Das 3. Buch Mose (Levitikus)
Kapitel XVIII.

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Die Geschichtsbücher des Alten Testaments

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Geschichtsbücher des Alten Testaments

Das 3. Buch Mose
Levitikus

 

C. XVIII.

 

3Mos

Kapitel 18,1-30

 

Der Text in 27 Kapiteln

 
Auswahl der Kapitel

Das 3. Buch Mose (Levitikus)

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    Gliederung Kapitel XVIII.

     

    Nr.

    Textstelle

    Abschnitt | Link zum Text

    Kapitel XVIII.

     

     

    1 - 7

     

    I. DIE OPFERGESETZE

     

    1

    18,1-17

    →xx

     

     

     

     

    Das Dritte Bucĥ
    Moſe.

     

     

    [56a]

     

    XVIII.

     

     

    Überſchrift

     

    VND der HERR redet mit Moſe /

    nach dem

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    1VND der HERR redet mit Moſe / vnd ſprach / 2Rede mit den kindern Iſrael / vnd ſprich zu jnen / Ich bin der HERR ewr Gott. 3Ir ſolt nicht thun nach den wercken des Lands Egypten / darinnen jr gewonet habt / Auch nicht nach den wercken des Lands Canaan / dar ein ich euch füren wil. Ir ſolt auch euch nach jrer weiſe nicht halten / 4Sondern nach meinen Rechten ſolt jr thun / vnd meine Satzung ſolt jr halten / das jr drinnen wandelt / Denn ich bin der HERR ewr Gott. 5Darumb ſolt jr meine Satzunge halten vnd meine Rechte / Denn [66a] welcher Menſch dieſelben thut / der wird da durch leben / Denn ich bin der HERR. Rom. 10.; Galt. 3.

    6NIemand ſol ſich zu ſeiner neheſten Blutfreundin thun / jre Schambd zu blöſſen / Denn ich bin der HERR. 7Du ſolt deines Vaters vnd deiner Mutter ſchambd nicht blöſſen / Es iſt deine Mutter / darumb ſoltu jre ſchambd nicht blöſſen. 8Du ſolt deines Vaters weibes ſchambd nicht blöſſen / denn es iſt deines Vaters ſchambd. 9Du ſolt deiner Schweſter ſchambd / die deines Vaters oder deiner Mutter tochter iſt / da heim oder drauſſen geborn / nicht blöſſen. 10Du ſolt deines ſons oder deiner Tochter tochter ſchambd nicht blöſſen denn es iſt deine ſchambd. 11Du ſolt der tochter deines Vaters weibs / die deinem Vater geborn iſt / vnd deine ſchweſter iſt / ſchamd nicht blöſſen. 12Du ſolt deines Vatern ſchweſter ſchambd nicht blöſſen / denn es iſt deines Vatern neheſte Blutfreundin. 13Du ſolt deiner Mutter ſchweſter ſchambd nicht blöſſen / denn es iſt deiner Mutter neheſte Blutfreundin.
    14DV ſolt deines Vatern bruder ſchambd nicht blöſſen / das du ſein Weib nemeſt / denn ſie iſt deine Waſe. 15Du ſolt deiner Schnur ſchambd nicht blöſſen / denn es iſt deines Sons weib / darumd ſoltu jre ſchambd nicht blöſſen. 16Du ſolt deines Bruders weibs ſchambd nicht blöſſen / Denn ſie iſt deines Bruders ſchambd. 17Du ſolt deines Weibs ſampt jr Tochter ſchambd nicht blöſſen / noch jrs Sons tochter oder Tochter tochter nemen / jre ſchambd zu blöſſen / denn es iſt jre neheſte Blutfreundin / vnd iſt ein laſter. 18Du ſolt auch deines weibes Schweſter nicht nemen neben jr jre ſchambd zublöſſen / jr zu wider / weil ſie noch lebt.
    19DV ſolt nicht zum Weibe gehen / weil ſie jre Kranckheit hat / in jrer vnreinigkeit / jre ſchambd zu blöſſen.
    20DV ſolt auch nicht bey deines Neheſten weib ligen / ſie zubeſamen da mit du dich an jr verunreinigſt.
    21DV ſolt auch deines ſamens nicht geben / das es dem Molech verbrand werde / Das du nicht entheiligſt den Namen deines Gottes / Denn ich bin der HERR. Leui. 20.; 1. Reg. 18.
    22DV ſolt nicht bey Knaben ligen / wie beim Weibe / Denn es iſt ein grewel. 23Du ſolt auch bey keinem Thier liegen / das du mit jm verunreinigt werdeſt. Vnd kein Weib ſol mit eim Thier zuſchaffen haben / Denn es iſt ein grewel. Exod. 26.

    24IR ſolt euch in dieſer keinem verunreinigen / Denn in dieſem allen haben ſich verunreiniget die Heiden / die ich fur euch her wil ausſtoſſen / 25Vnd das Land da durch verunreinigt iſt / Vnd ich wil jre miſſethat an jnen heimſuchen / das das Land ſeine Einwoner ausſpeie. 26Darumb haltet meine Satzung vnd rechte / vnd thut dieſer Grewel keine / weder der Einheimiſche noch der Frembdling vnter euch. 27Denn alle ſolche grewel haben die leute dieſes lands gethan / die vor euch waren / vnd haben das Land verunreinigt / 28auff das euch nicht auch das Land ausſpeie / wenn jr es verunreinigt / gleich wie es die Heiden hat ausgeſpeiet / die vor euch waren. 29Denn welche dieſe Grewel thun dere Seelen ſollen ausgerottet werden von jrem volck. 30Darumb haltet meine ſatzunge / das jr nicht thut nach den grewlichen ſitten / die vor euch waren / das jr nicht damit verunreinigt werdet / Denn ich bin der HERR ewr Gott.

    1 War ein Abgott / dem ſie jre eigen Kinder zu dienſt verbranten. Wie Manaſſe that / der König Juda / vnd meineten Gott damit zu dienen / wie Abraham / da er Iſaac ſeinen ſon opffert. Aber weil jnen das Gott nicht befolhen hatte wie Abraham / war es vnrecht. Darumb ſpricht hie Gott / das ſein Name da durch eintheiliget werde / Denn es geſchach vnter Gottes namen / vnd war doch Teufeliſch. Wie auch jtzt Klöſter gelübde / vnd andere menſchen auffſetze viel Leute verderben / vnter Göttlichem Namen / als ſey es Gottesdienſt.

     

     

     

     

     

    Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

    Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

    Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

    Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

     
     
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    18