Osternacht
Samstag, 19. April 2025

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Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)
19.4.2025 | Osternacht | Das heilige Osterfest
Samstag
 

Kirchenjahr 2024/2025

Osternacht

Das heilige Osterfest

 
Gesetzlicher Feiertag

Ostersonntag:
→Gesetzlicher Feiertag
im Land Brandenburg (Bundesrepublik Deutschland)

Symbol

Philipp Melanchthon
(† 19. April 1560 in Wittenberg)

Info

Die Texte der →Proprien von Osternacht, →Ostersonntag und →Ostermontag können untereinander getauscht werden.

 

Fällt Ostersonntag auf den 25. März, dann wird der →Tag der Ankündigung der Geburt Jesu (Mariä Verkündigung) in die Woche nach dem →1. Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) verlegt und dort an einem geeigneten Werktag begangen.

Dies wird nach 1951 im 21. Jahrhundert in den Jahren 2035 und 2046 eintreten.

 

Wirkung in 2025

- keine -

 
Bewegliches Datum
 
Karfreitag zwischen dem 20. März und dem 23. April
  • Nacht zum →Ostersonntag
  • Der Samstag, an dem die Osternacht beginnt, liegt zwischen dem 21. März und dem 24. April eines Jahres
 
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • Die Osternacht kann am Samstag vor Ostersonntag nach Sonnenuntergang beginnen (als →Vesper) oder nach Mitternacht, zumeist zwischen 4 Uhr und 6 Uhr morgens vor Sonnenaufgang (als →Mette).
    Genauere Zeiten zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang bestimmen die Gemeinden und können u. a. von den Örtlichkeiten abhängen (z. B. bei Freiluftgottesdiensten).
 
Regelungen für die Osternacht

Karsamstag: Stiller Tag

Der Karsamstag ist kein →gesetzlicher Feiertag, jedoch erklären die Feiertagsgesetze der Länder den Karsamstag zu einem stillen Tag, an dem besondere Beschränkungen gelten. Die Beschränkungen können in den einzelnen Ländern unterschiedlich festgelegt sein.

So sind am Karsamstag in Hessen ab 17:00 Uhr öffentliche Tanzveranstaltungen verboten. (Hessisches Feiertagsgesetz, §10).

Ostersonntag: Feiertag

Brandenburg (BB)

Der Ostersonntag ist in der Bundesrepublik Deutschland
im Jahr 2025 gesetzlicher Feiertag in

  • Brandenburg (BB)

Ostersonntag: Stiller Tag

Die Feiertagsgesetze der Länder erklären den Ostersonntag zu einem stillen Tag, an dem besondere Beschränkungen gelten. Die Beschränkungen können in den einzelnen Ländern unterschiedlich festgelegt sein.

So sind am Ostersonntag in Hessen ganztägig alle öffentlichen Veranstaltungen verboten, »wenn sie nicht der Würdigung der Feiertage, der seelischen Erhebung oder einem überwiegenden Interesse der Kunst, Wissenschaft, Volksbildung oder Politik dienen«. (Hessisches Feiertagsgesetz, §7.9). Dazu zählen insbesondere Tanzveranstaltungen.

 
Weiterer Artikel zum Gottesdienst am Osterfest
Ostersonntag
Titelzeile

Ostersonntag 2024/2025

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.
 

Die Bezeichnung Osternacht

 

Der Beginn des Osterfestes am Abend des Karsamstags

Der Name Osternacht hat sich für den Zeitraum eingebürgert, der am Karsamstag nach Sonnenuntergang beginnt und am Ostersonntag vor Sonnenaufgang endet.

Nach der jüdischen Zeitrechnung begann ein neuer Tag nicht um Mitternacht, sondern nach Sonnenuntergang. Er endete 24 Stunden später mit Sonnenuntergang. Die frühen Christengemeinden, insbesondere die jüdisch-christlichen Gemeinden nutzten die selbe Zeitrechnung.

Der Auferstehungstag, Ostern, begann am Abend des heutigen Karsamstags. Die Osternacht nähert unsere Zeitrechnung an dieses Modell an und bringt den bürgerlichen Kalender mit den christlichen Festtagsbräuchen in Einklang: Ostern beginnt bereits am Karsamstag.

Die ersten Gottesdienste der Osternacht beginnen am Karsamstag nach 17 Uhr. Vielerorts beenden Osterfeuer vor Sonnenaufgang die eigentliche Osternacht.

Die Feiertagskalender der Bundesländer würdigen die Besonderheit der Osternacht, in dem sie an Karsamstag ab 17 Uhr eine stille Zeit verordnen, wie sie Feiertagen zusteht, obwohl der Karsamstag gesetzlich nicht als Feiertag geschützt ist.

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Paschavend

Die lateinische Bezeichnung pascha (oder pasche) für Ostern war allgemein üblich. Da am Samstag vor Ostern insbesondere der Abend von Bedeutung war (zum Ostertag gehörig), erhielt der heutige Karsamstag u. a. den Namen Paschavend, Osterabend. Ganz ähnlich ist das heutige Wort »Sonnabend« zu verstehen: es meint im eigentlichen Sinn »der Abend, der den Sonntag einleitet« oder »Vorabend des Sonntags«, hat sich aber als Name für den gesamten Tag etabliert.

Die Feier der Osternacht zielt darauf, die Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag festlich zu begehen und damit das Osterfest einzuleiten. Wir verwenden den Begriff Paschavend für die Osternacht in Abgrenzung zum eigentlichen Karsamstag (dafür nutzen wir die lateinische Bezeichnung Dies paschalis sabbati).

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der →Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch

Die evangelische

Osternacht

Das heilige Osterfest

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)

Weiß

Bibelspruch Off 1,18 | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Der Bibelspruch aus der Offenbarung des Johannes, Offb 1,18
in den Schreibweisen der lateinischen Biblia Vulgata und Luthers Biblia von 1545.
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
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Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Der HErr iſt aufferſtanden. Er iſt warhafftig aufferſtanden.

Halleluja.

→Lk 24,6b.34b     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für den Tag

 

(Chriſtus ſpricht:)
Ich war tod / vnd ſihe / Ich bin lebendig von ewigkeit zu ewigkeit / vnd habe die Schlüſſel der Helle vnd des Tods.

→Offb 1,18

Pſalm
118
 

Psalm für den Tag

 

 

 

Lied für den Tag

 
Liedauswahl
A EG 98 Korn, das in die Erde
B EG 99 Christ ist erstanden
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lipppen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2025 - 2030 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextMt 28,1-10
Epistel Zum TextKol 3,1-4
Altes Testament Zum TextJes 26,13-14(15-18)19
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2024/2025 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Text für die Predigt Pool weiterer Texte
2024/2025 19.4.2025 I Zum Text1Thess 4,13-18
2025/2026 4.4.2026 II Zum Text2Tim 2,8-13
2026/2027 27.3.2027 III Zum TextMt 28,1-10
2027/2028 15.4.2028 IV Zum TextKol 3,1-4
2028/2029 31.3.2029 V Zum TextJes 26,13-14(15-18)19
2029/2030 20.4.2030 VI Zum TextJoh 5,19-21
   

 

 

Weitere Lesungen

Die Liturgie der Osternacht kennt eine Lesung, die dann heranzuziehen ist, wenn in der Osternachtsfeier Taufen vollzogen werden (Typ T), und dreizehn weitere Lesungen aus dem Alten Testament (Typ A).

Der Ablauf, sowie die Auswahl und die Abfolge der Lesungen obliegen der Gemeinde.

 

Typ Lesetexte
TZum TextRom 6,3-11
AZum Text1Mos 1,1 - 2,4 (in Auswahl)
AZum Text1Mos 6,5 - 9,17 (in Auswahl)
AZum Text1Mos 15,1-18 (in Auswahl)
AZum Text1Mos 22,1-19
AZum Text2Mos 12 (in Auswahl)
AZum Text2Mos 14 (in Auswahl)
AZum TextJes 25,6-9
AZum TextJes 54,5b-14
AZum TextJes 55,1-5
AZum TextHes 36,16-28
AZum TextHes 37,1-14
AZum TextDan 3,1-29 (in Auswahl)
AZum TextMi 4,1-5
 
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 2018/2019 mit Reihe I und wird kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgt wieder Reihe I.

Die Reihe I gilt für das Kirchenjahr 2024/2025, danach wieder für das Kirchenjahr 2030/2031.
Die Reihe II gilt für das Kirchenjahr 2025/2026, danach wieder für das Kirchenjahr 2031/2032,
usw.

 
Titel Perikopen

Osternacht

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre ab 2018/2019

Texte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 2018/2019
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Matthäus

Mt 28,1-10

REIHE

III

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXVIII.

 

 

Verse 1-10

Die Frauen am leeren Grab
Die Erſcheinung des Auferſtandenen

|| →Mk 16,1-11    || →Lk 24,1-12    || →Joh 20,1-18

Mar. 16.

Luc. 24.

Joh. 20.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AM abend aber des Sabbaths / welcher

anbricht am morgen des erſten Fei­er­ta­ges der Sabbathen / kam Maria Mag­da­le­na / vnd die ander Ma­ria / das Grab zu beſehen. 2Vnd ſihe / es geſchach ein gros Erdbeben. Denn der Engel des HERRN kam vom Himel her ab / trat hin zu / vnd waltzet den Stein von der Thür / vnd ſatzte ſich drauff / 3Vnd ſeine geſtalt war wie der blitz / vnd ſein Kleid weis als der ſchnee. 4Die Hüter aber erſchracken fur furcht / vnd wurden als weren ſie tod.

5ABer der Engel antwortet / vnd ſprach zu den Weibern / Fürchtet euch nicht / Ich weis / das jr Jheſum den gecreutzigten ſuchet / 6Er iſt nicht hie / Er iſt aufferſtanden / wie er geſagt hat. Kompt her / vnd ſehet die ſtet / da der HErr gelegen hat. 7Vnd gehet eilend hin / vnd ſaget es ſeinen Jüngern / das er aufferſtanden ſey von den Todten / Vnd ſihe / Er wird fur euch hin gehen in Galileam / Da werdet jr jn ſehen / ſihe / ich habs euch geſagt.

VND ſie giengen eilend zum Grabe hin aus mit furcht vnd groſſer freude / vnd lieffen / das ſie es ſeinen Jüngern verkündigeten. Vnd da ſie giengen ſeinen Jüngern zu verkündigen / 9Sihe / da begegnet jnen Jheſus / vnd ſprach / Seid gegrüſſet. Vnd ſie tratten zu jm / vnd griffen an ſeine Füſſe / vnd fielen fur jm nider. 10Da ſprach Jheſus zu jnen / Fürchtet euch nicht / gehet hin / vnd verkündiget es meinen Brüdern / Da ſie gehen in Galileam / daſelbs werden ſie mich ſehen.

(Abend)

Die Schrifft ſehet den tag an / am vergangen abend vnd des ſelben abends ende / iſt der morgen her­nach. Alſo ſpricht hie S. Mattheus / Chriſtus ſey am morgen auffer­ſtanden / der des abends ende / vnd anbruch des erſten Feiertages war. Denn ſie zeleten die ſechs tage nach dem hohen Oſter­feſte alle heilig / vnd fiengen an / am neheſten nach dem hohen Oſter­feſte.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Kolossai

Kol 3,1-4

REIHE

IV

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Colóſſer.

 

C. III.

 

 

Verse 1-4

Das Geheimnis der Neugeburt der Gläubigen

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SEid jr nu mit Chriſto aufferſtanden / So ſuchet was droben iſt / da Chri­ſtus iſt / ſitzend zu der rechten Got­tes / 2Trachtet nach dem das dro­ben iſt / nicht nach dem das auff Erden iſt. 3Denn jr ſeid geſtorben / vnd ewer Leben iſt verborgen mit Chriſto / in Gott. 4Wenn aber Chriſtus ewer Leben ſich offenbaren wird / denn werdet jr auch offenbar werden mit jm / in der Herrligkeit.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Buch des Propheten Jesaja

Jes 26,13-14(15-18)19

REIHE

V

 

 

 

Der Prophet Jeſáiá.

 

C. XXVI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Warten auf Gottes Gerechtigkeit

Verse 13-14

 

 

Jesaja sprach:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HERR vnſer Gott / Es herrſchen wol an der Herrn vber vns / denn Du / Aber wir gedencken doch allein dein vnd deines Namens.

14DIe Todten bleiben nicht leben / Die verſtorbene ſtehen nicht auff.

DEnn du haſt ſie heimgeſucht vnd vertilget / Vnd zunicht gemacht alle jre gedechtnis.

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 15-18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15ABer du HERR fereſt fort vnter den Heiden / du fereſt jmer fort vnter den Heiden / Beweiſſeſt deine Herrligkeit / vnd komeſt ferne bis an der Welt ende.

