Das 1. Buch Samuel | Kapitel 1

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Die Geschichtsbücher des Alten Testaments

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Geschichtsbücher des Alten Testaments

Das 1. Buch Samuel

Kapitel 1

 

1Sam 1

 

Der Text in 31 Kapiteln

 
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Gliederung Kapitel 1

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel I.

 

 

1 - 3

 

I. SAMUEL AM HEILIGTUM IN SILO

 

1

1,1-28

→Hannas Gebet und Samuels Geburt

 

 

 

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Samuel.

[148b]

 

I.

 

 

I.
SAMUEL AM HEILIGTUM IN SILO

 

 

1 - 5

 

 

Hannas Gebet und Samuels Geburt

 

ES war ein Man von

Ramathaim Zophim / vom ge-

birge Ephraim / der hies ElKana / ein ſon Jeroham / des ſons Elihu / des ſons Thohu / des ſons Zuph / welcher von Ephrath war. 2Vnd er hatte zwey Weiber / eine hies Hanna / die ander Peninna. Peninna aber hatte Kinder / vnd Hanna hatte keine kinder. 3Vnd derſelb Man gieng hinauff von ſeiner Stad zu ſeiner zeit / das er anbetet / vnd opffert dem HERRN Zebaoth zu Silo. Daſelbs waren aber Prieſter des HERRN / Hophni vnd Pinehas die zween ſöne Eli.

Elkana.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hophni.

Pinehas.

 

DA es nu eines tags kam / das ElKana opfferte / Gab er ſeinem weibe Peninna / vnd allen jren Sönen vnd Töchtern ſtücke / 5Aber Hanna gab er ein ſtück traurig / denn er hatte Hanna lieb / Aber der HERR hatte jren Leib verſchloſſen. 6Vnd jre Widerwertige betrübt ſie / vnd trotzt ſie ſeer / Das der HERR jren Leib verſchloſſen hette. 7Alſo giengs alle jar wenn ſie hin auff zoch zu des HERRN hauſe / vnd betrübt ſie alſo / So weinet ſie denn vnd aſs nichts. 8Elkana aber jr Man ſprach zu jr / Hanna warumb weineſtu? vnd warumb iſſeſtu nichts? vnd warumb gehabt ſich dein hertz ſo vbel? Bin ich dir nicht beſſer / denn zehen Söne.

 

 
[148b | 149a]

 

 

Samuel.     C. I.

Hanna

gebet vnd Gelübde.

CXLIX.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hanna

gebet vnd gelübde.

DA ſtund Hanna auff / nach dem ſie geſſen hatte zu Silo vnd getruncken (Eli aber der Priſter ſas auff eim ſtuel an der pfoſten des Tempels des HERRN) 10vnd ſie war von hertzen betrübt / vnd bettet zum HERRN vnd weinet 11vnd gelobt ein Gelübde / vnd ſprach / HERR Zebaoth / Wirſtu deiner Magd elend anſehen vnd an mich gedencken / vnd deiner Magd nicht vergeſſen / vnd wirſt deiner Magd einen Son geben / So wil ich jn dem HERRN geben ſein lebenlang / vnd ſol kein Schermeſſer auff ſein Heubt komen.

 

12VND da ſie lange betet fur dem HERRN / hatte Eli acht auf jren mund / 13Denn Hanna redet in jrem hertzen / allein jre lippen regeten ſich / vnd jre ſtimme höret man nicht. Da meinet Eli ſie were truncken / 14vnd ſprach zu jr / Wie lange wiltu truncken ſein? Las den wein von dir komen / den du bey dir haſt. 15Hanna aber antwortet / vnd ſprach / Nein / mein Herr / Ich bin ein betrübt Weib / wein vnd ſtarck getrenck hab ich nicht getruncken / Sondern hab mein hertz fur dem HERRN ausgeſchut. 16Du wolteſt deine Magd nicht achten / wie ein loſe weib / Denn ich hab aus meinem groſſen kummer vnd traurigkeit geredt biſher. 17Eli antwortet / vnd ſprach / Gehe hin mit frieden / der Gott Iſrael wird dir geben deine Bitte / die du von jm gebeten haſt. 18Sie ſprach Las deine Magd gnade finden fur deinen augen. Alſo gieng das weib hin jres wegs vnd aſs / vnd ſahe nicht ſo trawrig.

 

 

 

 

Eli.

 

VND des morgens früe machten ſie ſich auff / vnd da ſie angebettet hatten fur dem HERRN / kereten ſie widerumb / vnd kamen heim gen Ramath. Vnd ElKana erkandte ſein weib Hanna / vnd der HERR gedacht an ſie. 20Vnd da etliche tage vmb waren ward ſie ſchwanger vnd gebar einen Son / vnd hies jn Samuel / Denn ich hab jn von dem HERRN gebeten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Samuel

geborn.

 

VND da der Man ElKana hin auff zoch mit ſeinem gantzen Hauſe / das er dem HERRN opfferte das Opffer zur zeit gewönlich / vnd ſein Gelübde / 22zoch Hanna nicht mit hin auff / Sondern ſprach zu jrem Man / Bis der Knabe entwenet werde ſo wil ich jn bringen / das er fur dem HERRN erſcheine / vnd bleibe daſelbs ewiglich. 23ElKana jr Man ſprach zu jr / So thu wie dirs gefelt / bleib bis du jn entweneſt / Der HERR beſtetige aber was er geredt hat.

 

ALſo bleib das Weib / vnd ſeuget jren Son / bis das ſie jn entwenet. 24Vnd bracht jn mit jr hin auff / nach dem ſie jn entwenet hatte / mit dreien Farren / mit einem Epha melh / vnd einer Flaſſchen weins / vnd bracht jn in das Haus des HERRN zu Silo. Der Knabe war aber noch jung / 25Vnd ſie ſchlachten einen Farren / vnd brachten den Knaben zu Eli. 26Vnd ſie ſprach / Ah mein Herr / So war deine ſeele lebt / mein Herr / Ich bin das Weib / das hie bey dir ſtund / vnd bat den HERRN / 27da ich vmb dieſen Knaben bat. Nu hat der HERR meine bitte gegeben / die ich von jm bat. 28Darumb geb ich jn dem HERRN wider ſein lebe lang / weil er vom HERRN erbeten iſt. Vnd ſie betten daſelbs den HERRN an.

 

 

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
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