Das 3. Buch Mose (Levitikus)

Kapitel IIII.

Symbol Biblia 1545

Die Lutherbibel von 1545

 

Die Texte der Lutherbibel von 1545 in Frakturschrift

Das Alte Testament

Die Geschichtsbücher

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Das 3. Buch Mose
Levitikus

 

C. IIII.

 

3Mos 4,1-35

 

Der Text in 27 Kapiteln

 

Gliederung Kapitel IIII.

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel IIII.

 

 

1 - 7

 

I. DIE OPFERGESETZE

 

 

 

1 - 5

 

I.1 Art und Anlass der Opfer

 

1

4,1-3a

→Das Sündopfer

2

4,3b-12

→A. Das Sündopfer des Hohenpriesters

3

4,13-21

→B. Das Sündopfer der Gemeinde Israels

4

4,22-26

→C. Das Sündopfer eines Fürsten

5

4,27-35

→D. Das Sündopfer eines Bürgers

 

 

 

 

 

Das Dritte Bucĥ
Moſe.

 

 

 

 

[57a]

 

 

IIII.

 

 

Das Sündopfer

 

VND der HERR redet mit Mo­ſe / vnd ſprach / 2Rede mit den kin­dern Iſ­ra­el / vnd ſprich. Wenn eine Seele ſün­di­gen wür­de aus ver­ſe­hen / an jr­gent ei­nem Ge­bot des HER­RN / das ſie nicht thun ſolt. 3Nem­lich /

 

 

A. Das Sündopfer des Hohenpriesters

 

 

 

 

Sünd-

opffer.

ſo ein Prie­ſter der ge­ſal­bet iſt / ſün­di­gen würde / das er das Volck ergert / Der ſol fur ſeine ſünde / die er ge­than hat einen jungen Farren bringen der on wandel ſey / dem HER­RN zum Sünd­op­f­fer. 4Vnd ſol den Farren fur die thür der Hütten des Stiffts bringen fur den HERRn / vnd ſeine hand auff des ſelben heubt legen / vnd ſchlachten fur dem HER­RN. 5Vnd der Prie­ſter der ge­ſal­bet iſt / ſol des Farren bluts nemen / vnd in die Hütten des Stiffts bringen / 6Vnd ſol ſeinen finger in das Blut tuncken / vnd da mit ſieben mal ſprengen fur dem HER­RN / fur dem Furhang im Heiligen. 7Vnd ſol des ſelben bluts thun auff die hörner des Reuchaltars / der fur dem HER­RN in der Hütten des Stiffts ſtehet / vnd alles Blut gieſſen an den boden des Brand­op­f­fersaltars / der fur der hütten thür des Stiffts ſtehet. 8Vnd alles fett des Sünd­op­f­fers ſol er Heben / nem­lich / das fett am eingeweide / 9die zwo nieren / mit dem fett das dran iſt an den lenden / vnd das netz vber der lebber / an den nieren abgeriſſen / 10Gleich wie ers Hebt vom ochſen im Danck­op­f­fer / vnd ſols an­zün­den auff dem Brand­op­f­fersaltar. 11Aber das fell des Farren / mit allem fleiſch ſampt dem kopff / vnd ſchenckeln / vnd das eingeweide / vnd den miſt / 12das ſol er alles hin aus füren auſſer dem Lager / an eine reine ſtete / da man die Aſſchen hin ſchüttet / vnd ſols verbrennen auff dem holtz mit fewr.

 

(Ergert)

Das iſt / mit le­ren oder le­ben on­ge­fehr zur ſünd vnd ſchuld vr­ſache ge­be.

 

 

B. Das Sündopfer der Gemeinde Israels

Leui. 9.

Num. 15.

WEns eine gantze Gemeine in Iſ­ra­el verſehen wür­de / vnd die that fur jren augen ver­bor­gen were / das ſie jrgent wider ein Gebot des HER­RN ge­than hetten / das ſie nicht thun ſolten / vnd ſich alſo verſchuldeten / 14Vnd darnach jrer ſunde innen würden / die ſie ge­than hetten / Sollen ſie einen jungen Farren dar bringen zum Südopffer / vnd fur die thür der Hütten des Stiffts ſtellen. 15Vnd die El­te­ſten von der Gemeine ſollen jre hende auff ſein heubt legen fur dem HER­RN / vnd den Farren ſchlachten fur dem HERrn. 16Vnd der Prie­ſter der ge­ſal­bet iſt / ſol des bluts vom Farren in die hütten des Stiffts bringen / 17vnd mit ſeinem finger drein tuncken / vnd ſieben mal ſprengen fur dem HER­RN / fur dem Furhang. 18Vnd ſol des bluts auff die hörner des Altars thun / der fur dem HER­RN ſtehet in der Hütten des Stiffts. Vnd alles ander blut an den boden des Brand­op­f­fersaltar gieſſen / der fur der

 

 

 

 

[57a | 57b]

 

 

III Bucĥ     C. IIII.V.