16HERR wenn Trübſal da iſt / So ſuchet man dich / Wenn du ſie züchtigeſt / So ruffen ſie engſtiglich.

→Joh. 16.

 

 

 

 

 

17GLeich wie eine Schwangere / wenn ſie ſchier geberen ſol / So iſt jr angſt / ſchreiet in jrem ſchmertzen / So gehets vns auch HERR fur deinem Angeſicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

18DA ſind wir auch ſchwanger / Vnd iſt vns bange das wir kaum odem holen.

Noch können wir dem Lande nicht helffen / Vnd die Einwoner auff dem Erdboden wollen nicht fallen.

 

 

 

 

 

Vers 19

 

 

 

 

 

 

 

 

19ABer deine Todten werden leben / Vnd mit dem Leichnam aufferſtehen.

Wacht auff vnd rhümet / die jr ligt vnter der Erden / Denn dein Taw / iſt ein taw des grünen Feldes / Aber das Land der Todten wirſtu ſtörtzen.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Erster Brief des Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki

1Thess 4,13-14

REIHE

I

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Theſſalónicĥer.

 

C. IIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Von der Auferſtehung der Toten

Verse 13-14

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WIr wollen euch aber / lieben Brü­der / nicht verhalten von denen die da Schlaffen / Auff das jr nicht traw­rig ſeid / wie die andern / die keine hoffnung haben. 14Denn ſo wir gleuben / das Jheſus geſtorben vnd aufferſtanden iſt / Alſo wird Gott auch / die da entſchlaffen ſind durch Jheſum / mit jm füren.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Zweiter Brief des Paulus an Timotheus

2Tim 2,8-13

REIHE

II

 

 

 

Die ánder Epiſtel
S. Páuli:
An Timótheum.

 

C. II.

 

 

Aus dem Abschnitt

Ermunterung zur Treue in Kampf und Leiden

Verse 8-13

 

 

Paulus schreibt:

→Sup. 1.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HAlt in gedechtnis Jheſum Chri­ſtum / der aufferſtanden iſt von den Todten / aus dem ſamen Dauid / nach meinem Euangelio / 9vber welchem ich mich leide / bis an die Bande / als ein Vbeltheter / Aber Gottes wort iſt nicht gebunden. 10Darumb dulde ichs alles vmb der Auſſerweleten willen / auff das auch ſie die ſeligkeit erlangen in Chriſto Jheſu / mit ewiger Herrligkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

aus dem ſamen Dauid / nach meinem Euangelio / 9vber welchem ich mich leide / bis an die Bande / als ein Vbeltheter / Aber Gottes wort iſt nicht gebunden. 10Darumb dulde ichs alles vmb der Auſſerweleten willen / auff das auch ſie die ſeligkeit erlangen in Chriſto Jheſu / mit ewiger Herrligkeit.

 

 

 

 

 

 

→Tit. 1.

 

11DAs iſt je gewislich war / Sterben wir mit / ſo werden wir mit leben / 12Dulden wir / ſo werden wir mit herrſchen / Verleugnen wir / ſo wird er vns auch verleugnen / 13Gleuben wir nicht / ſo bleibet er trewe / Er kan ſich ſelbs nicht leugnen.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Johannes

Joh 5,19-21

REIHE

VI

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. V.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Rede über das Wirken:
Der Sohn Gottes macht lebendig

Verse 19-21

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Iheſus ſprach zu jnen / Warlich / warlich / Ich ſage euch / Der ſon kan nichts von jm ſelber thun / denn was er ſihet den Vater thun / Denn was derſelbige thut / das thut gleich auch der Son. 20Der Vater aber hat den Son lieb / vnd zeiget jm alles was er thut / vnd wird jm noch gröſſer Werck zeigen / das jr euch verwundern werdet. 21Denn wie der Vater die Todten aufferweckt / vnd machet ſie lebendig / Alſo auch der Son machet lebendig welche er wil.

 

 

 

LESUNG ZUR TAUFE IN DER OSTERNACHT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom

Rom 6,3-11

LESUNG
TAUFE

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. VI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das neue Leben

Verse 3-11

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wiſſet jr nicht / Das alle / die wir in Jheſum Chriſt getaufft ſind / die ſind in ſeinen Tod getaufft? 4So ſind wir je mit jm begraben durch die Tauffe in den Tod / Auff das / gleich wie Chriſtus iſt aufferweckt von den Todten / durch die Herrligkeit des Vaters / Alſo ſollen auch wir in einem newen Leben wandeln. 5So wir aber ſampt jm gepflantzet werden zu gleichem Tode / So werden wir auch der Aufferſtehung gleich ſein / 6Die weil wir wiſſen / Das vnſer alter Menſch ſampt jm gecreutziget iſt / Auff das der ſündliche Leib auffhöre / das wir hinfurt der ſunde nicht dienen. 7Denn wer geſtorben iſt / der iſt gerechtfertiget von der ſunden.

8SInd wir aber mit Chriſto geſtorben / ſo gleuben wir / das wir auch mit jm leben werden. 9Vnd wiſſen / Das Chriſtus von den den Todten erwecket / hinfurt nicht ſtirbet / der Tod wird hinfurt vber jn nicht herrſchen. 10Denn das er geſtorben iſt / das er der Sünde geſtorben / zu einem mal / Das er aber lebet / das lebet er Gotte. 11Alſo auch jr / haltet euch da fur / das jr der Sünde geſtorben ſeid / vnd lebet Gotte / in Chriſto Jheſu vnſerm HErrn.

 

 

 

(In ſeinen tod)

Das wir auch (wie er) ſterben / Denn wir ſterben der ſunde nicht gar abe / das Flei­ſch ſterbe denn auch leiblich.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Erstes Buch Mose | Genesis

1Mos 1,1 - 2,4a

in Auswahl

POOL

AT
I

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

 

 

 

C. I.

 

 

 

 

 

 

Verse 1-2

Der Anbeginn: Die lebloſe Materie

 

→Joh. 1.

→Col. 1.

→Ebre. 11.

→Pſal. 33.

 

 

 

 

 

 

 

 

AM anfáng ẛcĥuff

Gott Himel vnd Erden.

2Vnd die Erde war wüſt

vnd leer / vnd es war finſter auff der Tieffe / Vnd der Geiſt Gottes ſchwebet auff dem Waſſer.

 

 

 

 

 

 

(Geiſt)

Wind iſt da zu­mal noch nicht ge­weſt / dar­umb mus es den hei­li­gen Geiſt deu­ten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Der erſte Schöpfungstag: Zeit

Verse 3-4a

Liecht.

 

 

 

 

 

I.

VND Gott ſprach / Es werde Liecht / Vnd es ward Liecht. 4Vnd Gott ſahe / das das Liecht gut war / Da ſcheidet Gott das Liecht vom Finſternis / 5vnd nennet das liecht / Tag / vnd die finſternis / Nacht. Da ward aus abend vnd morgen der erſte Tag.

 

 

 

(Gut)

Das iſt / nütz / fein / köſtlich.

 

 

 

 

 

Verse 6-8

Der zweite Schöpfungstag: Atmosphäre und Klima

 

 

 

 

Feſte.

Himel.

 

 

 

II.

VND Gott ſprach / Es werde eine Feſte zwiſchen den Waſſern / vnd die ſey ein Vnterſcheid zwiſchen den Waſſern. 7Da machet Gott die Feſte / vnd ſcheidet das waſſer vnter der Feſten / von dem waſſer vber der Feſten / Vnd es geſchach alſo. 8Vnd Gott nennet die Feſten / Himel. Da ward aus abend vnd morgen der ander Tag.

 

 

 

 

 

Verse 9-13

Der dritte Schöpfungstag: Land und Pflanzen

 

 

 

 

Erde.

Meer.

 

 

 

VND Gott ſprach / Es ſamle ſich das Waſſer vnter dem Himel / an ſondere Orter / das man das Trocken ſehe / Vnd es geſchach alſo. 10Vnd Gott nennet das trocken / Erde / vnd die ſamlung der Waſſer nennet er / Meer. Vnd Gott ſahe das es gut war.

 

Gras.

Kraut.

Bewme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

III.

 

11VND Gott ſprach / Es laſſe die Erde auffgehen Gras vnd Kraut / das ſich beſame / vnd fruchtbare Bewme / da ein jglicher nach ſeiner art Frucht trage / vnd habe ſeinen eigen Samen bey jm ſelbs / auff Erden / Vnd es geſchach alſo. 12Vnd die Erde lies auffgehen / Gras vnd Kraut / das ſich beſamet / ein jglichs nach ſeiner art / vnd Bewme die da Frucht trugen / vnd jren eigen Samen bey ſich ſelbs hatten / ein jglicher nach ſeiner art. Vnd Gott ſahe das es gut war. 13Da ward aus abend vnd morgen der dritte Tag.

 

 

 

 

 

Verse 14-19

Der vierte Schöpfungstag: Sonne, Mond und Sterne

 

Sonn.

Mond.

Sterne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IIII.

 

VND Gott ſprach / Es werden Liechter an der Feſte des Himels / vnd ſcheiden tag vnd nacht / vnd geben / Zeichen / Zeiten / Tage vnd Jare / 15vnd ſeien Liechter an der Feſte des Himels / das ſie ſcheinen auff Erden / Vnd es geſchach alſo. 16Vnd Gott machet zwey groſſe Liechter / ein gros Liecht / das den Tag regiere / vnd ein klein Liecht / das die Nacht regiere / dazu auch Sternen. 17Vnd Gott ſetzt ſie an die Feſte des Himels / das ſie ſchienen auff die Erde 18vnd den Tag vnd die Nacht regierten / vnd ſcheideten Liecht vnd Finſternis. Vnd Gott ſahe das es gut war. 19Da ward aus abend vnd morgen der vierde Tag.

 

 

 

 

 

 

 

Verse 20-23

Der fünfte Schöpfungstag: Tiere im Waſſer und am Himmel

 

Fiſch.

Vogel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

V.

 

VND Gott ſprach / Es errege ſich das Waſſer mit webenden vnd lebendigen Thieren / vnd mit Geuogel / das auff Erden vnter der Feſte des Himels fleuget. 21Vnd Gott ſchuff groſſe Walfiſche vnd allerley Thier / das da lebt vnd webt / vnd vom Waſſer erreget ward / ein jglichs nach ſeiner art / vnd allerley gefidderts Geuogel / ein jglichs nach ſeiner art / Vnd Gott ſahe das es gut war. 22Vnd Gott ſegenet ſie / vnd ſprach / Seid fruchtbar vnd mehret euch vnd erfüllet das Waſſer im Meer / Vnd das Geuogel mehre ſich auff Erden. 23Da ward aus abend vnd morgen der fünffte Tag.

 

 

 

 

 

 

Verse 24-25

Der ſechſte Schöpfungstag: Tiere auf der Erde

 

Vieh.

Gewür

Thier

auff Erden.

 

 

 

 

 

 

 

24VND Gott ſprach / Die Erde bringe erfür lebendige Thier / ein jglichs nach ſeiner art / Vieh / Gewürm vnd Thier auff Erden / ein jglichs nach ſeiner art / Vnd es geſchach alſo. 25Vnd Gott machet die Thier auff Erden / ein jglichs nach ſeiner art / vnd das Vieh nach ſeiner art / vnd allerley Gewürm auff Erden / nach ſeiner art. Vnd Gott ſahe das es gut war.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Der ſechſte Schöpfungstag: Menſchen

Verse 26-28

Menſch

 

 

 

 

 

 

 

 

VND Gott ſprach / Laſſt vns Menſchen machen / ein Bild / das vns gleich ſey / Die da herrſchen vber die Fiſch im Meer / vnd vber die Vogel vnter dem Himel / vnd vber das Vieh / vnd vber die gantzen Erde / vnd vber alles Gewürm das auff Erden kreucht.

→Matt. 19.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

27VND Gott ſchuff den Menſchen Im zum Bilde / zum Bilde Gottes ſchuff er jn / Vnd ſchuff ſie ein Menlin vnd Frewlin.28Vnd Gott ſegenet ſie / vnd ſprach zu jnen / Seid fruchtbar vnd mehret euch vnd füllet die Erden / vnd macht ſie euch * vnterthan. Vnd herrſchet vber Fiſch im Meer / vnd vber Vogel vnter dem Himel / vnd vber alles Thier das auff Erden kreucht.

 

*

(Vnterthan)

Was jr baw­et vnd er­bei­tet auff dem Lan­de / das ſol ewr ei­gen ſein / vnd die Er­de ſol euch hie­rin die­nen / tra­gen vnd ge­ben.

Speiſe

fur den Men­ſchen vnd Thier etc.

