Das Buch Hiob (Ijob) | Kapitel 28

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Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

Das Buch Hiob
Ijob

Kapitel 28

 

Hiob 28

 

Der Text in 42 Kapiteln

 
Auswahl der Beiträge und Kapitel

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Gliederung Kapitel 28

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel XXVIII.

 

 

15 - 21

 

III. DER DIALOG: ZWEITER GESPRÄCHSGANG

 

 

 

19,1-29

 

III.4 HIOBS ZWEITE ANTWORT AN BILDAD

 

1

28,1-28

→Das Lied von der Weisheit Gottes

 

 

 

 

Das Bucĥ Hiob.

 

 
[282b]

 

XXVIII.

 

 
[282b | 283a]

 

 

Hiob.     C. XXVIII.

CCLXXXIII.

 

 

 

Das Lied von der Weisheit Gottes

 

ES hat das Silber ſeine genge / vnd das

Gold ſeinen ort da mans ſchmeltzt. 2Eiſen bringet man aus der erden / Vnd aus den ſteinen ſchmeltzt man ertz. 3Es wird je des finſtern etwa ein ende / vnd jemand findet ja zu letzt den Schifer tieff verborgen. 4Es bricht ein ſolcher Bach erfür / das die drumb wonen / den weg daſelbs verlieren / Vnd fellt wider / vnd ſcheuſſt da hin von den Leuten. 5Man bringet auch fewr vnten aus der Erden / da doch oben ſpeiſe auffwechſt. 6Man findet Saphir an etlichen örtern / vnd Erdenklöſſe da gold iſt. 7Den ſteig kein Vogel erkand hat / vnd kein Geiers auge geſehen. 8Es haben die ſtoltzen Kinder nicht drauff getretten / vnd iſt kein Lewe drauff gegangen. 9Auch legt man die hand an die fels / vnd grebt die Berge vmb. 10Man reiſſet Beche aus den felſen / vnd alles was köſtlich iſt / ſihet das auge. 11Man wehret dem Strome des waſſers / vnd bringet das verborgen drinnen iſt / ans liecht.

 

 

 

 

 

 

(Finſtern)

Das iſt / man gre­bet zu letzt ſo tieff / Das man fin­det das ver­bor­gen ligt im fin­ſter­nis der er­den.

 

 

 

 

 

 

(Stolzen kinder)

Das ſind jun­ge Le­wen.

 

WO wil man aber Weisheit finden? Vnd wo iſt die ſtete des verſtands? 13Niemand weis wo ſie ligt / vnd wird nicht funden im Lande der lebendigen. 14Der abgrund ſpricht / Sie iſt in mir nicht / vnd das Meer ſpricht / ſie iſt nicht bey mir. 15Man kan nicht Gold vmb ſie geben / noch Silber darwegen / ſie zu bezalen. 16Es gilt jr nicht gleich Ophiriſch gold / oder köſtlicher Onich vnd Saphir. 17Gold vnd Demant mag jr nicht gleichen / noch vmb ſie gülden Kleinot wechſeln. 18Ramoth vnd Gabis acht man nicht / die Weisheit iſt höher zu wegen denn Berlen. 19Topaſius aus Morenland wird jr nicht gleich geſchetzt / Vnd das reineſte Gold gild jr nicht gleich.

 

 

20WO her kompt denn die Weisheit? vnd wo iſt die ſtete des Verſtands? 21Sie iſt verholen fur den augen aller Lebendigen / auch verborgen den vogeln vnter dem Himel. 22Das verdamnis vnd der tod ſprechen / Wir haben mit vnſern ohren jr gerücht gehöret. 23Gott weis den weg dazu / vnd kennet jre ſtete. 24Denn er ſihet die ende der Erden / vnd ſchawet alles was vnter dem Himel iſt. 25Da er dem Winde ſein gewicht machete / vnd ſetzete dem Waſſer ſeine gewiſſe maſſe. 26Da er dem Regen ein ziel machete / vnd dem Blitzen vnd Donner den weg. 27Da ſahe er ſie / vnd erzelet ſie / bereitet ſie vnd er fand ſie. 28Vnd ſprach zum Menſchen / Sihe / die furcht des HERRN / das iſt die Weisheit / vnd meiden das böſe / das iſt Verſtand.

 

 

 

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Lutherbibel auf dieser Seite ist in Anlehnung an das Druckbild des Ori­gi­nals von 1545 wiedergegeben.

Den Seitenaufbau, die verwendeten Schriften, die Schreibregeln der Frakturschrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Typografie Lesehilfen be­reit­zu­stel­len, erläutert dem interessierten Leser unser Artikel »Satz und Typografie der Lutherbibel von 1545«.

 

Der Bibeltext im evangelischen Kirchenjahr

MARGINALTEXT (M)

→5. Sonntag nach Trinitatis 2017

Hiob 28,12-14.20-28

M2

 
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