dem angeſicht Gottes des HERRN vnter die bewme im Garten. 9Vnd Gott der HERR rieff Adam / vnd ſprach zu jm / Wo biſtu? Vnd er ſprach / 10Ich hörete deine ſtimme im Garten / vnd furchte mich / Denn ich bin nacket / darumb verſtecket ich mich. 11Vnd er ſprach / Wer hat dirs geſagt / das du nacket biſt? Haſtu nicht geſſen von dem Bawm / da von ich dir gebot / Du ſolteſt nicht da von eſſen? 12Da ſprach Adam / Das Weib / das du mir zugeſellet haſt / gab mir von dem Bawm / vnd ich aſs. 13Da ſprach Gott der HERR zum Weibe / warumb haſtu das gethan? Das Weib ſprach / Die Schlang betrog mich alſo / das ich aſs.

a

(Tag küle war)

Das war vmb den abend / wenn die hit­ze ver­gan­gen iſt. Be­deut / das nach ge­tha­ner Sün­de / das Ge­wiſ­ſen angſt lei­det. Bis das Got­tes gne­di­ge ſtim kome vnd wi­der kü­le vnd er­qui­cke das her­tze. Wie wol ſich auch die blö­de Na­tur ent­ſetzt vnd fleucht fur dem Euan­ge­lio / weil es das creutz vnd ſter­ben le­ret.

b

(Adam) Adam heiſſt auf Ebre­iſch Men­ſch / dar­umb mag man men­ſch ſa­gen / wo Adam ſte­het / vnd wi­der­umb.

 

 

Das Urteil für die Schlange

Schlange wird ver­flucht.

 

 

 

 

Chriſtus verheiſſen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Straffe und Creuz vber Heua vnd Adam.

 

DA ſprach Gott der HERR zu der Schlangen / Weil du ſolches gethan haſt / Seiſtu verflucht fur allem Vieh vnd fur allen Thieren auff dem felde / Auff deinem Bauch ſoltu gehen / vnd erden eſſen dein leben lang / 15Vnd Ich will Feindſchaft ſetzen zwiſchen Dir vnd dem Weibe / vnd zwiſchen deinem Samen vnd jrem Samen / c Der ſelb ſol dir den Kopff zutretten / Vnd Du wirſt In in die Verſchen d ſtechen.

 

Das Urteil für Eva

VND zum Weibe ſprach er / Ich wil dir viel ſchmertzen ſchaffen wenn du ſchwanger wirſt / Du ſolt mit ſchmertzen Kinder geberen / Vnd dein wille ſol deinem Man vnterworffen ſein / Vnd Er ſol dein Herr ſein.

 

Das Urteil für Adam und für alle Menſchen

VND zu Adam ſprach er / Die weil du haſt gehorchet der ſtimme deines Weibes / Vnd geſſen von dem Bawm da von ich dir gebot / vnd ſprach / Du ſolt nicht da von eſſen / Verflucht ſey der Acker vmb deinen willen / mit kummer ſoltu dich drauff neeren dein Leben lang / 18Dorn vnd Diſteln ſol er dir tragen / vnd ſolt das Kraut auff dem felde eſſen. 19Im ſchweis deines Angeſichts ſoltu dein Brot eſſen / Bis das du wider zu Erden werdeſt / da von du genomen biſt / Denn du biſt Erden / vnd ſolt zu Erden werden.

c

(Der ſelb) Dis iſt das erſt Euan­ge­li­um vnd Ver­hei­ſſung von Chri­ſto ge­ſche­hen auff Er­den / Das er ſolt / Sünd / Tod vnd Hel­le vber­win­den vnd vns von der Schlan­gen ge­walt ſe­lig ma­chen. Dar­an Adam gleu­bet mit al­len ſei­nen Nach­komen / Da­uon er Chri­ſten vnd ſe­lig wor­den iſt von ſei­nem Fall.

d

(Stechen) Pla­gen creu­tzi­gen vnd mar­tern. Denn ſo ge­hets auch Chri­ſtus zu­tritt dem Teu­fel ſei­nen Kopff (das iſt / ſein Reich des To­des / Sünd vnd Hel­le) So ſticht jn der Teu­fel in die Ver­ſchen (das iſt / er töd­tet vnd mar­tert jn vnd die ſei­nen leib­lich.)