 

 

 

 

 

 

 

29VND Gott ſprach / Sehet da / Ich hab euch gegeben allerley Kraut / das ſich beſamet auff der gantzen Erden / vnd allerley fruchtbare Bewme / vnd Bewme die ſich beſamen / zu ewr Speiſe / 30vnd aller Thiere auff Erden / vnd allen Vogeln vnter dem Himel / vnd allem Gewürm das das Leben hat auff Erden / das ſie allerley grün Kraut eſſen / Vnd es geſchach alſo

 

 

 

 

Vers 31a

 

 

 

31aVnd Gott ſahe an alles was er gemacht hatte / Vnd ſihe da / es war ſeer gut.

 

 

 

 

Verse 31b

 

 

 

 

31bDa ward aus abend vnd morgen der ſechſte Tag.

 

 

 

 

 

C. II.

 

 

 

 

 

 

 

Verse 1-4a

Der ſiebente Schöpfungstag: Vollendung und Ruhe

 

 

 

 

 

 

Sab-

bath.

→Ebre. 3.

→*1)

 

 

 

 

 

 

 

ALſo ward volendet Himel vnd Erden mit

jrem gantzen Heer. 2Vnd alſo volendet Gott am ſiebenden tage ſeine Werck die er machet / vnd rugete am ſiebenden tage / von allen ſeinen Wercken die er machet. 3Vnd ſegnete den ſiebenden Tag vnd heiliget jn / darumb / das er an dem ſelben geruget hatte von allen ſeinen Wercken / die Gott ſchuff vnd machet.

4aALſo iſt Himel vnd Erden worden / da ſie geſchaffen ſind.

 

 

*1) Verweis auf Hebr. 3:

Luther verweist auf den Abschnitt Hebr 3,7 - 4,10. Dort heißt es in Hebr 3,11: »Das ich auch ſchwur in meinem zorn / Sie ſolten zu meiner Ruge nicht komen.« Das Wort Ruge (Ruhe) bezieht sich dort auf den siebenten Schöpfungetag, den Tag der Ruhe Gottes. Der Hebräerbrief greift die Formulierung mehrfach auf und erklärt sie schließlich unmißverständlich in Hebr 4,4 mit dem Ruhetag Gottes aus 1Mos 2,3.

 

 

Die Holzschnitte der Bibel

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LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Erstes Buch Mose | Genesis

1Mos 6,5 - 9,17

in Auswahl

z. B. 1Mos 6,5.6.7a.c.8.13a.14a.18b.19.22
1Mos 7,17.21.23b.24
1Mos 8,1(10b-12)14a.18.19.20a.c.21.22

POOL

AT
II

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. VI.

 

 

Kapitel 6 ab Vers 5

Gottes Ärger über die Menſchen und ſein Plan der Vernichtung

 

 

 

 

→Gen. 8.

DA aber der HERR ſahe / Das der Menſchen bosheit gros war auff Erden / vnd alles tichten vnd trachten jres Hertzen nur böſe war jmer dar /6Da rewet es jn / das er die Menſchen gemacht hatte auff Erden / vnd es bekümert jn in ſeinem Hertzen / 7vnd ſprach / Ich wil die Menſchen / die ich geſchaffen habe vertilgen / von der Erden / von den Menſchen an bis auff das Vieh / vnd bis auff das Gewürme / vnd bis auff die Vogel vnter dem Himel / Denn es rewet mich / das ich ſie gemacht habe. 8Aber Noah fand Gnade fur dem HERRN.

 

 

 

 

DIE GROSSE WASSERFLUT UND DER BUND MIT NOAH

 

 

6,9 - 9,17

 

 

 

 

 

Die Ankündigung der Sintflut

Noah

Söne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIS iſt das Geſchlecht Noah. Noah war ein from Man vnd on wandel / vnd füret ein göttlich Leben zu ſeinen zeiten. 10Vnd zeuget drey Söne / Sem / Ham / Japheth. 11Aber die Erde war verderbet fur Gottes augen / vnd vol freuels. 12Da ſahe Gott auff Erden / vnd ſihe / ſie war verderbet / Denn alles Fleiſch hatte ſeinen weg verderbet auff Erden. 13DA ſprach Gott zu Noah / Alles Fleiſches ende iſt fur mich komen / Denn die Erde iſt vol freuels von jnen / Vnd ſihe da / Ich wil ſie verderben mit der Erden.

Noah

Kaſten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MAche dir einen Kaſten von tennen Holtz / vnd mache Kammern drinnen / vnd verpiche ſie mit Bech inwendig vnd auswendig / 15Vnd mache jn alſo. Drey hundert Ellen ſey die lenge / funffzig ellen die weite / vnd dreiſſig ellen die höhe. 16Ein Fenſter ſoltu dran machen oben an / einer ellen gros. Die Thür ſoltu mitten in ſeine ſeiten ſetzen. Vnd ſol drey Boden haben / Einen vnten / den andern in der mitte / den dritten in der höhe. 17Denn ſihe / Ich wil eine Sindflut mit waſſer komen laſſen auff Erden / zu verderben alles Fleiſch / darin ein lebendiger Odem iſt / vnter dem Himel / Alles was auff Erden iſt / ſol vntergehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

18ABer mit dir wil ich einen Bund auffrichten / Vnd du ſolt in den Kaſten gehen / mit deinen Sönen / mit deinem Weibe / vnd mit deiner ſöne Weibern. 19Vnd du ſolt in den Kaſten thun allerley Thier von allem Fleiſch / ja ein par / Menlin vnd Frewlin / das ſie lebendig bleiben bey dir. 20Von den Vogeln nach jrer art / von dem Vieh nach ſeiner art / vnd von allerley Gewürm auff erden nach ſeiner art. Von den allen ſol je ein Par zu dir hinein gehen / das ſie leben bleiben. 21Vnd du ſolt allerley Speiſe zu dir nemen / die man iſſet / vnd ſolt ſie bey dir ſamlen / das ſie dir vnd jnen zur Narung da ſeien. 22Vnd Noah thet alles was jm Gott gebot.

 

 

 

 

 

C. VII.

 

 

 

 

 

 

Die Sintflut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND der HERR ſprach zu Noah /

Gehe in den Kaſten / du vnd dein gantz Haus / Denn dich hab ich Gerecht erſehen fur mir zu dieſer zeit. 2Aus allerley reinem Vieh nim zu dir / ja ſieben vnd ſieben / das Menlin vnd ſein Frewlin. Von dem vnreinen Vieh aber je ein Par / das Menlin vnd ſein Frewlin. 3Des ſelben gleichen von den Vogeln vnter dem Himel / ja ſieben vnd ſieben / das Menlin vnd ſein Frewlin / Auff das ſame lebendig bleibe auff dem gantzen Erdboden. 4Denn noch vber ſieben tage wil ich regen laſſen auff Erden / vierzig tag vnd vierzig nacht / vnd vertilgen von dem Erdboden alles was das weſen hat / das ich gemacht habe.

→Mat. 24.

→Luc. 17.

→1. Pet. 3.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND Noah thet alles was jm der HERR gebot. 6Er war aber ſechshundert jar alt / da das waſſer der Sindflut auff Erden kam. 7Vnd er gieng in den Kaſten mit ſeinen Sönen / Weibe / vnd ſeiner Söne Weibern / für dem geweſſer der Sindflut. 8Von dem reinen Vieh vnd von dem vnreinen / von den Vogeln / vnd von allem Gewürm auff erden / 9giengen zu jm in den Kaſten bey paren / ja ein Menlin vnd Frewlin / wie jm der HERR geboten hatte. 10Vnd da die ſieben tage vergangen waren / kam das geweſſer der Sindflut auff Erden.

Noah ge

het in den Kaſten etc.

 

 

 

 

 

 

IN dem ſechshunderten jar des alters Noah / am ſiebenzehenden tag des andern Monden / das iſt der tag / da auffbrachen alle Brünne der groſſen Tieffen / vnd theten ſich auff die Fenſter des Himels / 12vnd kam ein Regen auff Erden vierzig tag vnd vierzig nacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

13EBen am ſelben tage gieng Noah in den Kaſten mit Sem / Ham vnd Japheth ſeinen Sönen / vnd mit ſeinem Weibe vnd ſeiner Söne dreien Weibern. 14Da zu allerley Thier nach ſeiner art / allerley Vieh nach ſeiner art / allerley Gewürm das auff Erden kreucht / nach ſeiner art / vnd allerley Vogel nach jrer art / Alles was fliegen kund / vnd alles was fittich hatte / 15das gieng alles zu Noah in den Kaſten bey Paren / von allem Fleiſch / da ein lebendiger Geiſt innen war / 16vnd das waren Menlin vnd Frewlin von allerley Fleiſch / vnd giengen hin ein / wie denn Gott jm geboten hatte. Vnd der HERR ſchlos hinder jm zu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holzschnitt zum 1. Buch Mose, Kapitel 7: Die Sintflut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA kam die Sindflut vierzig tage auff Erden / vnd die Waſſer wuchſen / vnd huben den Kaſten auff / vnd trugen jn empor vber der Erden. 18Alſo nam das Geweſſer vberhand / vnd wuchs ſeer auff Erden / das der Kaſte auff dem geweſſer fuhr. 19Vnd das geweſſer nam vberhand vnd wuchs ſo ſeer auff Erden / das alle hohe Berge vnter dem gantzen Himel bedeckt wurden / 20funffzehen Ellen hoch gieng das geweſſer vber die Berge / die bedeckt wurden.

→Mat. 24.

2.Par. 2.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→1. Pet. 3.

 

 

Geweſſer iſt geſtandten. 150. tage.

21DA gieng alles Fleiſch vnter / das auff Erden kreucht / an Vogeln / an Vieh / an Thieren / vnd an allem das ſich reget auff Erden / vnd an allen Menſchen / 22Alles was einen lebendigen Odem hatte im Trocken / das ſtarb. 23Alſo ward vertilget alles was auff dem Erdboden war / vom Menſchen an bis auff das Vieh / vnd auff das Gewürm / vnd auff die Vogel vnter dem Himel / das ward alles von der Erden vertilget / Allein Noah bleib vber / vnd was mit jm in dem Kaſten war. 24Vnd das Geweſſer ſtund auff Erden hundert vnd funffzig tage.

 

 

 

 

 

C. VIII.

 

 

 

 

 

Das Ende der Sintflut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA gedachte Gott an Noah / vnd an alle

Thier / vnd an alles Vieh / das mit jm in dem Kaſten war / Vnd lies Wind auff Erden komen / Vnd die Waſſer fielen / 2vnd die Brünne der tieffen wurden verſtopffet ſampt den Fenſtern des Himels / vnd dem Regen vom Himel ward gewehret / 3Vnd das Geweſſer verlieff ſich von der Erden jmer hin / vnd nam abe / nach hundert vnd funffzig tagen.

 

 

 

Ararat.

 

 

 

 

 

AM ſiebenzehenden tag des ſiebenden Monden / lies ſich der Kaſte nider auff das gebirge Ararat. 5Es verlieff aber das Geweſſer fort an vnd nam abe / bis auff den zehenden Mond / Am erſten tag des zehenden Monds / ſahen der Berge ſpitzen erfür.

 

 

 

RABE.

 

 

NAch vierzig tagen / thet Noah das Fenſter auff an dem Kaſten / das er gemacht hatte / 7vnd lies einen Raben ausfliegen / Der flog jmer hin vnd wider her / Bis das Geweſſer vertrocket auff Erden.

 

Taube.

 

 

 

 

 

 

 

 

DARnach lies er eine Tauben von ſich ausfliegen / Auff das er erfüre / ob das Geweſſer gefallen were auff Erden. 9Da aber die Taube nicht fand / da jr fuſs rugen kund / kam ſie wider zu jm in den Kaſten / Denn das Geweſſer war noch auff dem gantzen Erdboden / Da thet er die hand er aus / vnd nam ſie zu ſich in den Kaſten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA harret er noch ander ſieben tage / vnd lies aber mal eine Taube fliegen aus dem Kaſten / 11Die kam zu jm vmb Veſperzeit / Vnd ſihe / ein Oleblat hatte ſie abgebrochen / vnd trugs in jrem Munde / Da vernam Noah / das das Geweſſer gefallen were auff Erden. 12Aber er harret noch ander ſieben tage / vnd lies eine Taube ausfliegen / die kam nicht wider zu jm.

 

(Oleblat)

Das blat be­deut das Euan­ge­li­um / das der hei­li­ge Geiſt in die Chri­ſten­heit hat pre­di­gen laſ­ſen / Denn Ole be­deut barm­her­tzig­keit vnd frie­de / da­uon das Euan­ge­li­um le­ret.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IM ſechshunderſten vnd einem jar des alters Noah / am erſten tage des erſten Monden / vertrockte das Geweſſer auff Erden. Da thet Noah das dach von dem Kaſten / vnd ſahe / das der Erdboden trocken war. 14Alſo ward die Erde gantz trocken am ſieben vnd zwentzigſten Tage des andern Monden.

