Das 4. Buch Mose (Numeri)
Kapitel XV.

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Die Geschichtsbücher des Alten Testaments

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Geschichtsbücher des Alten Testaments

Das 4. Buch Mose
Numeri

 

C. XV.

 

4Mos 15,1-41

 

Der Text in 36 Kapiteln

 
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Das 4. Buch Mose

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    Gliederung Kapitel XV.

     

    Nr.

    Textstelle

    Abschnitt | Link zum Text

    Kapitel XV.

     

     

    13,1 - 20,13

     

    III. DER AUFENTHALT IN DER WÜSTE BEI KADESCH

     

     

     

    15,1-41

     

    III.3 Verschiedene Gesetze und Vorschriften

     

    1

    15,1-16

    →Von Speis- und Trankopfern

    2

    15,17-21

    →Die Erstlingsopfer des Brotes

    3

    15,22-31

    →Über Sünden aus Versehen oder aus Vorsatz

    A

    →ABBILDUNG:

     

    Die Steinigung des Gesetzesbrechers

    4

    15,32-36

    →Strafe für eine Sabbatschändung

    5

    15,37-41

    →Von den Quasten an der Kleidung

     

     

     

     

    Das Vierde Bucĥ
    Moſe.

     

     

     

     

    [82a]

     

     

    XV.

     

     

    III.3
    Verschiedene Gesetze und Vorschriften

     

    15,1-41

     

     

    Von Speis- und Trankopfern

     

    VND der HERR redet mit Moſe / vnd

    ſprach / 2Rede mit den kindern Iſrael / vnd ſprich zu jnen. Wenn jr ins Land ewer Wonung kompt / das ich euch geben werde / 3vnd wolt dem HERRn Opffer thun / es ſey ein Brand­opffer oder ein Opffer zum beſondern Gelübd / oder ein freiwillig Opffer / oder ewer Feſteopffer / auff das jr dem HERRN ein ſüſſen geruch machet / von rindern oder von ſchafen.

    Kirchen

    Rechte.

     

    Leui. 2.

    Leui. 6.

    4WEr nu ſeine Gabe dem HERRN opffern wil / der ſol das Speis­opffer thun / ein zehenden ſemelmelhs gemenget mit öle eins vierden teils vom Hin / 5vnd wein zum Tranckopffer auch eins vierden teils vom Hin / zum Brand­opffer oder ſonſt zum Opffer / da ein Lamb geopffert wird. 6Da aber ein widder geopffert wird / ſoltu das Speis­opffer machen zween zehenden ſemelmelhs / mit öle gemenget eins dritten teils vom Hin / 7vnd wein zum Tranckopffer auch des dritten teils vom Hin / das ſoltu dem HERRN zum ſüſſen geruch opffern.

     

    8WIltu aber ein rind zum Brand­opffer / oder zum beſondern Gelübdopffer / oder zum Danck­opffer dem HERRN machen / 9So ſoltu zu dem rinde ein Speis­opffer thun / drey zehenden ſemelmelhs gemenget mit öle eins halben Hin / 10vnd wein zum Tranckopffer / auch ein halb Hin / Das iſt ein Opffer dem HERRN zum ſüſſen geruch. 11Alſo ſoltu thun mit einem ochſen / mit einem widder / mit einem ſchaf von lemmern vnd zigen / 12Darnach die zal iſt dieſer Opffer / darnach ſol auch die zal der Speis­opffer vnd Tranckopffer ſein.

     

    13WER ein Einheimiſcher iſt / der ſol ſolchs thun / das er dem HERRN

     

     

     

     

     

    [82a | 82b]

     

     

    IIII. Bucĥ     C. XV.

    Kirchen

    Rechte.

     

     

    opffere ein Opffer zum ſüſſen geruch. 14Vnd ob ein Frembdlinger bey euch wonet oder vnter euch bey ewren Freunden iſt / vnd wil dem HERRN ein Opffer zum ſüſſen geruch thun / der ſol thun / wie ſie thun. 15Der gantzen Gemeine ſey eine Satzunge / beide euch vnd den Frembdlingen / Ein ewige Satzunge ſol das ſein ewren Nachkomen / das fur dem HERRN der Frembdling ſey / wie jr. 16Ein Geſetze / ein Recht ſol euch vnd dem Frembdlingen ſein der bey euch wonet.

     

     

    Die Erſtlingsopfer des Brotes

     

    Exod. 23.

    Deut. 8.

    VND der HERR redet mit Moſe / vnd ſprach / 18Rede mit den kindern Iſrael / vnd ſprich zu jnen / Wenn jr ins Land komet / darein ich euch bringen werde / 19das jr eſſet des brots im Lande / Solt jr dem HERRN ein Hebe geben / 20nemlich / ewers Teigs erſtling ſolt jr einen Kuchen zur Hebe geben / Wie die Hebe von der ſcheunen / 21alſo ſolt jr auch dem HERRN ewrs Teigs erſtling zur Hebe geben bey ewrn Nachkommen.