 

 

Adam gibt Eva ihren Namen. Gott bekleidet die Menſchen

 

VND Adam hieſ ſein Weib e Heua / darumb / das ſie eine Mutter iſt aller Lebendigen. 21Vnd Gott der HERR machet Adam vnd ſeinem weibe Röcke von Fellen / vnd zog ſie an.

e

(Heua) →*1) Hai / heiſſt Le­ben / Da her kompt He­ua oder Ha­ua / le­ben oder le­ben­di­ge.

 

 

Die Vertreibung aus dem Paradies

Adam

vnd Heua aus dem Paradis getrie­ben.

VND Gott der HERR ſprach / Sihe / Adam iſt worden als vnſer einer / vnd weis was gut vnd böſe iſt / Nu aber / das er nicht ausſtrecke ſeine hand / vnd breche auch von dem Bawm des Lebens / vnd eſſe vnd lebe ewiglich.

23DA lies jn Gott der HERR aus dem garten Eden / das er das Feld bawet / da von er genomen iſt / 24Vnd treib Adam aus / vnd lagert fur den garten Eden den Cherubim mit einem bloſſen hawenden Schwert / zu bewaren den weg zu dem Bawm des Lebens.

 

 

 

*1) Hinweis zur Schreibweise Heua:

a) Das u ist getrennt vom »e« und als »v« zu lesen: He-va.

b) Das H ist ein stimmloser Anlaut: (H)eva, was dann in der deutschen Aussprache »Eva« ergibt.

 

Hinweis zur Abbildung in 1Mos 3: : Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Erläuterungen zur Abbildung in 1Mos 3

Das Kapitel 3 des 1. Buch Mose wird mit einem Holzschnitt eingeleitet. Die Abbildung zeigt gleichzeitig mehrere Szenen aus Kapitel 3, die zeitlich nacheinander abgelaufen sind.

Zu sehen ist der Sündenfall, das Gespräch Gottes mit den Menschen und die Vertreibung aus dem Paradies:

  • Im Vordergrund ist der Sündenfall zu sehen: Adam und Eva, noch immer nackt und unbekleidet, essen die Früchte vom verbotenen Baum der Erkenntnis von Gut und Böse (Vers 6).
  • Um diesen Baum (vorn rechts) windet sich die Schlange.
  • Links im Hintergrund stellt Gott Adam zur Rede (Verse 8-11), der sich wegen seiner Nacktheit schämt und sich im Gebüsch versteckt hatte. Hinter dem palmenartigen Gewächs ist nur andeutungsweise Eva zu sehen.
  • Vorn links ruht ein Lamm. Es ist das Symbol Christi und der Christenheit. Es steht für die verheißene Nachkommenschaft Evas. Das Lamm wartet auf seine Stunde, die kommen wird, um der Schlange den Kopf zu zertreten (Vers 15).
  • Rechts im Hintergrund steht ein Engel, ein Cherubim, mit gezogenem Schwert, der den Eingang zum Paradies bewacht (Vers 24).
  • Adam und Eva, jetzt bekleidet (Vers 21), ziehen weg vom Paradies und können nicht mehr zurück (Vers 23).
 
Aus dem Verzeichnis der Abkürzungen und Namen biblischer Bücher

Luthers Verweise auf biblische Bücher

 Kürzel

 Bezeichnung in Luthers Biblia 1545

 Moderne Bibel

 Kürzel

Gen.
Ge.
Gene.
Das erste Buch Moſe.
Geneſis.

Biblia Vulgata: Genesis

Das erste Buch Mose (Genesis)

Genesis

1. Buch Mose

1. Mose

Gen

1Mos

2.Cor.
2.Corin.
Die ij. Epiſtel S. Paul an die Corinther.

Biblia Vulgata: Epistula Pauli ad Corinthios II

Der zweite Brief des Paulus an die Korinther

2. Korintherbrief

2. Kor

2 Kor

2Kor

1.Tim.
1.Thimoth.
Die erſte Epiſtel S. Pauli: An Timotheum.

Biblia Vulgata: Epistula Pauli ad Timotheum I

Der erste Brief des Paulus an Timotheus

1. Timotheusbrief

1. Tim

1 Tim

1Tim

Erläuterungen siehe →Liste der Abkürzungen und Namen biblischer Bücher

 
 

Worterklärungen: Übersicht

Die folgenden Begriffe aus dem Text 1Mos 3 werden hier erläutert.