 

 

 

 

 

Noah verläſſt die Arche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA redet Gott mit Noah / vnd ſprach / 16Gehe aus

dem Kaſten du vnd dein weib / deine Söne vnd deiner ſöne weiber mit dir. 17Allerley Thier das bey dir iſt / von allerley Fleiſch / an Vogeln / an Vieh / vnd an allerley Gewürm / das auff erden kreucht / das gehe er aus mit dir / Vnd reget euch auff Erden / vnd ſeid fruchtbar vnd mehret euch auff Erden. 18Alſo gieng Noah er aus mit ſeinen Sönen vnd mit ſeinem Weib vnd ſeiner ſönen Weibern. 19Da zu allerley Thier / allerley Gewürm / allerley Vogel / vnd alles was auff erden kreucht / das gieng aus dem Kaſten / ein jglichs zu ſeines Gleichen.

 

 

 

 

Noahs Opfer und die Verheißung des HERRN

 

 

 

 

 

 

 

→Jeſa. 54.

 

 

 

 

 

 

 

→Gen. 1.

 

 

 

 

NOah aber bawet dem HERRN einen Altar / vnd nam von allerley reinem Vieh / vnd von allerley reinem Geuogel / vnd opffert Brandopffer auff dem Altar. 21Vnd der HERR roch den lieblichen Geruch / vnd ſprach in ſeinem hertzen / Ich wil hin furt nicht mehr die Erde verfluchen vmb der Menſchen willen / Denn das tichten des menſchlichen Hertzen iſt böſe von Jugent auff / Vnd ich wil hinfurt nicht mehr ſchlahen alles was da lebet / wie ich gethan habe. 22So lange die Erden ſtehet / ſol nicht auffhören / Samen vnd Ernd / Froſt vnd Hitz / Sommer vnd Winter / Tag vnd Nacht.

 

 

 

 

 

C. IX.

 

 

 

 

Kapitel 9 bis Vers 17

 

 

 

 

 

 

Gott übergibt die Verantwortung für die Welt an Noah und ſeine Söhne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND Gott ſegenet Noah vnd ſeine

Söne / vnd ſprach / Seid fruchtbar vnd mehret euch / vnd erfüllet die Erde. 2Ewer furcht vnd ſchrecken ſey vber alle Thier auff Erden / vber alle Vogel vnter dem Himel / vnd vber alles was auff dem Erdboden kreucht / vnd alle Fiſch im Meer ſeien in ewer hende gegeben. 3Alles was ſich reget vnd lebet / das ſey ewre Speiſe / wie das grüne Kraut / hab ichs euch alles gegeben.

 

 

 

 

 

Erfurcht vor dem Leben

 

 

 

 

 

 

 

4ALleine eſſet das Fleiſch nicht / das noch lebt in ſeinem Blut / 5Denn ich wil auch ewrs Leibs blut rechen / vnd wils an allen Thieren rechen / vnd wil des Menſchen leben rechen an einem jglichen Menſchen / als der ſein Bruder iſt.

Weltlich Schwert

→Mat. 26.

 

 

 

 

6WEr Menſchen Blut vergeuſſet / Des Blut ſol auch durch Menſchen vergoſſen werden / Denn Gott hat den Menſchen zu ſeinem Bilde gemacht. 7Seid fruchtbar vnd mehret euch / vnd reget euch auff Erden / das ewer viel drauff werden.

(Durch Menſch-en)

Hie iſt das welt­lich Schwert ein­ge­ſetzt / Das man die Mör­der töd­ten ſol.

 

 

 

 

 

Gottes Bund mit Noah

 

Gottes Bun­de nach der Sind­flut mit Noah etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND Gott ſagt zu Noah vnd ſeinen Sönen mit jm / 9Sihe / Ich richte mit euch einen Bund auff / vnd mit ewrem Samen nach euch / 10vnd mit allem lebendigen Thier bey euch / an Vogel / an Vieh / vnd an allen Thieren auff Erden bey euch / von allem das aus dem Kaſten gegangen iſt / waſerley Thier es ſind auff Erden. 11Vnd richte meinen Bund alſo mit euch auff / Das hinfurt nicht mehr alles Fleiſch verderbet ſol werden / mit dem waſſer der Sindflut / vnd ſol hinfurt keine Sindflut mehr komen / die die Erde verderbe.

 

 

 

 

 

Das Zeichen des Bundes: Der Regenbogen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holzschnitt, Bild zu 1. Buch Mose, Kapitel 9, Das Zeichen Bundes: Der Regenbogen.

Regen-

bogen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12VND Gott ſprach / Das iſt das Zeichen des Bunds / den ich gemacht habe zwiſchen mir vnd euch / vnd allem lebendigen Thier bey euch hin furt ewiglich. 13Meinen Bogen hab ich geſetzt in die wolcken / der ſol das Zeichen ſein des Bunds / zwiſchen Mir vnd der Erden. 14Vnd wenn es kompt / das ich wolcken vber die Erden füre / So ſol man meinen Bogen ſehen / in den wolcken / 15Als denn wil ich gedencken an meinen Bund / zwiſchen Mir vnd euch / vnd allem lebendigen Thier / in allerley Fleiſch / Das nicht mehr hin furt eine Sindflut kome / die alles Fleiſch verderbe. 16Darumb ſol mein Bogen in den wolcken ſein / das ich jn anſehe / vnd gedencke an den ewigen Bund zwiſchen Gott vnd allem lebendigen Thier in allem Fleiſch / das auff Erden iſt. 17Daſelb ſaget Gott auch zu Noah / Dis ſey das Zeichen des Bunds / den ich auffgerichtet habe zwiſchen Mir vnd allem Fleiſch auff Erden.

 

 

 

Die Holzschnitte der Bibel

Hinweis zur Abbildung in 1Mos 7: Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die Sintflut

Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu 1Mos 7

→»Die Sintflut« (1Mos 7)

Die Sintflut war eine Katastrophe ungeheuren Ausmaßes. Das Bild zeigt Angst, Verzweiflung, Hilflosigkeit, den Kampf um das Überleben und das große Sterben. Doch es zeigt auch die Hoffnung und den Neubeginn.

 

Hinweis zur Abbildung in 1Mos 9: Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Der Regenbogen als Zeichen des Bundes

Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu 1Mos 9

→»Der Regenbogen« (1Mos 9)

Der Regenbogen wurde von Gott als Zeichen des Bundes mit den Menschen und den Tieren eingesetzt. Nach der großen Wasserflut erschien der Regenbogen, und Gott versprach, dass es nie mehr eine solche Katastrophe geben würde.

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Erstes Buch Mose | Genesis

1Mos 15,1-18

in Auswahl

POOL

AT
III

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. XV.

 

 

Verse 1-6

Gott verheißt Abram einen Sohn und unzählige Nachkommen

 

NAch dieſen Geſchichten begab ſichs /

das zu Abram geſchach das wort des HERRN im Geſicht / vnd ſprach / Fürchte dich nicht Abram / Ich bin dein Schilt / vnd dein ſeer groſſer Lohn. 2Abram ſprach aber / HErr HERR / Was wiltu mir geben? Ich gehe dahin on Kinder / vnd mein Hausuogt hat einen Son / dieſer Elieſer von Damaſco. 3Vnd Abram ſprach weiter / Mir haſtu keinen Samen gegeben / Vnd ſihe / der Son meines geſinds / ſol mein Erbe ſein.

→Gen. 17.

 

 

 

 

 

 

→Rom. 4.

→Gal. 3.

→Ebre. 11.

 

 

4VND ſihe / der HERR ſprach zu jm / Er ſol nicht dein Erbe ſein / Sondern der von deinem Leibe komen wird / der ſol dein Erbe ſein. 5Vnd er hies jn hin aus gehen / vnd ſprach / Sihe gen Himel / vnd zele die ſterne / Kanſtu ſie zelen? Vnd ſprach zu jm / Alſo ſol dein Same werden / 6Abram gleubte dem HERRN / Vnd das rechent er jm zur Gerechtigkeit.

 

 

Abram

wird ein Son ver­heiſſen etc.

Gen. 17.

 

 

 

 

 

Verse 7-18

Gott verheißt Abram das Land

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND er ſprach zu jm / Ich bin der HERR / der dich von Vr aus Chaldea gefurt hat / das ich dir dis Land zu beſitzen gebe. 8Abram aber ſprach HErr HERR / Wo bey ſol ichs mercken / das ichs beſitzen werde? 9Vnd er ſprach zu jm / Bringe mir eine dreyierige Kue / vnd ein dreyierige Zigen / vnd ein dreyierigen Wider / vnd eine Dordeltauben / vnd eine Jungetauben. 10Vnd er bracht jm ſolchs alles / vnd zurteilet es mitten von ander / vnd leget ein teil gegen das ander vber / aber die Vogel zurteilet er nicht. 11Vnd das a Geuogel fiel auff die aſs / Aber Abram ſcheuchet ſie dauon.

12DA nu die Sonne vnter gegangen war / fiel ein tieffer Schlaff auff Abram / Vnd ſihe / ſchrecken vnd groſſe finſternis vberfiel jn. 13Da ſprach er zu Abram / Das ſoltu wiſſen / Das dein Same wird frembd ſein in einem Lande das nicht ſein iſt / vnd da wird man ſie zu dienen zwingen vnd plagen vier hundert jar. 14Aber ich wil richten das Volck / dem ſie dienen müſſen. Darnach ſollen ſie ausziehen mit groſſem Gut. 15Vnd du ſolt faren zu deinen Vetern mit frieden / vnd in gutem Alter begraben werden / 16Sie aber ſollen nach vier Mansleben wider hieher komen / Denn die miſſethat der Amoriter iſt noch nicht alle. 17Als nu die Sonne vntergegangen / vnd finſter worden war / Sihe / da rauchete ein Ofen / vnd ein Fewerflammen fuhr zwiſſchen den ſtücken hin.

 

 

 

 

 

 

 

a

(Geuogel)

Das ge­uogel / vnd der rau­chend ofen vnd der few­ri­ge brand / be­deu­ten die Egyp­ter / die Abra­hams kin­der ver­fol­gen ſol­ten. Aber Abram ſcheucht ſie da­uon das iſt / Gott er­lö­ſet ſie vmb der ver­heiſſ­ung wil­len / Abram ver­ſpro­chen. Das aber er nach der Son­nen vn­ter­gang er­ſchrickt / be­deut / Das Gott ſei­nem Sa­men ei­ne zeit ver­laſ­ſen wolt / das ſie ver­fol­get wür­den / wie der HERR ſelbs hie deu­tet. Al­ſo ge­het es auch al­len Gleu­bi­gen / das ſie ver­laſ­ſen / vnd doch er­lö­ſet wer­den.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Gottes Bund mit Abram

Vers 18

 

 

 

 

 

 

AN dem tage machte der HERR einen Bund mit Abram / vnd ſprach / Deinem Samen wil ich dis Land geben / von dem waſſer Egypti an / bis an das groſſe waſſer Phrat /

 

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Erstes Buch Mose | Genesis

1Mos 22,1-19

POOL

AT
IV

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. XXII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Abrahams Versuchung

Verse 1-13

 

 

 

 

 

Judit. 8.

→Ebre. 11.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GOTT verſuchte Abraham / vnd ſprach zu jm / Abraham / Vnd er antwortet / Hie bin ich. 2Vnd er ſprach / Nim Iſaac deinen einigen Son / den du lieb haſt / vnd gehe hin in das land a Morija / vnd opffere jn da ſelbs zum Brandopffer auff einem Berge / den ich dir ſagen werde.

3DA ſtund Abraham des morgens früe auff / vnd gürtet ſeinen Eſel / vnd

 

Holzschnitt, Bild zu 1. Buch Mose, Kapitel 22, Abrahams Versuchung.

 

 

a

(Morija)

Morija heiſſt Got­tes furcht / reueren­tia Dei / cul­tus Dei

→*1)

Denn die Alt­ue­ter / Adam / Noah / Sem auff dem­ſel­ben Ber­ge Gott ge­eh­ret / ge­furcht / ge­die­net / ha­ben / Wir Deud­ſchen hieſ­ſen es vie­leicht den hei­li­gen Berg oder da man Gott die­net mit lo­ben / be­ten vnd dan­cken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nam mit ſich zween Knaben / vnd ſeinen ſon Iſaac / vnd ſpaltet holtz zum Brandopffer / Macht ſich auff / vnd gieng hin an den Ort / da von jm Gott geſagt hatte. 4Am dritten tage hub Abraham ſeine augen auff / vnd ſahe die ſtet von ferne / 5Vnd ſprach zu ſeinen Knaben / Bleibt jr hie mit dem Eſel / Ich vnd der Knabe wollen dort hin gehen / Vnd wenn wir angebetet haben / wollen wir wider zu euch komen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6VND Abraham nam das holtz zum Brandopffer / vnd legets auff ſeinen ſon Iſaac / Er aber nam das Fewr vnd Meſſer in ſeine hand / Vnd giengen die beide miteinander. 7Da ſprach Iſaac zu ſeinem Vater Abraham / Mein vater. Abraham antwortet / Hie bin ich / mein Son. Vnd er ſprach / Sihe / Hie iſt fewr vnd holtz / Wo iſt aber das ſchaf zum Brandopffer? 8Abraham antwortet / mein Son / Gott wird jm * erſehen ein ſchaf zum Brandopffer. Vnd giengen die beide miteinander.