     

     

    Über Sünden aus Verſehen oder aus Vorſatz

     

    Leui. 4.

    VND wenn jr durch vnwiſſenheit dieſer Gebot jrgend eins nicht thut / die der HERR zu Moſe geredt hat / 23vnd alles was der HERR euch durch Moſe geboten hat / von dem tage an / da er anfieng zu gebieten auff ewre Nachkomen / 24Wenn nu die Gemeine etwas vnwiſſend thet / So ſol die gantze Gemeine einen jungen Farren aus den rindern zum Brand­opffer machen / zum ſüſsen geruch dem HERRN / ſampt ſeinem Speis­opffer vnd Tranckopffer / wie es recht iſt / vnd ein zigenbock zum Sünd­opffer. 25Vnd der Prieſter ſol alſo die gantze Gemeine der kinder Iſrael verſünen / ſo wirds jnen vergeben ſein / denn es iſt ein vnwiſſenheit / Vnd ſie ſollen bringen ſolch jre gaben zum opffer dem HERRN / vnd jre Sünd­opffer fur den HERRN vber jre vnwiſſenheit / 26ſo wirds vergeben der gantzen Gemeine der kinder Iſrael / Da zu auch dem Frembdlingen der vnter euch wonet / weil das gantze volck iſt in ſolcher vnwiſſenheit.

     

    27WEnn aber eine Seele durch vnwiſſenheit ſündigen wird / die ſol eine jerige zige zum Sünd­opffer bringen. 28Vnd der Prieſter ſol verſünen ſolche vnwiſſende Seele mit dem Sünd­opffer / fur die vnwiſſenheit fur dem HERRN / das er ſie verſüne / ſo wirds jr vergeben werden. 29Vnd es ſol ein Geſetz ſein das jr fur die vnwiſſenheit thun ſolt / beide dem Einheimiſchen vnter den kindern Iſrael / vnd dem frembdlingen der vnter euch wonet.

     

     

    Holzschnitt, Bild zu: Das 4. Buch Mose, Kapitel 15, Die Steinung eines Gesetzesbrechers

     

     

     

     

     

    [81b | 82a]

     

     

    Moſe.     C. XV.XVI

    LXXXIII.

    Straffe

    des / der am Sabbath holz laſs.

     

     

    30WEnn aber eine Seele aus freuel etwas thut / es ſey ein Einheimiſcher oder Frembdlinger / der hat den HERRN geſchmecht / Solche ſeele ſol ausgerottet werden aus jrem volck / 31denn ſie hat des HERRN wort verachtet vnd ſein Gebot laſſen faren / Sie ſol ſchlecht ausgerottet werden / Die ſchuld ſey jr.

    (Frevel)

    Das iſt die ſün­de ſo nicht wil ſün­de ſein / ſon­dern recht ha­ben. Wie der Ketzer vnd Rot­ten ſün­de / wel­che Got­tes wort vnd Ge­ſetz en­dert vnd nach jrem wil­len deu­tet.

     

     

    Strafe für eine Sabbatſchändung

     

    ALS nu die kinder Iſrael in der wüſten waren / funden ſie einen Man holtz leſen am Sabbath tage. 33Vnd die jn drob funden hatten / da er holtz las / brachten jn zu Moſe vnd Aaron / vnd fur die gantze Gemeine. 34Vnd ſie legten jn gefangen / Denn es war nicht klar ausgedruckt / was man mit jm thun ſolte. 35Der HERR aber ſprach zu Moſe / Der Man ſol des tods ſterben / Die gantze Gemeine ſol jn ſteinigen auſſer dem Lager. 36Da füret die gantze Gemeine jn hin aus fur das Lager / vnd ſteinigeten jn das er ſtarb / wie der HERr Moſe gebotten hatte.

    Man der

    am Sabbath holtz laſe / geſteiniget.

     

     

    Von den Quaſten an der Kleidung

     

    Deut. 22.

    Mat. 23.

    VND der HERR ſprach zu Moſe / 38Rede mit den kindern Iſrael / vnd ſprich zu jnen / das ſie jnen Lepplin machen an den fittigen jrer Kleider vnter alle ewren Nachkomen / vnd gele Schnürlin auff die Lepplin an die fittig thun. 39Vnd ſollen euch die Lepplin da zu dienen / das jr ſie anſehet / vnd gedenckt aller Gebot des HERRN / vnd thut ſie / das jr nicht ewrs hertzen duncken nachrichtet / noch ewren augen nachhuret. 40Darumb ſolt jr gedencken vnd thun alle meine Gebot / vnd heilig ſein ewrem Gott / 41Ich der HERR ewr Gott / der euch aus Egyptenland gefürt hat / das ich ewr Gott were / Ich der HERR ewr Gott.

     

     

     

     

    Die Holzschnitte der Bibel

    Holzschnitt im 3. Buch Mose, Kapitel 24

    Holzschnitt im 4. Buch Mose, Kapitel 15

    »DieSteinigung des Gesetzesbrechers«

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