Versnummer: Luthers Wort

1: HERR

1: Weib

1: Bewme

8: Adam

9: biſtu

11: haſtu

14: ſeiſtu

14: ſoltu

15: Samen

15: Verſchen

20: Heua

23: Eden

24: Cherubim

24: bloſſen

  

Klick auf ein Wort führt zum Eintrag mit den Erklärungen.

Das vollständige Verzeichnis findet sich hier: →Das große Stilkunst.de–Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

 
Aus dem Stilkunst.de-Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

Worterklärungen: Seltene Namen, Wörter und Begriffe im Text

Vers

Luther-Deutsch

Deutsch   |   Erläuterungen

1

HERR

HERR, JHWH, Jahwe

Aussehen in unseren Frakturschriften:

HERR, HERR oder HERR

 

HERR im Alten Testament

 

hebräisch: יהוה (jhwh, das Tetragrammaton JHWH)

lateinisch (Biblia Sacra Vulgata): Dominus, Herr

 

Luthers Schreibweise HERR in Versalien (Großbuchstaben) folgt einer festen Regel. Sie weist darauf hin, dass im hebräischen Text an dieser Stelle das Tetragrammaton (das Vierfachzeichen) »JHWH« (hebr.: יהוה) steht. Es ist der unaussprechliche Name Gottes.

 

Satztechnisch bedingte Varianten

Um beim Satz der Lettern Platz in einer Zeile zu sparen, wodurch übermäßgiger Sperrdruck oder ungünstige Wortumbrüche vermieden werden, sind in der Lutherbibel von 1545 häufig auch die Varianten HERr oder HERrn zu finden. Dabei sind mindestens die ersten drei Zeichen in Versalien gesetzt, womit sie hinreichend von HErr unterscheidbar sind.

 

HERR HErr:

Der Ausdruck HERR HErr steht dann, wenn im hebräischen Text »JHWH Adonaj« zu lesen ist. (Siehe dazu auch den Artikel →HErr.)

 

Auch die umgekehrte Reihenfolge HErr HERR ist möglich (»Adonaj JHWH«).

 

→Hes 2,4b-5a

4bSo ſpricht der HErr HERR / 5aſie gehorchen oder laſſens /

 

Die neuen Lutherbibeln übersetzen diesen Ausdruck stets mit »Gott der HERR«.

 

Das Wissen um die Aussprache der vier Zeichen, die den Gottesnamen ausmachen, ist schon früh in der Geschichte verloren gegangen. Sie werden heute oft mit »Jahwe« (vokalisiert geschrieben יְהוָה nach der Aussprache des hebräischen Adonaj, Herr) oder »Jehova« (יְהוָֹה ebenfalls nach dem hebräischen Adonaj, Herr, jedoch unter Berücksichtigung aller Vokale) transkribiert, aber auch mit »Jewah« (ebenfalls יְהוָה aber nach dem hebräischen Schema, der Name, zu lesen) oder »Jehowih« (יְהוִה nach dem hebräischen Elohim, Gott/Götter).

 

Luther kannte die vokalisierten Varianten und die transkribierten Formen und war wohl besonders dem Wort »Jehova« zugeneigt. Es bezieht alle drei Vokale aus dem Wort Adonaj, das »Herr« bedeutet. Dennoch hatte er es vermieden in seiner Übersetzung »Jehova« zu verwenden. Stattdessen nutzte er wie die lateinischen Bibeln einen Wortersatz. Er setzte das deutsche Wort ein, das gemäß der jüdischen Tradition zu lesen sei, wenn im Text das Vierfachzeichen erscheint, machte es aber durch die besondere Satzweise in Großbuchstaben kenntlich: HERR.

 

Luthers Schreibweise hat sich bis heute in etlichen Bibelausgaben gehalten.

 

 

HERR im Neuen Testament

 

Im neuen Testament verwendet Luther die Schreibweise HERR in Versalien (Großbuchstaben) für Gott, den Vater, an Stellen, wo sich Zitate aus dem Alten Testament auf »JHWH« beziehen.

 

Wichtig:

Davon zu unterscheiden sind die Schreibweisen

→»HErr« und →»Herr«.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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1

Weib

Weib, das

die (Ehe-) Frau

 

Hinweis:

 

Es ist zu beachten, dass Luther den zu seiner Zeit gängigen Begriff Weib nicht abschätzig oder abwertend benutzt. Im Gegenteil: Wenn auch die etymologische Herkunft des Begriffs umstritten und unklar ist, so bezeichnete er doch die erwachsene, verantwortlich handelnde Frau in gesellschaftlich angesehener Stellung, z. B. als Ehefrau.