 

 

 

 

 

 

 

 

*

(Ersehen) Gott ſi­het vnd weis wol wo das Schaf ſey / las jn da fur ſor­gen / er ſi­hets beſ­ſer denn wir.

 

 

 

 

→Ebre. 11.

 

 

 

 

VND als ſie kamen an die ſtet / die jm Gott ſaget / bawet Abraham daſelbs einen Altar / vnd legt das holtz drauff / Vnd band ſeinen ſon Iſaac / legt jn auff den Altar oben auff das holtz / 10Vnd recket ſeine Hand aus / vnd faſſet das Meſſer / das er ſeinen Son ſchlachet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11DA rieff jm der Engel des HERRN vom Himel / vnd ſprach / Abraham / Abraham / Er antwortet / Hie bin ich. 12Er ſprach / Lege deine hand nicht an den Knaben / vnd thu jm nichts / Denn nu weis ich / das du Gott fürchteſt vnd haſt deines einigen Sons nicht verſchonet / vmb meinen willen. 13Da hub Abraham ſeine augen auff / vnd ſahe einen Wider hinder jm / in der Hecken mit ſeinen Hörnern hangen / Vnd gieng hin / vnd nam den Wider / vnd opffert jn zum Brandopffer an ſeines Sons ſtat. 14Vnd Abraham hies die ſtet / Der HERR a ſihet / Da her man noch heutiges tages ſagt / Auff dem Berge / da der HERR ſihet.

 

Die Bestätigung der Verheißung für Abraham

15VND der Engel des HERRN rieff Abraham abermal vom Himel / 16vnd ſprach / Ich habe bey mir ſelbs geſchworen / ſpricht der HERR / Die weil du ſolchs gethan haſt / vnd haſt deines einigen Sons nicht verſchonet / 17Das ich deinen Samen ſegenen vnd mehren wil / wie die Stern am Himel / vnd wie den Sand am vfer des Meers / Vnd dein Same ſol beſitzen die Thor ſeiner Feinde / 18Vnd durch deinen Samen ſollen alle Völcker auff Erden geſegenet werden / Darumb / das du meiner ſtimme b gehorcht haſt. 19Alſo keret Abraham wider zu ſeinen Knaben / Vnd machten ſich auff / vnd zogen miteinander gen BerSaba / vnd wonet daſelbs.

a

(Sihet)

Ebrei di­cunt Do­mi­nus vi­de­bi­tur / Sed nos Hie­ro­ny­mum ſe­cu­ti / Ra­bi­nos Gram­ma­ti­cos cum ſuis punc­tis et Cammetz hoc loco ne­gli­gi­mus / et ſi­ne punc­tis di­ci­mus. Der HERR ſi­het / das iſt / Gott ſor­get fur al­les vnd wa­chet. Etiam­ſi ſen­ſus ille / Do­mi­nus vi­de­bi­tur / ſit plus val­de / quod Deus appa­ret / vbi ver­bum ei­us do­ce­tur / quod Ra­bi­ni Gram­ma­ti­ci non in­telli­gunt.

→*2)

 

b

(Gehorcht)

Hie wird Abra­ham nicht ge­recht durch ſei­nen glau­ben fur ſich / ſon­dern ver­die­net ſol­che herr­lig­keit ſei­nes Sa­mens / denn er zu­uor ge­recht iſt. vt ſu­pra.

→*3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*1) sprichwörtlich lat.: reverentia Dei / cultus Dei

dt.: »Die Ehrfurcht Gottes, die Verehrung Gottes«

Als Redewendungen vielleicht:

»Gottesfurcht ist Gottesdienst«, oder

»In der rechten Gottesfurcht besteht der wahre Gottesdienst«.

 

*2) Luther erklärt in lateinischer Sprache seine Übersetzung »Der HERR ſihet«:

a) lat.: Ebrei dicunt Dominus videbitur / Sed nos Hieronymum secuti / Rabinos Grammaticos cum suis punctis et Cammetz hoc loco negligimus / et sine punctis dicimus. Der HERR ſihet / das iſt / Gott ſorget fur alles vnd wachet.

dt.: »Die Hebräer sagen, »der Herr wird gesehen«. Wir dagegen folgen Hieronymus, wir ignorieren stattdessen die rabbinischen Sprachlehrer mit ihrer Punktierung [ = Vokalisation] und und auch Cammetz, und übersetzen es ohne Punktierung: »Der HERR sieht«. Das bedeutet: Gott sorgt für alles und wacht.«

Luther wendet sich gegen die Verwendung der Passivform, wie sie von den Rabbinern gelesen wird (»er wird gesehen / erkannt«). Diese Lesart sei nur durch die Punktierung entstanden, die erst spät in den hebräischen Texten Einzug fand. Die Punktierung erzeugt die Vokale in der sonst reinen hebräischen Konsonantenschrift. Die Besonderheit ist, dass in bestimmten Fällen allein die Vokalisation die Wortform (hier: Aktiv/Passiv) festlegt bei völlig gleichen Konsonanten. So ist das hebräische Wort ohne Vokalisation auch in der aktiven Form lesbar (»er sieht«). Nach Luthers Meinung ergibt dies hier dem Sinn nach die richtige Bedeutung.

b) lat.: Etiamsi sensus ille / Dominus videbitur / sit plus valde / quod Deus apparet / ubi verbum eius docetur / quod Rabini Grammatici non intelligunt.

dt.: »Zumal jener Sinn, der HERR wird gesehen, viel mehr darauf beruht, dass Gott erscheint, sobald sein Wort gelehrt wird, was die rabbinischen Sprachlehrer nicht begreifen.«

 

'*3) lat.: ut supra.

dt.: »wie oben.«

 

 

Die Holzschnitte der Bibel

Hinweis zur Abbildung in 1Mos 22:

Abrahams Versuchung

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Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu 1Mos 22

»Abrahams Versuchung« (1Mos 22)

Gott stellte Abraham auf die Probe: Würde er seinen Sohn Isaak opfern? Wollte Gott tatsächlich ein Menschenopfer? Abrahams Lohn für den erbrachten Loyalitätsbeweis war schließlich die Zusage zahlreicher Nachkommenschaft.

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Zweites Buch Mose | Exodus

2Mos 12

in Auswahl

POOL

AT
V

 

 

 

Das Ander Bucĥ
Moſe.

 

C. XII.

 

 

Verse 1-2

Gott beſtimmt den kalendariſchen Jahresanfang

 

DEr H E R R aber ſprach zu Moſe vnd

Aaron in Egyptenland / 2Dieſer Mond ſol bey euch der erſt mond ſein / vnd von jm ſolt jr die mond des jars anheben.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Einſetzung des Paſſafeſtes und das Oſterlamm

3-11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3Sagt der gantzen gemeine Iſrael / vnd ſprecht / Am zehenden tag dieſes monden / neme ein jglicher ein Lamb / wo ein Hausuater iſt / ja ein Lamb zu einem haus. 4Wo jr aber in einem Hauſe zum Lamb zu wenig ſind / So neme ers / vnd ſein Neheſter Nachbar an ſeinem hauſe / bis jr ſo viel wird / das ſie das Lamb auffeſſen mögen.

Oſter-

lamb der Jüden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5IR ſolt aber ein ſolch Lamb nemen / da kein feil an iſt / ein Menlin / vnd eins jars alt / Von den lemmern vnd zigen ſolt jrs nemen. 6Vnd ſolts behalten bis auff den vierzehenden tag des monden / Vnd ein jglichs Heufflin im gantzen Iſrael ſols ſchlachten zwiſſchen abends. 7Vnd ſolt ſeins Bluts nemen / vnd beide Pfoſten an der Thür / vnd die öberſte Schwelle da mit beſtreichen / an den Heuſern / da ſie es innen eſſen. 8Vnd ſolt alſo Fleiſch eſſen in der ſelben Nacht / am fewr gebraten / vnd vngeſewrt Brot / vnd ſolt es mit bitter Salſen eſſen. 9Ir ſolts nicht roh eſſen / noch mit waſſer geſotten / ſondern am fewr gebraten / ſein Heubt / mit ſeinen Schenckeln vnd Eingeweide. 10Vnd ſolt nichts dauon vberlaſſen bis morgen / Wo aber etwas vberbleibt bis morgen / ſolt jrs mit fewr verbrennen.

 

 

 

Was das Oſter­lamb be­deu­tet / le­ret S. Paulus.
→1. Cor. 5. da er ſpricht / Vn­ſer Oſter­lamb iſt Chri­ſtus / der für vns ge­opf­fert iſt.

 

 

 

 

 

 

→Pſal. 136.

 

 

 

 

 

 

→Ebre. 11.

 

 

 

 

 

 

11ALſo ſolt jrs aber eſſen / Vmb ewr Lenden ſolt jr gegürtet ſein / vnd ewre ſchuch an ewren Füſſen haben / vnd ſtebe in ewren Henden / vnd ſolts eſſen / als die hinweg eilen / Denn es iſt des HERRN Paſſah. 12Denn ich wil in der ſelbigen Nacht durch Egyptenland gehen / vnd alle Erſtegeburt ſchlahen in Egyptenland / beide vnter Menſchen vnd Vieh / Vnd wil meine ſtraffe beweiſen an allen Göttern der Egypter / Ich der HERR. 13Vnd das Blut ſol ewr Zeichen ſein / an den Heuſern darin jr ſeid / das / wenn ich das Blut ſehe / fur euch vbergehe / vnd euch nicht die Plage widerfare die euch verderbe / wenn ich Egyptenland ſchlahe.

 

 

 

 

 

Gott gebietet das Paſſafeſt für alle Zukunft

 

→Exo. 23.

→Ex. 34.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leuit. 23.

Num. 28.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND ſolt dieſen Tag haben zum ge­decht­nis / vnd ſolt jn feiren dem HERRN zum Feſt / jr vnd alle ewre Nachkomen / zur ewigen weiſe. 15Sieben tage ſolt jr vngeſewrt Brot eſſen / nemlich / Am erſten tag / ſolt jr auffhören mit geſewrtem Brot in ewrn heuſern. Wer geſewrt Brot iſſet / vom erſten tag an / bis auff den ſiebenden / des Seele ſol ausgerottet werden von Iſrael. 16Der erſte Tag ſol heilig ſein / das jr zuſamen kompt / vnd der ſiebend ſol auch heilig ſein / das jr zuſamen kompt / Kein erbeit ſolt jr drinnen thun / On was zur Speiſe gehöret fur allerley Seelen / das ſelb allein mügt jr fur euch thun.

17VND haltet ob dem vngeſewrten Brot / Denn eben an dem ſelben tage / hab ich ewr Heer aus Egyptenlande gefüret / Darumb ſolt jr dieſen Tag halten / vnd alle ewr Nachkomen zur ewigen weiſe. 18Am vierzehenden tage des monden / des abends ſolt jr vngeſewrt Brot eſſen / bis an den ein vnd zwenzigſten tag des monden an den abend / 19Das man ſieben tage kein geſewrt Brot finde in ewrn Heuſern. Denn wer geſewrt Brot iſſet / des Seele ſol ausgerottet werden von der gemeine Iſrael / es ſey ein Frembdlinger oder Einheimiſcher im Lande. 20Darumb ſo eſſet kein geſewrt Brot / ſondern eitel vngeſewrt Brot / in allen ewrn Wonungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Zuſamen kompt)

Das iſt / Sie ſol­len pre­di­gen / das Be­ne­di­ci­te vnd Gra­ti­as be­ten fur das Paſ­ſah vnd Er­lö­ſung aus Egyp­ten. Dar­umb braucht er des wört­lins / kara / wel­ches heiſſt pre­di­gen / le­ſen in der ver­ſam­lung.

 

 

 

 

 

Moſe gebietet den Älteſten, das Paſſaopfer zu begehen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND Moſe foddert alle Elteſten in Iſrael / vnd ſprach zu jnen / Leſet aus / vnd nemet Schafe / jederman für ſein Geſinde / vnd ſchlachtet das Paſſah. 22Vnd nemet ein püſſchel Iſopen / vnd tuncket in das Blut in dem becken / vnd berüret da mit die Vberſchwelle / vnd die zween Pfoſten / Vnd gehe kein Menſch zu ſeiner Hausthür eraus / bis an den morgen / 23Denn der HERr wird vmbher gehen / vnd die Egypter plagen. Vnd wenn er das Blut ſehen wird an der Vberſchwelle / vnd an den zween Pfoſten / wird er fur der Thür vbergehen / vnd den Verderber nicht in ewr Heuſer komen laſſen zu plagen. 24Darumb ſo halt dieſe Weiſe fur dich vnd deine Kinder ewiglich.

