Das Buch Hiob (Ijob)
Kapitel XXVII.

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Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

Das Buch Hiob
Ijob

 

C. XXVII.

 

Hiob

Kapitel 27

 

Der Text in 42 Kapiteln

 
Auswahl der Beiträge und Kapitel

 

Gliederung Kapitel 27

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel XXVII.

 

 

22 - 31

 

IV. DER DIALOG: DRITTER GESPRÄCHSGANG

 

 

 

27,1 - 31,40

 

IV.5 Hiobs Schlussrede an die Freunde

 

1

27,1-23

→Hiob beteuert seine Unschuld

→Das vergängliche Glück der Gottlosen

 

 

 

 

Das Bucĥ Hiob.

 

 
[282b]

 

 

IV.5
Hiobs Schlussrede an die Freunde

 

 

 

27,1 - 30,40

 

XXVII.

 

 

Hiob beteuert ſeine Unſchuld

Das vergängliche Glück der Gottloſen

 

VND Hiob fur fort vnd hub an feine

Sprüche / vnd ſprach / 2So war Gott lebt / der mir mein Recht nicht gehen leſſt / vnd der Allmechtige / der mein Seel betrübt. 3So lange mein odem in mir iſt / vnd das ſchnauben von Gott in meiner naſen iſt / 4meine lippen ſollen nichts vnrechts reden / vnd mein zunge ſol keinen betrug ſagen. 5Das ſey ferne von mir / das ich euch recht gebe / Bis das mein ende kompt / wil ich nicht weichen von meiner frömkeit. 6Von meiner gerechtigkeit die ich habe / wil ich nicht laſſen / Mein gewiſſen beiſſet mich nicht meines gantzen Lebens halben. 7Aber mein Feind wird erfunden werden ein Gottloſer / vnd der ſich wider mich aufflehnet / ein vnrechter. 8Denn was iſt die hoffnung des Heuchlers / das er ſo geitzig iſt / vnd Gott doch ſeine ſeele hin reiſſet? 9Meinſtu / das Gott ſein ſchreien hören wird / wenn die angſt vber jn kompt? 10Wie kan er an dem Allmechtigen luſt haben / vnd Gott etwa anruffen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heuchler heiſſet in dieſem Buch al­lent­hal­ben / einen falſchen Men­ſch­en / Wie ſie alle ſind fur Gott on glauben.

 

11ICh wil euch leren von der hand Gottes / vnd was bey dem Allmechtigen gilt / wil ich nicht verhelen. 12Sihe jr haltet euch alle fur klug / Warumb gebt jr denn ſolch vnnütze ding fur? 13Das iſt der lohn eins gottloſen Menſchen bey Gott / vnd das erbe der Tyrannen / das ſie von dem Allmechtigen nemen werden. 14Wird er viel Kinder haben / ſo werden ſie des Schwerts ſein. Vnd ſeine Nachkömlinge werden des Brots nicht ſat haben. 15Seine Vbrigen werden im Tod begraben werden / Vnd ſeine Widwe werden nicht weinen. 16Wenn er geld zuſamen bringet wie erden / vnd ſamlet Kleider wie leimen. 17So wird er es wol bereiten / Aber der Gerecht wird es anziehen / vnd der Vnſchüldige wird das geld auſteilen. 18Er bawet ſein Haus wie eine Spinne / vnd wie ein Hütter eine Schawr macht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Weinen)

Sie werden fro werden / das der tod iſt.

 

19DEr Reiche wenn er ſich legt / wird ers nicht mit raffen / Er wird ſeine augen auff thun / vnd da wird nichts ſein. 20Es wird jn ſchrecken vberfallen / wie Waſſer / des nachts wird jn das vngewitter wegnemen. 21Der Oſtwind wird jn wegfüren / das er da hin feret / Vnd vngeſtüm wird jn von ſeinem ort treiben. 22Er wird ſolchs vber jn füren / vnd wird ſein nicht ſchonen / Es wird jm alles aus ſeinen henden entpfliehen. 23Man wird vber jn mit den henden klappen / vnd vber jn ziſſchen da er geweſen iſt.

 

 

 

 

 
Aus dem Verzeichnis der Abkürzungen und Namen biblischer Bücher

Luthers Verweise auf biblische Bücher

 Kürzel

 Bezeichnung in Luthers Biblia 1545

 Moderne Bibel

 Kürzel

Hiob
Iob.
Das Buch Hiob.

Biblia Vulgata: Iob

Das Buch Hiob (Ijob)

Das Buch Ijob

Hiob

Ijob

Hiob

Erläuterungen siehe →Liste der Abkürzungen und Namen biblischer Bücher

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
 
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