 

In der deutschen Sprache hat der Begriff »Weib« im Laufe der Zeit eine geringschätzende Bedeutung erfahren und besitzt heute die Qualität einer Beleidigung, die u. U. strafrechtlich verfolgt werden kann. Der Begriff wird daher in modernen Übersetzungen nicht verwendet. Stattdessen wird i. d. R. das Wort »Frau« benutzt.

 

Die englische Sprache kennt noch heute geläufig das Wort »wife« (meist für »Ehefrau«), das etymologisch auf die selbe Wurzel zurückzuführen ist, neben dem Begriff »woman«, der allgemein für »Frau« steht.

 

Empfehlung:

 

Wir empfehlen wegen der geringschätzenden Qualitäten, die an diesem Begriff kleben, bei Interpretationen, bei Textauslegungen, in Predigten und auch bei Textlesungen aus alten Lutherbibeln den Begriff Weib nicht zu verwenden und durch Frau zu ersetzen.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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1

Bawm
Bewme

Baum, der

Bäume, die

 

Die Umlaute aw und ew

 

Neben den Umlauten »au« (haus) und »eu« (freude) kennt das Luther-Deutsch die Schreibweisen mit dem Buchstaben »w«.

 

Der Buchstabe »w« enstand aus einem doppelten »v« (»vv« bzw. »uu«) und signalisiert das verstärkte Klangbild.

 

Der Umlaut aw in Bawm endet in einem w-artigen Abklang, der fast wie ein kurzgesprochenes »o« klingt, ähnlich Ba(u)-om.

 

Der Umlaut ew in Bewme endet in einem v-artigen Abklang, der ein »j« mitschwingen lässt, ähnlich Be(u)-jme.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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8

Adam

Adam (Name)

hebräisch: אָדָם‎, ādām (der Mensch)

griechisch: Αδαμ

lateinisch: Adam

 

Der Name leitet sich ab vom hebräischen Wort אֲדָמָה (ădāmāh, »Ackerboden«, »Erde«).

 

 

Luther erklärt den Namen in seinem Scholion
zu →1Mos 3,8b:

 

Adam heiſſt auf Ebreiſch Menſch / darumb mag man menſch ſagen / wo Adam ſtehet / vnd widerumb.

 

Adam ist Hebräisch und bedeutet »Mensch«. Deshalb kann man überall da, wo »Adam« im Text steht, auch »Mensch« sagen, und umgekehrt.

 

 

In der Schöpfungsgeschichte wurde der Mensch von Gott aus Lehm (Erdboden) geformt. Der fertigen Figur, dem Leib, wurde danach der »Lebenshauch« eingeblasen und der Mensch wurde ein lebendiges Wesen.

 

Das gleiche Motiv findet sich so auch in anderen Schöpfungsgeschichten, beispielsweise in denen der Sumerer und der Ägypter, die jeweils älter sind, als die biblische Schöpfungsgeschichte.

 

In der ägyptischen Mythologie formte der Gott Chnum auf einer Töpferscheibe aus Lehm eine Figur. In diese Figur füllte er schließlich das »Ka«, die »Lebenskraft«, und der erste Mensch war geschaffen.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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9

biſtu

bist du (Verb)

biſtu
Vorkommen in der Lutherbibel von 1545

 

Gesamt AT Apokryphen NT
163 94 6 63

2. Person Singular Indikativ Aktiv von sein (Verb)

 

Präsens:

biſtu: bist du

 

Die Flexion mit dem angehängten »u« ist eine eigentümliche Form, die sonst nur noch aus älteren Texten bekannt ist und heute nicht mehr genutzt wird. Gebildet wurde sie aus der 2. Person, zusammengezogen mit dem Personalpronomen »du«, aus dem das »u« stammt. Diese Form impliziert eine gewisse Dringlichkeit und Direktheit der Ansprache, die unmittelbare Hinwendung zum Gegenüber. So kann es die unzweifelhafte Feststellung des Handelns, die dringliche Ansprache oder die unmittelbare Aufforderung zum Handeln bedeuten (Indikativ in der Aussage), die Erfüllung einfordern, mutmaßen bzw. unterstellen (Konjunktiv), oder zur Antwort und Erklärung auffordern (Verb in der Frage).