Paſſah-

opffer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25VND wenn jr ins Land komet / das euch der HERR geben wird / wie er geredt hat / ſo haltet dieſen Dienſt. 26Vnd wenn ewr Kinder werden zu euch ſagen / Was habt jr da fur einen Dienſt? 27Solt jr ſagen / Es iſt das Paſſahopffer des HERRN / der für den kindern Iſrael vbergieng in Egypten / da er die Egypter plaget / vnd vnſer Heuſer errettet. Da neiget ſich das Volck vnd bücket ſich. 28Vnd die kinder Iſrael giengen hin / vnd theten / wie der HERR Moſe vnd Aaron geboten hatte.

 

 

 

 

 

Die zehnte Plage: Das Sterben der Erſtgeborenen

→Pſal. 78.

→Pſal. 135.

Sap. 18.

 

 

 

 

VND zur Mitternacht ſchlug der HERR alle Erſtgeburt in Egyptenland / von dem erſten ſon Pharao an / der auff ſeinem Stuel ſaſs / bis auff den erſten Son des Gefangenen im gefengnis / vnd alle Erſtgeburt des viehs.

Ⅹ. Pla-

ge.

 

 

 

 

 

 

DA ſtund Pharao auff / vnd alle ſeine knechte in der ſelben nacht / vnd alle Egypter / vnd ward ein gros geſchrey in Egypten / Denn es war kein Haus da nicht ein Todter innen were.

 

 

 

 

 

 

10. Ergebnis: Der Pharao gestattet den Israeliten, Ägypten zu verlassen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

31Vnd er foddert Moſe vnd Aaron in der nacht / vnd ſprach / Macht euch auff / vnd ziehet aus von meinem Volck / jr vnd die kinder Iſrael / Gehet hin / vnd dienet dem HERRN / wie jr geſagt habt. 32Nemet auch mit euch ewr ſchaf vnd rinder / wie jr geſagt habt / Gehet hin vnd ſegenet mich auch. 33Vnd die Egypter drungen das Volck / das ſie es eilend aus dem Lande trieben / Denn ſie ſprachen / Wir ſind alle des tods.

 

 

 

 

 

Das Volk bereitet den Auszug aus Ägypten vor

 

 

 

 

→Exo. 3.

→Exo. 11.

 

 

 

 

 

 

34VND das Volck trug den rohen Teig / ehe denn er verſewret war / zu jrer Speiſe / gebunden in jren Kleidern / auff jren achſeln. 35Vnd die kinder Iſrael hatten gethan / wie Moſes geſagt hatte / vnd von den Egyptern gefordert ſilbern vnd gülden Gerete / vnd Kleider. 36Dazu hatte der HERR dem Volck gnad gegeben fur den Egyptern / das ſie jnen leiheten / vnd entwandtens den Egyptern.

 

 

 

 

 

Der Aufbruch Iſraels, um Ägypten zu verlaſſen

 

Num. 31.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ALſo zogen aus die kinder Iſrael von Raemſes gen Suchoth / ſechs hundert tauſent Man zu fuſs / on die Kinder. 38Vnd zoch auch mit jnen viel Pöbeluolck / vnd ſchaf / vnd rinder / vnd faſt viel Viehs. 39Vnd ſie buchen aus dem rohen teig / den ſie aus Egypten brachten / vngeſewrte Kuchen / Denn es war nicht geſewrt / weil ſie aus Egypten geſtoſſen wurden / vnd kundten nicht verziehen / vnd hatten jnen ſonſt keine Zerung zubereitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

40DIE zeit aber / die die kinder Iſrael in Egypten gewonet haben / iſt vier hundert vnd dreiſſig jar / 41Da die ſelben vmb waren / gieng das gantze Heer des HERRN auff einen tag aus Egyptenland. 42Darumb wird dieſe Nacht dem HERRN gehalten / das er ſie aus Egyptenland gefüret hat / Vnd die kinder Iſrael ſollen ſie dem HERRN halten / ſie vnd jre Nachkommen.

 

 

 

 

 

Gottes Vorſchriften über Fremde beim Paſſa

Weiſe

das Paſ­ſah zu halten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Joh. 19.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND der HERR ſprach zu Moſe vnd Aaron / Dis iſt die weiſe Paſſah zu halten / Kein Frembder ſol dauon eſſen. 44Aber wer ein erkauffter Knecht iſt / den beſchneite man / vnd denn eſſe er dauon. 45Ein Hausgenos vnd Miedling ſollen nicht dauon eſſen. 46In einem Hauſe ſol mans eſſen / Ir ſolt nichts von ſeinem Fleiſch hinaus fur das Haus tragen / Vnd ſolt kein Bein an jm zubrechen. 47Die gantze gemeine Iſrael ſol ſolchs thun.

48SO aber ein Frembdling bey dir wonet / vnd dem HERRN das Paſſah halten wil / der beſchneite alles was menlich iſt / Als denn mache er ſich erzu / das er ſolchs thu / vnd ſey wie ein einheimiſcher des lands / Denn kein Vnbeſchnitter ſol dauon eſſen. 49Einerley Geſetz ſey dem Einheimiſchen / vnd dem Frembdlingen der vnter euch wonet. 50Vnd alle kinder Iſrael theten / wie der HERR Moſe vnd Aaron hatte geboten. 51Alſo füret der HERR auff einen tag die kinder Iſrael aus Egyptenland mit jrem Heer.

(Paſſah)

Paſſah heiſ­ſet ein­gang / Dar­umb / das der HERR durch Egyp­ten­land des nachts gieng / vnd ſchlug al­le Erſte­ge­burt tod. Be­deut aber Chri­ſtus ſter­ben vnd auff­er­ſte­hen / da mit er von die­ſer welt gan­gen iſt vnd in dem ſel­ben Sün­de / Tod / vnd Teu­fel ge­ſchla­gen vnd vns aus dem rech­ten Egyp­ten ge­fürt hat zum Va­ter / Das iſt vn­ſer Paſ­ſah oder Oſtern.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Zweites Buch Mose | Exodus

2Mos 14

in Auswahl

z. B. 2Mos 14,10.11a.13a.14.21-23.27-28.30a

POOL

AT
VI

 

 

 

Das Ander Bucĥ
Moſe.

 

C. XIIII.

 

 

 

Iſraels Durchzug durchs Schilfmeer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND der HERR redet mit Moſe / vnd

ſprach / 2Rede mit den kindern Iſrael / vnd ſprich / das ſie ſich rumb lencken / vnd ſich lagern gegen dem tal Hiroth / zwiſſchen Migdol vnd dem Meer / gegen Baal Zephon / vnd daſelbs gegen vber ſich lagern ans meer. 3Denn Pharao wird ſagen von den kindern Iſrael / Sie ſind verirret im Lande / die wüſte hat ſie beſchloſſen. 4Vnd ich wil ſein hertz verſtocken / das er jnen nachiage / vnd wil an Pharao / vnd an alle ſeiner Macht ehre einlegen / Vnd die Egypter ſollen innen werden / das ich der HERR bin / Vnd ſie theten alſo.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Mac. 4.

 

 

 

 

 

 

VND da es dem könige in Egypten ward angeſagt / das das Volck war geflohen / ward ſein hertz verwandelt vnd ſeiner knechte gegen dem Volck / vnd ſprachen / Warumb haben wir das gethan / das wir Iſrael haben gelaſſen / das ſie vns nicht dieneten? 6Vnd er ſpannet ſeinen Wagen an / vnd nam ſein Volck mit jm / 7vnd nam ſechs hundert auſſerleſen Wagen / vnd was ſonſt von wagen in Egypten war / vnd die Heubtleute vber alle ſein Heer. 8Denn der HERR verſtockt das hertz Pharao des königes in Egypten / das er den kindern Iſrael nachiaget. Aber die kinder Iſrael waren durch eine hohe Hand ausgegangen. 9Vnd die Egypter jagten jnen nach / vnd ereileten ſie (da ſie ſich gelagert hatten am meer) mit Roſſen vnd Wagen vnd Reutern vnd allem Heer des Pharao / im tal Hiroth gegen BaalZephon.

 

 

 

 

 

Iſrael

murret wi­der Moſe etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND da Pharao nahe zu jnen kam / huben die kinder Iſrael jre augen auff / Vnd ſihe / die Egypter zogen hinder jnen her / Vnd ſie furchten ſich ſeer / vnd ſchrien zu dem HERRN. 11Vnd ſprachen zu Moſe / Waren nicht Greber in Egypten / das du vns muſteſt wegfüren / das wir in der wüſten ſterben? Warumb haſtu vns das gethan / das du vns aus Egypten gefüret haſt? 12Iſt nicht das / das wir dir ſagten in Egypten / Höre auff / vnd las vns den Egyptern dienen? Denn es were vns je beſſer den Egyptern dienen / den in der wüſten ſterben. 13Moſe ſprach zum Volck / Fürchtet euch nicht / ſtehet feſt / vnd ſehet zu / was fur ein c Heil der HERR heute an euch thun wird / Denn dieſe Egypter die jr heute ſehet / werdet jr nimermehr ſehen ewiglich / 14Der HERR wird fur euch ſtreiten / vnd jr werdet ſtill ſein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

c

Hülffe.

 

 

 

Sap. 19.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15DEr HERR ſprach zu Moſe / Was ſchreieſtu zu mir? Sage den kindern Iſrael / das ſie ziehen. 16Du aber heb deinen Stab auff / vnd recke deine Hand vber das Meer / vnd teile es von einander / das die kinder Iſrael hinein gehen / mitten hin durch auff dem trocken. 17Sihe / Ich wil das hertz der Egypter verſtocken / das ſie euch nachfolgen / So wil ich Ehre einlegen an dem Pharao / vnd an aller ſeiner Macht / an ſeinen Wagen vnd Reutern. 18Vnd die Egypter ſollens innen werden / das ich der HERR bin / wenn ich Ehre eingelegt habe an Pharao / vnd an ſeinen Wagen vnd Reutern.

(Was ſchreieſtu)

Mercke hie ein treff­lich Exem­pel wie der Glau­be kempf­fet / zap­pelt vnd ſchrei­et in nö­ten vnd fer­lig­keit / Vnd wie er ſich an Got­tes wort blos helt / vnd von Gott Troſt em­pfe­het / vnd vber­win­det.

 

 

Holzschnitt, Bild zu: Das 2. Buch Mose, Kapitel 14, Der Zug durchs Schilfmeer

Engel

→Pſal. 78.

→Pſal. 105.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA erhub ſich der Engel Gottes / der fur dem Heer Iſrael her zoch / vnd macht ſich hinder ſie / Vnd die Wolckſeule macht ſich auch von jrem angeſicht / vnd trat hinder ſie / 20vnd kam zwiſſchen das Heer der Egypter vnd das Heer Iſrael. Es war aber ein finſter Wolcken / vnd erleuchtet die nacht / das ſie die gantze nacht / dieſe vnd jene / nicht zuſamen komen kundten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Erleuchtet)

Das iſt / Es war ein wet­ter­leuch­ten in der di­cken wol­cken.

Kinder

Iſrael ge­hen durchs Rote Meer

→Pſal. 78.

→Pſal. 106.

→Ebre. 11.

 

 

 

 

 

 

 

21DA nu Moſe ſeine Hand recket vber das meer / lies es der HERR hin weg faren / durch einen ſtarcken Oſtwind die gantze nacht / vnd macht das meer trocken / Vnd die Waſſer teileten ſich von einander. 22Vnd die kinder Iſrael giengen hin ein / mitten ins Meer auffm trucken / vnd das Waſſar →*2) war jnen fur Mauren / zur rechten vnd zur lincken. 23Vnd die Egypter folgeten / vnd giengen hin ein jnen nach alle roſs Pharao / vnd wagen vnd Reuter mitten ins meer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ALS nu die Morgenwache kam / ſchawet der HERR auff der Egypter Heer / aus der Fewrſeulen vnd Wolcken / Vnd macht ein ſchrecken in jrem Heer / 25vnd ſties die reder von jren wagen / ſtürtzet ſie mit vngeſtüm. Da ſprachen die Egypter / Laſſt vns fliehen von Iſrael / Der HERR ſtreitet fur ſie wider die Egypter. 26Aber der HERR ſprach zu Moſe / Recke deine hand aus vber das Meer / das das waſſer wider her falle vber die Egypter / vber jre wagen vnd Reuter. 27Da recket Moſe ſeine Hand aus vber das Meer / Vnd das meer kam wider fur morgens in ſeinen ſtrom / vnd die Egypter flohen jm entgegen. Alſo ſtürtzet der HERR mitten ins meer / 28das das waſſer wider kam / vnd bedecket Wagen vnd Reuter / vnd alle Macht des Pharao / die jnen nachgefolget waren ins Meer / das nicht einer aus jnen vberbleib.

