Das zweite Buch der Chronik

Kapitel XXX.

Symbol Biblia 1545

Die Lutherbibel von 1545

 

Die Texte der Lutherbibel von 1545 in Frakturschrift

Das Alte Testament

Die Geschichtsbücher

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Das 2. Buch der Chronik

 

C. XXX.

 

2Chr 30,1-27

 

Der Text in 36 Kapiteln

 

Gliederung Kapitel 30

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel XXX.

 

 

10,1 - 36,13

 

IV. DIE KÖNIGE JUDAS

 

 

 

29,1 - 32,31

 

IV.13 König Hiskia von Juda
(716 bis 687 v. Chr.)

 

 

 

30,1 - 31,1

 

IV.13.3 Die Erneuerung des Passafestes für Israel und Judäa

 

1

30,1-1

→König Hiskia lädt die Bevölkerung Israels und Judäas zum gemeinsamen Passafest nach Jerusalem

2

30,14

→Die Reinigung Jersusalems von den Altären fremder Gottheiten

3

30,15-27

→Die Feier des Passafest und des Fest der ungesäuerten Brote

 

 

 

 

 

Das ander Bucĥ:
Der Chronica.

 

 

 

 

[251a]

 

 

IV.13.3

Die Erneuerung des Passafestes für Israel und Judäa

 

 

 

30,1 - 31,1

 

 

XXX.

 

 

König Hiskia lädt die Bevölkerung Israels und Judäas zum gemeinsamen Passafest nach Jerusalem

 

VND His­k­ia ſandte hin zum gan­tzen Iſ­ra­el vnd Ju­da / vnd ſchreib brie­ue an Ephra­im vnd Ma­naſ­ſe / das ſie ke­men zum Hau­ſe des HER­RN gen Je­ru­ſa­lem / Pa­ſ­ſah zu hal­ten / dem HER­Rn dem Gott Iſ­ra­el. 2Vnd der Kö­nig hielt ei­nen Rat mit ſei­nen Ober­ſten / vnd der gan­tzen Ge­mei­ne zu Je­ru­ſa­lem das Pa­ſ­ſah zu hal­ten im an­dern mon­den / 3Denn ſie kund­tens nicht hal­ten zur ſel­bi­gen zeit / dar­umb das der Prie­ſter nicht gnug ge­hei­li­get wa­ren / vnd das volck noch nicht zu hauff ko­men war gen Je­ru­ſa­lem. 4Vnd es ge­fiel dem Kö­ni­ge wol vnd der gan­tzen Ge­mei­ne. 5Vnd be­ſtel­le­ten das ſolchs aus­ge­ruf­fen wür­de durch gantz Iſ­ra­el /

 

 

 

 

[251a | 251b]

 

 

II. Bucĥ der   C․ XXX

Hiska

 

 

von Berſeba an bis gen Dan / das ſie kemen Pa­ſ­ſah zu hal­ten dem HER­RN dem Gott Iſ­ra­el zu Je­ru­ſa­lem / Denn es war lang nicht ge­hal­ten / wie es ge­ſchrie­ben ſte­het.

 

VND die Leuffer gien­gen hin mit den Brie­uen von der hand des Kö­ni­ges vnd ſei­ner Ober­ſten / durch gantz Iſ­ra­el vnd Ju­da / aus dem be­felh des Kö­nigs / vnd ſpra­chen / Ir kin­der Iſ­ra­el be­ke­ret euch zu dem HER­RN dem Gott Abra­ham / Iſa­ac vnd Iſ­ra­el / ſo wird er ſich ke­ren zu den Vbri­gen / die noch vbrig vn­ter euch ſind aus der hand der Kö­ni­ge zu Aſ­ſur. 7Vnd ſeid nicht wie ew­re Ve­ter vnd Brü­der / die ſich am HER­RN jrer ve­ter Gott ver­grif­fen / vnd er ſie gab in eine ver­wü­ſtung / wie jr ſel­ber ſe­het. 8So ſeid nu nicht hals­ſtar­rig wie ew­re Ve­ter / Son­dern gebt ew­re hand dem HER­RN / vnd ko­met zu ſei­nem Hei­lig­thum / das er ge­hei­li­get hat ewig­lich / vnd die­net dem HER­RN ew­rem Gott / ſo wird ſich der grim ſeins zorns von euch wen­den. 9Denn ſo jr euch be­ke­ret zu dem HER­RN / ſo wer­den ew­re Brü­der vnd Kin­der barm­her­tzig­keit ha­ben fur de­nen die ſie ge­fan­gen hal­ten / das ſie wi­der in dis Land ko­men / Denn der HERR ewr Gott iſt gne­dig vnd barm­her­tzig / vnd wird ſein An­ge­ſicht nicht von euch wen­den / ſo jr euch zu jm be­ke­ret.

 

10VND die Leuf­fer gien­gen von einer Stad zur an­dern / im lan­de Ephra­im vnd Ma­naſ­ſe / vnd bis gen Se­bu­lon / Aber ſie ver­la­che­ten vnd ſpot­ten jr. 11Doch et­li­che von Aſ­ſer vnd Ma­naſ­ſe vnd Se­bu­lon / de­mü­ti­ge­ten ſich / vnd ka­men gen Je­ru­ſa­lem. 12Auch kam Got­tes hand in Ju­da / das er jnen gab ei­ner­ley hertz zu thun nach des Kö­ni­ges vnd der Ober­ſten ge­bot / aus dem wort des HER­RN. 13Vnd es kam zu hau­ffe gen Je­ru­ſa­lem ein gros Volck / zu hal­ten das Feſt der vn­ge­ſeur­ten Brot im an­dern mon­den / ein ſeer gro­ſſe Ge­mei­ne.