 

Heute ist stattdessen das Verb in seiner gebräuchlichen Flexion verbunden mit »du« zu verwenden. Die Direktheit oder eine Aufforderung kann bestenfalls durch eine Sinn tragende Beifügung umschrieben werden abhängig vom Kontext. Sie kann ggf. durch einen Imperativ herausgestellt oder durch ein Ausrufezeichen kenntlich gemacht werden.

 

→1Mos 3,9

 

Vnd Gott der HERR rieff Adam / vnd ſprach zu jm / Wo biſtu?

 

Und Gott der HERR rief den Menschen und sprach zu ihm: (Antworte gefälligst!) Wo bist du?

Umgangssprachlich umschrieben: Wo treibst du dich rum!?

 

→Ps 139,3

 

Jch gehe oder lige / ſo biſtu vmb mich / Vnd ſiheſt alle meine wege.

 

Ich gehe oder liege (und ich weiß): Du bist (ganz bestimmt) um mich herum! Und du siehst alle meine Wege.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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11

haſtu

hast du (Verb)

haſtu
Vorkommen in der Lutherbibel von 1545

 

Gesamt AT Apokryphen NT
231 169 28 34

2. Person Singular Indikativ Aktiv von haben (Verb)

 

Präsens:

haſtu: hast du

 

Die Flexion mit dem angehängten »u« ist eine eigentümliche Form, die sonst nur noch aus älteren Texten bekannt ist und heute nicht mehr genutzt wird. Gebildet wurde sie aus der 2. Person, zusammengezogen mit dem Personalpronomen »du«, aus dem das »u« stammt. Diese Form impliziert eine gewisse Dringlichkeit und Direktheit der Ansprache, die unmittelbare Hinwendung zum Gegenüber. So kann es die unzweifelhafte Feststellung des Handelns, die dringliche Ansprache oder die unmittelbare Aufforderung zum Handeln bedeuten (Indikativ in der Aussage), die Erfüllung einfordern, mutmaßen bzw. unterstellen (Konjunktiv), oder zur Antwort und Erklärung auffordern (Verb in der Frage).

 

Heute ist stattdessen das Verb in seiner gebräuchlichen Flexion verbunden mit »du« zu verwenden. Die Direktheit oder eine Aufforderung kann bestenfalls durch eine Sinn tragende Beifügung umschrieben werden abhängig vom Kontext. Sie kann ggf. durch einen Imperativ herausgestellt oder durch ein Ausrufezeichen kenntlich gemacht werden.

 

haſtu?: (antworte mir!) hast du?

haſtu: hast du (ganz bestimmt, ohne Zweifel)!

 

→1Mos 4,10

 

Er aber ſprach / Was haſtu gethan?

 

Er aber sprach: Was hast Du getan!?

 

Der Text 1Mos 12,18-19 enthält eine ganze Reihe Verben mit der Endung -tu, die eindrücklich Vorwurf, Entrüstung und Befehlston des Pharaos ausdrücken:

 

1Mos 12,18-19:

 

18DA rieff Pharao Abram zu ſich / vnd ſprach zu jm / Warumb haſtu mir das gethan? Warumb ſageſtu mirs nicht / das dein Weib were? 19Warumb ſprachſtu denn / ſie were deine Schweſter? Derhalben ich ſie mir zum Weibe nemen wolt. Vnd nu ſihe / Da haſtu dein weib / nim ſie vnd zeuch hin.

 

a) 18Da rief der Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: »Warum <nur> hast du mir das angetan?! Warum <nur> sagtest du nicht, dass sie deine Frau sei?! 19Warum <nur> sprachst du denn, sie wäre deine Schwester?! Wegen all dem wollte ich sie mir zur Frau nehmen! Nun denn, hier hast du deine Frau! Nimm sie und verzieh dich!«

 

b) 18Da rief der Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: »Sag, warum nur hast du mir das angetan?! Wieso hast du mir verschwiegen, dass sie deine Frau ist?! 19Wie konnstest du nur behaupten, sie wäre deine Schwester?! Allein wegen dieser Behauptungen wollte ich sie doch zur Frau nehmen! Nun denn, hier hast du deine Frau zurück! Nimm sie und verzieh dich!«

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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14

ſeiſtu

 

ſeieſtu

seist du (Verb)

 

seiest du (Verb)

2. Person Singular Konjunktiv Aktiv von sein (Verb)

 

Präsens:

ſeiſtu: seist du, sollst du sein

 