→Pſal. 106.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29ABer die kinder Iſrael giengen trocken durchs Meer / vnd das Waſſer war jnen fur Mauren zur rechten vnd zur lincken. 30Alſo halff der HERR Iſrael an dem tage / von der Egypter hand. Vnd ſie ſahen die Egypter tod am vfer des Meers / 31vnd die groſſe Hand / die der HERR an den Egyptern erzeigt hatte. Vnd das Volck fürchtet den HERRN / vnd gleubten jm / vnd ſeinem knecht Moſe.

 

 

 

Die Holzschnitte der Bibel

Hinweis zur Abbildung im 2. Buch Mose, Kapitel 14:

»Der Zug durchs Schilfmeer«

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Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu 2Mos 14

→»Zug durchs Schilfmeer« (2Mos 14)

Das Bild zeigt auf kleinstem Raum die dramatische Situation des Zugs der Israeliten durch das Schilfmeer. Tausende Menschen ziehen trockenen Fußes zum Ostufer, während im Westen die Wogen über die Ägypter zusammenbrechen.

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Jesaja

Jes 25,6-9

POOL

AT
VII

 

 

 

Der Prophet Jeſáiá.

 

C. XXV.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das große Freudenmahl

Verse 6-9

 

 

Jesaja sprach:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→1. Cor. 15.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VNd der HERR Zebaoth wird allen Völckern machen auff dieſem Berge ein fett Mal / ein mal von reinem Wein / von fett / von marck / von wein darinne keine hefen iſt. 7Vnd er wird auff dieſem Berge das a Hüllen wegthun / damit alle Völcker verhüllet ſind / vnd die Decke / damit alle Heiden zugedeckt ſind.8Denn er wird den Tod verſchlingen b ewiglich / Vnd der HErr HERr wird die threnen von allen angeſichten abwiſſchen / vnd wird auffheben die ſchmach ſeines Volcks / in allen Landen / Denn der HERR hats geſagt.

9ZV der zeit wird man ſagen / Sihe / das iſt vnſer Gott /

auff den wir harren / vnd er wird vns helffen. Das iſt der HERR / auff den wir harren / das wir vns frewen vnd frölich ſeien in ſeinem Heil /

a

(Hüllen)

Wie die Todten ver­hül­let wer­den. Das iſt / Er wird die Tod­ten le­ben­dig ma­chen.

b

(Ewiglich)

S. Paulus. j. Cor. 15 dol­metſcht hie al­ſo / Der Tod iſt ver­ſchlun­gen in den Sieg / Das iſt / Der Tod ligt dar­ni­der / vnd hat nu kein Macht mehr / Son­dern das Le­ben ligt oben / vnd ſpricht / Hie ge­won­nen / Wo biſtu nu Tod?

 

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Jesaja

Jes 54,5b-14

POOL

AT
VIII

 

 

 

Der Prophet Jeſáiá.

 

C. LIIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Gott verheißt Gnade und Erbarmen für alle Zeit

Verse 5b-10

 

 

Jesaja verkündet Gottes Wort:

 

HERR Zebaoth heiſſet ſein Name / vnd dein Erlöſer der Heilige in Iſrael / der aller welt Gott genennet wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Pſal. 30.

 

 

 

 

 

6DEnn der HERR hat dich laſſen im geſchrey ſein / Das du ſeieſt wie ein verlaſſen vnd von hertzen betrübt Weib / vnd wie ein Jungesweib / das verſtoſſen iſt / ſpricht dein Gott. 7ICH hab dich ein klein Augenblick verlaſſen / Aber mit groſſer barmhertzigkeit wil ich dich ſamlen. 8Ich habe mein Angeſicht im augenblick des Zorns ein wenig von dir verborgen / Aber mit ewiger Gnade wil ich mich dein erbarmen / ſpricht der HERR dein Erlöſer.

 

 

→Gen. 9.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9DEnn ſolchs ſol mir ſein / wie das waſſer Noah / da ich ſchwur / Das die waſſer Noah ſolten nicht mehr vber den Erdboden gehen / Alſo hab ich geſchworen / das ich nicht vber dich zörnen noch dich ſchelten wil. 10Denn es ſollen wol Berge weichen vnd Hügel hin fallen / Aber meine Gnade ſol nicht von dir weichen / vnd der Bund meines Friedes ſol nicht hin fallen / ſpricht der HERr dein Erbarmer.

 

Aus dem Abschnitt

Zions zukünftige Herrlichkeit

Verse 11-14

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Joh. 6.

→Rom. 5.

 

 

 

 

 

 

 

 

DV Elende / vber die alle Wetter gehen / vnd du Troſtloſe / Sihe / Ich wil deine ſteine wie einen ſchmuck legen / vnd wil deinen Grund mit Saphiren legen / 12Vnd deine Fenſter aus Chryſtallen machen / vnd deine Thore von Rubinen / vnd alle deine Grentzen von erweleten Steinen / 13Vnd alle deine Kinder gelert vom HERRN / Vnd groſſen Fried deinen Kindern. 14Du ſolt durch Gerechtigkeit bereitet werden. Du wirſt ferne ſein von gewalt vnd vnrecht / Das du dich da fur nicht darffeſt fürchten / vnd von ſchrecken / Denn es ſol nicht zu dir nahen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Vnrecht)

Das iſt / Fre­uel ſol­tu nicht mehr lei­den.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Jesaja

Jes 55,1-5

POOL

AT
IX

 

 

 

Der Prophet Jeſáiá.

 

C. LV.

 

 

Verse 1-5

Einladung zum Gnadenbund Gottes

 

 

Jesaja verkündet Gottes Wort:

 

 

 

 

 

→Joh. 7.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→2.Reg. 7.

→Act. 13.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WOlan alle die jr Dürſtig ſeid / komet her

zum Waſſer / Vnd die jr nicht Gelt habt / kompt her / keuffet vnd eſſet / Kompt her vnd keufft on gelt vnd vmb ſonſt / beide wein vnd milch. 2Warumb zelet jr Gelt dar / da kein Brot iſt / vnd ewer Erbeit / da jr nicht ſat von werden könnet? Höret mir doch zu / vnd eſſet das gute / So wird ewer Seele in wolluſt fett werden. 3Neiget ewr Ohren her / vnd kompt her zu mir / Höret / ſo wird ewer Seele leben / Denn ich wil mit euch einen ewigen Bund machen / nemlich / die gewiſſen gnaden Dauids.

4SIhe / Ich habe jn den Leuten zum Zeugen geſtellet / zum Fürſten vnd Gebieter den Völckern. 5Sihe / du wirſt Heiden ruffen / die du nicht kenneſt / vnd Heiden die dich nicht kennen / werden zu dir lauffen / Vmb des HERRN willen deines Gottes vnd des Heiligen in Iſrael / der dich preiſe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Dauids)

Die Dauid ver­heiſ­ſen iſt.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Hesekiel

Hes 36,16-28

POOL

AT
X

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. XXXVI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Erneuerung Iſraels durch Gottes Geiſt

Verse 16-29

 

 

Hesekiel sprach:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND des HERRN wort geſchach weiter zu mir / 17Du Men­ſchen­kind / Da das haus Iſ­ra­el in jrem Lande woneten / vnd daſ­ſel­bi­ge ver­un­rei­nig­ten mit jrem weſen vnd thun / das jr weſen fur mir war / wie die vnreinigkeit eines weibs in jrer kranckheit / 18Da ſchüttet ich meinen grim vber ſie aus / vmb des Bluts willen / das ſie im Lande vergoſſen / vnd daſſelb verunreiniget hatten / durch jre Götzen / 19Vnd ich zurſtrewet ſie vnter die Heiden / vnd zurſtewbet ſie in die Lender / vnd richtet ſie nach jrem weſen vnd thun / 20Vnd hielten ſich wie die Heiden / da hin ſie kamen / vnd entheiligeten meinen heiligen Namen / das man von jnen ſagte / Iſt das des HERRN volck / das aus ſeim Lande hat müſſen ziehen? 21Aber ich verſchonet vmb meines heiligen Namens willen / welchen das haus Iſrael entheiligte / vnter den Heiden / da hin ſie kamen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

22DARumb ſoltu zum hauſe Iſrael ſagen / ſo ſpricht der HErr HERR / Ich thue es nicht vmb ewern willen / jr vom hauſe Iſrael / ſondern vmb meines heiligen Namens willen / welchen jr entheiliget habt / vnter den Heiden / zu welchen jr komen ſeid. 23Denn ich wil meinen groſſen Namen / der durch euch fur den Heiden entheiligt iſt / den jr vnter den ſelben entheiliget habt / heilig machen. Vnd die Heiden ſollen erfaren / das ich der HERR ſey (ſpricht der HErr HERR) wenn ich mich fur jnen an euch erzeige / das ich heilig ſey.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DEnn ich wil euch aus den Heiden holen / vnd euch aus

allen Landen verſamlen / vnd wider in ewer Land füren. 25Vnd wil rein Waſſer vber euch ſprengen / das jr rein werdet von alle ewr vnreinigkeit / vnd von alle ewrn götzen wil ich euch reinigen. 26Vnd ich wil euch ein new Hertz / vnd einen newen Geiſt in euch geben / vnd wil das ſteinern Hertz aus ewrem fleiſch wegnemen / vnd euch ein fleiſchern Hertz geben. 27Ich wil meinen Geiſt in euch geben / vnd wil ſolche Leute aus euch machen / die in meinen Geboten wandeln / vnd meine Rechte halten / vnd darnach thun. 28Vnd jr ſollet wonen im Lande / das ich ewren Vetern gegeben habe / vnd ſollet mein Volck ſein / vnd ich wil ewer Gott ſein.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Hesekiel

Hes 37,1-14

POOL

AT
XI

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. XXXVII.

 

 

Verse 1-14

Der Odem Gottes erweckt zum Leben

 

 

Hes 37: Der Odem Gottes erweckt zum Leben

 

 

Hesekiel sprach:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND des HERRN Hand kam vber

mich / vnd füret mich hinaus im Geiſt des HERRN / vnd ſtellet mich auff ein weit Feld / das voller Beine lag / 2Vnd er füret mich allenthalb da durch / Vnd ſihe (des Gebeines) lag ſeer viel / auff dem Feld / vnd ſihe / ſie waren ſeer verdorret. 3Vnd er ſprach zu mir / Du Menſchenkind / Meinſtu auch / das dieſe Beine wider lebendig werden? Vnd ich ſprach / HErr HERR / das weiſtu wol.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4VND er ſprach zu mir / Weiſſage von dieſen Beinen / vnd ſprich zu jnen / Ir verdorreten beine / höret des HERRN wort / 5ſo ſpricht der HErr HERR von dieſen Gebeinen / Sihe / ich wil einen Odem in euch brangen / das jr ſolt lebendig werden. 6Ich wil euch Adern geben / vnd Fleiſch laſſen vber euch wachſen / vnd mit Haut vberziehen / vnd wil euch Odem geben / das jr wider lebendig werdet / vnd ſolt erfaren / das ich der HERR bin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND ich weiſſagte / wie mir befolhen war / Vnd ſihe / da rauſſchet es / als ich weiſſagte / Vnd ſihe / es regete ſich / vnd die Gebeine kamen wider zuſamen / ein jglichs zu ſeinem gebein. 8Vnd ich ſahe / vnd ſihe / es wuchſen Adern vnd Fleiſch drauff / vnd er vberzoch ſie mit Haut / Es war aber noch kein Odem in jnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9VND er ſprach zu mir / Weiſſage zum Winde / weiſſage / du Menſchenkind / vnd ſprich zum Wind / ſo ſpricht der HErr HERR / Wind / kom herzu aus den vier Winden / vnd blaſe dieſe Getödten an / das ſie wider lebendig werden. 10Vnd ich weiſſaget / wie er mir befolhen hatte / Da kam Odem in ſie / vnd ſie wurden wider lebendig / vnd richten ſich auff jre füſſe. Vnd jr war ein ſeer gros Heer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND er ſprach zu mir / Du Menſchenkind / Dieſe Beine ſind das gantze haus Iſrael. Sihe / jtzt ſprechen ſie / Vnſer Beine ſind verdorret / vnd vnſer hoffnung iſt verlorn / vnd iſt aus mit vns. 12Darumb weiſſage / vnd ſprich zu jnen / ſo ſpricht der HErr HERR / Sihe / ich wil ewre Greber auffthun / vnd wil euch / mein Volck / aus den ſelben er aus holen / vnd euch ins land Iſrael bringen. 13Vnd ſolt erfaren das ich der HERR bin / wenn ich ewr Greber geöffnet / vnd euch / mein Volck / aus den ſelben bracht habe. 14Vnd ich wil meinen Geiſt in euch geben / das jr wider leben ſollet / vnd wil euch in ewer Land ſetzen / Vnd ſolt erfaren / das ich der HERR bin / Ich rede es / vnd thue es auch / ſpricht der HERR.