 

 

Die Reinigung Jersusalems von den Altären fremder Gottheiten

 

VND ſie mach­ten ſich auff / vnd the­ten ab die Al­tar / die zu Je­ru­ſa­lem wa­ren / vnd al­le Reuch­werg the­ten ſie weg / vnd worf­fen ſie in den bach Kid­ron.

Paſſah ge-

halten zu Hiskia zeiten.

 

 

Die Feier des Passafest und des Fest der ungesäuerten Brote

 

15Vnd ſchlach­ten das Pa­ſ­ſah am vier­ze­hen­den ta­ge des an­dern mon­den. Vnd die Prie­ſter vnd Le­ui­ten be­kand­ten jre ſchan­de / vnd hei­li­ge­ten ſich / vnd brach­ten die Brand­opf­fer zum hau­ſe des HER­RN / 16vnd ſtun­den in jrer ord­nung / wie ſichs ge­bürt / nach dem ge­ſetz Mo­ſe des mans Got­tes. Vnd die Prie­ſter ſpren­ge­ten das blut von der hand der Le­ui­ten / 17Denn jr wa­ren viel in der Ge­mei­ne / die ſich nicht ge­hei­li­get hat­ten / Dar­umb ſchlach­ten die Le­ui­ten das Pa­ſ­ſah fur al­le die nicht rein wa­ren / das ſie dem HER­RN ge­hei­li­get wür­den.

 

18AVch war des volcks viel von Ephra­im / Ma­naſ­ſe / Iſa­ſchar / vnd Se­bu­lon die nicht rein wa­ren / ſon­dern aſ­ſen das Oſter­lamb nicht wie ge­ſchrie­ben ſte­het. Denn His­k­ia bat fur ſie / vnd ſprach / Der HERR der gü­tig iſt / wird gne­dig ſein 19al­len / die jr hertz ſchi­cken Gott zu ſu­chen den HER­RN / den Gott jrer ve­ter / vnd nicht vmb der a hei­li­gen rei­nig­keit wil­len. 20Vnd der HERR er­hö­ret His­k­ia / vnd hei­let das volck. 21Al­ſo hiel­ten die kin­der Iſ­ra­el / die zu Je­ru­ſa­lem funden wur­den / das Feſt der vn­ge­ſeur­ten Brot ſie­ben ta­ge mit gro­ſſer freude. Vnd die Le­ui­ten vnd Prie­ſter lo­be­ten den HER­RN al­le ta­ge mit ſtar­cken Sei­ten­ſpie­len des HER­RN.

 

 

 

 

 

 

a

(Hei­li­gen rei­nig­keit) Das iſt / Gott ſi­het das hertz an / wenn das recht­ſchaf­fen iſt an Gott / ſo fra­get er nicht nach euſ­ſer­li­cher rei­nig­keit / die nach dem Ge­ſetz hei­lig iſt.

 

VND His­k­ia redet hertz­lich mit al­len Le­ui­ten / die ein gu­ten ver­ſtand hat­ten am HER­RN / vnd ſie aſ­ſen das Feſt vber / ſie­ben tage / vnd opf­fer­ten Dank­op­f­fer / vnd dan­cke­ten dem HER­RN jrer ve­ter Gott. 23Vnd die gan­tze Ge­mei­ne ward rats / noch an­der ſie­ben ta­ge zu hal­ten / vnd hiel­ten auch die ſie­ben ta­ge mit freu­den. 24Denn His­k­ia der kö­nig Ju­da / gab ein He­be fur die Ge­mei­ne / tau­ſent far­ren vnd ſie­ben tau­ſent ſcha­fe / Die Ober­ſten aber ga­ben ei­ne He­be fur die Ge­mei­ne / tau­ſent far­ren / vnd ze­hen tau­ſent ſcha­fe / Al­ſo hei­li­ge­ten ſich der Prie­ſter viel.

 

25VND es frew­e­ten ſich die gan­tze ge­mei­ne Ju­da / die Prie­ſter vnd Le­ui­ten / vnd die gan­tze ge­mei­ne die aus Iſ­ra­el ko­men wa­ren / vnd die Frembd­lin­gen /

 

 

 

 

[251b | 252a]

 

 

Chronicá.     C․ XXXI.

Hiskia

CCLII.

 

 

die aus dem lande Iſ­ra­el ko­men wa­ren / vnd die in Ju­da wo­ne­ten. 26Vnd war eine gro­ſſe freu­de zu Je­ru­ſa­lem / Denn ſint der zeit Sa­lo­mo / des ſons Da­uid des kö­nigs Iſ­ra­el / war ſolchs zu Je­ru­ſa­lem nicht ge­we­ſen. 27Vnd die Prie­ſter vnd die Le­ui­ten ſtun­den auff / vnd ſe­ge­ne­ten das Volck / vnd jre ſtim­me ward er­hö­ret / vnd jr Ge­bet kam hin ein fur ſei­ne hei­li­ge Wo­nung im Hi­mel.

 

 

 

 

 
 

 

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Paralipomenon ij.

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II Paralipomenon

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2 Chr

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