Die Flexion mit dem angehängten »u« ist eine eigentümliche Form, die sonst nur noch aus älteren Texten bekannt ist und heute nicht mehr genutzt wird. Gebildet wurde sie aus der 2. Person, zusammengezogen mit dem Personalpronomen »du«, aus dem das »u« stammt. Diese Form impliziert eine gewisse Dringlichkeit und Direktheit der Ansprache, die unmittelbare Hinwendung zum Gegenüber. So kann es die unzweifelhafte Feststellung des Handelns, die dringliche Ansprache oder die unmittelbare Aufforderung zum Handeln bedeuten (Indikativ in der Aussage), die Erfüllung einfordern, mutmaßen bzw. unterstellen (Konjunktiv), oder zur Antwort und Erklärung auffordern (Verb in der Frage).

 

Heute ist stattdessen das Verb in seiner gebräuchlichen Flexion verbunden mit »du« zu verwenden. Die Direktheit oder eine Aufforderung kann bestenfalls durch eine Sinn tragende Beifügung umschrieben werden abhängig vom Kontext. Sie kann ggf. durch einen Imperativ herausgestellt oder durch ein Ausrufezeichen kenntlich gemacht werden.

 

ſeiſtu: seist du (ganz bestimmt, ohne Zweifel)!

 

→1Mos 4,11

 

Vnd nu verflucht ſeiſtu auff der Erden

 

Und nun: Verflucht sollst Du sein überall auf der Erde!

 

ſeieſtu: seiest du (ganz bestimmt, ohne Zweifel)!

 

→Ps 119,12

 

Gelobet ſeieſtu HERR

 

Gelobt seiest du, HERR!

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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14

ſoltu

sollst du (Verb)

2. Person Singular Indikativ Aktiv von sollen (Verb)

 

Präsens:

ſoltu: sollst du

 

Die Flexion mit dem angehängten »u« ist eine eigentümliche Form, die sonst nur noch aus älteren Texten bekannt ist und heute nicht mehr genutzt wird. Gebildet wurde sie aus der 2. Person, zusammengezogen mit dem Personalpronomen »du«, aus dem das »u« stammt. Diese Form impliziert eine gewisse Dringlichkeit und Direktheit der Ansprache, die unmittelbare Hinwendung zum Gegenüber. So kann es die unzweifelhafte Feststellung des Handelns, die dringliche Ansprache oder die unmittelbare Aufforderung zum Handeln bedeuten (Indikativ in der Aussage), die Erfüllung einfordern, mutmaßen bzw. unterstellen (Konjunktiv), oder zur Antwort und Erklärung auffordern (Verb in der Frage).

 

Heute ist stattdessen das Verb in seiner gebräuchlichen Flexion verbunden mit »du« zu verwenden. Die Direktheit oder eine Aufforderung kann bestenfalls durch eine Sinn tragende Beifügung umschrieben werden abhängig vom Kontext. Sie kann ggf. durch einen Imperativ herausgestellt oder durch ein Ausrufezeichen kenntlich gemacht werden.

 

ſoltu: du sollst (tunlichst, unbedingt)!

 

→Mt 6,5

 

Vnd wenn du beteſt / ſoltu nicht ſein wie die Heuchler ...

 

a) unterstrichen: Und wenn Du betest, sollst Du tunlichst nicht sein wie die Heuchler ...

b) umschrieben: Und wenn Du betest, darfst Du Dich keinesfalls wie die Heuchler verhalten ...

c) Imperativ: Und wenn Du betest, sei nicht wie die
Heuchler ... !

 

Anmerkungen zum Text in Mt 6,5:

 

Die lateinische Biblia Vulgata bietet in Mt 6,5 den Text:

et cum oratis non eritis sicut hypocritae

 

Das entscheidende Wort eritis (von: esse, sein) liegt vor in der 2. Person Plural Futur I Indikativ Aktiv. Die wörtliche Übersetzung hieße:

 

Und wenn ihr betet, werdet ihr nicht sein wie die Heuchler

 

1. Luther benutzt als Textglättung den Singular (»du« statt »ihr«), weil der vorangehende Abschnitt vom Almosengeben (→Mt 6,1-4) ebenfalls im Singular verfasst ist und den Einzelnen anspricht.