 

 

 

Die Holzschnitte der Bibel

Hinweis zur Abbildung in Hesekiel 37

»Die Erweckungsvision Hesekiels«

Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu Hesekiel 37

»Die Erweckungsvision« (Hes 37)

Das Bild im Kapitel 37 des Buchs He­se­kiel zeigt die Er­we­ckungs­vi­si­on: He­se­kiel steht vor dem Feld der Kno­chen und Ge­bei­ne. Er wird von Gott an­ge­wie­sen, die To­ten wie­der zum Le­ben zu er­we­cken.

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Daniel

Dan 3,1-29

in Auswahl

POOL

AT
XII

 

 

 

Der Prophet Daniel.

 

C. III.

 

 

Aus dem Abschnitt

I.3
DIE DREI MÄNNER IM FEUEROFEN

 

 

Verse 1-7

Nebukadnezar errichtet eine goldene Statue und verpflichtet das Volk zur Anbetung des Götzenbildes

Gülden Bilde etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DER König NebucadNezar lies ein gül-

den / Bilde machen / ſechzig ellen hoch vnd ſechs ellen breit / vnd lies es ſetzen im lande zu Babel / auff einen ſchönen Anger. 2Vnd der könig NebucadNezar ſandte nach den Fürſten / Herrn / Landpflegern / Richtern / Vogten / Reten / Amptleuten / vnd allen Gewaltigen im Lande / das ſie zuſamen komen ſolten / das Bilde zu weihen / das der könig NebucadNezar hatte ſetzen laſſen. 3Da kamen zuſamen die Fürſten / Herrn / Landpfleger / Richter / Vögte / Rete / Amptleute vnd alle Gewaltigen im lande / das Bilde zu weihen / das der könig NebucadNezar hatte ſetzen laſſen. Vnd ſie muſten gegen das Bilde treten / das NebucadNezar hatte ſetzen laſſen.

Dis Bild mag vie­leicht der Kö­nig ha­ben ma­ch­en laſ­ſen / nach dem traum / Als da­mit Gott zu lo­ben / der durch Da­niel jm den Traum hat­te of­fen­ba­ret. Aber weil es Gott nicht be­fol­hen hat­te / vnd wi­der das er­ſte Ge­bot war / iſts vn­recht vnd ein Ab­göt­te­rey. Denn Got­tes­dienſt on Got­tes wort iſt / al­le zeit Ab­göt­te­rey.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4VND der Ernhold rieff vber laut / Das laſſt euch geſagt ſein / jr Völcker / Leute vnd Zungen / 5wenn jr hören werdet den ſchall der Poſaunen / Drometen / Harffen / Geigen / Pſalter / Lauten / vnd allerley Seitenſpiel / So ſolt jr niderfallen / vnd das gülden Bilde anbeten / das der könig NebucadNezar hatte ſetzen laſſen. 6Wer aber als denn nicht niderfellet vnd anbetet / Der ſol von ſtund an in den glüenden Ofen geworfen werden. 7Da ſie nu höreten den ſchall der poſaunen / drometen / harffen / geigen / pſalter / vnd allerley Seitenſpiel / fielen nider alle Völcker / Leute vnd Zungen / vnd beteten an das gülden Bilde / das der könig NebucadNezar hatte ſetzen laſſen.

 

Verse 8-15

Die drei Freunde Daniels werden beſchuldigt, das Götzenbild nicht angebetet zu haben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VON ſtund an tratten hin zu etliche Chaldeiſche

menner / vnd verklagten die Jüden / 9fiengen an / vnd ſprachen zum könige NebucadNezar / Herr König / Gott verleihe dir langes leben. 10Du haſt ein Gebot laſſen ausgehen / Das alle Menſchen / wenn ſie ſie hören würden den ſchall der poſaunen / drometen / harffen / geigen / pſalter / lauten / vnd allerley Seitenſpiel / ſolten ſie nider fallen / vnd das gülden Bilde anbeten. 11Wer aber nicht niderfiele / vnd anbetet / Solt in einen glüenden Ofen geworffen werden. 12Nu ſind da Jüdiſche menner / welche du vber die Ampt im Lande zu Babel geſetzt haſt / Sadrach / Meſach / vnd AbedNego / Die ſelbigen verachten dein Gebot / vnd ehren deine Götter nicht / vnd beten nicht an das gülden Bilde / das du haſt ſetzen laſſen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

13DA befalh NebucadNezar mit grim vnd zorn / Das man fur jm ſtellet Sadrach / Meſach / vnd AbedNego / Vnd die menner wurden fur den König geſtellet. 14Da fieng NebucadNezar an / vnd ſprach zu jnen / Wie? wolt jr Sadrach / Meſach / AbedNego meinen Gott nicht ehren? vnd das gülden Bilde nicht anbeten / das ich habe ſetzen laſſen? 15Wolan / ſchickt euch / So bald jr hören werdet den ſchall der poſaunen / drometen / harffen / geigen / pſalter / lauten / vnd allerley Seitenſpiel / So fallet nider / vnd betet das bilde an / das ich habe machen laſſen. Werdet jrs nicht anbeten / So ſolt jr von ſtund an in den glüenden Ofen geworffen werden / Las ſehen / wer der Gott ſey / der euch aus meiner Hand erretten werde.

 

Verse 16-18

Die drei Freunde bleiben im Vertrauen auf Gott vor Nebukadnezar ſtandhaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA fiengen an Sadrach / Meſach / Abed­Nego / vnd ſprachen zum könige NebucadNezar / Es iſt nicht not / das wir dir drauff antworten. 17Sihe / vnſer Gott / den wir ehren / kan vns wol erretten aus dem glüenden Ofen / da zu auch von deiner Hand erretten. 18Vnd wo ers nicht thun wil / So ſoltu dennoch wiſſen / Das wir deine Götter nicht ehren / noch das gülden Bilde / das du haſt ſetzen laſſen / anbeten wöllen.

 

 

 

 

 

Merck / welch ein Glaube das iſt.

 

Verse 19-23

Nebukadnezar läſſt zornig die drei Freunde lebendig ins Feuer ſtoßen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19DA ward NebucadNezar vol Grims / vnd ſtellet ſich ſcheuslich wider Sadrach / Meſach / vnd AbedNego / Vnd befalh / man ſolte den Ofen ſieben mal heiſſer machen / denn man ſonſt zu thun pflegte. 20Vnd befalh den beſten Kriegsleuten / die in ſeinem Heer waren / Das ſie Sadrach / Meſach / vnd AbedNego bünden / vnd in den glüenden Ofen würffen. 21Alſo wurden dieſe Menner in jren menteln / ſchuhen / Hüten vnd andern kleidern / gebunden / vnd in den glüenden Ofen geworffen / 22Denn des Königes gebot muſt man eilend thun. Vnd man ſchurt das fewr im Ofen ſo ſeer / das die Menner / ſo den Sadrach / Meſach / vnd AbedNego verbrennen ſolten / verdorben von des fewrs flammen. 23Aber die drey menner Sadrach / Meſach / vnd AbedNego / fielen hin ab in den glüenden Ofen / wie ſie gebunden waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Eilend)

Das man nicht hat mü­gen die klei­der aus­zie­hen.

 

Auslassung 1: Das Gebet Asarjas

Auslassung 2: Der Gesang der drei Männer im Feuer

 

 

Siehe

→Anmerkung 1

 

 

 

 

 

 

Nebukadnezar erſchrickt über die wunderlichen Vorgänge im Feuerofen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA entſatzt ſich der könig NebucadNezar / vnd fur eilends auff / vnd ſprach zu ſeinen Reten / Haben wir nicht drey Menner / gebunden in das fewr laſſen werffen? Sie antworten / vnd ſprachen zum Könige / Ja Herr König. 25Er antwortet / vnd ſprach / Sehe ich doch vier Menner los im fewr gehen / vnd ſind vnuerſeert / Vnd der vierde iſt gleich als were er ein Son der Götter.

 

 

 

 

 

Die drei Freunde verlaſſen den Ofen unverſehrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26VND NebucadNezar trat hin zu / fur das Loch des glüenden Ofens / vnd ſprach / Sadrach / Meſach / AbedNego / jr knechte Gottes des Höheſten / gehet her aus / vnd kompt her. Da giengen Sadrach / Meſach / vnd AbedNego heraus aus dem fewr. 27Vnd die Fürſten / Herrn / Vögte vnd Rete des Königes kamen zuſamen / vnd ſahen / das das fewr keine macht / am leibe dieſer Menner / beweiſet hatte / vnd jr Heubthar nicht verſenget / vnd jre Mentel nicht verſeeret waren. Ja man kundte keinen brand an jnen riechen.

 

 

 

 

 

Abbildung 3: Die Männer im Feuerofen

 

 

Holzschnitt, Bild zum Buch des Propheten Daniel, Kapitel 3, Die Männer im Feuerofen

 

 

 

 

 

Nebukadnezar preiſt erneut Gott und ehrt die drei Freunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA fieng an NebucadNezar / vnd ſprach / Gelobet ſey der Gott / Sadrach / Meſach / vnd AbedNego / der ſeinen Engel geſand / vnd ſeine Knechte errettet hat / die jm vertrawet / vnd des Königs gebot nicht gehalten / Sondern jren Leib dar gegeben haben / das ſie keinen Gott ehren noch anbeten wolten / on allein jren Gott. 29So ſey nu dis mein Gebot / Welcher vnter allen Völckern / Leuten vnd Zungen / den Gott Sadrach / Meſach / vnd AbedNego leſtert / Der ſol vmbkomen / vnd ſein Haus ſchendlich verſtöret werden / Denn es iſt kein ander Gott / der alſo erretten kan / als dieſer.

 

 

Anmerkung 1:

Bis heute enthalten anders als die Lutherbibeln einige Bibelausgaben an dieser Stelle zwei Textstücke, die Luther bei seiner Übersetzung hier ausgelassen und stattdessen in einen besonderen Teil seiner Bibel, "Die Apokryphen des Alten Testaments", verschoben hat.

Sie finden den Text hier:

1. →Das Gebet Asarjas ( Apokryphen 4StDan)

2. →Der Gesang der drei Männer im Feuer (Apokryphen 5StDan)

 

 

Die Holzschnitte der Bibel

Holzschnitt in Daniel 3

»Die Männer im Feuerofen«

Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu Daniel, Kapitel 3

»Die Männer im Feuerofen« (Dan 3)

Das Bild im Kapitel 3 des Buchs Daniel zeigt das Geschehen um die Männer im Ofen. Die Hitze hat die Soldaten am Ofenrand getötet, doch die drei Freunde Daniels und eine weitere Person laufen unbeschadet zwischen den Flammen.

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Micha

Mi 4,1-5

POOL

AT
XIII

 

 

 

Der Próphet Micĥa.

 

C. IIII.

 

 

Verse 1-5

Das kommende Friedensreich Gottes

 

 

Micha sprach:

 

 

 

 

 

 

 

→Jeſa. 2.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IN den letzten tagen aber / wird der Berg

/ dar auff des HERRN Haus ſtehet / gewis ſein / höher denn alle Berge vnd vber die Hügel erhaben ſein. Vnd die Völcker werden dazu lauffen / 2vnd viel Heiden werden gehen vnd ſagen / Kompt / laſſt vns hinauff zum Berge des HERRN gehen / vnd zum Hauſe des Gottes Jacob / Das er vns lere ſeine Wege / vnd wir auff ſeiner Straſſen wandeln / Denn aus Zion wird das Geſetz ausgehen / vnd des HERRN wort aus Jeruſalem.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3ER wird vnter groſſen Völckern richten / vnd viel Heiden ſtraffen in fernen Landen / Sie werden jre Schwerter zu Pflugſcharen / vnd jre Spieſſe zu Sicheln / machen / Es wird kein Volck wider das ander ein Schwert auffheben / vnd werden nicht mehr kriegen lernen. 4Ein jglicher wird vnter ſeinem Weinſtock vnd Feigenbawm wonen / on ſchew / Denn der Mund des HERRN Zebaoth hats geredt. 5Denn ein jglich Volck wird wandeln im namen ſeines Gottes / Aber wir werden wandeln im Namen des HERRN vnſers Gottes jmer vnd ewiglich.

(Richten)

Gottes wort wird in alle Welt ko­men.

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Ge­stal­tung der Gottes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Texte vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet, wer­den Sie auf die­se Wei­se die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

 

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
 
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