Kircĥen

Rechte.

 

 

thür der Hütten des Stiffts ſtehet. 19Alles ſein fett aber ſol er Heben / vnd auff dem Altar an­zün­den. 20Vnd ſol mit dem Farren thun / wie er mit dem farren des Sünd­op­f­fers ge­than hat / Vnd ſol alſo der Prie­ſter ſie verſünen / ſo wirds jnen vergeben. 21Vnd ſol den Farren auſſer dem Lager füren vnd verbrennen / wie er den vorigen Farren verbrand hat / das ſol das Sünd­op­f­fer der Gemeine ſein.

 

 

C. Das Sündopfer eines Fürsten

 

WEnn aber ein Fürſt ſundiget / vnd jrgent wider des HER­RN / ſeins Gottes gebot thut / das er nicht thun ſolt / vnd verſihets / das er ſich verſchuldet / 23vnd wird ſeiner ſünde innen die er ge­than hat. Der ſol zum Op­ffer bringen / einen Zigenbock on wandel / 24vnd ſeine hand auff des Bocks heubt legen / vnd jn ſchlachten an der ſtat / da man die Brand­op­f­fer ſchlachtet fur dem HER­RN Das ſey ſein Sünd­op­f­fer. 25Da ſol denn der Prie­ſter des bluts von dem Sünd­op­f­fer nemen mit ſeinem finger / vnd auff die hörner des Brand­op­f­fersaltar thun / vnd das ander blut an den boden des Brand­op­f­fersaltar gieſſen. 26Aber alles ſein fett ſol er auff dem Altar an­zün­den / gleich wie das fett des Danck­op­f­fers / Vnd ſol alſo der Prie­ſter ſeine Sunde verſünen / ſo wirds jm vergeben.

 

 

D. Das Sündopfer eines Bürgers

 

WEns aber eine Seele vom gemeinen Volck verſihet vnd ſündiget / das ſie jrgent wider der Gebot des HER­RN eines thut / das ſie nicht thun ſolt / vnd ſich alſo verſchuldet / 28vnd jrer ſünde innen wird / die ſie ge­than hat / Die ſol zum Op­ffer eine Zigen bringen on wandel / fur die ſünde die ſie ge­than hat / 29Vnd ſol jre hand auff des Sünd­op­f­fers heubt legen / vnd ſchlachten an der ſtete des Brand­op­f­fers. 30Vnd der Prie­ſter ſol des bluts mit ſeinem finger nemen / vnd auff die hörner des Altars des Brand­op­f­fers thun / vnd alles blut an des Altars boden gieſſen. 31Alle ſein fett aber ſol er abreiſſen / wie er das fett des Danck­op­f­fers abgeriſſen hat / vnd ſols an­zün­den auff dem Altar zum ſüſſen geruch dem HER­RN / Vnd ſol alſo der Prie­ſter ſie verſünen / ſo wirds jr vergeben.

 

WIrd er aber ein ſchaf zum Sünd­op­f­fer brin­gen / ſo bringe er das eine Sie iſt / on wan­del / 33Vnd lege ſeine hand auff des Sünd­op­f­fers heubt vnd ſchlacht es zum Sünd­op­f­fer / an der ſtete / da man die Brand­op­f­fer ſchlachtet. 34Vnd der Prie­ſter ſol des bluts mit ſeinem finger nemen / vnd auff die hörner des Brand­op­f­fersaltar thun / vnd alles blut an den boden des Altars gieſſen. 35Aber alle ſein fett ſol er abreiſſen / wie er das fett vom Schaf des Danck­op­f­fers abgeriſſen hat / vnd ſols auff dem Altar an­zün­den / zum Fewr dem HER­RN / vnd ſol alſo der Prie­ſter verſünen ſeine Sünde die er ge­than hat / ſo wirds jm vergeben.

 

 

 

 

 
 

 

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Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
 
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