 

2. Das lateinische Konstrukt non eritis ist in diesem Zusammenhang nur als Aufforderung für künftiges Verhalten zu verstehen, nicht als Beschreibung eines künftig von allein eintretenden Zustands:

 

Und wenn ihr betet, seid nicht wie die Heuchler

 

Luther umschreibt Aufforderungen, göttlichen Geboten zu folgen, regelmäßig mit sollen. Aus dem wörtlich übersetzten »werdet ihr nicht sein« bzw. aus der Anpassung »seid nicht« wird bei ihm folgerichtig ſoltu nicht.

 

→2Mos 20,9

 

Sechs tage ſoltu erbeiten / vnd alle dein ding beſchicken.

 

a) umschrieben: Sechs Tage hast du zu arbeiten und deine Aufgaben zu erledigen.

b) Imperativ: Arbeite sechs Tage und erledige deine Aufgaben!

c) umgangssprachlich: Sechs Tage hast du Zeit, dein Ding zu machen.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

→Register

15

Samen

Samen, der

 

Nachkommen, die

Im eigentlichen Sinn sind Samen Gebilde, die sich aus den Blüten von Pflanzen entwickeln, und aus denen in geeigneter Umgebung neue Pflanzen wachsen können. Beim Menschen bezeichnet Samen das Sperma.

 

Luther verwendet den Begriff Samen in Bezug auf Menschen immer wieder in der Bedeutung Nachkommen.

 

→Ps 105,6 (u.a.) : der ſamen Abrahams

die Nachkommen Abrahams

 

→Ps 22,24 : Es ehre jn aller ſame Jacob

Es mögen ihn alle Nachkommen Jakobs ehren

 

→Ps 22,24: vnd fur jm ſchewe ſich aller ſame Jſrael.

und alle Nachkommen Israels mögen sich vor ihm erschrecken

 

→Ps 18,51: Dauid vnd ſeinem Samen ewiglich.

David und allen seinen Nachkommen.

 

→Röm 1,3: der geboren iſt von dem ſamen Dauid nach dem Fleiſch

der geboren ist von Davids Nachkommen nach dem Fleisch

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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15

Verſchen

Ferse, die

Teil des Fußes

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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20

Heua

Hewa (Name)

Eva (Name)

hebräisch:  ‏חַוָּה (ḥawwāh oder cḥawwah, die Belebte)

griechisch: Εὕα

lateinisch: Hewa

 

Heua ist ist Luthers folgerichtige Transkription der hebräischen, griechischen und lateinischen Schreibweisen. Dabei ist das »u« das zu jener Zeit übliche Zeichen für das Klangbild unseres heutigen »v«.

 

Auszusprechen ist das Wort als He-wá (Betonung auf dem Buchstaben a) bzw. [H]E-va, nicht als Heu-a!

 

Heutige Schreib- und Sprechweise:

 

Eva (Name)

 

Der Name und seine Bedeutung

 

Der Name taucht in der Lutherbibel erstmals in →1Mos 3,20 auf:


VND Adam hies ſein Weib Heua / darumb / das ſie eine Mutter iſt aller Lebendigen.

 

Luther erklärt den Namen in seinem Scholion zu diesem Vers:

 

Hai / heiſſt Leben / Da her kompt Heua oder Haua / leben oder lebendige.

 

Hai (Ha-i) heißt »Leben«. Daher kommt Heva (He-va) oder Hava (Ha-va), »Leben« oder »Lebendige«.

 

Eva ist Zoë

 

Der Text in der griechischen Septuaginta schreibt, dass Adam sein Weib Ζωή (Zoë, »Leben«) nannte, denn sie sei die Mutter aller Lebendigen (ὅτι αὕτη μήτηρ πάντων των ζὡντων).

In 1Mos 4,1 heißt sie dann auch in der Septuaginta Εὕα (Heva, Eva).

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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23

Eden

Eden (Name)

Der Garten Eden, das Paradies.

 

hebräisch: ‏גן עדן(Gan Eden), Garten Eden

griechisch: παράδεισος, das Paradies

lateinisch: paradisus, das Paradies

 

→1Mos 2

Der Bibeltext in 1Mos 2 zeichnet ein Bild von einem Lebensraum (Garten) für die ersten Menschen, in dem alles vorhanden ist, wächst und gedeiht, was Menschen benötigen. Das Paradies zeichnet sich jedoch nicht dadurch aus, dass der Mensch dafür nichts beitragen muss. Im Gegenteil: Er soll den Garten weiter bebauen, pflegen und seinen Zustand bewahren.

 

Allerdings scheint dies im Paradies mit ertragreichen Böden und Pflanzen leichter und einfacher zu sein als außerhalb: In →1Mos 3,17 wird dem Menschen als Strafe auferlegt, dass er nun, vertrieben aus dem Paradies, mit Kummer und im Schweiße seines Angesichts Ackerbau betreiben muss auf Böden, die nur wenig Ertrag bringen und auf denen Disteln und Dornen zuhauf wachsen.

 

Die biblischen Texte zeichnen leider nur ein schwach ausgeprägtes Bild vom Paradies, das im Laufe der Jahrhunderte vielfältig ausgekleidet und mit unterschiedlichsten Vorstellungen ausgemalt wurde. Die Kernstücke der Idee vom Paradies sind jedoch nicht die allgemein verbreiteten Vorstellungen von einem friedlichen, sorgenfreien Leben im Überfluss. Es sind die Ideen der Selbsterkenntnis und der Verantwortung: Der Mensch bekam einerseits den Auftrag, den Garten zu bebauen und zu bewahren, anderseits das Gebot, nicht in seiner Gier nach Macht gottgleich werden zu wollen und sich für klüger als andere zu halten.

 

Die vielbeschworenen paradiesischen Zustände wird die Menschheit erst dann vorfinden, wenn sie es schafft, mit einem gesunden Selbstbewusstsein – wir alle sind gleichgestellte, gleichberechtigte Menschen, nicht mehr und nicht weniger! – die Welt in der sie lebt, verantwortungsvoll zum Wohle aller und zum Wohle künftiger Generationen zu bebauen und zu bewahren. Alles andere, wie Glück, Sorglosigkeit und Frieden, wird sich dann daraus ergeben. Doch nichts fällt uns in den Schoß: Im Schweiße unseres Angesichts müssen wir daran arbeiten – und dafür eintreten!

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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24

Cherub
Cherubim

Cherub, der

Cherubim, die (Plural)

hebräisch: כְּרוּב, Cherub

Plural: כְּרֻבִים, Cherubim

 

Ein Cherub ist ein geflügeltes Mischwesen, meist mit einem Menschenkopf und mit einem Tierleib (mit Flügeln und Tierfüßen). Der Cherub ist ein himmlischer Wächter, der beispielsweise das Paradies bewacht.

 

→1Mos 3,24

 

Vnd treib Adam aus / vnd lagert fur den garten Eden den Cherubim mit einem bloſſen hawenden Schwert / zu bewaren den weg zu dem Bawm des Lebens.

 

Und er treibt Adam hinaus und postiert vor dem Garten Eden den Cherub, einen göttlichen Wächter, mit einem blanken, zum Schlag bereiten Schwert.

 

→Ps 18,11

 

Vnd er fuhr auff dem Cherub vnd flog daher / Er ſchwebet auff den fittigen des winds.

 

Und er fuhr auf einem Cherub und flog daher. So schwebt er auf den Flügeln des Windes.

 

 

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24

bloſs
bloſſen

bloß (Adjektiv)

 

unbekleidet, entblößt, nackt

 

auch: nur

 

→1Mos 3,24

 

vnd lagert fur den garten Eden den Cherubim mit einem bloſſen hawenden Schwert

 

und postiert vor dem Garten Eden den Cherub, einen göttlichen Wächter, mit einem blanken, zum Schlag bereiten Schwert.

 

Das Bild zeigt: Der Cherub hielt das Schwert bereits zum Schlag bereit in den Händen, was die Ernsthaftigkeit Gottes unterstreicht, den Menschen keinesfalls wieder in den Garten Eden zu lassen. Das Schwert hing nicht, wie bei herkömmlichen Wachen üblich, am Gürtel, es war nicht in seiner Scheide, und der Cherub konnte kaum überlistet werden.

 

 

SK Rev 04.08.2017  

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Erläuterungen siehe →Das große Stilkunst.de–Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

Der Bibeltext im evangelischen Kirchenjahr

In den Kirchenjahren ab 1978/1979 bis 2017/2018

MARGINALTEXT (M)

→Christvesper

Heiligabend · 24. Dezember

1Mos 2,15 - 3,24 (in Auswahl)

M

MARGINALTEXT (M)

→Christnacht

Heiligabend · 24. Dezember

1Mos 2,15 - 3,24 (in Auswahl)

M

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

→Sonntag Invokavit

Erster Sonntag der Passionszeit

1Mos 3,1-19(20-24)

AT
III

 
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1545
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